Die Zeit, das Aushängeschild für deutschen Qualitätsjournalismus © Die Zeit

Die Zeit, das Aushängeschild für deutschen Qualitätsjournalismus

Qualitätsjournalismus – ein Blick über die Grenzen

Christian Müller / 21. Jul 2012 - Der Konzentrationsprozess der Schweizer Medien ist irreversible Realität. Nun gilt es, das Gebotene unter die Lupe zu nehmen.

Fünf Medien-Konzerne dominieren den Schweizer Medien-Markt, wenn man die SRG mitzählt. Bis vor wenigen Wochen hatten drei von ihnen deutsche Medien-Manager in der Spitzenposition: Ringier, Tamedia und die AZ-Medien. Was bringen sie uns Neues? Was ist in Deutschland anders?

Einen «Vorteil» haben sie für unsere grossen Schweizer Medien-Unternehmen in wirtschaftlich harten Zeiten sicher: sie haben wenig Verständnis für die schweizerische Kleinräumigkeit und haben entsprechend weniger Hemmungen, verschiedene Medien zusammenzulegen. Zürich-Bern, 120km, Zürich-St. Gallen, 80km, was ist das schon in Deutschland? Braucht es da wirklich unterschiedliche Zeitungen?

Interessanter ist aber auch, welches Verständnis von Journalismus man in Deutschland hat. Und mit diesem Thema beschäftigt man sich in unserem nördlichen Nachbarland sehr wohl auch.

Qualitätsjournalismus mit deutschen Augen

Die Website www.das-parlament.de ist für Politik-Interessierte eine Quelle erstklassiger Information. Sie liefert jede Woche eine online-Beilage zu einem Sonderthema. Letzte Woche war dieses Thema der Qualitätsjournalismus. Es lohnt sich, da hineinzuschauen. Nicht zuletzt für die Journalisten und Journalistinnen selbst, denn auch die wirtschaftliche Situation dieses Berufsstandes ist eines der Themen:

Ein kurzes Zitat daraus: «Der Berufseinstieg ist schwierig, die Konkurrenz ist groß. Nicht selten absolvieren junge Journalisten postgraduale Praktika. Die Bezahlung – sofern die Praktika überhaupt honoriert werden – liegt auf einem niedrigen Niveau: 2,93 Euro beträgt der durchschnittliche Stundenlohn im Segment «Presse, Rundfunk, Fernsehen», wie eine aktuelle Studie belegt. Die mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung und des Deutschen Gewerkschaftsbundes entstandene Untersuchung kommt zu dem Schluss, «dass zwischenzeitliche Praktika nach Studienabschluss nicht nur die objektiven Merkmale von Prekarität erfüllen (unsichere Perspektive, geringer Status, finanzielle Unsicherheit), sondern auch subjektiv so erlebt werden.» «

Und daraus sollen erstklassige Journalisten werden?

Hier der Link zur Frontpage der Beilage «Aus Politik und Zeitgeschichte», diesmal zum Thema Qualitästjournalismus.

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Keine

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