Hungerndes Kind in einem Leningrader Krankenhaus 1942 © Archivaufnahme
Süddeutsche Zeitung 24. Januar 2019 © SZ
Leningrad im Zweiten Weltkrieg © Archiv

So missbraucht die «Süddeutsche» das Gedenken an Hunger und Tod

Christian Müller / 28. Jan 2019 - Eine Million Menschen starben an Hunger, weil die deutschen Truppen Leningrad blockierten. Doch jetzt wird Russland beschuldigt.

«Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad». So lautet die Headline eines Kommentars der «Süddeutschen Zeitung» am 24. Januar 2019 zur Aushungerung der Stadt Leningrad – heute St. Petersburg – während 900 Tagen durch die Deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg und zum diesjährigen Gedenktag. Eine Million Menschen starben damals den vielleicht schrecklichsten Tod, den man sich vorstellen kann: den Hungertod. Kinder mussten mitansehen, wie ihre Väter langsam verhungerten, Mütter mussten ansehen, wie ihre Kinder verhungerten. Es gab einfach nichts mehr zu essen, weil die deutschen Truppen die Stadt abgeriegelt hatten und jede Zufuhr von Nahrungsmitteln verhinderten. Es war, nach dem Holocaust, der schlimmste Fall von Genozid im Zweiten Weltkrieg.

Jetzt, Ende Januar 2019, sind es 75 Jahre, seit das hungernde Leningrad von der Roten Armee befreit wurde. Fürwahr ein Anlass zum Gedenken.

Aber was macht eine der bedeutendsten Zeitungen Deutschlands? Statt wiedereinmal in sich zu gehen und – als klare Schuldige an diesem grausamen Völkermord vor 75 Jahren – ihre deutschen Leserinnen und Leser aufzufordern, auf der Hut zu sein und ähnliche Entwicklungen wie die unter Hitler rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern, benutzt die «Süddeutsche» den Anlass, um – schon in der Headline! – einmal mehr eine verbale Rakete gegen Russland abzufeuern: «Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad». Wie ist sowas überhaupt möglich?

Und wenn man dann zu lesen beginnt, wird es schon im ersten Abschnitt schauerlich. Silke Bigalke schreibt aus Moskau: «Wieder einmal schicken die in Moskau Regierenden Soldaten statt Mitgefühl und verordnen Nationalstolz statt Gedenken. Die Blockade der Stadt, die damals Leningrad hiess, bleibt ein wunder Punkt in Russlands Vergangenheit. Stets wollten die Mächtigen kontrollieren, wie sich die Menschen daran erinnern.»

Es ist unfassbar: Wichtig ist nicht das deutsche Verbrechen, wichtig ist der Zeitung, wie Russland die Gedenkfeier gestaltet. Sind die Redakteure in München von allen guten Geistern verlassen? Welch verlogene Selbstsicherheit herrscht da an der Hultschiner Strasse in Bayerns Hauptstadt?

Man kann es wieder und wieder lesen, weil man es nicht für möglich hält. Und doch:

Wie Russland selber dieses historische Ereignis «feiert», darüber darf diskutiert werden – gerne in Russland selber. Dass Putin, dessen eigener älterer Bruder und andere Familienangehörige zu den Opfern in Leningrad gehörten, da auch eine Militärparade auffahren lässt, darf hinterfragt und kritisiert werden. Russland hat im von Deutschland geplant begonnenen Zweiten Weltkrieg mehr als 27 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger verloren, Millionen von Soldaten, Millionen von Zivilisten. Das Bedürfnis, an die militärische Befreiung Leningrads aus der Umzingelung durch die deutsche Wehrmacht zu erinnern, ist so oder so legitim. Aber auch die Versuchung, bei dieser Gelegenheit den westlichen Nachbarn ein wenig zu zeigen, dass man bei einem nächsten Einmarsch aus dem Westen besser gerüstet sein wird als am 22. Juni 1941, ist immerhin nachvollziehbar. So wurden denn am gestrigen Sonntag an der Parade auf dem Palast-Platz in St. Petersburg nicht nur die legendären sowjetischen T-34 Tanks und andere historische Militärfahrzeuge, sondern auch moderne Waffen wie etwa die S-400 Luftabwehrrakete gezeigt. Und es gab, notabene, gestern in St. Petersburg nicht nur die Militärparade, sondern auch viele zivile Gedenkveranstaltungen, zum Beispiel auch ein Konzert mit Schostakowitschs 7. Sinfonie auf dem Programm. Der weltberühmte Komponist lebte damals in Leningrad und war selber von der Blockade betroffen, als er seine 7. Sinfonie schrieb.

«Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad», so die Headline der «Süddeutschen». Treffender wäre: «‹Süddeutsche› missbraucht das Gedenken an Leningrad» – um einmal mehr gegen Moskau zu schiessen.

Moskau hat die Headline der «Süddeutschen» nicht übersehen

Es ist nicht besonders überraschend, dass die Headline der «Süddeutschen» auch in Moskau nicht übersehen wurde. Auch in den Medien war sie ein Thema. Und wie fast immer, wenn Russland von westlichen Medien oder gar prominenten Politikern verbal attackiert wird, fühlen sich auch jene Russinnen und Russen angegriffen und beleidigt, die im Alltag keine besonderen Freunde Putins sind. Immerhin hat er ihnen nach den Katastrophenjahren unter Boris Jelzin Ordnung und Stabilität gebracht.

Ein im russischen Radio gehörter Kommentar lautete: «Russland hätte gegen den Einsitz Deutschlands als nicht-ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat das Veto einlegen sollen. Die Deutschen haben immer noch nicht begriffen, dass es rote Linien gibt.»

Zum Bild: Wer kann sich heute noch vorstellen, wie der Krieg ist, wenn er die eigene Stadt trifft? Leningrad, heute St. Petersburg, im Zweiten Weltkrieg, wo sich die Einwohner den deutschen Truppen nicht ergeben wollten. (Archivaufnahme)

Ein deutlich besserer Bericht in der NZZ

Nicht nur die «Süddeutsche» berichtet aus Anlass des 75-Jahr-Gedenkens dieser deutschen Ungeheuerlichkeit gegenüber den Einwohnern der Stadt Leningrad. Einen langen und informativen Bericht zum Beispiel brachte auch die NZZ. Auf unnötige Pfeile gegen das heutige Moskau hat sie weitgehend verzichtet. Das Thema Hungertod in Leningrad ist wahrlich nicht geeignet, um den heutigen Russen am Zeug zu flicken. Zum NZZ-Bericht hier anklicken.

PS: Schweizer Zeitungsleserinnen und -leser mögen aufmerksam bleiben. Silke Bigalke schreibt nicht nur für die «Süddeutsche», sondern auch für den Zürcher «Tages-Anzeiger», in der Vergangenheit vor allem aus Skandinavien.

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15 Meinungen

Unglaublich,diese Verzerrung der Tatsachen. Ja, auf der Hut sein !
Darf man das überhaupt als Journalist/In - ungestraft - solch unwahre Artikel publizieren ?
Daniela Rütti, am 28. Januar 2019 um 14:32 Uhr
Wer nur den empörten Bericht von Christian Müller liest und nicht den (zum Glück verlinkten) Kommentar von Silke Bigalke, kommt in der Tat zu einem einseitigen Bild. Fairerweise muss man indessen anfügen, dass die Journalistin ausdrücklich die Blockade von Leningrad durch die Wehrmacht erwähnt und ihn Völkermord nennt und weiter auch zeigt, dass in Deutschland dieses Verbrechen verdrängt wurde. Dass die Siegermacht, also die Sowjetunion, eine einseitige Sicht der Dinge pflegte, ist nicht weiter verwunderlich, auch heute nicht. Und dass die Deutschen sich mit diesem Kriegsverbrechen schwer tun, immer noch, gehört ins gleiche Kapitel. Die korrekte Titelzeile müsste daher lauten: «Sieger und Besiegte missbrauchen das Gedenken an den Völkermord in Leningrad».
Henri Leuzinger, am 28. Januar 2019 um 14:34 Uhr
Im Westen weiss kaum jemand etwas über die dreijährige Hungerblockade Leningrads und insbesondere nichts über das ungeheure Ausmass der Folgen für die damalige Stadtbevökerung. Medial so gut wie inexisistent. Passt auch heute nicht besonders gut zum neuen Feindbild der Bösartigkeit und Gefährlickeit RU's und Putin's in das wir offenbar alle hineingepresst werden müssen. Auch in den vielen Touristik- und Bildbänden zu St. Petersburg findet man höchstens Infinitesimales hierzu. Von einem «Missbrauch Moskaus des Gedenkens an Lenigrads» (SD) zu sprechen, erscheint so gesehen etwas zynisch. Jedoch, kann man vom neuen europäischen Zeitungskonglomerat LENA und seinen Ablegern in der Schweiz wirklich etwas anderes erwarten ?
Bernard Pfister, am 28. Januar 2019 um 15:03 Uhr
In der Tagesschau und den Tagesthemen der ARD (öffentlich-rechtlicher Sender!) vom 27.01.2019 wurde das Gedenken in St. Petersburg mit keiner Silbe erwähnt. Während in beiden Sendungen minutenlang und eingehend über das Gedenken an die Shoa berichtet wurde.
www.cicero.de/kultur/75-jahrestag-befreiung-leningrad-gedenkentag-voelkermord-russland-deutschland-genozid#comment-165918
Hans Rudolf Knecht, am 28. Januar 2019 um 18:17 Uhr
Dieser fragwürdige Text von Silke Bigalke las ich auch im Tages Anzeiger. Deutschland beteiligt sich auch heute wieder an Kriegen und exportiert an kriegführende Staaten riesige Mengen Waffen, Kriege die Not und Elend wie im Zweiten Weltkrieg verursachen. Wie Jürgen Grässlin schrieb, sind 80 Prozent der Deutschen zwar gegen diese Beteiligung an Kriegen, aber das ignoriert Berlin.

https://www.friedenskooperative.de/referenten/jurgen-grasslin

Das African Command der USA operiert auch über Stützpunkte in Deutschland, mit dem Segen der christlichen und sozialdemokratischen Regierung. Drohnen die in Afghanistan, dem Jemen, Pakistan, Libyen, Somalia, Syrien niedergehen und vielen Zivilisten das Leben kosten werden über den Stützpunkt der USA in Deutschland gesteuert, mit der Akzeptanz der deutschen Regierung.

Erinnert sei auch daran, dass es auch in den letzten Jahren zu Hungersnöten gekommen ist, die die reichen Länder hätten verhindern können, unter anderem in Somalia. Vor sieben Jahren hatte eine Hungersnot in Somalia nach UNO Angaben 260'000 Menschen das Leben gekostet, das bei einer Einwohnerzahl von etwa zehn Millionen. Solange vor der Küste in Somalias chemischer und radioaktiver Müll entsorgt werden konnte und Fabrikschiffe das Meer vor Somalia leerfischte war die Welt noch in Ordnung. Erst als Piraten vor der Küste Somalias wurde Alarm geschlagen und wurde interveniert.
Siehe auch: Der Hunger in Somalia wartet nicht
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23633
Heinrich Frei, am 28. Januar 2019 um 19:36 Uhr
"Russland hat im von Deutschland geplant begonnenen Zweiten Weltkrieg mehr als 27 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger verloren, Millionen von Soldaten, Millionen von Zivilisten.» Politisch hier nicht korrekte Korrektur. Die Sowjetunion hat im von Deutschland und der Sowjetunion geplant begonnenen Zweiten Weltkrieg mehr als 27 Millionen Mitbürger...
Dies wäre vermutlich die dringenste und wichtigste Vergangenheitsbewältigung.
Dan Ogg, am 29. Januar 2019 um 13:23 Uhr
Es kann nicht genug Gedenktage, Mahnmale und Denkmäler für den Holocaust geben, man soll es in tausend Jahren nicht vergessen, Schüler müssen Auschwitz besuchen usw., aber wenn die Deutschen ihr Kriegsverbrechen in Leningrad eingestehen müssten, schweigen sie entweder dazu oder sie machen die Opfer zu Tätern! Unglaublich so etwas. Unglaublich: Mit Gedenken oder mit aus-dem-Gedächntnis -tilgen wird Politik gemacht.
Allerdings rechtfertigen auch die USA, Grossbritannien, Frankreich und andere ihre Kriegsverbrechen. Das hat immer System.
Ruth Obrist, am 29. Januar 2019 um 13:44 Uhr
Vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar zu dem Artikel von Silke Bigalke in «SZ», Herr Müller.
Ich darf mich hier auch zu der Meinung von Herrn Henri Leuzinger äussern: Ich habe den Artikel von Frau Bigalke gelesen, bevor ich auf den Beitrag von Herrn Müller aufmerksam gemacht wurde, und er machte auf mich keinen «einseitigen» Eindruck. Ich kann vermuten, dass Sie (wie auch Frau Bigalke) unter der «einseitigen Sicht», die die Sowjetunion in Verbindung mit der Belagerung Leningrads «pflegte», die Heroisierung der belagerten Leningrader verstehen und dass die Tatsache des unmenschlichen Leidens dabei verschwiegen wurde. Ich bin in Leningrad aufgewachsen, bin dort zur Schule gegangen. Meine Grossmutter, Mutter und Onkel haben 872 Tage der Belagerung erlebt. Es gab Familiengedächtnis, es gab aber auch «offizielles» Gedächtnis – mit Filmen, Museum der Belagerung usw. Und dass der nationale Stolz dabei vermittelt wurde und die Frauen und Kinder Leningrads heroisiert wurden, finde ich richtig und angebracht. Ihre Heldentat bestand damals darin, jeden schrecklichen Tag Menschen zu bleiben. Meine Mutter erzählte, wie stolz sie waren, als im April 1942 die Stadt von den ausgehungerten Leuten geputzt wurde und danach glänzte.
Die von Ihnen vorgeschlagene «Korrektur» der Titelzeile des Artikels von Christian Müller bedeutet für mich eine gefühllose Einmischung in die Erinnerungskultur eines anderen Volkes. Wie die Russen ihre Tragödie gedenken sollen, überlassen Sie bitte den Russen. Man erwartet nicht Ihr Mitgefühl. Einfach Schweigen. Ist das zu viel?
Marina Marishina, am 29. Januar 2019 um 13:46 Uhr
Das zeitgenössische, deutsche Politestablishment hat sich leider den Russlandhass auf die Fahne geschrieben.

Ich habe den Originalartikel gelesen und kann dafür nur den Ausdruck übles Machwerk verwenden.

Wohin dies führen soll muss sich jeder fragen.
Matthias Vogelsanger, am 30. Januar 2019 um 09:05 Uhr
WEr sich heute noch fragt, wie es möglich war dass Millionen damals mitgemacht haben, braucht sich nur heute die zynischen propagandistischen Artikel, der sog. westlichen deutschen Mainstream Medien durch lesen, wer so über Jahre ja Jahrzehnte hinweg indoktriniert wurde und bis heute wird? Aber es ist ja auch schon wieder tag täglich üblich zu Lügen, wenn es um Russland geht insbesondere, um was vor zubereiten? Beim nächsten Den Haager Gericht für Menschenrechte, sollten dann auch bitte alle Verantwortlichen, aus den Redaktionen der westlichen Mainstream Medien mit auf der Anklagebank, wegen Volksverhetzung angeklagt werden.
Matti Illoinen, am 30. Januar 2019 um 10:41 Uhr
ilke Bigalke heißt die Schreiberin der „Süddeutschen“, die mit der Behauptung “75 Jahre nach der Befreiung verharmlost Russland den Hungertod von über einer Millionen Menschen” im Gefolge der Nazi-Barbarei pure Häme über die russischen Erben der verhungerten Leningrader ausgießt. Zur Militärparade im heutigen St. Petersburg zum 75. Jahrestag der Befreiung der Stadt fällt ihr ein: “Wieder einmal schicken die in Moskau Regierenden Soldaten statt Mitgefühl und verordnen Nationalstolz statt Gedenken.” Und wer noch entsetzt von dieser Infamie weiterliest, stößt auf die primitive Gleichsetzung von Tätern und Opfern in dieser Zeile: “Deutschland verdrängte den Völkermord, Russland zensiert ihn.” Und so grundiert die Frau den ideologisierten Schweine-Journalismus mit einer weiteren Unterstellung: “Die Stadtbehörden hätten sich sonst wohl viel früher fragen lassen müssen, warum sie damals so wenig für die Bürger taten.”
Dass die Sowjets um ihr Überleben kämpften? Was kümmert es Silke Bigalke?
(…) Man verdient gutes Geld mit und in den deutschen Redaktionen. Nicht selten ist es Schweige-Geld: Man tut so als wisse man nicht von den Nazi-Verbrechen gegen die Russen. Aber immer wieder ist es auch das Geld der Freier von der Rüstungsindustrie, die mit dem alten recycelten Feindbild des unwerten russischen Menschen den Lustgewinn erhöht, der augenscheinlich im Profit liegt: Ein böser Feind ist die Voraussetzung für mehr Rüstung.
Quelle Nachdenkseiten
Matti Illoinen, am 30. Januar 2019 um 10:45 Uhr
Mein Vater erzählte mir, dass die meisten Russen auch Menschen waren, und keine «Untermenschen» man befürchtete nach den Gräueltaten der NS Verbrecher in Russland Rache und nichts als Rache, aber in der Mehrheit so mein Vater aus eigenem Erleben, war das nicht der Fall.

Warum wird heute , wieder oder noch immer, nach 75 Jahren in Deutschland über Russland so viel gelogen, weil es die Interessen des Terroristischen Imperiums der USA so will?

Seit dem Ende des 2 WK haben die USA und seine Verbündeten, mehr als 40 illegale Kriege mit Millionen Getöteten, auf Grund von Lügen geführt und führen sie bis heute. Obwohl weder ein Afghane, noch ein Iraker, ganz zu schweigen ein Syrer an den Anschlägen auf den 9/11 beteiligt waren, so der heutige Wissenstand, wurden diese Länder auf Grund von Lügen überfallen, es ging und geht dem westlichen Imperien, nie um Menschenrechte, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit oder gar Demokratie, sondern einzig und alleine um Interessen um Geopolitische Interessen, wenn Verantwortliche was anderes behaupten, sollte man schnellstens den Raum verlassen.

Jetzt also Russland, obwohl sich Wissenschaftler streiten, was es war eine Annexion oder eine Sezession , wird im Westen gelogen, es sei eine Annexion gewesen. Annexion siehe Wikipedia, setzt eine gewaltsame Übernahme voraus? Habe ich was verpasst?
Matti Illoinen, am 30. Januar 2019 um 10:53 Uhr
Gutes Geld verdient auch Dieter Schaub, der die Medien Union GmbH besitzt, zu der Produkte wie die “Süddeutsche Zeitung” gehören. Schaub zählt zu den 100 reichsten Deutschen. Sein Vermögen wird auf 1,1 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er gibt den Strichern, die ihren Ehrgeiz mit profitabler Russophobie befriedigen, ein komfortables Zuhause. Er alimentiert jenen Hass, jene Menschenfeindlichkeit, die dem Rüstungs-Etat Gründe zuführt. Auf diesem beliebten Weg der deutschen Wirtschaft hätte Hitler beinahe gesiegt. Er wurde vor Leningrad geschlagen. Seine Wiedergänger proben ihre Rollen. Quelle Nachdenkseiten
Matti Illoinen, am 30. Januar 2019 um 10:54 Uhr
Als Deutscher kann man sich über unsere Politiker nur noch schämen: Der Holocaust war ein furchtbares Verbrechen und es richtig, dass diese Gräueltaten nicht vergessen werden. Aber angesichts der 27 Millionen Toten, die Russland durch den deutschen Angriffskrieg zu beklagen hatte, wäre eine tiefe Entschuldigung angebracht gewesen. Russland hat uns die Wiedervereinigung geschenkt. Und wieder steht NATO- und deutsches Militär vor Petersburg.(Gegen alle Abmachungen!!!).
Gerhard Hampel, am 30. Januar 2019 um 17:04 Uhr
Ich bin Deutsche und ich schäme mich für die Verbrechen der Deutschen im 2. Weltkrieg. Die Einkesselung von St. Petersburg und das Aushungern der Menschen war ein furchtbares Kriegsverbrechen, genauso wie die Shoa. Ich finde es schlimm, wenn heute versucht wird, diese Untaten zu verdrängen oder zu beschönigen oder Russland sogar, wie von der «Süddeutschen» geschehen, einen Strick daraus zu drehen. Es wird immer unbelehrbare und gewissenlose Menschen geben, aber die grosse Mehrheit der Deutschen ist froh, dass wir damals besiegt worden sind und verbeugt sich in Demut vor den Opfern der Nazizeit. Auch heute geschehen immer noch unfassbare Kriegsverbrechen in aller Welt, wir sind aufgerufen, dagegen zu protestieren und die schweigende Mehrheit wachzurütteln!
Was die Waffenexporte (auch Deutschlands) betrifft: Jeder, der Waffen herstellt und verkauft, verdient am Tod anderer Menschen!
Heidi Matt, am 03. Februar 2019 um 17:09 Uhr

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