Die anhaltende Zersiedelung führt zu einer weiteren Volksabstimmung © Bundeskanzlei

Die anhaltende Zersiedelung führt zu einer weiteren Volksabstimmung

Flugaufnahmen dokumentieren Zersiedelung

Red. / 30. Jan 2019 - Die Zersiedelung der Schweiz ist schwierig zu erfassen. Ein Fotovergleich über 40 bis 60 Jahre offenbart das wahre Ausmass.

Am 10. Februar 2019 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten ab über die Volksinitiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung». Über das Pro und das Contra ist in den grossen Medien viel zu lesen.

Die Fotoserie des Aviatik-Journalisten Peter Brotschi, die wir vor zwei Jahren auf Infosperber veröffentlichten, zeigt die Geschwindigkeit der Entwicklung: Während Jahrhunderten vergrösserten sich die Dörfer und Städte sehr sehr langsam. Mit der Industrialisierung und der starken Vermehrung der Menschen änderte sich das schlagartig.

Ein relativ kurzer Blick zurück zeigt eindrücklich, dass die Zersiedelung der letzten 40, 60 und 100 Jahre unmöglich in diesem Tempo weitergehen kann. Wenn sie überhaupt weitergehen soll.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Peter Brotschi war Lehrer, ist Aviatikjournalist und CVP-Kantonsrat im Kanton Solothurn. Er kämpft politisch gegen die Zersiedelung der Schweiz. Brotschi ist Autor mehrerer Bücher. Das letzte ist ein Roman mit dem Titel «Biders Nacht», der sich u.a. mit der Zersiedelung beschäftigt.

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Eine Meinung

Okay: »Wachstum« und »Zersiedelung« beissen sich. Wachstum eindämmen, ist aus verschiedenen Gründen nicht so leicht durchzusetzen. Doch vielleicht müsste man den beiden Aspekten noch den Begriff »Verdichtung« hinzufügen. Einige der hier aufgeführten Beispiele sind schmerzhaft. Andere erscheinen mir auf den ersten Blick zwar nicht so schön, aber okay: Die Expansion in einzelnen Ballungszentren erfolgte offenbar im Sinne einer Verdichtung (Wohnblocks anstatt Einfamilienhäuser, z.B.). Ich meinte, man müsste im Kontext dieser Abstimmung nicht nur in Zonen, sondern auch in Infrastrukturen denken.
Martin Fritsche, am 30. Januar 2019 um 12:56 Uhr

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