Ein Klick nach Stuttgart lohnt sich

Jürg Müller-Muralt /  Nicht nur Infosperber feiert das 10-Jahre-Jubiläum, in Stuttgart ging 2011 auch «Kontext: Wochenzeitung» online.

Gleich zwei Internet-Zeitungen mit ähnlichen Zielen nahmen im Frühling 2011 den Betrieb auf: Seit dem 20. März jenes Jahres belebt Infosperber die schweizerische Medienlandschaft. Wenig später, am 6. April, erschien erstmals das in Stuttgart beheimatete Internet-Medium Kontext: Wochenzeitung. Die beiden Publikationen sind sich in vielem ähnlich, unterscheiden sich aber auch. Während Infosperber täglich Beiträge publiziert, erscheint Kontext einmal wöchentlich am Mittwoch und dann am Samstag als Print-Beilage der in ganz Deutschland verbreiteten taz am Wochenende.

Aufmüpfig, anzeigenfrei, spendenfinanziert

In ihrem Jubiläums-Editorial bezeichnen Chefredaktorin Susanne Stiefel und ihre Stellvertreterin Anna Hunger die Online-Wochenzeitung als «Pionier in Sachen gemeinnützigen Journalismus»: «Kritisch, aufmüpfig, ohne Verlag, ohne Anzeigen, aber mit dem Engagement und der Leidenschaft so vieler», was ziemlich genau auch auf Infosperber zutrifft. Zudem finanziert sich die Zeitung, so wie Infosperber, über Spenden, und ihre Inhalte sind ebenfalls ohne Abo-Schranke frei zugänglich.

Enge Verbindungen zum «Ländle»

Die persönlichen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen der schweizerischen Grenzgebiete zu den ausländischen Nachbarregionen sind überall sehr intensiv. «Im Falle des Bundeslandes Baden-Württemberg ist die Schweiz seit 2010 das wichtigste Ursprungsgebiet für Waren und Dienstleistungen vor China, Italien und den USA. Das Handelsvolumen der Schweiz mit Baden-Württemberg und Bayern zusammen ist grösser als dasjenige der Schweiz mit China», heisst es im Wirtschaftsbericht der Schweizerischen Botschaft in Berlin vom Dezember 2020.

Das ist doch Grund genug, sich ein bisschen dafür zu interessieren, was sich im «Ländle» so tut – und etwas in der Jubiläumsausgabe von Kontext herumzusurfen.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

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Eine Meinung zu

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    am 10.04.2021 um 12:48 Uhr
    Permalink

    Bin viel in Deutschland unterwegs gewesen. Davon im Schwaben-Ländle knapp 30 Jahre. Man sagt, der Dr.Faustus, das Vorbild von Goethes Faust, wäre einer meiner Ur-Ahnen. Habe beim „schaffe, spare, Häusle baue“ im Grossraum Stuttgart mitgemacht – und bin jedesmal tief berührt, wenn ich wieder mal schwäbische Mundart höre. „Da geht mir das Herz auf !“

    Es ist schon ein besonderer Menschenschlag. Ein Wort ist dort noch ein Wort – und ein Handschlag eines Schwaben ist ein sicheres Versprechen – sicherer als so mancher „juristisch ausgefeilter“ Vertrag – mit Hinter-Türchen inklusive !
    Viele glaubwürdige, fleissige, grüblerisch-humorvolle „Schaffer“ leben dort – im Ländle – und “ die „könnet älles ausser hoch-deitsch“ !
    Typisch schwäbische Persönlichkeiten wie Ex- Bundes-Präsident „Papa Heuss“, der Schauspieler Willi Reichert, Stuttgarts Ex-Oberbürgermeister Manfred Rommel, der jetzige Ministerpräsident, Winfried Kretschmann, Tübingens Oberbürgermeister Palmer waren und sind typische, würdige Schwaben! .

    Als -besten- Kanzler fürs ganze Volk, der eine Koaltion gut auf Gemeinsames einigen kann – und auch „ausserhalb“ sehr respektiert würde, wäre mir ein Schwabe -mit weitem Abstand- am liebsten:
    der schwäbische Ministerpräsident Kretschmann, der wenig und mit Bedacht redet — und verlässlich und gut „schafft“ !

    Dass die Schweizer gern und bevorzugt Handel mit den Schwaben treiben, spricht gleichermassen für Schweizer und Schwaben !

    Wolfgang Gerlach, Ingenieur

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