Wie Patrik Müller mit den Wölfen heult

Christian Müller © aw
Christian Müller / 21. Jan 2014 - Es gibt Chefredaktoren, die haben eine eigene Meinung. Erfolgreicher allerdings sind jene, die an die Wünsche der Leser denken.

Er gehört zur Spezies der Schnüggel, jener jungen, scheinbar weichen, sympathischen und doch gescheit redenden Männer, jener rechtschaffenen Strahleboys, von denen so manche Mutter heimlich träumt – als Ideal eines Schwiegersohns. In der Medien-Branche war das vor 25 Jahren vor allem Peter Rothenbühler, heute ist vor allem er es: Patrik Müller, noch nicht ganz 40, Familienvater und erfolgreicher Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag» aus dem Hause Wanner.

Und so wie damals Rothenbühler eine feine Nase hatte dafür, was «das Volk» sich wünscht, so hat auch Müller diesen speziellen Riecher. Peter Rothenbühler damals: Etwa um 1990 sanierte er die seit Jahren rückläufige «Schweizer Illustrierte» SI mit zwei einfachen Rezepten: Es gibt im Blatt keine Themen mehr, die nicht schon am Fernsehen vorgewärmt wurden, und die Bilder im Blatt sind prinzipiell voll ausgeleuchtet, es gibt keine kunstvoll oder gekünstelten Porträts mehr, wie sich die Fotografen das gerne vorstellten. Das war zwar das Ende zahlreicher Recherchierjournalisten und das Ende talentierter Photographen bei der «SI», aber der Anfang des neuen Erfolges. Ja, Rothenbühler zeigte sogar Christoph Blocher in einer Homestory friedlich mit einem Gänseblümchen zwischen den Lippen, wenn ich mich richtig erinnere – Verlegergattin Ellen Ringier zum Trotz.

Patrik Müller heute: er funktioniert genauso. Ob er Christoph Blocher mag oder nicht, bleibe dahingestellt, aber wenn immer noch 27 Prozent der potenziellen Leserinnen und Leser der «Schweiz am Sonntag» SVP wählen, will und muss auch er – bildlich gesprochen – Blocher gelegentlich ein Gänseblümchen in den Mund stecken. Es geht ja schliesslich um den Erfolg: um seinen Erfolg notabene, nicht um den von Blocher.

Patrik Müllers Kommentare in der «Schweiz am Sonntag» sind wohlüberlegt und wohlformuliert, argumentativ nachvollziehbar und mehrheitsfähig. Man kann sagen: sie sind perfekt. Oft kann man sie bis zum letzten Wort unterschreiben. Oft.

Aber nicht ganz immer. Am letzten Sonntag hat ihm seine Liebe zum Erfolg ins Handwerk gepfuscht. Patrik Müllers Kommentar-Thema war Viviane Reding, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die in einem Interview mit Müllers «Schweiz am Sonntag» unverhüllt erklärte, Nachverhandlungen der EU mit der Schweiz zur Personenfreizügigkeit werde es nach einer eventuellen Annahme der Masseneinwanderungsinitiative nicht geben.

Patrik Müller: «Normalerweise halten sich ausländische Politiker mit Einmischungen vor Volksentscheiden zurück. Diesmal ist das anders, und diesmal unterscheidet sich auch die Tonalität: Nicht diplomatisch verklausuliert, sondern fadengerade.» Und sein Kommentar dazu, «undiplomatisch», wie er schrieb, die EU, oder eben sie, Viviane Reding, betreibe «Interessenpolitik mit der Arroganz einer Grossmacht».

Hat Viviane Reding drei Wochen vor der Abstimmung die «Schweiz am Sonntag» selber gebeten, mit ihr ein Interview zu machen, damit sie sich in fremde, in schweizerische Abstimmungen einmischen kann? Wohl kaum. Die Frage heisst: Warum hat die «Schweiz am Sonntag» ausgerechnet drei Wochen vor der Abstimmung mit Viviane Reding ein Interview gemacht? Und ihm fast zwei Seiten gewidmet? Und die richtige Antwort heisst: Weil man sehr genau wusste, was sie, Viviane Reding, die für klare Aussagen bekannt ist, sagen wird: dass nämlich Nachverhandlungen der EU mit der Schweiz nicht in Frage kommen. Denn Viviane Reding hat genau das schon vor Jahresfrist gesagt, am WEF in Davos, wo auch Patrik Müller als Chefredaktor einer grossen Schweizer Zeitung zu den geladenen Gästen gehörte. Das Interview mit ihr von Susanne Brunner auf Radio SRF kann jederzeit nachgehört werden. Ein sogenannter Primeur war die Aussage Redings also überhaupt nicht, sondern eine inszenierte Show. Und wozu diente die Show dem Chefredaktor? Um sie, die Vertreterin der EU, im Kommentar der Arroganz zu bezichtigen. Arroganz einer Grossmacht gegenüber dem Kleinstaat Schweiz: so ein Kommentar kommt bei Leserinnen und Lesern immer gut an!

Vertrag ist Vertrag

Im gleichen Kommentar am letzten Sonntag verglich Patrik Müller die Arroganz der EU gegenüber der Schweiz mit der Arroganz der USA gegenüber der Schweiz – Stichwort Bankgeheimnis. Doch auch dies ist ein Vergleich, der nicht nur hinkt. Er ist falsch. Denn die USA hatten in Sachen Bankgeheimnis keinen Vertrag mit der Schweiz, sie haben – moralisch zwar verständlich, formal aber wider jedes gesunde Rechtsempfinden – die Schweiz wirtschaftlich erpresst. Und sie tun es weiter.

Nicht so die EU. Zwischen der Schweiz und der EU gibt es nämlich einen Vertrag zur Personenfreizügigkeit, der spätestens mit der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative verletzt würde. Es ist nun aber das Normalste der Welt, dass Verträge – ob zwischen Privatpersonen, zwischen Firmen oder auch zwischen Staaten – bei Verletzung durch die eine Seite eben nichtig werden. Und es ist das Normalste der Welt, dass ein Vertragspartner, dessen in einem Vertrag festgehaltenen Rechte verletzt worden sind, dann eben keinen neuen Vertrag mehr abschliessen will.

So wär's im Alltag

Nehmen wir an, Patrik Müller hat im Bündnerland eine Ferienwohnung, die er für eine Woche an Gäste aus Deutschland vermietet. Die Gäste ziehen ein, halten sich aber nicht an den Vertrag, sondern bleiben einfach zwei Wochen im Haus, sind also vertragsbrüchig. Wird Patrik Müller bereit sein, mit diesem seinem Mieter «nachzuverhandeln»? Sicher nicht. Mit einem Vertragsbrüchigen wird er – wie wir alle Anderen es auch tun würden – ganz einfach nichts mehr zu tun haben wollen.

Warum also ist Viviane Reding «arrogant»? Warum wirft Patrik Müller der drei Wochen vor der Abstimmung zum Interview Gebetenen nun Arroganz vor? Weil, mit Verlaub, so ein Vorwurf gegenüber einer grösseren Macht jetzt, drei Wochen vor der Abstimmung, überall gut ankommt. Überall. Sogar bei jenen, die am 9. Februar aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen ein Nein einlegen werden. Es ist immer mutig und populär, einem Stärkeren Arroganz vorzuwerfen. Patrik Müller heult mit den Wölfen.

PS: Patrik Müller hätte auch etwas Anderes feststellen können, nämlich dass auch die Delegierte eines Kleinstaates – Luxemburg, woher Viviane Reding kommt, hat gerade mal eine halbe Million Einwohner – im geeinten Europa eine starke Rolle spielen kann. Und er hätte die Frage stellen können: Warum eigentlich verzichten wir auf unser Mitspracherecht in Europa? Wir, die wir 15mal mehr Einwohner haben als Luxemburg und 15mal grösser sind als Luxemburg? Macht dieser freiwillige Verzicht auf Mitsprache wirklich Sinn? Aber dann wäre er, Patrik Müller, halt nicht mehr der Schnüggel gewesen, der seinen Leserinnen und Lesern die Wünsche von den Augen abliest.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Weiterführende Informationen

Zum sehr informativen Interview mit Viviane Reding am WEF 2013
Zum Umgang mit wahrscheinlichen Szenarien betr. EU (auf Infosperber)
Wie andere Länder über die EU denken (auf Infosperber)

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16 Meinungen

Seit einigen Monaten beteilige ich mich als Volkswirtschafter mit Abschluss rege an den interessanten Artikeln des Infosperber. Ich erkannte den «value added» um analog zum «Scenario-Planning» an anderer Stelle des Infosperber ein neu-deutsches Wort zu verwenden. Ich ging nicht davon aus, dass auch Infosperber wie z.B. die altehrwürdige NZZ, mit den Wölfen heulen würde! - Ja der Beitrag von Christian Müller ist tatsächlich zum heulen und liegt leider völlig daneben. Ich bin zwar nicht SVP-Mitglied (noch nicht) aber diese Sticheleien gegen die grösste Partei der Schweiz sind lächerlich und sehen an den Tatsachen vorbei, Kunststück wenn man mit den Wölfen heult. Was will man denn mit diesem Artikel unterstellen oder festhalten? Dass eine Neuverhandlung der PFZ nicht möglich und das Ansinnen zwecklos sei? Wird die SVP-Initiative am 9.2. angenommen, was zu hoffen ist, erhält der Bundesrat ein klares Mandat des gesamten Schweizervolkes zu Neuverhandlungen der PFZ, dem schwachen Bundesrat wird damit der Rücken gestärkt, er geht nicht ohne Legitimation nach Bern, wie er dies unter Missachtung des Volkswillens immer wieder tut! Und noch eines, Unwahrheiten einer Vizeoräsidentin der EU-Kommission werden nicht besser, nur weil sie wiederholt werden! Wollen wir souverän und unabhängig bleiben oder morgen der EU, welche mit grossen Problemen zu kämpfen hat, direkt beitreten? Die Glaubwürdigkeit des Wirtschaftsministers Schneider-Ammann hat grossen Schaden genommen. Mehr Selbstvertrauen!
Beda Düggelin, am 21. Januar 2014 um 12:32 Uhr
Wie Patrik Müller mit den Wölfen heult. Und wie viele JournalistInnen mit den Wölfen heulen. Christian Müller legt den Finger auf einen wunden Punkt in den Medien, einen hässlichen Punkt. Es ist dies ein Mechanismus, der gerne bewirtschaftet wird, verlogen bewirtschaftet wird und kaum je erwähnt wird. Dem Leser, der Leserin bleibt verborgen, was hinter den Kulissen geschieht, was gewiefte Journalisten fabrizieren, wie sie arbeiten - oder aber sich instrumentalisieren lassen!

» Die Frage heisst: Warum hat die «Schweiz am Sonntag» ausgerechnet drei Wochen vor der Abstimmung mit Viviane Reding ein Interview gemacht? Und ihm fast zwei Seiten gewidmet? Und die richtige Antwort heisst: Weil man sehr genau wusste, was sie, Viviane Reding, die für klare Aussagen bekannt ist, sagen wird...«.

Es ist eine schlaue Vorgehensweise, aber eine unethische. Man baut sich gekonnt eine eigene Steilvorlage und ist sich des Beifalls des Publikums sicher.

Es ist dies ein Mechanismus, der endlich diskutiert gehört. Fast wichtiger noch als EU Ja oder Nein. – Die Lesenden müssen sich an dieser Stelle fragen, wie oft sie schon gehört haben, wie mediengeil Personen sind. Nur: Kein Mensch kommt in die Medien, weil er oder sie mediengeil ist. Niemand! Die Medien bauen Persönlichkeiten auf und lassen sie fallen, oder lassen sich dafür instrumentalisieren.
Das ist ein verdammt wichtiger Artikel, der diskutiert gehört. - Danke Christian Müller.
Charlotte Heer Grau, am 21. Januar 2014 um 13:26 Uhr
Ich will mich beileibe nicht in den Vordergrund drängen, obwohl natürlich einige Infosperber mir genau dies unterstellen werden, aber die Antwort von Charlotte Herr Grau benötigt eine Ergänzung! Es ist richtig, wie sie feststellt, dass es im Journalismus Exzesse gibt, dazu gehören auch die Berichterstattung und die Kommentare der NZZ im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar, ich muss die entsprechende Abstimmung nicht nennen. Dies ist meines Wissens bedeutend schlechterer Journalismus als der Beitrag von Patrik Müller, den ich nicht persönlich kenne. Die NZZ ist nicht bereit, Gegendarstellungen und seien sie auch ökonomisch noch so fundiert, in ihre «altehrwürdige» Zeitung aufzunehmen, man ist dafür bereit, sich von falschen Vorstellungen und Argumentationen verführen zu lassen und hat die Unabhängigkeit und Ausgewogenheit selbst einer «freisinnig-orientierten» Tagespresse längst verloren! Sic transit gloria NZZ!
Da liegt der Hund und Skandal begraben, beileibe nicht in einem Artikel von Patrik Müller, der glücklicherweise etwas Gegensteuer zur tendenziösen Presse und Berichterstattung zu geben imstande ist! Die vierte Macht im Staate hat bedeutend zuviel Einfluss und missbraucht diesen Einfluss, sie gehört gebändigt und an die Kandare genommen, besser früher als später, als Liebe zur Schweiz!
Beda Düggelin, am 21. Januar 2014 um 14:12 Uhr
Müller contra Müller. Ich bin für Christian!
Eduard Baumann, am 21. Januar 2014 um 14:40 Uhr
@E. Baumann. Aber der heisst doch Christoph, aber nicht Müller!
Beda Düggelin, am 21. Januar 2014 um 14:48 Uhr
Ist das eine Anspielung auf Blocher? Ich bin überzeugter SP'ler und kein SVP s.v.p.
Eduard Baumann, am 21. Januar 2014 um 15:34 Uhr
Zuerst mal zu Kurt-Emil. Man/frau lese doch hier weiter:
http://blogs.tageswoche.ch/de/blogs/speakerscorner/632028/der-mythos-des-erfolgsmodells-schweiz.htm
Dann möchte ich wissen, was Patrik Müller zu Christian Müllers Artikel sagt.
Bin gespannt.
Urs Schnell, am 27. Januar 2014 um 18:33 Uhr
"Es ist nun aber das Normalste der Welt, dass Verträge – ob zwischen Privatpersonen, zwischen Firmen oder auch zwischen Staaten – bei Verletzung durch die eine Seite eben nichtig werden."

Sehr interessanter Artikel, aber die obige Aussage stimmt definitiv NICHT, das wird jeder Jurist bestätigen. Verletzt eine Seite einen Vertrag, kann die Gegenpartei auf Erfüllung klagen, dafür gibt es Gerichte. Wo kämen wir hin, wenn Verträge durch die Verletzung des Vertrages durch eine Seite nichtig würden? Dann wären Verträge definitiv überflüssig und es wäre der Willkür Tor und Tür geöffnet.

Beim Vertrag über die PFZ zwischen der Schweiz und der EU kann die EU also auf der Erfüllung des Vertrages beharren, wenn ihn die Schweiz einseitig kündigt oder verletzt.
Alois Amrein, am 05. Juni 2014 um 21:11 Uhr
@mein lieber Herr Alois Amrein: Wer will denn in der Krim-Ukraine Krise auf Erfüllung klagen oder beharren? Ich empfehle Ihnen, schon mal Ihre Uniform aus dem Schrank zu nehmen, die Waffe, welche Sie bereits im Zeughaus abgegeben haben, anzufordern und Ihrer Frau beauftragen, einen genügenden Not-Vorrat anzulegen, mindestens 300 lt Wasser, gemäss VBS!
Beda Düggelin, am 05. Juni 2014 um 21:36 Uhr
Mein lieber Herr Düggelin, Ihr Rezept von vorgestern taugt nun wirklich gar nichts, und wir sind nicht so blöd wie der Schweizer Armeechef Blattmann, der 300 Liter Mineralwasser im Keller hortet. Zudem leben wir die meiste Zeit im Ausland, da nützen uns 300 Liter Wasser in einem Schweizer Keller auch nichts. Sie sind wohl im Kalten Krieg stecken geblieben und wollen diesen jetzt aufwärmen.

Apropos Ukraine: SVP-Politiker zeigen auffallend viel Verständnis für die Haltung Putins. NR Freysinger von der SVP liess sich sogar vor den russischen Propagandakarren spannen mit seinem Auftritt im russischen Fernsehen, wo er die Annexion der Krim guthiess. Sind das die neuen Patrioten oder eher Landesverräter?

Interessant ist, dass Sie meinem keinem Wort auf mein Argument eingehen, denn ich habe weder von Notvorrat noch Ukraine geschrieben. Ganz offensichtlich fehlen Ihnen Argumente.
Alois Amrein, am 06. Juni 2014 um 22:01 Uhr
@Alois Amrein. Endlich habe ich mit Ihnen einen echten Sparring-Partner erhalten! Offenbar haben Sie noch nicht realisiert, dass es einen Unterschied gibt, ob man Recht hat oder Recht erhält! Ich schliesse daraus, dass Sie deshalb nicht Jurist sind. Verträge sind nicht auf alle Lebzeiten geschlossen, Verträge können sich verändern, wenn sich die Grundlagen verändern, Verträge können auch gekündigt werden oder leben Sie immer noch am gleichen Ort und in der gleichen Wohnung, wo Sie geboren sind? Verträge können aber auch modifiziert werden, nämlich dann, wenn die Gegenseite auch die Vorteile eines Vertragspartners durchaus zu schätzen weiss. Wenn Ausgrenzung das Rezept sein soll, dann dürfte dies ein unüberlegtes Zeichen sein, einen Vertrag ohne intensive Gespräche u kündigen - Passen Sie auf, dass Ihre 300lt Minralwasser im Keller während Ihrer Auslandsabwesenheit nicht zu warm und deshalb ungeniessbar werden! Übrigens würde ich Ihnen empfehlen, keine falschen Rückschlüsse bezüglich dem von Ihnen festgestellten SVP-Verständnis für Putin zu ziehen, das sagt ein FDP-Mitglied! Generalpauschalierungen sind nicht zielführend und ohnehin an den Haaren herbeigezogen.
Beda Düggelin, am 08. Juni 2014 um 16:11 Uhr
@ Düggelin, ich warte noch immer auf Ihre Antwort bezügl. 2. FDP-Bundesratsitz. Sie wollen ja die SP aus dem BR werfen, weil Ihnen diese nicht passt. Ich will nur, dass im BR die Parteien nach ihrer Wählerstärke vertreten sind. Und da hat die FDP seit mindestens 15 Jahren einen Sitz zu viel. Weg damit, und zwar sofort.

Betr. 300 Liter Mineralwasser: Wir heissen nicht Blattmann und sind auch nicht paranoid. Senden Sie Ihre Bemerkung an diesen, nicht an mich.
Alois Amrein, am 08. Juni 2014 um 16:46 Uhr
@Amrein, kommt Zeit, kommt Rat, lieber Herr Amrein. Vielleicht haben Sie den Leitartikel von René Zeller in der NZZ gelesen, der hätte auch in der WoZ veröffentlicht werden müssen. Wir stehen zumindest in der Endphase der Konkordanz, Zeller spricht von Diskordanz, das sagt eigentlich schon alles. Darum ist es müssig über die Wählerstärke zu argumentieren. Es gibt Grundsätze, die alle Regierungsparteien einhalten müssen, die Abschaffung der Armee gehört definitiv nicht dazu. Deshalb ist die Schweiz reif für das Oppositionssystem. D.h. die beiden SP-Bundesratssitze werden an die SVP und evtl. an die GLP vergeben. Die GLP will zumindest die Armee nicht ganz abschaffen.
Habe ich damit ihre Frage beantwortet?
Beda Düggelin, am 09. Juni 2014 um 08:14 Uhr
@ Düggelin: Wir sind hier nicht im Frage- und Antwort-Spiel, wie Sie völlig irrtümlicherweise annehmen, und von den von Ihnen angesprochenen Grundsätzen habe ich noch nie etwas gehört, ich fürchte die sind von Ihnen frei erfunden und entstammen ihrem verkehrten Weltbild.

Eines ist jedoch gewiss: Eher fliegt die FDP aus dem Bundesrat als die SP. Und wer soll denn die beiden SP-Sitze an andere Parteien vergeben, wohl Sie oder FDP-Parteipräsident Müller? Weil der eigene Wähleranteil sinkt und sinkt? Ihr Wunschdenken würde weder von den Grünen, noch von GLP und auch nicht von der CVP gutgeheissen. Ihr schräges Demokratieverständnis ist bedenklich.
Alois Amrein, am 09. Juni 2014 um 17:58 Uhr
@Amrein. Da sind Sie bei mir an der falschen Adresse! Danke für Ihre Belehrungen, die Sie gerne für sich selbst verwenden können, diesen Ton habe ich nicht nötig, Ende der Durchsage!
Beda Düggelin, am 09. Juni 2014 um 18:28 Uhr
@ Düggelin: Nehmen Sie sich selber an der Nase. Wie man in den Wald ruft, so tönt es zurück. Und noch ein Tipp: Wenn Sie die Konkordanzdemokratie der Schweiz aufgeben wollen, geben Sie die Schweiz auf. Und auf Kritik reagieren Sie ziemlich gehässig. Wohl ins Schwarze getroffen.
Alois Amrein, am 09. Juni 2014 um 20:34 Uhr

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