Ein Kaffee, eine Schachtel Zigaretten und ein «Blick» – oder 2 Wochen lang Radio und Fernsehen © cm
Ein Bier mit Dir! © cm
Pro Memoria Michael Jackson – Konzert im Hallenstadion © screenshot
Art on Ice im Zürcher Hallenstadion © screenshot
2 Zigaretten kosten soviel wie 20 Stunden Schweizer Radio und Fernsehen © cm

365 Franken im Jahr für SRF? Ist das viel?

Christian Müller / 25. Feb 2018 - Nackte Preisangaben sind oft täuschend. Ob etwas viel ist oder wenig, zeigt meist erst ein Preisvergleich. Hier ist er.

Bundesrätin Doris Leuthard hat – im Hinblick auf die No-Billag-Abstimmung in einer Woche und als Argument für ein Nein – versprochen, die Gebühren für die SRG ab 2019 auf 365 Franken zu beschränken. 365 Franken im Jahr für Schweizer Radio und Fernsehen? Wie viel ist das denn eigentlich?

Radio und Fernsehen SRF bieten mir und allen anderen Information, Unterhaltung, Musik, Verkehrsnachrichten, Wetterprognosen, sie machen mir die Zeit zwischen Arbeiten und Schlafen interessanter, sie tragen bei zu meiner Lebensfreude – und das jeden Tag rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr!

Was aber erhalte ich an anderen Lebensfreuden, zum Vergleich, für 365 Franken im Jahr?

Ich trinke im Sommer gerne mal einen Kaffee, in Zürich am liebsten in einem Boulevard-Café, im Winterhalbjahr dann halt in einer Bar. Ich mag es, anderen Leuten zuzuschauen und zuzuhören. Allerdings, für 365 Franken im Jahr kann ich mir das gerade mal einmal pro Woche leisten – und nur gerade einmal pro Monat darf ich in der gleichen Woche ein zweites Mal ins Café. In Zürich kostet ein Kaffe gut und gerne 5 Franken, an gewissen Orten gar 5.50. Das entspricht 5 Tagen Schweizer Radio und Fernsehen. Zufrieden?

Ein Kaffee und zwei Zigaretten: auch in einer Schweizer Landbeiz kostet das zusammen 5 Franken. Oder eben gleich viel wie 5 Tage lang Schweizer Radio und Fernsehen (Foto cm).

Isolde, mit der ich mich manchmal im Café treffe, muss zwischendurch manchmal raus, weil sie (immer noch) raucht. Marlboro rot. Für 365 Franken im Jahr kann sie pro Tag zwei Zigaretten rauchen – und nur gerade am Samstag und am Sonntag deren drei! Ein Päckchen Marlboro rot kostet CHF 8.50. Eine Zigarette also 43 Rappen. Für den einen Franken, den sie für die SRG pro Tag zahlt, erhält sie also nicht einmal zweieinhalb Zigaretten. Zufrieden?

Aber ich will ja auch nicht nur quatschen, sehr gerne lese ich im Café auch eine Zeitung. Zum Beispiel die NZZ. Für 365 Franken im Jahr kann ich mir sechsmal im Monat am Kiosk eine NZZ kaufen. Oder, und nicht etwa und, an jedem Sonntag die NZZ am Sonntag. In diesem Fall bleiben am Ende des Jahres sogar 50 Franken übrig, im gleichen Jahr kann ich mir neben der NZZ am Sonntag also auch noch 11-mal – im Jahr – eine ‹normale› NZZ leisten.

(Bitte nicht weitersagen: Isolde, meine «Café-Freundin», geht sogar täglich ins Café, hat die NZZ und die NZZ am Sonntag abonniert und nimmt die Blätter jeweils mit ins Café. Und sie raucht dann, wie erwähnt, vor allem im Sommer, wenn sie draussen sitzt, dabei halt (immer noch) ihre Zigaretten. Aber dieses tägliche Vergnügen – bei durchschnittlich, sagen wir mal, drei gerauchten Zigaretten – kostet sie im Jahr 3300 Franken! Also 9-mal mehr als die Jahresgebühr für das Schweizer Radio und Fernsehen. Das Jahresabo fürs Tram ins Café nicht eingerechnet ...)

Ok, eine Stunde täglich Café mit NZZ und Zigi kann natürlich nicht verglichen werden mit 24 Stunden täglich Radio und Fernsehen, schon deshalb nicht, weil Isolde ja dann im Café noch keine Krimis hat schauen können, keine Live-Sendungen vom Fussballmatch hat und schon gar nicht vom Lauberhorn-Rennen oder von den Olympischen Spielen. Vergleiche sind immer heikel.

Aber Fussball? Ein gutes Stichwort! Der Eintritt kostet für einen guten Platz auf der Gegentribüne im Durchschnitt 54 Franken, wie die Website Zwölf.ch in einer Geschichte über immer teurer werdende Fussballtickts zu vermelden wusste, auf einem billigen Platz noch die Hälfte. Für 365 Franken kann ich also gerade siebenmal im Jahr in ein Fussball-Stadion gehen – oder eben 14-mal, wenn ich's billiger haben will. 7-mal im Jahr zweimal 45 Minuten Fussball, das sind 630 Minuten oder, mit Verlängerungen, 11 Stunden Fussball live – gegenüber, auch auf ein Jahr gerechnet – 8760 Stunden quer durch den Sport, Fussball, Eishockey, Skirennen, Tennis! Zufrieden?

Kaffee, siehe oben, immer nur ein Vergleich mit Kaffee? Es soll Schweizer – und vielleicht sogar Schweizerinnen – geben, die auch ein Bier mögen. Ein Bier kostet in Zürich schnell einmal 7 Franken. Gleich viel wie 7 Tage SRG! Wer die Wahl hat ...

7 Franken für eine Stange – oder eben sieben Tage Radio und Fernsehen. Meine Wahl ist klar (Foto cm).

Gedankensprung

Fahren Sie Auto? Die meisten Kantone zahlen jenen, die im Auftrag des Kantons Auto fahren müssen, pro Kilometer 70 Rappen Spesenentschädigung. Für den Betrag von 365 Franken im Jahr kann man also 521 km weit fahren – pro Jahr! Oder eben gerade mal 1,4 km pro Tag. Oder als Beispiel: Hanspeter, mein Freund in Basel, kann für 365 Franken im Jahr genau einmal mit seinem Auto nach Lugano fahren und wieder zurück. Dass er in diesen sieben Stunden Autofahrt auch SRF 1 mit Musik und den Verkehrsinformationen hören kann, kostet ihn – umgerechnet auf die Fahrzeit von 7 Stunden – 29 Rappen.

Aber verlassen wir doch endlich Kaffee und Bier und Autofahren, es gibt ja auch andere Lebensfreuden, kulturelle zum Beispiel. Trotz Fernsehen, von Zeit zu Zeit ins Kino zu gehen, ist schon noch ein besonderes Erlebnis, schon wegen dem Popcorn und der Schmuserei des jungen Paares in der vorderen Reihe. Eintritt für einen Normalsitzplatz zwischen 13 und 19 Franken – oder 30 für dich und deinen Freund. Ohne duch die Freude am Kino verderben zu wollen: zu Hause könntet ihr dafür einen ganzen Monat lang Fernsehen schauen!

Michael Jackson ist längst tot. Live hatte ich ihn nur in Prag gesehen, in den 1990er Jahren, oben auf dem Letna. Aber in den nächsten Wochen gibt es im Zürcher Hallenstadion ein Erinnerungskonzert – der Name zieht ja immer noch. Willst du deinem Schatz eine Freude machen und mal den Grosszügigen spielen? Ein Premium Seat kostet CHF 161.90. Für dich und deinen Schatz zusammen also CHF 323.80 – oder gleichviel wie Schweizer Radio und Fernsehen vom 1. Januar bis am 20. Oktober. Wobei man ja nicht übertreiben muss, es gibt an diesem Konzert auch schon Plätze für CHF 61.60, für zwei also für 123.20 – oder wie für Radio und Fernsehen SRF vom 1. Januar bis am 2. Mai.

Meine Frau steht auf Eiskunstlauf. Art on Ice! Leisten kann ich mir einen solchen Abend im Hallenstadion wohl nicht, aber mal schauen, was es kosten würde? Ein Platz in der ersten Reihe, als Geburtstagsgeschenk zum Beispiel? CHF 249.90! Für zwei Personen also 500 Franken – oder Schweizer Radio und Fernsehen, 24 Stunden am Tag, für 500 Tage, also vom 1. Januar 2018 bis am 14. Mai 2019.

Aber das alles kann man doch gar nicht vergleichen! Warum eigentlich nicht? Ich selber muss mir auf alle Fälle überlegen, wofür ich mein Geld ausgebe.

Die 365 Franken im Jahr müssen zuerst verdient werden

Ist ja alles gut und recht, mag der eine oder andere sagen, aber zuerst müssen die 365 Franken im Jahr für die Radio- und Fernseh-Gebühren beziehungsweise dieser eine Franken pro Tag auch verdient werden. Bitte: Kürzlich musste ich für eine Heizungsreparatur einen Sanitärtechniker bemühen. Es kam der Chef der kleinen Firma persönlich. Auf der Rechnung stand: 2 Stunden à CHF 140.-. Er musste für den einen Franken täglich für Schweizer Radio und Fernsehen also nicht einmal eine halbe Minute Arbeit verrechnen. Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, jammert auf relativ hohem Niveau. Wäre «nur» der Angestellte des Heizungsspezialisten gekommen, sähe die Rechnung allerdings anders aus. Sanitärinstallateure verdienen in der Schweiz pro Stunde im Durchschnitt 36 Franken. Sie müssen also immerhin eine Minute und 40 Sekunden für einen Tag Schweizer Radio und Fernsehen arbeiten.

Und der Mann, der mir eben ein Päckli an die Haustür gebracht hat? Sind nicht die Zeitungs- und Paketverträger in der Schweiz besonders schlecht bezahlt? Alles ist relativ, es liegen alleweil 22 Franken pro Stunde drin. Die «Zusteller», wie sie im Arbeitsmarkt genannt werden, müssen also immerhin schon fast 3 Minuten für einen Tag Schweizer Radio und Fernsehen arbeiten.

Aber kehren wir doch zurück zu den Freuden!

Oben habe ich die Lebensfreude erwähnt. Soll ich ehrlich sein? Seit ich 1999 auf der Hebrideninsel Isle of Islay an der Westküste Englands war und mir dort von einem prominenten Einheimischen verschiedene Whisky-Distillerien gezeigt wurden, mag ich diesen rauchig schmeckenden Single Malt. Mein Favorit ist – nein: wäre – der Lagavulin. Aber eine Flasche Lagavulin kostet in der Schweiz, zum Beispiel bei Coop, 61 Franken. Wenn ich also als «Absacker» vor dem Schlafengehen, wie das meine deutschen Nachbarn nennen, noch einen 4-cl-Whisky von der Sorte Lagavulin auf meiner Zunge zergehen liesse, dann kostete mich das jedesmal CHF 3.50 – dreieinhalbmal so viel, wie ich für 24 Stunden Radio und Fernsehen SRF an diesem Tag bezahlt habe. Natürlich kann oder vielmehr will ich mir das nicht leisten, also trinke ich im Normalfall einen Blended, einen Irish Whiskey Jameson zum Beispiel, für, bei Denner, gegenwärtig CHF 22.95 die Flasche. Das kostet mich dann für einen 4-cl-«Absacker» nur noch CHF 1.30, also immer noch deutlich mehr, als ich an diesem Tag für meinen regelmässigen Radio-Konsum für die Frühnachrichten um 08 Uhr, die Sendung Espresso um 08.13 Uhr, das Rendez-vous am Mittag um 12.30 Uhr, das Tagesgespräch um 13 Uhr, das Echo der Zeit auf SRF 2 um 19 Uhr – immerhin dreiviertel Stunden exzellente Innformation! – und die Spätnachrichten um 22 Uhr bezahlt habe. (Wenn anschliessend der Nachtclub mit Ralph Wicki kommt, muss ich SRF 1 dann nicht mehr haben.) Achtung, all das nur schon am Radio gehört und ganz unabhängig davon, was ich am gleichen Tag auch noch im Fernsehen – in Full-HD-Qualität – habe über mich ergehen lassen.

Für einmal, meine ich, hat Bundesrätin Doris Leuthard recht: 1 Franken am Tag für die SRG – für Schweizer Radio und Fernsehen, für Alt und Jung, für Information und Unterhaltung, für Sportbegeisterte ebenso wie für Kulturbeflissene, und das in vier verschiedenen Landessprachen – ist wirklich nicht der Haufen!

– – – – –

PS: Erneut erhalte ich Mails, dass es ja nicht darum gehe, ob 365 Franken viel oder wenig sei, sondern dass es inakzeptabel sei, für etwas zahlen zu müssen, selbst wenn man es nur wenig oder gar nicht brauche. Auch dazu habe ich ausführlich Stellung bezogen, bitte hier anklicken.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Der Autor hört gerne Radio, z.B. SRF 2 Kultur, und schaut wenig Fernsehen. Er hat nie für die SRG gearbeitet, es gibt keine Interessenkollisionen.

Weiterführende Informationen

Die 7 Gründe für ein Nein zu No-Billag (auf Infosperber)
Zum Infosperber-Dossier «Service public oder Kommerz?»
Die Schweiz muss sich entscheiden (Werner Vontobel auf Makroskop)
NoBillag ist ein Totenschein, kein Denkzettel (von Daniel Eckmann)

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15 Meinungen

365.- ist vorallem dann viel, wenn man nichts davon konsumiert! Das trifft auf mich persönlich zwar nur bedingt zu (kein TV), aber gerade auf viele Junge.

@Mächler: Ja, die Jungen haben leider vergessen, dass es auch einen sogenannten Generationen-Vertrag gibt, eine Solidarität zwischen Alt und Jung. Warum soll ich Steuern für die Schule zahlen? Ich muss nicht mehr in die Schule. Ist diese Denkweise unsere Zukunft?
Siehe dazu
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/SRG-No-Billag-7-Grunde-fur-ein-Nein
mfG, cm
Jan-Martin Mächler, am 25. Februar 2018 um 11:45 Uhr
Es geht gar nicht um die Frage, ob CHF 365 viel oder wenig sind. Ich will einfach keine Zwangsgebühren bezahlen, insbesondere nicht für einen falsch verstandenen «Service public». Wo bleibt der Leistungsauftrag der heutigen Zeit? Was will mir der Staat noch alles vorschreiben? Wo bleiben meine Rechte als Individuum? Mit 1100 Diensttagen im Militär habe ich meinen Beitrag zum «Service Public» Armee längst geleistet.
Beda Düggelin, am 25. Februar 2018 um 12:16 Uhr
Dieser Beitrag von Christian Müller ist zwar amüsant zu lesen. Trotzdem geht er am eigentlichen Thema vorbei. Ich hätte es sehr geschätzt, wenn zuerst diskutiert worden wäre, was der Service Public umfassen soll und nach einem Konsens darüber die daraus entstehenden Kosten beziffert worden wären. Man könnte ja sicher darüber debattieren, ob Glanz & Gloria oder Nick Hartmanns Wanderferien über eine Mediensteuer finanziert werden müssen.
Das eigentlich störende an dieser Vorlage ist, dass es nur alles oder nichts gibt. Ein differenzierter Kompromiss (Gegenvorschlag) wurde von Parlament und Bundesrat abgelehnt. Für Frau Leuthard ist die Sache mit einem Lächeln abgetan!
Stefan Roth, am 25. Februar 2018 um 13:26 Uhr
Eigentlich habe ich den Newsletter von Infosperber abonniert um DAS zu lesen, was ich in den Mainstreammedien NICHT erfahren kann. Nun stimmt Infosperber aber genau in diesen Kanon «Nein zu noBillag» ein, von dem man tagtäglich auf Schritt und Tritt, in jedem noch so mainstreamigen Medium bis zum geht nicht mehr verfolgt wird. Dabei geht es mir nicht um das Geld das dem SRF über die Billag zukommt, sondern um die Art und Weise, wie das Volk der Konsumenten vom SRF im Bewusstseinstiefschlaf gehalten wird. SRF ist Teil von «Brot und Spiele».
Wäre es denn so schlimm, wenn die Leute den eigenen Kopf zum Denken und Durchschauen einschalten müssten anstatt sich am Nasenring der SRG durchs Land ziehen zu lassen?

PS: Ich bin weder in der SVP noch im Gewerbeverband.
Christoph Erni, am 25. Februar 2018 um 15:07 Uhr
Ich halte die Argumentation i.W. nicht für stichhaltig, obwohl ich dafür bin, dass es öffentliche, nichtprivate Medien geben muss. Aber: Ich selbst nutze sie nicht, weil es leider bessere gibt, jedenfalls, wenn ich die Vielfalt da draußen nutzen kann. Dafür bezahle ich dann eben auch. Nicht bezahlen möchte ich ein Medium, das ganz überwiegend für mich überflüssig, ja lästig ist.
Reinard Schmitz , am 25. Februar 2018 um 17:26 Uhr
Eine Kopfsteuer pro Wohnung, Firma ohne Stimm-, Wahlrecht oder Einfluss der Zahler.
Bei den nun immer heisseren Diskussionen �ber die Abstimmung, TV- Radio-Steuer, ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass von den 55 bis 60 J�hrigen alle noch etwas unsicher sind, ob JA oder NEIN? Aber alle unter 50 J�hrigen ist der gr�sste Teil daf�r und den �ber 64 Jahren die meisten dagegen.
Die Gegner haben irgendwie Angst um ihre Lieblingsprogramme und am Abend die Nachrichten mit der USA- NATO- Propaganda!
Ich finde es unfair, was man jetzt den Bef�rwortern alles in die Schuhe schiebt!
Wenn du f�r eine Ver�nderung bist, musst du leider Ja stimmen, sonst passiert gar nichts. Es wird momentan so vieles versprochen und dann nichts gehalten. Das Parlament. der Bundesrat h�tte einen Gegenentwurf oder einen Gegenvorschlag ausarbeiten k�nnen!
Das CH-Stimmvolk hat nun die M�glichkeit die Geb�hr demokratisch zu versenken. Ab 2019 kann sich kein CH-Haushalt mehr der Zwangsgeb�hr entziehen. Durch eine Annahme der Initiative w�rde das Meinungsmacher-Kartell von SRG SSR geschw�cht!
Studie der UZH best�tigt, dass sich praktisch alle grossen Medien gegen die Initiative positioniert haben. Die Verflechtungen von privaten Medien und Politik f�hren bis zu den Bilderberger!
http://www.foeg.uzh.ch/de/analyse/alleanalysen/Abstimmungen-vom-4.-März-2018.html
Swiss Propaganda Research
https://swprs.org/
Das Transatlantik-Netzwerk
https://swprs.files.wordpress.com/2017/08/netzwerk-medien-schweiz-mhz-spr.png

@Enk: Da ist einerseits von Meinungsmacher-Kartell die Rede und andererseits davon, dass die Jungen SFR nicht mehr nutzen. Passt das zusammen? Und wo bitte sind die verschiedenen Meinungen in den privaten Medien zu finden? Bitte beim Artikel das PS beachten und die dortige Argumentation zur Kenntnis nehmen. mfG, Christian M�ller
André Enk, am 25. Februar 2018 um 17:35 Uhr
Ich sehe nicht fern und höre kaum Radio, dafür verbringe ich viel Zeit mit der Lektüre diverser kostenpflichtiger Zeitungen. Aber ich finde es nicht so schwer zu verstehen, dass ein niederschwelliges Informations- und Kulturangebot, das originär recherchiert und produziert wird und in vielen Bereichen Vorreiterfunktion hat, unsere Gesellschaft besser macht und die demokratische Sensibilität und Meinungsbildung sichert. Ich finde es ein gutes Gefühl, wenn ich schon mal «Echo der Zeit» oder ein Hörspiel höre, zu wissen, dass ich, wenn ich schon selten dazu komme, wenigstens einen finanziellen Beitrag dafür geleistet habe. Die Rechnung zeigt, dass dank der obligatorischen Gebühr dieses Gefühl ausgesprochen billig ist. Von mir aus könnte man das Modell gerne auch auf Zeitungen ausweiten.
Brigitte Hilmer, am 25. Februar 2018 um 23:47 Uhr
Das Total der Gebühreneinnahmen der SRG wird nicht gesenkt! Ich zahle jetzt einfach noch indirekt über meinen Arbeitgeber Gebühren. Lesen Sie Art. 40 des neuen Konzessionsentwurfs zur SRG: Da wird bereits die Grundlage für eine nächste Gebührenerhöhung geschaffen! Sie werden sehen: Ab dem 5. März werden die SRG und die von ihr abhängigen PolitikerInnen bei einem NEIN zu NoBillag den status quo mit Händen und Füssen verteidigen. Das sagt meine langjährige politische Erfahrung!
Alex Schneider, am 26. Februar 2018 um 05:35 Uhr
365 Franken im Jahr für SRF? Ist das viel?
Das ist eine frage des Standpunktes.
Für Herrn Christian Müller, eine frage des Porto käsli.
Für einen Sozialschmarotzer oder alleine erziehende Person ein erheblicher Batzen, der für wichtiges dann fehlt.
Ich erkläre jetzt nicht, den unterschied von einer Steuer und Mehrwertsteuer.
Das Künstliche Gejammer der Medien um eine zweitrangige Abstimmung (Zweite Vorlage),
während die gewichtigere Vorlage mit keinem Ton erwähnt wird (Erste Vorlage):
Bundesbeschluss über die neue Finanzordnung 2021.
Der Nationalrat 196 zu 0 ohne Enthaltung.
Der Ständerat 44 zu 0 ohne Enthaltung.
Es handelt sich ja nur um den läppischen Betrag von zwei drittel der Bundeseinnahmen.
Will der souverän also so richtig die Politiker in Bern und in den Kantonsregierungen schwitzen sehen dann unbedingt ein Nein einlegen!
Ui ui ui dann ist aber feuer im Dach der Demokratie.
Doch diese überaus wichtigere Vorlage wird durch Nichtbeachten der Medienschlafenden gewürdigt.
Ist ja klar, der Souverän ist sich seiner macht bewusst, die er bei einem Nein gegenüber der Staatsmacht hat.
Doch lieber nicht darauf hinweisen, ansonsten könnten noch mehr geliebte Quellen versiegen, die ja so praktisch sind für Kleptokraten.
Für Querulanten unbedingt. Vorlage 1 Nein / Vorlage 2 Ja.
Für Untertanen unbedingt. Vorlage 1 Ja / Vorlage 2 Nein.
hanspeter eckart, am 26. Februar 2018 um 13:19 Uhr
Wenn man wieder monatlich zahlen könnte sähe es nicht nach soviel aus und das Budget würde nicht 1x im Jahr mit einem grossen Betrag belastet.
Margrit Lambrigger, am 26. Februar 2018 um 17:24 Uhr
Finden Sie den Preis von 1.70 für ein kg Kartoffeln viel, wo doch Erdbeeren 5 CHF pro kg kosten. Toller Vergleich! Und so viel Aufwand für diesen Nonsens. Vermutlich auch noch stolz darauf - oder?
Paul Rentsch, am 26. Februar 2018 um 18:09 Uhr
Ob viel oder nicht viel, polemisch oder nicht polemisch, vergleichbar oder auch nicht, ich mag Fernsehen überhaupt nicht. Ich habe nie einen Fernseher besessen und werde auch nie einen besitzen.
Unterhaltung brauche ich gewiss nicht und Informationen hole ich mir lieber bei Infosperber, Journal 21 usw. Schon Churchill hat gesagt «no sports». Daran habe ich mich bis jetzt gehalten und Zeit meines Lebens (69) noch nie eine Sportsendung im TV angeschaut.
Wieso soll ich ein Medium zwangsweise unterstützen, welches ich abgrundtief ablehne? Ein Medium, welches viele, der für die Erde schädlichen Ereignisse, (Olympiade, WM, Fussballexzesse, Gefährliche Rennen jeglicher Art) finanziell massiv unterstützt, ja überhaupt erst ermöglicht und zudem im Ruf steht, die Menschen zu verdummen.
Ganz abgesehen davon, dass der Glanz vom Fernsehen schon arg abgeblättert und auch die gesellschaftpolitische Bedeutung ziemlich geschwunden ist. Weshalb also etwas in die Zukunft führen, dessen Zeit abgelaufen ist.
Wenn SRF eine Berechtigung haben sollte, so wäre dies neutrale Information und ein sehr, sehr eng gefasster service public. Dann wäre auch Infosperber überflüssig.
Aber solange die kalten Krieger, die Alten und die neu Erwachten, sich des Fernsehens als probate Plattform bedienen können,ist auch billig zu teuer.
Für mich interessant war ein Artikel «https://www.journal21.ch/27-programme-und-0-zukunft» Dieser beleuchtet zusätzlich ein paar wichtige Nebenaspekte.
Bruno Rütsche, am 26. Februar 2018 um 23:10 Uhr
Ok super. Ich bringe ab sofort SRF 3 raus.
Kostet im Jahr bloss 364 Franken. 24 Stunden Webcam aus meinem Fenster.
Mir egal ob Sie zahlen wollen. Ist ja immerhin günstiger als ein Beinbruch.
Josef Assel, am 27. Februar 2018 um 16:31 Uhr
Es zwingt dich niemand Art on Ice anzuschauen oder 20 Kippen am Tag zu rauchen. Nur die SRG Lobbyisten zwingen dich für seichte Unterhaltung zu zahlen. NEIN DANKE!
@Assel: Als nach Thailand Ausgewanderter müssen Sie für SRF-Beiträge ja nichts zahlen. Ich aber zahle gerne, weil selbst das Wenige, das ich schaue, den Preis wert ist. Und ich mag es auch all jenen gönnen, die vom System der SRG profitieren: Einer für alle, alle für einen – sogar für Ausgewanderte. Solidarität zwischen Alten und Jungen, Gesunden und Kranken, Starken und Schwachen, Deutsch-Sprechenden und Romanisch-Sprechenden: In der Schweiz gibt es das noch. mfG, Christian Müller
Josef Assel, am 27. Februar 2018 um 16:36 Uhr
Erstaunlich wie viele Leute weder Fernsehen schauen noch Radio hören. Offenbar alles Fussgänger oder Velofahrer, da im Auto der Strassenbericht doch für die meisten nützlich erscheint.
Josef Hunkeler, am 27. Februar 2018 um 21:27 Uhr

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