Dicke_Jugendliche_EdYourdon

Krankhaft übergewichtige Teenager © Ed Yourdon/Flickr/CC

Verbote von Süssgetränken und Fast Snacks wirken

Urs P. Gasche /  In Schulen mit strikten Vorschriften werden Jugendliche weniger dick als in Schulen ohne Regeln. Verbote wirken, Information wenig.

Jedes fünfte Kind ist in den USA krankhaft übergewichtig (Body-Mass-Index >30), erklärt das «Center for Disease Control and Prevention». Süssgetränke und Snacks tragen merklich dazu bei. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftsmagazin «Pediatrics», die im August veröffentlicht wurde. Die Studie erfasste 6300 Schülerinnen und Schüler in 40 US-Bundesstaaten während der Jahre 2004 bis 2007.
Während dieser drei Jahre haben die Forscher vergleichbare Kinder in Schulen mit und ohne Verbote verfolgt. Fazit: «Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen normalerem Gewicht und staatlichen Verordnungen, die Süssgetränke und Junk Food an Schulen verbieten.»
Einige US-Bundesstaaten haben den Verkauf an öffentlichen Schulen schlicht verboten, andere haben den erlaubten Gehalt an Zucker, Fett und Kalorien stark eingeschränkt.
Die Schüler der Schulen mit Vorschriften waren nach drei Jahren im Durchschnitt 1 Kilo leichter, bei einer Körpergrösse von 1.50 Meter.
Das Übergewicht lediglich mit Informationen oder mit schwachen Vorschriften zu bekämpfen, zeigte keine Resultate. Schüler solcher Schulen hatten nach drei Jahren das gleiche Gewicht wie Schüler von Schulen, in denen Übergewicht gar nicht thematisiert wurde.
Die Forscher haben andere Faktoren, die das Gewicht von Teenagers beeinflussen, mit einbezogen. Das hat am Einfluss von Süssgetränken und von Junk Food nichts geändert.


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