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Lukrative Geldanlagen vor dem Crash

Red. / 31. Dez 2011 - Banken verkaufen wieder viele «strukturierte Produkte». Wie das geht, erklärt Kabarettist Chim Meyer für alle verständlich.

Was der Kabarettist so anschaulich beschreibt, ist von der Realität nicht weit entfernt.

Derivate haben wieder Hochkonjunktur

«Das Angebot an strukturierten Produkten in der Schweiz wächst explosionsartig. Das Gros der Anleger hat die Übersicht längst verloren.» Das schrieb Fredy Gilgen bereits Mitte Oktober 2011 in der NZZ am Sonntag. Laut Nationalbank seien bereits wieder rund 200 Milliarden CHF in Derivaten investiert. Das sind fast fünf Prozent der gesamten Wertschriftenbestände.

Unkontrollierte Schattenbanken

Wichtige Akteure sind die sogenannten Schattenbanken: Unternehmen, die Finanzgeschäfte betreiben, aber keine Banken sind. Das sind Hedgefonds (viele mit Briefkastenadressen auf den Cayman Islands oder den Bahamas, geschützt vor staatlichen Kontrollen), Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Private Equity), Geldmarktfonds oder strukturierte Finanzvehikel von Zweckgesellschaften.

Im 2010 erreichten die unkontrollierten Schattenbanken ein Investitions-Volumen von rund 60 Billionen Dollar oder 25-30 Prozent der gesamten Finanzaktivitäten (Quelle NZZ vom 2.11.2011).

«Grösste Gefahr für die Finanzstabilität»

Die regulierten Banken lagern risikoreiche Geschäfte in solche wenig regulierte Gesellschaften aus. Positionen solcher Schattenbanken müssen bisher nicht einmal in den Bilanzen der Muttergesellschaften erscheinen.

Die Verschiebung von Risiken in die Schattenbanken sei «die grösste Gefahr für die Finanzstabilität», erklärte Goldman-Sachs-Vizepräsident Gary Cohn. Mit Schattenbanken können die Banken die Eigenkapitalvorschriften legal umgehen.

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