Es geht und ging stets um die Verschonung und Bevorzugung des Finanzsektors © zdf
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«Griechenhilfe» ist Hilfe für europäische Banken

Red. / 22. Apr 2015 - Fast 90% der bisherigen Griechenlandgelder gingen an ausländische Gläubiger, um diese vor einem Abschreiber zu verschonen.

«Hilfspakete für Griechenland« verkaufen sich der Öffentlichkeit besser als «Milliardenhilfen für Banken und Hedge-Funds». Doch von 252 Milliarden Euro «Hilfe» gingen 242 Milliarden in Form von Schuldenrückzahlungen und Zinsen direkt an Griechenlands Gläubiger in Deutschland, Frankreich, Italien und heute an die Troika.

Warum heute an die Troika? Weil die privaten Grossbanken und Hedge Funds seit 2010 fast alle ihre risikoreichen griechischen Staatsobligationen an die öffentlichen Institutionen des «Euro-Krisenfonds», die «Europäische Zentralbank», an nationale Notenbanken oder den Währungsfonds IWF abtreten konnten. Damit haften jetzt bei einem längst fälligen und unvermeidlichen Abschreiber auf Griechenlands Staatsobligationen im wesentlichen die Steuerzahler der EU-Länder, wie folgende Grafik zeigt (ZDF):

Sie fragen sich, wie das alles funktioniert? Die Sendung «Die Anstalt» vom ZDF erklärt es anschaulich und verständlich in einer erst noch unterhaltsamen Real-Satire. Wenn man diese Sendung gesehen hat, versteht man gut, was Politiker, Bankvertreter und manche Medien verschleiern.

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Unsere Leserin Ruth Obrist machte uns auf die Sendung aufmerksam. Vielen Dank.

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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

DOSSIER: Griechenland fordert die EU heraus

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Sensationell!
Hajo Emch, am 23. April 2015 um 21:14 Uhr

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