Eva Wendel Rosberg übergibt Justizminister Morgan Johansson das Leihmutterschafts-Gutachten. © Erik Nylanter/ttt

Eva Wendel Rosberg übergibt Justizminister Morgan Johansson das Leihmutterschafts-Gutachten.

Gutachten empfiehlt Verbot der Leihmutterschaft

Barbara Marti / 29. Mrz 2016 - Eine Leihmutterschaft setzt Frauen massiv unter Druck. Deshalb sollte auch die nicht kommerzielle Form verboten werden.

Schweden soll jede Form von Leihmutterschaft – auch im Ausland – verbieten. Dies empfiehlt ein juristisches Gutachten, das die schwedische Regierung in Auftrag gegeben hat, berichtet das englischsprachige schwedische Portal «The Local». Richterin Eva Wendel Rosenberg, Hauptautorin des Gutachtens, begründet die Empfehlung mit dem grossen Druck auf Frauen: «Mit einer Legalisierung steigt der Druck auf Frauen, Leihmütter zu werden.» Das sei eine grosse Verpflichtung mit vielen gesundheitlichen Risiken. Hinzu komme, dass viele juristische Fragen nicht geklärt und die Auswirkungen der Leihmutterschaft auf Frauen und Kinder weitgehend unbekannt seien.

Zulassung erhöht Nachfrage

Der schwedische Ethikrat hatte zuvor empfohlen, die nicht kommerzielle, «uneigennützige», Leihmutterschaft zuzulassen. Das Gutachten lehnt dies ab. Es sei kaum möglich zu prüfen, ob eine Leihmutterschaft kommerziell oder nicht kommerziell sei. Zudem erhöhe die Zulassung der Leihmutterschaft die Nachfrage. Das zeigten Erfahrungen aus Ländern wie Grossbritannien und den USA, wo Leihmutterschaft zugelassen ist.

Zulassung geplant

In den meisten europäischen Ländern ist Leihmutterschaft grundsätzlich verboten. Der Trend geht jedoch Richtung Legalisierung der nicht kommerziellen Leihmutterschaft. So plant die Haager Konferenz für Internationales Privatrecht (HCCH), Leihmutterschaft weltweit zu legalisieren. Die Konferenz, deren Aufgabe es ist, auf internationaler Ebene minimale Standards für das Privatrecht zu definieren, soll bald entscheiden. Dagegen fordern Frauenrechtsaktivistinnen ein weltweites Verbot jeder Form der Leihmutterschaft. Leihmutterschaft verletze die Menschenrechte von Frauen und Kindern. Es gebe kein Recht auf ein Kind.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Die Autorin betreibt das Informations-Portal «FrauenSicht».

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Eine Meinung

http://ilmanifesto.info/anatomia-politica-delloppressione/
Anatomia politica dell’oppressione
S. Federici:
Oggi dunque, lo stato e il capitale intrevengono arrogandosi il diritto di decidere chi può e chi non può riprodursi, chi può nascere e chi no. Le donne sono state incentivate a mettere sul mercato non solo la loro sessualità ma anche la funzione generativa, come nel caso della maternità surrogata che ha aperto in Itala un acceso dibattito. Il movimento femminista nella sua gran parte, e ad eccezione delle frange più emancipazioniste, ha condannato la surrogacy come istituzionalizzazione delle gerarchie di classe, una forma di alienazione a cui le donne si sottopongono a causa della loro mancanza di risorse; e al contempo uno strumento per rilanciare una figura della donna come vaso da fiori, una donna passiva, donna utero. Io non parlerei di libertà di scelta sul proprio corpo, perché l’unica libertà che il capitale dà alle donne rispetto al corpo è venderlo. Pensando dunque al dibattito italiano credo che vadano distinti i piani: una cosa è il diritto delle coppie omosessuali ad avere dei figli che è una battaglia sui diritti soggettivi, altro è la surrogacy, un processo perverso che degrada la donna. Una forma peculiare di schiavitù. La mercificazione completa della vita e del corpo della donna, la sua sottrazione ed esproprio. Cosa che esplicita tutta la violenza del capitalismo e ci rimanda indiscutibilmente alla cosiddetta accumulazione originaria.
Marco Morosini, am 30. März 2016 um 11:05 Uhr

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