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Zu «keck« unterwegs (links): Uppsala musste das Schild durch das offizielle (rechts) ersetzen. © zvg

«Kecke» Brüste und Minirock aus Verkehr gezogen

Barbara Marti /  Schweden ist eines der ersten Länder, wo das Verkehrsschild vor Zebrastreifen entweder eine Frau oder einen Mann zeigen kann.

Doch angeblich irrtümlich hat die schwedische Stadt Uppsala an Fussgängerübergängen Verkehrsschilder montiert, die eine Frau mit «kecken» Brüsten und einem kurzen Rock zeigen. Sie musste die Schilder ersetzen.
2008 hatte die schwedische Verkehrsbehörde mit einem neuen Schild, das eine Frau zeigt, international Aufsehen erregt. Der Präsentation des Schildes war ein Auswahlverfahren vorausgegangen, in dem mehrere Design-Vorschläge als «zu weiblich» abgelehnt worden waren. Sie würden «nicht den Vorgaben der Behörden entsprechen», hiess es damals. Darunter war auch das Schild, das in Uppsala aufgestellt wurde. Die Brüste seien zu «keck» und der Rock zu kurz. Schweden ist in Nordeuropa als eher prüdes Land bekannt.
Die Behörde entschied sich stattdessen für eine Frau mit flacherem Busen und längerem Rock, die älter wirkt und auch weniger forsch unterwegs ist.
Weshalb die Beamten in Uppsala die beiden Versionen «verwechselt» und die Schilder mit der falschen Version aufgestellt haben, weiss angeblich niemand. «Irgendwie» sei in Uppsala das falsche Schild hergestellt und montiert worden, sagte Tina Hallin von der Stadtverwaltung gegenüber dem englischsprachigen schwedischen Internetmagazin «The Local».


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Die Autorin ist Redaktorin und Herausgeberin der Zeitschrift «FrauenSicht».

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