Sanders versus Trump wäre die wahre Wahl

Niklaus Ramseyer © Ramseyer
Niklaus Ramseyer / 20. Feb 2016 - Mainstream-Medien hoffen im US-Wahlkampf auf Hillary Clinton. Die echte «Richtungswahl» jedoch hiesse: Trump gegen Sanders.

Da rieben sich die Kommentatoren der Mainstream-Medien auch hierzulande die Augen: Klarer noch als erwartet, hatte der Aussenseiter Bernie Sanders mit 60 gegen nicht mal 40 Prozent der Stimmen «ihre» nett eingemittete, demokratische «Hillary» (Clinton) bei den Vorwahlen in New Hampshire deklassiert. Jener Sanders, der sich selber als «Sozialist» bezeichnet – was in den USA bisher den sicheren politischen Selbstmord bedeutete. Die Mainstream-Kommentatoren waren zuvor denn auch nicht müde geworden, Sanders als chancenlosen Aussenseiter, weil Revoluzzer und Phantasten zu schmähen.

Verteufelter Trump

Auch den Republikaner Donald Trump hatten sie harsch kritisiert. Der grobschlächtige Milliardär wurde regelrecht verteufelt. Doch auch Trump hat zum Schrecken der meisten Beobachter die Nase weiterhin vorn. Und weil sie klar der Meinung sind, nur Clinton würde Trump schlagen können, wohingegen Sanders gegen den Polterer chancenlos wäre, hoffen sie verzweifelt auf Hillary.

 Dass vorab Junge und Frauen dem knorrigen Sanders, der gemäss «Spiegel» so «klingt, wie ein grimmiger IG-Metall-Funktionär», weit mehr Glaubwürdigkeit und Kompetenz attestieren, als der geschliffen und eingeübt auftretenden Clinton, bereitet ihren Anhänger besonders Sorge. Seit bekannt wurde, dass Clinton für Vorträge vor Wallstreet-Bankern mehrere Millionen Dollar an Honoraren kassiert hat – zum Beispiel von einer Bank fast 700'000 Dollar für nur drei Auftritte – und sie sich weigert, den Inhalt ihrer Vorträge publik zu machen, hat die frühere Aussenministerin erst recht an Glaubwürdigkeit verloren.

Vernünftiger Sanders

Und während Clinton herumschwadroniert und laviert, folgt Sanders in Wort und Tat einer klaren Linie. Einer Linie, die im Vergleich mit europäischen oder gar Schweizer Verhältnissen weder sozialistisch noch revolutionär klingt, sondern einfach vernünftig. So hat er etwa als Stadtpräsident von Burlington, Vermont, Luxusprojekte gestoppt, mit denen die Seepromenade an der Burlington-Bay zugebaut werden sollte. Stattdessen kann die Stadtbevölkerung dort jetzt in öffentlichen Parks dem Seeufer entlang schlendern.

Sollte Sanders Präsident der USA werden, hat er versprochen, das Bildungssystem von der Grundschule bis zur Universität weitgehend kostenfrei zu gestalten. Wer weiss, dass in den USA junge Leute ohne reiche Eltern im Rücken nach dem Uni-Abschluss meist hoch verschuldet dastehen, begreift schnell, was das bedeutet. Ein Staat, der sich (Bush hin oder Obama und Clinton her) eine Kriegsmaschinerie leistet, die jedes Jahr fast 700 Milliarden an Steuergeldern wegfrisst (und weltweit offen oder versteckt permanent Kriege führt), dürfte sich bei entsprechend neuen Prioritäten dies locker leisten können. Wie auch eine bessere Krankenversicherung für alle. Sanders stellt die herrschenden Missverhältnisse in den USA ins Zentrum seiner Kampagne – vor allem «das Primat der Wirtschaft über das öffentliche Wohl». Dagegen kämpft er.

Dass er mit der erpresserischen und gewalttätigen Aussenpolitik der bisherigen US-Administrationen aufräumen würde, hat Sanders ebenfalls klar gemacht: Länder wie Kuba oder Nicaragua, die den US-Bevormundungsversuchen trotzen und ihre Geschicke selber in die Hand nehmen, besuchte er. «Seine» Regierungen in Washington (ob demokratisch oder republikanisch) überzogen diese Völker derweil jahrelang mit Boykotten, versteckten Kriegen und Sabotage. Der überraschend erfolgreiche Kandidat aus Vermont steht hingegen für Respekt vor dem universellen Selbstbestimmungsrecht der Völker. Sanders Wahl wäre auch für Kurdistan, Palästina oder Jemen Grund für neue Hoffnung.

Clinton und Trump – ähnlich arrogant

Hoffnung auch für die Schweiz: Die ebenso verlogene, wie erpresserische Politik Washingtons gegen die Schweizer Banken, denen die USA ihre Regeln aufdrängen wollen, während in vielen US-Staaten Steuer-Delinquenten emsig gehätschelt und «bewirtschaftet» werden, gäbe es mit Sanders kaum. Ein «US-Gremium» würde sich auch nicht erfrechen, überprüfen zu wollen, ob der Verkauf einer Schweizer Firma an einen chinesischen Konzern «im Interesse der USA» sei oder nicht. Bernie Sanders wäre damit eine wirkliche Alternative zum bisherigen, arroganten Einheitsbrei aus etwas netteren Demokraten und etwas primitiveren Republikanern.

Clinton oder Trump bedeutet inhaltlich hingegen in etwa «Donald was Hillary». Oder «more of the same» eben: Weiterhin weltweit freche bis gewalttätige Einmischung in Dinge, welche die US-Regierung eigentlich ebenso wenig angehen, wie die deutsche, die chinesische oder unseren Bundesrat. (Kein anderes Land als die USA unterhält weltweit in jedem Kontinent mehrere Militärbasen und führt von diesen aus Tausende Kilometer von seiner Grenze entfernt immer wieder Kriege mit verheerenden Folgen.) In den USA selber würden Trump und Clinton die einseitige Politik im Interesse der Minderheit der Reichen und Rücksichtlosen in etwa weiterführen (wollen und müssen): Trump, weil er selber einer von ihnen ist – Clinton, weil sie sich in grossem Stil von dieser Geld-Elite finanzieren lässt.

Klarere Verhältnisse mit Trump …

Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden besteht derweil in puncto Transparenz: Während die Ex-First-Lady Clinton mitunter ebenso laviert, wie der «wolkige Obama» (der Spiegel), steht Trump offen zur gewalttätigen Politik der USA: Er befürwortet jene Folter klar, die auch unter Obama heimlich oder offen (in Guantanamo) durch US-Schergen weiterhin praktiziert wird. Trump predigt jene Arroganz offen, die auch Clinton und Obama weltweit praktizierten und praktizieren – nur halt etwas verschämter und versteckter. Er droht unverhohlen mit jenen gewalttätigen US-Militäreinmischungen weltweit («We have the good military, we can take down governments.»), die auch Obama praktiziert hat. (In Form heimlicher, staatlich organisierter Lynchjustiz vermittels Drohnen sogar noch vermehrt. Ein langjähriger Beamter im Weissen Haus sagte dazu: «Bush hat seine Gegner weltweit nur entführen und in Lager einsperren lassen – Obama lässt sie ferngesteuert gleich umbringen.»)

Kurzum: Mit einem simpel schwarz-weiss denkenden und daherpolternden Präsidenten Donald Trump würde die gewalttätige Grossmacht USA als das erscheinen, was sie wirklich ist – ein gefährliches Problem für die ganze Welt nämlich. Eine nett lächelnde Hillary, hinter deren Rücken Ausspioniererei weltweit, Drohungen, Erpressung und Gewaltanwendung jedoch weiter laufen würden, wäre dazu nur eine gefährliche Schein-Alternative.

… oder neue Verhältnisse mit Sanders

Dann noch lieber der Polterer Trump, der die oft feige kuschenden Regierungen anderer Staaten (inklusive Schweizer Bundesrat) viel eher zu klaren Positionen zwingen würde – gegen US-Bevormundungen aber für die Interessen und das Selbstbestimmungsrecht ihrer Länder.

Oder am besten natürlich Sanders, mit dem «Partnership» auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt wieder möglich scheinen. So oder so wäre den Wählenden in den USA endlich wieder einmal eine klare Richtungswahl zu gönnen: Weiter wie bisher – mit Trump aber ehrlicher. Oder aber ein echt hoffnungsvoller Neuanfang mit Bernie Sanders.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

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18 Meinungen

Grossen Dank für Ihren brillanten Artikel.
Ich wünschte, ich hätte 1000 Stimmen, um Sanders in den U.S.A. zu wählen.
Carola Meier-Seethaler Bern
Carola Meier-Seethaler, am 20. Februar 2016 um 16:16 Uhr
Trump ist ein schlechter Trumpf und mit Sanders würde selbst Amerika nicht anders.
(Mani Matter) Diese beiden Kandidaten sind ein schlechter Scherz und werden nicht Präsident der USA!
Beda Düggelin, am 20. Februar 2016 um 16:56 Uhr
Interessant wie immer mehr über die Machenschaften der waren Verbrecher verbreitet wird. Gerade ist in unserer Lokalzeitung zu einem Vortrag geladen worden. Der Referent wird als Putin Kenner angepriesen, welcher aufzeigen und erzählen werde was die Russen in jüngster Zeit alles an Aggression etc. ... Meiner Meinung nach total verdreht, aber eben so wie der grösste Teil unserer Zeitungen uns täglich berichtet.
In den Staaten wird kein Präsident etwas ändern, da wird es wohl eine Revolution brauchen wie seinerzeit in Frankreich um die ganze Finanzmafia in den Abgrund zu befördern.
Albert Deucher, am 20. Februar 2016 um 18:13 Uhr
Mit Sanders wäre immerhin ein weiteres Absinken in den zweiten kalten Krieg unwahrscheinlicher.
Clinton dagegen ist auf Netanjahu-Linie und würde einen Abbruch der Entspannung mit Iran bringen. Möglicherweise einen Krieg.
Was letztere und alle RepublikanerInnen betrifft: einen verheerenden Einfluss kann man als amerikanischer Präsident / Präsidentin durchaus haben. Siehe Bush Junior. In positiver Richtung kann man allerdings das Imperium allenfalls anständig ausphasieren. Gesucht ist ein Romulus Augustulus (oder Gorbatschow) für die letzte Präsidentschaft.
MfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 20. Februar 2016 um 22:58 Uhr
@Werner T. Meyer: Wir brauchen keinen «zweiten kalten Krieg», wir befinden uns noch immer im «1. Kalten Krieg"! Denn nur der Westen hat den «Kalten Krieg» für beendete erklärt, selbst die rührige NZZ!
Soll dies wirklich die letzte Präsidentschaft der USA sein vor dem «Armageddon"?
Beda Düggelin, am 21. Februar 2016 um 12:52 Uhr
@Beda Düggelin
Es macht schon Sinn und ist in der Geschichtsschreibung üblich, den ersten kalten Krieg spätestens mit dem Untergang der Sowjetunion enden zu lassen, also Ende 1991
Der zweite kalte Krieg beginnt dann wegen der NATO-Expansion entweder 2008 (Georgienkrieg) oder 2014 (Ukraine-Putsch)
Die Atomkriegs-Uhr stand zuletzt in den 80-er Jahren (Nachrüstung) auf 3 vor 12 wie erst seit letztem Jahr wieder. 1991 (Optimum) war es noch über eine Viertelstunde vor 12. https://en.wikipedia.org/wiki/Doomsday_Clock
Mit letzter Präsidentschaft meine ich das Ende des US-Imperiums je nach Talent des Präsidenten / der Präsidentin so zwischen 2020 und 2025. Siehe Johan Galtung: The Fall of the US Empire - And Then What? (Transcend University Press 2009)
MfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 21. Februar 2016 um 16:01 Uhr
Dem Herrn Trump geht es wohl fast wie dem Herrn Blocher, allein schon die Tatsache, dass beide Milliardäre sind, macht sie automatisch zu verhassten Uebertätern, mit diktatorisch gefärbtem Profil, und dem unbedingten Willen, um jeden Preis der Grösste sein zu wollen.

Aus der Sicht Nichtshabender verständlich, und auch geschichtlich untermauert, es waren ja schliesslich auch die Vertreter der Rechtsnationalen im Land, welche auf die Arbeiterklasse in Genf scharf schiessen liess, vor noch nicht ganz 100 Jahren, nur, mit dem Unterschied, dass damals Rechtsnationale sich noch Freisinnige nannten, und die absolute Mehrheit im Bundesrat innehatten. Und die Arbeiterklasse war damals in Bern noch gar nicht etabliert.

Das Kapital stand damals RECHTS, und mit ihm die Macht, und damit auch die Kirche, in allen Ländern, nicht nur bei uns. Und die NATIONALEN waren die in der Mitte. Und es war die FDP, die auf Büezer schiessen liess, und nicht die Bauern und Bürger, die mussten nur gehen, nach Genf, und den Kopf hinhalten, wenn überhaupt.

Dass das Kapital aber nicht mehr rechts steht, ist im Zeitalter des anerkannten Kommunismus eine logische Folgerung, heutige Kapitalisten brauchen keine Heimat mehr, denn Ihnen gehört heute die Welt. Sogar in China, wahrscheinlich, weil selbst diese Leute begriffen haben, dass es überall doch nur um Geld und Macht geht, und NATIONALES doch nur einengt, im Wahn, mehr zu sein und zu haben.

Wir sind Alle gleich, auch die, die es nicht zugeben. würden.
Ernst Jacob, am 22. Februar 2016 um 03:55 Uhr
Interessanter Ansatz: das offensichtliche Übel sei weniger schlimm als die nur etwas weniger schlimme Mogelpackung. Ich stelle mir diese Frage dauernd bei Wahlen, allerdings meistens anders herum: soll ich für den guten aber aussichtslosen Kandidaten, oder für das kleinere Übel mit Wahlchancen, oder zwecks klaren Verhältnissen gar für das grösste Übel stimmen, um zu einer wirksameren Opposition zu animieren?
Theo Schmidt, am 22. Februar 2016 um 14:22 Uhr
Das Problem der Meisten ist es doch, ROT immer mit SOZIAL zu verwechseln. Meine Elteren waren sozial, aber sicher nicht rot, und die Leute, die uns nie Etwas abkauften, nicht mal Briefmarken, das waren die damaligen Sozialisten, die ,die im Wirtshaus meinten, ihre Jungen sollen ruhig für sich selber schauen, sie hätte es auch gemusst.

Und ich erinnere mich daran, an einem 1.Mai abends, wie sich die Rückkehrer vom Umzug, im Gasthof Pflug abends, gegenseitig im Suff auf die Schnauze hauten...

Die 68-er Bewegung änderte alles. Nicht, dass diese Bewegung irgend etwas mit Anderen, z.B. in den USA, gemein gehabt hätte, bei uns waren es ja nur die Kinder Derer, die es sich leisten konnten, ihre Brut auf Zürcher Hochschulen zu schicken, die aber dann von mehr Mitsprache und politischen Rechten zu träumen auch und demonstrieren begann.

Aber sie waren auch die Intelligenz des Landes, und verlangten, mitzureden, auch wenn die Meisten selber ja noch nie Geld verdient hatten. Und das hat sich bis dato eigentlich nur fortgesetzt. Auch bei Dingen, von welchen sie nichts verstanden, wie Schwule und Lesben, die plötzlich glaubten, politisch mitbestimmen zu müssen, wo's um reine Männersachen geht, nur, als simples Beispiel.

Trotzdem, wir können uns nicht länger drücken, als Zuschauer, mit der Hoffnung, es würde uns noch einmal ein Ereignis, ausserhalb, davor bewahren, mit der real existierenden Welt konfrontiert zu werden. Verlieren werden wir aber so oder so, es fragt sich nur, wieviel.
Ernst Jacob, am 23. Februar 2016 um 01:18 Uhr
Danken für den spannenden Artikel. Ich fürchte, Herr Sanders hätte in einem Duell gegen Herrn Trump keine Chance - und setze weiterhin auf Frau Clinton.
Im Artikel finden sich einige nicht notwendige Beistriche, vielleicht schauen Sie noch einmal ...
Frank Hurlemann, am 25. Februar 2016 um 00:16 Uhr
Das Problem ist aber, dass die Amerikaner sicher keine Demokratin mehr wählen werden. Dann eher noch den Herrn Trump, auch wenn das der etablierten Garde der republikanischen Nation mit Sicherheit nicht passt.

Immerhin, man muss es ihm lassen, er macht es gut! Und schliesslich hat er ja auch bewiesen,dass es etwas kann, denn Milliardär wird man nicht einfach, es braucht nämlich schon Etwas mehr, als nur eine grosse Wahlkampf-Schnauze, um derart erfolgreich zu werden, er war ja schliesslich nicht nur ein verwöhntes Muttersöhnchen.

Zudem ist er im besten Alter, nur knapp einen Monat älter als ich, er verfügt daher auch über die nötige Erfahrung, die es wohl braucht, um Anderen Respekt einzuflössen, sollte es erforderlich sein. Wir dürfen jedenfalls gespannt sein, denn, sollte er es wirklich schaffen, wird er wohl auch dafür sorgen, dass einige Dinge wieder etwas mehr ins richtige Licht gerückt werden, die unter seinen Vorgängern, zumindest aus der Sichtweise offenbar sehr vieler Amerikaner, etwas in die Schieflage geraten sind.

Und sowas wird logischerweise, längerfristig zumindest, auch auf den Rest der westlich orientierten Welt einen gewissen Einfluss haben, wie Alles, was aus den Staaten kommt.

Werden mal sehen, aber sicher ist Eines, auch Chef-Moderatorinnen von Kidi-Sendern wie Joiz würden es, sollte er Prasi werden, sicher unterlassen, ihn weiterhin als einen FUCKING RASSIST zu beschimpfen. Immerhin ist es ja schon mehr als nur fragwürdig, Solches überhaupt zu tun.
Ernst Jacob, am 25. Februar 2016 um 02:22 Uhr
Danke für Ihr interessantes Statement, @ErnstJacob.
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die US-Demokraten zwei Präsidenten in Folge stellen. Ihre Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Kandidaten Trump teile ich - allerdings sind Wirtschaft und Politik zwei unterschiedliche Felder, ersteres gar nur ein Teil des zweiten. So halte ich die wirtschaftliche Größe des Kandidaten tatsächlich für seine gleichzeitig größte Schwäche - Herrn Trump für das, was Amerikaner ein One-Trick-Pony nennen. Ein Präsident, eine Präsidentin muss ein Allrounder sein, Politik ist mehr denn wirtschaftlicher Erfolg. Eine Vision, die über das Postulieren kühner Schlichtheiten hinausgeht, vermag ich bei Donald Trump nicht zu erkennen - und hoffe sehr, dass die Vereinigten Staaten der restlichen Welt einen Mann nicht zumuten, der sich wegen der Freiheit von jeder noch so kleinen wirtschaftlichen Sorge offenkundig jede noch so große Polterhaftigkeit leisten zu können glaubt.
Frank Hurlemann, am 25. Februar 2016 um 02:43 Uhr
Sie haben sicher recht, aber mir persönlich waren Leute imer sympathischer, die wenigstens eine LINIE haben, und eine Meinung, denn so weiss man, wie man damit umzugehen hat.

Wir aber sind schon froh, Bundesrätinnen zu haben, die sogar öffentlich zugeben, immer noch auf der Suche nach sich selbst zu sein. Zudem versuchen Solche auch noch die ganze Zeit, uns davon zu überzeugen, es wäre doch für Alle viel besser, wenn wir uns einfach unter den Schutz der Deutschen Kaiserin stellen würden.

Stellen Sie sich einmal vor, was Jemand so wohl machen würde, wäre sie amerikanische Präsidentin, wahrscheinlich würde sie den Ami's raten,. sich unter den Schutz der Chinesischen Regierung zu stellen, um zumindest den Frieden aufrecht zu erhalten.

Hier liegt ja auch der grosse Unterschied, denn die Ami's haben halt ein ganz anderes Selbstbewusstsein, und auch Selbstwertgefühl, das sind nicht nur Duckmäuser, und Hinterbänkler, die, weil sie sich Anderen gegenüber immer nur nett verhalten haben, es dann auch noch bin an die politische Spitze schaffen, so, wie es bei uns schon mit einem Herrn Schlumpf der Fall war. Und auch seiner Tochter, auch sie wurde doch nur gewählt, um es einem ausgewiesenen Könner zu verunmöglichen.

Wohl auch nur, weil in unserem Land nicht die Besten gesucht werden, sondern solche, die sich verbiegen lassen, um den Verlieren zu passen. Daher, kein Wunder, dass es bei uns, wenn es einmal brennt, niemanden mehr gibt, der/die in der Lage wäre, den Brand zu löschen.
Ernst Jacob, am 25. Februar 2016 um 13:57 Uhr
Gemäss «Current Affairs» hat nur Sanders eine Chance gegen Trump: http://static.currentaffairs.org/2016/02/unless-the-democrats-nominate-sanders-a-trump-nomination-means-a-trump-presidency
Theo Schmidt, am 26. Februar 2016 um 09:27 Uhr
Und hier noch ein Sanders-Supporter, der gestern sowohl Clinton wie Trump als unwählbar bezeichnet, aber Trump als das kleinere Übel darstellt:
http://www.counterpunch.org/2016/03/21/why-i-wont-be-voting-for-hillary-in-november/

Wenn er Recht hat, müssen wir sogar auf Trump *hoffen* - so bizarre! Der Kommentator hofft dehalb, dass Sanders sich als Unabhängiger aufstellen lässt, auch wenn er die demokratisch Nomination verliert. Dann könnte wenigstens Clinton verhindert werden. Aber ist sie so gefährlich wie dargestellt?
Theo Schmidt, am 22. März 2016 um 17:26 Uhr
Ob Trump, oder wer auch immer, die Tatsache, dass Polit-Figuren wie Frau Merkel es schafften, innert Jahresfrist eine Million Leute nach Deutschland zu bringen, von Denen, gemäss einer Statistik muslimischer Meinungsforscher in allen nordafrikanischen und nahöstlichen Ländern, 7 Prozent, also 70'000 Personen, sich zu Anhängern einer fundamentalistischen Auslegung der Korans zählen, belegt doch auch nur, wie wirklichkeitsfremd Europäische Führerfiguren in Tat und Wahrheit doch geworden sind.

Oder dann, wie wenig Vertrauen diese Politfreaks den eigenen Völkern noch entgegenbringen, ich höre sie alle jetzt schon rufen, man müsste den privaten Waffenbesitz vollständig unterbinden, jede Art von (einheimischen) Rassismus mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt unterbinden, und den Frieden, oder zumindest die RUHE, dahingehend bewahren, indem man jede nationalistische Aeusserung nach Möglichkeit bereits im Vorfeld erstickt, oder zumindest mit aller Härte bestraft.

Bezahlen aber werden wir wohl Alle dafür, und zwar einen sehr hohen Preis. Denn Menschenrechte kennen ja, zumindest gemäss dem grünen Herrn Glättli, keine Obergrenzen. Auch wenn sein grüner Freund aus ZH am Freitag Abend in der Arena wehement die Meinung vertrat, dass wir schon aus reinem Platzmangel keine Strassen mehr bauen dürften, wahrscheinlich, weil sonst weniger Immigranten Platz zum Wohnen in diesem Land finden würden.

Da doch sicher lieber noch ein Herr Trump, als solche Plaudertaschen. Meine ich wenigstens.
Ernst Jacob, am 22. März 2016 um 18:18 Uhr
"Aber ist sie so gefährlich wie dargestellt?» Das fragen Sie zur rechten Zeit, Herr Schmidt, denn soeben ist die Antwort auf deutsch erschienen: Die Chaos-Königin: Hillary Clinton und die Außenpolitik der selbsternannten Weltmacht (German Edition) Kindle Edition by Diana Johnstone (Author).
Mit einem Wort: JA. (Zumindest wenn Sie in Europa überleben wollen).
MfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 22. März 2016 um 18:59 Uhr
'Muckraking with a radical attitude'?
Frank Hurlemann, am 22. März 2016 um 20:05 Uhr

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