Gerhard Schwarz gewinnt das Duell gegen Eric Gujer © zvg

Gujer schwafelt von Markt und Schwarz liest ihm die Leviten

Urs P. Gasche / 04. Apr 2019 - Über die jugendlichen Klimarebellen duellierten sich NZZ-Chefredaktor Eric Gujer und Gerhard Schwarz, ohne dies zu beabsichtigen.

Auf der samstäglichen Titelseite der NZZ zog Chefredaktor Eric Gujer gegen die «jugendlichen Klimarebellen» vom Leder.

Unter der extra grossen Überschrift «Radikalismus löst keine Probleme» unterschob er der weltweiten Jugendbewegung, die Marktwirtschaft abschaffen und im Endeffekt eine «Planwirtschaft mit Fünfjahresplänen» einführen zu wollen. Manifestanten in Zürich hätten gedroht, den «Neoliberalismus», das «profitorientierte Wirtschaftssystem» und damit die «Marktwirtschaft» abzuschaffen.

Der Aufruf der «Scientists for Future», das «Ernährungs- Mobilitäts- und Konsummuster grundlegend zu verändern», ist für Gujer untauglich. Er schreibt von einer drohenden «Zwangsbeglückung»: «Was passiert, wenn die Bürger auf SUV und Flugreisen in die Karibik nicht freiwillig verzichten?». Selbst nach dem Uno-Umweltgipfel von 1992 in Rio seien die Autos immer grösser und leistungsstärker geworden. Gujer schliesst daraus: «Mit der Bereitschaft zum Konsumverzicht ist es offenkundig nicht allzu weit her.» Man denke auch an die wachsenden Mittelschichten in Indien und China, «die ihren kapitalistischen Traum mit einer deutschen Limousine und einem Ausflug aufs Jungfraujoch ausleben wollen».

Gegen diesen Trend sei «ein grün verbrämter Antikapitalismus zum Scheitern verdammt». Die Erderwärmung lasse sich «nur mit den Mitteln des Marktes bremsen». Doch als einziges, aber «mächtiges» marktwirtschaftliches Instrument erwähnt Gujer den Handel mit Emissionsrechten, den man nur «konsequenter nutzen» müsse. Denn dieser mache die Verschmutzung der Luft teurer. Dieses Instrument wäre laut Gujer schon bisher leicht durchzusetzen gewesen, wenn es «die bürgerlichen Kräfte» nur nicht «versäumt» hätten, «sich für einen [solchen] marktwirtschaftlichen Klimaschutz zu engagieren». Dieses Versäumnis führt Gujer auf ein «Desinteresse» oder das «Herlaufen hinter dem dirigistischen Zeitgeist» zurück.

Gujer nimmt es offensichtlich in Kauf, dass es mit der Erwärmung der Erde ungebremst weiter geht, falls es die «bürgerlichen Kräfte» auch in Zukunft nicht schaffen, marktwirtschaftliche Instrumente einzusetzen. Für diesen Einsatz setzt Gujer zudem eine hohe Hürde an: Auf «europäische Alleingänge» sei zu verzichten und «stattdessen auf global verbindliche Normen zu setzen».

  • Kein Thema ist bei Gujer der abblockende Einfluss, den grosse internationale Konzerne und deren Lobby-Organisationen und «Think Tanks» auf Parlamente, Regierungen, Universitäten und Medien haben.
  • Kein Thema ist bei Gujer, dass die «Marktwirtschaft» und «marktwirtschaftliche Instrumente» nur funktionsfähig sind und nur dann Sinn machen, wenn die Preise wenigstens annähernd realistisch die Kosten widerspiegeln, welche die Produkte und Dienstleistungen verursachen.

Der NZZ-Chefideologe stellt sich blind und sieht darüber hinweg, dass der Markt weitgehend versagt, weil die Preise von Produkten und Dienstleistungen krass verzerrt sind, finanzielle Anreize und Milliarden-Subventionen das Verschwenden von Energie und Rohstoffen und den CO2-Ausstoss sogar fördern, und weil die Kosten selbst für gravierendste Umweltbelastungen nicht den Verursachern angelastet, sondern auf die Allgemeinheit abgewälzt, also sozialisiert werden können. Über diese Art von Sozialismus verliert Gujer kein Wort.

Ordoliberaler gegen Chefideologe

Just diesen wunden Punkt in Gujers Argumentation legte Gerhard Schwarz in der gleichen NZZ-Ausgabe bloss. Der langjährige NZZ-Wirtschaftssredaktor und spätere «Avenir Suisse»-Direktor widmete seine Kolumne ebenfalls den Freitagsdemonstrationen der Jugendlichen. Er gilt als «Ordoliberaler», der vom Schreibtisch aus für möglichst lupenreine Marktregeln eintritt. Unter dem Titel «Kostenwahrheit – das ‹Grün› der Ökonomen» legte Schwarz die Schwachstelle von Eric Gujers Argumentation offen: «Es fehlt an Kostenwahrheit». Preise, welche die tatsächlichen Kosten nicht decken seien «stossend, weil immer jemand anderer als der Konsument einen Teil der Kosten trägt – und zwar unfreiwillig».

Im Verkehr würde die Kostenwahrheit sogar «mit Füssen getreten». Wer fliege oder fahre, sollte für sämtliche Kosten aufkommen müssen.

Kostenwahrheit bedeute auch, dass «wer viel fährt oder fliegt, mehr bezahlt, als wer wenig fährt». Die heutigen Motorfahrzeugsteuern oder Generalabonnemente widersprächen diesem Prinzip. Pro Kilometer zahlen diejenigen am meisten, welche am wenigsten fahren. Auch das Fahren zu Spitzenzeiten müsste teurer sein, weil zur Bewältigung solcher Spitzenzeiten in «grosse Kapazitäten» investiert werden muss.

Unter Ökonomen sei es unbestritten, dass «Menschen auf Anreize reagieren, zumal auf preisliche». Deshalb könne man das Verhalten der Menschen mit den Preisen beeinflussen. Kostengerechte Preise würden effizienter zum Ziel führen als Gebote und Verbote.
Entsprechend kontraproduktiv sind falsche Preisanreize – auch für das Klima.

Über die Mengenrabatte und falschen Anreize zum Vielfliegen, zum intensiven Autofahren, zum Verschwenden von Strom und Wasser, zum Wegwerfen und Entsorgen gebrauchsfähiger Güter sowie über das Sozialisieren von Umwelt- und Sozialkosten hat Infosperber schon häufig informiert. Die Globalisierung und der Welthandel basieren heute auf einem völlig schiefen Preisgefüge. Das Resultat ist eine vermeidbare, gigantische, klimaschädigende Leerlaufwirtschaft.

Längst besteht die Marktwirtschaft nicht mehr in erster Linie aus vielen Unternehmen, welche weder den Markt beeinflussen noch den Wettbewerb einschränken können, sondern aus mächtigen internationalen Konzernen, welche Regulierungsversuche einzelner Nationalstaaten, namentlich Richtung Kostenwahrheit, schon im Keim ersticken und aushebeln können.

Ein Teil der heutigen Jugend ist sich bewusst geworden, dass die Realität des heutigen Wirtschaftens die Erwärmung der Erde nicht rechtzeitig zu bremsen imstande ist. Die ordoliberalen Forderungen eines Gerhard Schwarz nach Kostenwahrheit verhallen seit Jahrzehnten ungehört. Umso verständlicher ist es, wenn sich viele Junge von Gujers Vertröstungen auf «globalverbindliche Normen» und auf «Emissionsrechte» nicht mehr blenden lassen. Und wenn selbst seine Angstmacherei mit «vermutlich erheblichen Arbeitsplatzverlusten» und «Wohlstandseinbussen» im Winde verwehen.

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Siehe auch:

Viele Hintergrundinformationen in den Infosperber-DOSSIERS:

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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13 Meinungen

Gujers Denkfehler ist simpel: Er und seine Frommen verteidigen den Kapitalismus nicht nur, sondern sie sind der Kapitalismus. Wenn sie etwas nicht wollen, dann will der Kapitalismus es nicht. Wer es trotzdem will, der will den Kapitalismus abschaffen.

Kapitalismus ist SUV. CO2 sparen ist Planwirtschaft. So simpel ist das. Simpel ist seit Gujer die NZZ in weiten Teilen geworden. Und langweilig.
Andreas Ochsenbein, am 04. April 2019 um 12:51 Uhr
Der arme Eric Grujer ist nicht frei, er muss das machen, was die erzlibertären Eigentümer der NZZ anordnen.
Die bisher bewährten populistischen Methoden des Alt-Right Libertarian Movements funktionieren immer weniger, sind mitunter schon kontraproduktiv. Also weiter so und keine Experimenten. Aber das gehört schon immer alternativlos zur Konservierung der vorherrschenden Machtverhältnisse.
Paul Meyer, am 04. April 2019 um 12:55 Uhr
Wer von Herrn Gujer etwas anderes erwartet hat, der kann weder seinen Werdegang kennen noch irgend einen seiner Artikel gelesen haben.
Rolf Schmid, am 04. April 2019 um 12:58 Uhr
Jetzt platzt mir aber der Kragen! Über die Argumentation der beiden Herren muss ich keine Worte verlieren, sie ist längst bekannt. Teufel spricht mit Beelzebub! Gerhard Schwarz hat jahrelang das System verherrlicht, das zu den heutigen Zuständen führt und Eric Gujer wird bis zum Untergang der NZZ und der Welt dafür predigen, dass sich nichts ändert. Beide sind Ursache und nicht Lösung! Sankt Markt, nach uns die Sintflut! Beide dogmatischer als der Papst.
Walter Schenk, am 04. April 2019 um 19:19 Uhr
Der NZZ Chefredaktor: Der Strom für die Industrie in Deutschland sei fast 2x teuerer geworden wegen der Förderung der Erneuerbaren! Das stimmt nicht! Tatsächlich sind die Industriestrompreise 2005 und 2018 gleich bei 8,6 Cent/kWh. Quelle: BMWi Energiedaten, 22.01.2019
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/energiedaten-gesamtausgabe.html
Thomas Nordmann, am 04. April 2019 um 22:49 Uhr
Eine andere Problematik wird selten thematisiert. Alle wollen alle überzeugen klimagerecht zu konsumieren. Das TA-Magazin listet Hunderte von Vorschlägen auf von den Ferien bis zur Dusche, vom Kaffee bis zur Handcreme.
Dabei bliebe aber Geld auf den Konten der Normalbürger. Als Mieter können sie keine Solaranlage aufs Dach legen. Also bleibt das Geld auf der Bank, die es postwendend renditeintensiv anlegt, in Objekte, die die Sparübungen des vorbildlichen Normalbürgers wieder zunichte machen.
Nein, mit moralinsaurem jeder-kann-etwas-tun retten wir den Planeten nicht. Es braucht Regeln, Steuerung. Das kann und darf nur die Politik organisieren. Unsere Gesellschaft hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, sich kollektiv zu organisieren und die Gier des Einzelnen (einigermassen) im Zaun zu halten. Mit finanziellen Anreizen kann Konsum reduziert werden, für alle in der gleichen Art, und die gemeinsamen Ersparnisse kann man für das Klima einsetzen.
«Schreien und trotzdem Mangos essen». Es ist das dümmste und primitivste Totschlagargument, gebraucht auch von hoch kotierten Politikern. Darum an alle jungen Frauen und Männer, am Samstag auf der Strasse. Schreit laut und ohne Hemmungen! Es ist die Aufgabe der Politiker die Regeln, die den Planeten retten sollen, zu erfinden und aufzustellen. Ihr habt ein legitimes Recht, das ihnen ungeschminkt unter die Nase zu reiben. Es funktioniert. Wir haben es gesehen bei den letzten Abstimmungen.Und es ist nicht eure erste Aufgabe, voranzugehen.
Fritz Gysin, am 04. April 2019 um 22:58 Uhr
"Die ordoliberalen Forderungen eines Gerhard Schwarz nach Kostenwahrheit verhallen seit Jahrzehnten ungehört."
Herr Schwarz, die NZZ sowie Avenir Suisse unter seiner Ägide mögen Kostenwahrheit gefordert haben, aber immer jegliche Ansätze, wie Kostenwahrheit implementiert werden könnte, kritisiert und abgelehnt! Für Hr. Schwarz trifft zu, was Binswanger sen. über die FDP sagte: «Sie sind immer für Internatisierung externer Kosten, nur nicht für das Instrument das jeweils vorgeschlagen wird!» Wenn die Forderungen nach Kostenwahrheit also verhallen, so hat dies Hr. Schwarz selbst ausgelöst und möglicherweise auch so beabsichtigt!
irmi seidl, am 05. April 2019 um 00:41 Uhr
Die Behauptung vom NZZ Chefredaktor betr. dem Zuwachs der neuen Erneuerbaren Energien in Deutschland sind auch falsch!
... Wie wenig staatlicher Dirigismus zu erreichen vermag, illustriert die deutsche Klimapolitik. Mit hohen Zuschüssen werden dort die erneuerbaren Energien gefördert, Photovoltaikanlagen installiert und Windparks errichtet. ...
Die Statistik in ISE Energy Charts zeigen eine andere Realität! Deutschland hat mit Wind und PV ohne Wasserkraft den Anteil der erneuerbaren Stromproduktion in 17 Jahren von 8.6% auf 45.3% gesteigert!
https://www.energy-charts.de/ren_share_de.htm?source=ren-share&period=annual&year=all

Warum verbreitet die NZZ bei der Energiewende immer falsche Tatsachen?
Thomas Nordmann, am 05. April 2019 um 08:16 Uhr
In der Theorie ist es ganz einfach:
Die 1.6 Milliarden CHF für die Subventionierung der Flug- und Verdreckungs-Industrie streichen und Herrn und Frau Jedermann (auch Mieter!) zufliessen lassen für die Sanierung aller Ölheizungen in der Schweiz. In ein paar Jahren hätten wir keine Ölheizungen mehr … aber wahrscheinlich gibt die Öl-Lobby für Werbung für Ölheizungen mehr Geld aus!

Jährlich 1.6 Milliarden für Heizungs-Sanierungen in der Schweiz wären das beste lokal-regionale Wirtschafts-Förderungsprogramm, das die Schweiz je gesehen hat und erst noch absolut sinnvoll, weil es die regionale Wertschöpfung deutlich verbessert und die Flugpreise verursachergerecht erhöht.

Aber dann fliesst unser Erspartes und unsere Steuern nicht mehr an die Wall Street und das System der Neoliberalen schafft sich von selber ab - so ein Pech Herr Gujer.
Also finden Sie sicher täglich Argumente, um in der NZZ dagegen zu sein.
Paul Steinmann, am 05. April 2019 um 09:41 Uhr
Fritz Gysin schreibt: «Als Mieter können sie keine Solaranlage aufs Dach legen. Also bleibt das Geld auf der Bank, die es postwendend renditeintensiv anlegt, in Objekte, die die Sparübungen des vorbildlichen Normalbürgers wieder zunichtemachen.»

In Zürich können sich Mieter und auch Besitzer von Eigentumswohnungen an Solaranlagen des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) beteiligen und eigenen Solarstrom produzieren. Bereits 2500 Zürcherinnen und Zürcher haben bisher in eine der elf ewz.solarzüri-Anlagen investiert. «Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage», wie das EWZ kürzlich mitteilte, «sind drei weitere Photovoltaikanlagen auf den Schulhäusern Herzogenmühle, Langmatt und Luchswiesen in Zürich mit insgesamt 3 350 Quadratmeter geplant».

Vielleicht wird auch in anderen Gemeinden ein solches Programm gestartet? Pensionskassen könnten in Zukunft darauf verzichten in die Rüstungsindustrie zu investieren, zum Beispiel meine SBB Pensionskasse, und unsere Gelder in Projekte der alternativen Energieerzeugung anlegen.

Siehe auch: http://ifor-mir.ch/energie-bei-der-frau-sonne-tanken/
Heinrich Frei, am 05. April 2019 um 18:25 Uhr
Wer G.S. in die Enge treiben will, muss ihn (1) aufmerksam lesen und (2) ordnungspolitisch sehr gut im Bilde sein. Gerhard Schwarz kann man für Haltungen und Meinungen gelegentlich kritisieren. Wenn es jedoch um Fragen des Funktionierens von Märkten geht, oder um das Gegenteil, gibt es nicht xbeliebige Lösungen. Sein ökonomischer Rucksack ist prallvoll. Und er weiss sich auszudrücken. Und Dialektik ist ihm gar nicht fremd.
Erich Heini, am 06. April 2019 um 16:33 Uhr
Gujer handelt nach einem altbekannten Rezept. Man unterstellt dem Gegner (unsinnige) Ziele, die er gar nicht vertritt um ihn besser bekämpfen zu können.
Jürg Schmid, am 08. April 2019 um 16:19 Uhr
Der «Freie Markt» ist reiner Aberglaube der genügend wissenschaftlich wiederlegt wurde. Mit den Anhänger dieser Ideologie darüber zu diskutieren ist langweilig.

Interessanter ist die Forderung nach Kostenwahrheit. Was kostet ein Barrel Öl, wenn die Fossilen nicht mit Billionen subventioniert werden würden und beim Abbau CH-Standart gelten würde? Wie sähe unser Kleiderschrank aus, würden nicht in Sklaverei ähnlichen Verhältnissen Näherinnen billige Kleider produzieren? Gleiches kann man in der Elektronik, Nahrung,... etc fragen. Generell: Wie sähe wohl das BIP-Wachstum in der Schweiz aus, ohne die systematische Ausbeutung, Quersubventionierung und Unterdrückung welche die wahren Kosten lediglich auf wenige Schultern verteilt die diese Last tragen müssen? Nun, ich wage zu behaupten, an ein BIP-Wachstum wäre nicht mehr zu denken. Wir könnten uns den notwendigen Konsum schlicht nicht mehr leisten.

Es braucht nicht viele Gedanken, um zu erkennen, dass die Forderung nach Kostenwahrheit, ohne eine grundsätzliche Systemänderung, reine Heuchelei oder Kurzsichtigkeit ist. Im aktuellen System ist Kostenwahrheit schlicht unmöglich. Dies ist auch der Grund, weshalb diejenigen die nach Kostenwahrheit rufen, auf einmal verstummen wenn man dann konkrete Lösungen durchsetzen will.
Stöckli Marc, am 09. April 2019 um 17:03 Uhr

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