Bienen-Königinnen sterben vorzeitig

Urs P. Gasche © Peter Mosimann
Urs P. Gasche / 04. Jul 2017 - Die Arbeit der Imker wird immer aufwändiger. Neben dem Kampf gegen die Varroa-Milben kommen Umweltgifte wie Insektizide dazu.

Weit verbreitete Insektizide wie Neonicotinoide schaden Bienenvölkern und deren Königinnen. Infosperber informierte am 1. Juli: «Neuste Studien beweisen, dass Neonicotinoide auch in kleinsten Mengen den Bienen schaden. Die EU und die Schweiz sind gefordert.» Die Folgen vermischen sich mit denjenigen der Varroa-Milben, denen regelmässig ganze Bienenstöcke zum Opfer fallen.

Die Folgen all dieser Einflüsse sind deutlich spürbar: «Während Bienen-Königinnen früher vier Jahre lang im Einsatz waren, muss ich sie heute manchmal schon nach zwei Jahren, spätestens aber im dritten Jahr ersetzen», berichtet Bernhard Käser. Der Bieneninspektor und Imker in Jegenstorf BE züchtet selber Königinnen. Er habe «nur noch wenige Königinnen, die älter sind als zwei Jahre». Käser vermutet, dass die Behandlungen gegen die Varroa-Milben den Königinnen zusetzen. Ohne Behandlungen würden ganze Bienenvölker sterben.

Das Pflegen der Bienen und der Kampf gegen Umwelteinflüsse mache das Imkern heute viel anstrengender als noch vor zwanzig Jahren. «Da es ein Hobby ist, wird kein Aufwand gescheut», meint Käser. Sein Resultat lässt sich zeigen: Trotz des diesjährigen Frosts liefern seine Bienen dieses Jahr grosse Erträge: «Unser Honiglager war bereits Ende Juni gefüllt.»

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Der Autor ist mit Bernhard Käser befreundet.

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2 Meinungen

Insektizide genau so wie Pestizide wurden vor vielen Jahrzehnten bereits eingesetzt.
Zum Teil noch viel intensiver und falsch dosiert. Damals hatten die Bienen noch genügend natürliche Abwehrkräfte, um mit den Giften umgehen zu können. Was mich nun an der gesamten Bienendiskussion stört, ist das Ausblenden der flächendeckenden Mobilfunkstrahlung die wir seit gut 20 Jahren zunehmend nachmessen können. Bäume, Tiere und Menschen leiden heute unter der hochfrequenten Strahlung. Die Statistik vom Bienentod und die steigenden Krankenkassenprämien kann man leicht verzögert mit dem Mobilfunkausbau vergleichen ... wer will, sieht den Zusammenhang. Die Industrie, Behörden, Justiz und alle Handysüchtigen wollen es weder sehen noch hören. Ach natürlich - können sie nicht, Strahlung ist ja unsichtbar, laut- und geruchlos, aber dafür um so heimtückischer. Na dann bringt endlich 5G - die Bienen sagen jetzt schon DAKEEEEE.
Rico Tecon, am 04. Juli 2017 um 23:42 Uhr
Nicht nur meine Bienen sagen Dankeeee! Auch wir werden wieder eine zusätzliche Strahlendusche über uns ergehen lassen müssen. Und die nächste Belastung ist bereits im Anzug: DAB+! In unserem Tal funktioniert die Technik quasi nicht! Zusätzlich verhindern LED-Lampen, Elektromotoren, dicke Mauern und bedampfte Scheiben auch den letzten noch schwachen Empfang. Letztlich wird man dann auch hier die Sendeleistung hochfahren um all diese läppischen Hindernisse 'aus dem Weg zu räumen'. Oder es werden haufenwiese neue Antennen aufgestellt. Dann werde ich wohl nicht mehr in den Genuss eines anständigen DAB+-Empfangs kommen....., der heutige technische Stand von FM dauerte an die 40 Jahre...
PS: Wenn LED-Lampen den Empfang von DAB+ stören, erzeugen sie offensichtlich auch ein elektrisches Feld. Hat jemand schon mal nachgefragt, wie diese neue Belastung auf uns wirkt?
Michael Haggenmacher, am 06. Juli 2017 um 12:35 Uhr

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