Happige «Sündensteuer» auf ungesunden Getränken © cc

Happige «Sündensteuer» auf ungesunden Getränken

Katar besteuert «sündiges Leben», dafür nicht die Einkommen

Urs P. Gasche / 06. Feb 2019 - 100 Prozent Steuern auf Bier und Energy Drinks. Dafür keine Einkommenssteuern. Eine der Überraschungen an der Fussball-WM 2020.

Bereits seit dem 1. Januar 2019 in Kraft: 100 Prozent Steuern auf allen alkoholischen Getränken sowie auf Energy Drinks. 50 Prozent Steuern auf Getränken mit Zuckerzusätzen. Einwohner von Katar sprechen von einer «Sündensteuer».

Andrerseits besteuert das reiche Ölland Katar nur Gewinne von Unternehmen mit 10 Prozent (35 Prozent für die Öl- und Gasbranche), nicht aber Einkommen von natürlichen Personen – null Prozent.

Die Zuckersteuer soll dazu beitragen, Übergewicht und Diabetes zu bekämpfen. Über 70 Prozent der Einwohner sind entweder krankhaft übergewichtig oder übergewichtig.

Die Alkoholsteuer soll den übermässigen Alkoholkonsum eindämmen. In Katar kann man Bier, Weine und Schnäpse legal kaufen, jedoch nur zu Hause, in Bars, Clubs und Hotels trinken, nicht aber sonst in der Öffentlichkeit.

Die Regierung kündigte an, die Bestimmungen während der Fussball-Weltmeisterschaft etwas zu lockern und Alkohol in sogenannten Fan-Zonen auszuschenken. Besonders billig wird das Bier nicht sein.

**********************************************************

Konsultieren Sie unser Infosperber-DOSSIER:

Übergewicht: Zu wenig Bewegung – zu viel Zucker

**********************************************************

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Ihre Spende macht es möglich:

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto für Stiftung SSUI, Jurablickstr. 69, 3095 Spiegel BE
IBAN CH0309000000604575581 (SSUI)
BIC/SWIFT POFICHBEXXX, Clearing: 09000

Ihre Spenden können Sie bei den Steuern abziehen.

Einzahlungsschein anfordern: kontakt@infosperber.ch (Postadresse angeben!)

4 Meinungen

Nicht Arbeit und Reichtum, sondern Luxuskonsum höher besteuern!

Reich wird man in der Regel nicht durch Arbeit, sondern durch Realkapitalbesitz (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) oder durch Erbschaft. Volkswirtschaftlich schädlich wird Reichtum erst, wenn er mit Luxusgütern verprasst wird, sonst bleibt er ja – vielfach als risikotragendes Kapital – der Wirtschaft und damit auch den Arbeitnehmenden – erhalten. Daher sollten nicht primär Löhne oder Vermögen höher besteuert werden, sondern deren Verwendung für Luxusgüter und –dienstleistungen via eine progressive Konsumsteuer.
Alex Schneider, am 07. Februar 2019 um 05:42 Uhr
Einfach mal ein herzliches Danke fuer die hervorragende Arbeit und die interessanten Blicke in mir teils unbekannte Welten. Als Beispiel die kreative Gesundheitsvorsorge von Katar mit kraeftiger Besteuerung von «Suechten».
Bruno Froehlich, am 07. Februar 2019 um 10:29 Uhr
Das Eröffnungsspiel soll am 21. November 2022, das Endspiel am 18. Dezember 2022 (4. Advent) stattfinden. Die Endrunde wird mit einer Dauer von 28 Tagen somit die kürzeste sein seit der WM 1978 mit 25 Tagen.
Rolf Leuenberger, am 08. Februar 2019 um 08:41 Uhr
Ich gebe Herr Schneider recht wenn man davon ausgeht, dass das Vermögen in die Realwirtschaft investiert wird. Leider kumuliert sich das Kapital nur noch in Devisenspekulationen und im Finanzkasino. Das riesige Kapital (Schulden von anderen) bringt der Realwirtschaft gar nichts mehr da es sogar bei negativzinsen nicht investiert wird. Das hat mit einem immer kurzfristigen denken zu tun. Daher muss das Kapitalvermögen zwingend bald versteuert werden und Stiftungen in der Schweiz müssen zwingend mind. 10% ihres Vermögens jedes Jahr investieren wie in den USA.
Daniel Bertschi, am 11. Februar 2019 um 07:20 Uhr

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Meinungseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Meinungen schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Meinungseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.