Wo es mehr ausländische Ärzte gibt

Urs P. Gasche ©

Urs P. Gasche /  Der Anteil von Ärzten, die im Ausland ausgebildet wurden, ist in England, Norwegen, Australien und Israel höher.

In der Schweiz stammen 27 von 100 Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland. Einen ähnlich hohen Anteil weisen die USA, Schweden und Kanada auf. Einen noch höheren Anteil an Ärztinnen und Ärzten, die im Ausland ausgebildet wurden, gibt es in Grossbritannien (29%), Ausstralien (30,5%), Irland (34%), Norwegen (35%), Neuseeland (43,5%) und in Israel mit hohen 58,5%.

Grafik in grösserer Auflösung hier. Quelle: OECD Gesundheit auf einen Blick 2015
Ärztinnen und Ärzte zieht es in Länder, wo sie erheblich mehr verdienen als in ihren Heimatländern, in denen sie ausgebildet wurden und jetzt fehlen.


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3 Meinungen

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    am 6.11.2015 um 11:55 Uhr
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    Die Ärzte aus Israel dürften wohl nicht aus der Dritten Welt abgezogen sein, sondern vermutlich in nicht kleiner Anzahl dem «Volk Israel» angehören. Ein wünschbarer dokumentierter Artikel in Infosperber könnte sich zum Beispiel mit der medizinischen Versorgung der Palästinenser in Israel auseinandersetzen. Hier wird die Zahl der ausländischen Medizinalpersonen mutmasslich nicht gering sein. Informiert wäre man aber erst, wenn die diesbezüglichen Zahlen genau recherchiert wären und hier vorliegen würden. Vielleicht sind meine Annahmen falsch. War schon länger nicht mehr in Israel. Aber reine Prozentzahlen ohne Auswertung habe ich jeweils bei Maturaarbeiten mit Notenabzug bedacht.

    Entschuldigung für die schulmeisterliche Bemerkung. Gasche gehört zu den Publizisten, die in Sachen Recherchen selten Wünsche übrig lassen. Mir ist auch klar, dass die Infosperber-Beiträge nach Vorgaben betreffend Umfang erfolgen, was für ein Portal, das gelesen sein will, durchaus professionell anmutet.

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    am 6.11.2015 um 15:10 Uhr
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    Mein lieber Herr Lehrer. Falls Sie gute Noten erzielen möchten, dürfen Sie nicht schreiben «Die Ärzte aus Israel». Denn das bedeutet nichts anderes als «Alle Ärzte». Ihre Aussage «Die Ärzte aus Israel dürften wohl nicht aus der Dritten Welt abgezogen sein» ist deshalb 100 Prozent richtig, aber ohne jeglichen Informationswert.
    Ich habe in meinen Bericht oben nicht von «allen Ärztinnen und Ärzten» geschrieben, die es in Länder zieht, wo höhere Einkommen locken, sondern nur von «Ärztinnen und Ärzten».
    Wer «die» schreibt und nicht «alle» meint, dem würde ich eine rohe Karotte zum essen geben – falls ich Lehrer wäre.

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    am 6.11.2015 um 16:26 Uhr
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    Danke, das «aus Israel» war ein Verschrieb. Ihre launige Antwort nehme ich entgegen. Schrieb von «Medizinalpersonen», Aerztinnen und Aerzte meide ich, obwohl ich soeben für die Schulgeschichte von Beromünster eine Kurzbiographie einer Ärztin geschrieben habe. Im Ernst möchte wohl nicht nur ich wissen, wie man sich diese 58% Aerzte i n Israel verteilt vorstellen muss, wie weit diese wohl jüdischer internationaler Herkunft sind und wie es mit der medizinischen Versorgung der Palästineneser aussieht. Dies wäre mal einen Artikel wert, so wie Artikel über Madagaskar und China sich schon wiederholt durch Qualität auszeichneten.

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