kontertext: Hassprediger im Leerlauf

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Alfred Schlienger / 26. Okt 2016 - Sechs Jahre Blocher-BaZ – ein Abgesang aus gegebenem Anlass

Red. kontertext greift Beiträge aus Medien auf und widerspricht aus politischen, journalistischen, inhaltlichen oder sprachlichen Gründen. Ob Analyse, Sprachkritik oder Statement - kontertexte sind undogmatische Einwürfe, die Publiziertes ernst nehmen, ohne selber dem Ernst ganz zu verfallen.

Und wieder hat es nichts genützt. Seit sechs Jahren schreibt sich nun Markus Somm, Schriftleiter der Basler Zeitung von Blochers Gnaden, bereits die Finger wund, mit keinem andern ersichtlichen Ziel, als in Basel einen rechtsbürgerlichen Machtwechsel nach dem Gusto der SVP herbeizuführen – und was macht das freche Basler Stimmvolk? Es wählt auch in den jüngsten Gesamterneuerungswahlen vom vergangenen Wochenende unverdrossen linker denn je: Rekordergebnis für die SP im Parlament, Spitzenresultate für zwei ihrer drei Regierungsmitglieder, und die neue Kandidatin der Grünen ist bereits im ersten Wahlgang in die Regierung gewählt. Der SVP-Bewerber dümpelt weit abgeschlagen, und die Parlamentsvertretung der Rechtsaussen-Partei stagniert wie bisher auf dem untypisch tiefen Niveau, das Blocher so ärgert. Alles in Butter also für einen weiterhin weltoffenen Kultur- und Wirtschaftsstandort am Rheinknie?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Die Basler Zeitung vergiftet seit sechs Jahren das öffentliche Klima der Stadt systematisch und nachhaltig. Auf die Wahlen hin beschrieben Somm und die ihm verbliebene Schrumpf-Crew trommelfeuerartig und faktenfrei Basel als eine Stadt in Trümmern, eine Hochburg der Kriminalität, der Korruption, des Chaos und der Bürokratie. Die bürgerlichen Parteien titulierte der Chefschreiber als «Angsthasen» und peitschte sie höchstpersönlich in die Schlacht: Erst «wenn es raucht und kracht, erkennt der Bürger, wie viel auf dem Spiel steht», so Somm. Welch hübsche Pointe des Kanoniers: Der Pulverdampf als Mittel zum Erkenntnisgewinn und zur Hebung der Argumentationsqualität. Und die Spitzenspürnase der BaZ, die weiterhin in Wädenswil wohnhaft ist, erschnüffelt zielsicher: «In dieser Stadt herrscht eine feine Wechselstimmung, die Linke ist – wie übrigens in ganz Europa – innerlich zerschmettert, seit sie spürt, dass sich die Realität nicht ihren ideologischen Vorlieben beugt.» Könnte man das jetzt nach den Wahlen auch andersrum lesen? Der Wunsch war Vater eines Somm’schen Fast-Gedankens.

Systematische Zersetzung demokratischer Werte

Feldweibel Somm wusste zwei Monate vor der Wahl natürlich auch, was zu tun ist: «Eine Schadensbilanz der drei sozialdemokratischen Regierungsräte ist allen Haushaltungen zuzustellen», ordnete er militärisch knapp an, ganz in der flächendeckenden Herrliberger Briefkasten-Manier. Die Portokasse seines Geldgebers hätte die Kosten mit links übernommen. Schon mal etwas gehört, Herr Somm, – und vielleicht auch verstanden? – vom Funktionieren eines Kollegialsystems?

Und weil nach der Devise der grössten Partei der Schweiz Wahlkampf nicht nur alle vier Jahre stattfindet, sondern eben tagtäglich, durfte sich die Region Basel in den letzten sechs Jahren auch auf ein permanentes Bombardement der BaZ von rechtsaussen einstellen. Es gibt kaum einen Wert der Aufklärung, der dabei nicht unter Beschuss geriet: Rationalität, Menschenwürde, Gleichberechtigung, Schutz von Minderheiten und Schwächeren, Religionsfrieden, Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Menschenrechte. Es sind diese Zersetzungsversuche fundamentaler demokratischer Werte, die wesentlich grössere Flurschäden hinterlassen als eine allfällige Verschiebung von ein paar Sitzen in Parlament oder Regierung.

Deutschschweizer Pressestimmen von ausserhalb der Region bescheinigten der BaZ hie und da, ihr aggressiver Stil sorge für eine «lebendigere Debatte». Eine solche Bilanz erscheint den meisten Dauerbeobachtern vor Ort doch eher kurzsichtig und oberflächlich. Auch hier können sechs Jahre Kampfblatt-Journalismus nicht erschöpfend bilanziert werden. Aber eines ist klar: Die BaZ hat in diesen Jahren keine einzige echte Debatte befördert, in der Argumente rational und nüchtern von verschiedenen Seiten her beleuchtet und abgewogen worden wären. Ihr Grundgestus im politisch-gesellschaftlichen Bereich ist vielmehr die reine Aufmerksamkeitsgenerierung, durch hetzerische Polemik, Skandalisierung und Empörungsbewirtschaftung. Verächtlichmachung und Verunglimpfung von Personen und Institutionen, sofern sie nicht ins eigene Förderprofil passen, das ist die scheinjournalistische Grundmethode. Ausgesprochen pfleglich und liebedienerisch geht man hingegen mit den wirklich Mächtigen in den Teppichetagen der Wirtschaft um.

Hetze gegen Ausländer – Einladung zur Folterpraxis

Wenn’s ganz unappetitlich werden soll, lässt Somm auch gerne andere Schreiber ran. So durfte etwa Redaktor Aaron Agnolazza nach der Eröffnung einer grenzüberschreitenden Tramlinie nach Deutschland hemmungslos über sozial Schwächere und Ausländer herziehen:

«Ab der Station Kleinhüningen ist das Tram mittlerweile zu jeder Tageszeit voll mit schlecht angezogenen Schnäppchenjägern, die alles über die Grenze schleppen, was nicht niet- und nagelfest ist. An einen Sitzplatz ist selbst ausserhalb der Stosszeiten schon gar nicht mehr zu denken, doch weitaus prekärer sind neben den Buggys der kinderreichen Kopftuchträgerinnen ihre bis zum Anschlag mit Hammelfleisch voll gepackten Einkaufswagen, über deren Räder man ständig zu stolpern droht. (...) Fehlen nur noch ein paar BVB-Mitarbeiter mit weissen Handschuhen, die den Schnäppchenjäger-Plebs ins Tram quetschen.

Auf Dauer tut sich das doch kein normaler Mensch an: Während man zur Arbeit will, schmatzt die vierfache Mutter im Lonsdale-Pullover ihre Fischknusperli mit Tartarsauce von Nordsee. Ihre Meute quengelt und wühlt in den grossen Aldi-Taschen – die Tiefkühlfertiggerichte darin reichen wahrscheinlich knapp für die nächsten zwei Tage» (BaZ 29.12.2014).

Wie soll man das bezeichnen, wenn nicht als hetzerisch? Gleichzeitig wettert der Chefredaktor ständig gegen die Eliten, die angeblich die kleinen Leute verachten. Liest er eigentlich sein eigenes Blatt nicht?

Wenn’s noch grundsätzlicher werden soll, darf immer mal wieder der ehemalige Textchef Eugen Sorg ran an den Menschenrechts-Speck. Als Donald Trump nach den Brüsseler Terroranschlägen in diesem Frühjahr zum wiederholten Mal seine Folter-Optionen ins Spiel brachte und verkündete, er würde «Waterboarding und vieles mehr» wieder legalisieren, denn «Folter funktioniert», sekundierte Sorg frei von Scheu und Scham:

«Weitere Anschläge islamischer Todessekten werden folgen. Spätestens nach dem sechsten oder siebten werden auch die pazifistischen europäischen Eliten ernsthaft über Trumps Brachialmethodik nachzudenken beginnen. Moral und Schönheit sind wichtig. Aber das eigene Überleben geht vor» (BaZ 29.3.2016).

Das ist Ermunterung zur Folterpraxis. So werden Menschenrechtsstandards unterminiert, Tabubrüche salonfähig gemacht. Klar, Debatten anzureissen gehört heute – nach der korrekten Informationsvermittlung und -einordnung – zu Recht zum Ehrgeiz jeder anspruchsvollen Zeitung. Soll es dabei aber keinerlei Grenzen geben? Kann alles, so schrill, primitiv und würdeverletzend es auch sei, zum «Diskurs» verklärt werden? Todesstrafe – ja bitte? Menschenrechte – nein danke? Gleichberechtigung – braucht’s das denn wirklich? Wie weit hinter die Aufklärung sollen die gesellschaftlich relevanten Diskussionen zurückgepuscht werden? Und wem soll das nützen? Dem Blocher-Biographen Somm und seinen Brotgebern geht es in erster Linie genau um diese Ausweitung der Kampfzone. Man soll wieder ungehindert auf Minderheiten und Benachteiligte eindreschen können. Das ist das Gegenteil von liberal. Man wird sich Gedanken machen müssen, wie der Begriff der Liberalität gegen die Schein-Liberalen vom Aeschenplatz zu verteidigen ist.

Sexismus als journalistischer Alltag

Eine weitere Konstante der Somm-BaZ ist ihre Frauenfeindlichkeit. Da ist immer noch ein Zwick mehr an der Geissel. Zum Rücktritt von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey schrieb Somm:

«Micheline Calmy-Rey, die am Mittwoch ihren Rücktritt als Bundesrätin auf Ende Jahr bekannt gegeben hat, hinterlässt eine Ruinenlandschaft, deren Krater und verbrannte Erde noch jahrelang zu besichtigen sein werden. Kaum ein Magistrat hat die Stellung der Schweiz in der Welt mehr untergraben, keine Aussenministerin den Ruf dieses Landes nachhaltiger erschüttert.» Sie hinterlasse, schreibt Somm, «in ihrem Feld, der Aussenpoltik, eine Spur der Zerstörung» (BaZ 8.9.2011).

Die Charakterisierungen von Eveline Widmer-Schlumpf, Simonetta Sommaruga oder der Basler Finanzdirektorin Eva Herzog fallen regelmässig ähnlich masslos überzogen und despektierlich aus. In einem ganzseitigen Interview mit der Gender-Professorin Andrea Maihofer versucht Somm hartnäckig, deren Fachgebiet lächerlich zu machen, und behauptet unter anderem dumm-dreist: «Es gibt sicher kaum männliche Geschlechterforscher, und wenn, dann sind sie homosexuell» (BaZ 14.9.2011). – Als Federica Mogherini, die Aussenbeauftragte der EU, anlässlich der Brüsseler Attentate die Tränen nicht zurückhalten kann, ist das Somm ein abgrundtief verächtliches Charakterbild über mehr als 10'000 Zeichen wert. (BaZ 26.3.2016) Für dümmliche Blödeleien und offen sexistische Ausfälligkeiten im Lokalteil hat Textchef Michael Bahnerth regelmässig freien Auslauf.

Wovor haben diese starken Männer Angst? Natürlich vor nichts. Der Klimawandel ist in der BaZ eine Legende, Fukushima eine «eingebildete Katastrophe» (BaZ 27.2.2016), wegen Tschernobyl ist laut Somm kein einziger Mensch umgekommen. Dafür fordert der Kriegstreiber vom Zürichsee den Staat Israel mutig zum Präventivschlag gegen den Iran auf. Die Parallelen zur Mentalität eines Donald Trump sind durch alle Themenbereiche hindurch unverkennbar. Diese Liebe zu den grossen, starken, mächtigen – und reichen – Männern. Markus Somm lebt schreibend einen Bubentraum aus.

Somms Lieblinge: Von Sarrazin zu Trump

Seinen ersten Leitartikel widmete er dem «brillanten Kopf» Thilo Sarrazin und dessen fremdenfeindlichen, tendenziell rassistischen Tiraden, die er vollumfänglich zu rechtfertigen suchte (BaZ 31.8.2010). Der Text gipfelte in dem Satz: «Nicht Redeverbote schützen die Demokratie, sondern das freie Wort für jeden – ganz gleich, wie höflich oder unanständig es vorgetragen wird.» Die freie Fahrt für Unanständigkeit beweist die BaZ seither täglich. Und die Freude an Widersprüchlichkeiten ebenso. Einfachheitshalber unterstellte Somm den Sarrazin-Gegnern, sie würden Redeverbote aufstellen. Sie machten aber nichts anderes, als das Recht der Gegenrede in Anspruch zu nehmen. Somms Kommentar ist in sich unlogisch, er verbietet andern, was er für sich und Sarrazin als den wahren Robin Hoods des freien Wortes zu verteidigen vorgibt.

Sein – bisher – letztes Wort zum Sonntag widmete Somm unter dem Titel «Er kann nicht anders, er muss. Deshalb scheitert er» einmal mehr Donald Trump (BaZ 22.10.2016). Es ist ein Meisterwerk der Rabulistik. Es scheint den Autor fast zu zerreissen, dass er seine Faszination für den Immobilienmogul und Möchtegern-Präsidenten nicht ungebremst freisetzen kann. Er adelt ihn einerseits zu einem «Genie des Instinkts» und bezeichnet ihn andrerseits als «Spinner». Er nennt ihn einen «Mann, der immer zum falschen Zeitpunkt das Richtige sagt, und zur rechten Zeit das Falsche». Und dann hebt Somm endgültig ab:

«– nur ein solcher Mann war überhaupt imstande, eine der grössten und wohl folgenreichsten politischen Bewegungen im Westen auszulösen. Es ist eine Rebellion im Gang. Ein Regime und seine Elite werden gerade gestürzt, auch wenn die Betroffenen das noch nicht bemerkt haben. (...) Sie alle ahnen nicht, wie es in der Bevölkerung brodelt. Nicht bloss im Mittleren Westen Amerikas, nicht bloss in Mecklenburg-Vorpommern oder in den zerstörten Städten Frankreichs oder den Hochburgen des Brexit, sondern überall, wo Menschen leben, die sich zu Recht um ihre Stimme betrogen fühlen. Lange lassen sie sich das nicht mehr gefallen.»

Und drohend dröhnend geht’s mit dem stockkonservativen Revolutionsromantiker Somm ins Finale wie ins letzte Gefecht:

«Trump war erst der Anfang. Sollte er nicht gewinnen, wonach es derzeit aussieht, wird ein anderer folgen, vielleicht noch ungehobelter, vielleicht gefährlicher, vielleicht aber auch klüger. Es ist ein Dilemma: Er konnte nicht anders, er musste so, und doch bleibt er der richtige und falsche Mann zur gleichen Unzeit. Die Revolution frisst ihr Kind.»

Aber hallo? Donald Trump als Vorkämpfer für die Entrechteten? Der skrupellose Milliardär und Egomane als Vorhut einer Revolution der einfachen Leute? Das klingt einigermassen bizarr. Aber solche seltsamen Volten haben Somm noch nie gestört. An welchen Sound erinnern denn diese Worte? «Ich will ja gar nicht, aber ich muss, ich kann nicht anders, es ist mein Auftrag, meine Mission, sie gilt es zu erfüllen.» So tönt doch Übervater Christoph Blocher, wenn er sich aufopfernd für das Amt des Bundesrates zur Verfügung stellt, wenn er die Rettung der Schweiz schultert, wenn er unser aller Untergang im grossen populistischen Aufbäumen verhindert.

Und so tönt es eben auch, wenn Missionar Somm vom Basler Stimmvolk zum wiederholten Mal abgewählt worden ist. Seine Mission ist gescheitert, aber noch muss er ausharren, bis einer den Bettel aufkauft. Als publizistisches Projekt wäre die BaZ schon längst falliert. Die Hälfte der Leserschaft verloren, vom Presserat mit zahllosen Verweisen wegen Verstössen gegen die journalistischen Standesregeln gemassregelt, ein permanenter Abgang der qualifizierten Mitarbeiter – kein normaler Chefredaktor hätte das je überlebt. Das Spiel ist aus, aber im Keller und in den Garderoben wird jetzt noch eine Zeitlang gepfiffen und gepöbelt.

P.S.

Interessierte können beim Autor oder über die Webseite von RettetBasel! den Film «Die Übernahme» von Edgar Hagen bestellen. Er schildert die verdeckte Übernahme der Basler Zeitung durch Christoph Blocher und dokumentiert anschaulich einige journalistische Auswüchse dieses Blattes.

Wer sich für einzelne der im Text angesprochenen Artikel interessiert, kann sich ebenfalls an den Autor wenden.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Alfred Schlienger, Theater- und Filmkritiker, u.a. für die NZZ; ehem. Prof. für Literatur, Philosophie und Medien an der Pädagogischen Hochschule; Mitbegründer der Bürgerplattform RettetBasel!; lebt in Basel.

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30 Meinungen

Bravo. Den Nagel voll auf den Kopf getroffen.
Peter Beutler, am 26. Oktober 2016 um 13:06 Uhr
Super Artikel...aber schon beänstigend, dass die SVP diese als Nationalkapitalisten verkappten Stalinisten für Superreiche immer noch die zweit stärkste Partei in Basel ist.
vitto chiarini, am 26. Oktober 2016 um 13:54 Uhr
...beaengstigend auch, dass so ein blatt auch noch leser hat. ich kenne die auflagenzahl nicht, aber einige tausend werden es wohl doch noch sein?
Gabriella Broggi, am 26. Oktober 2016 um 14:02 Uhr
Wie kann man nur so abstruses Zeug absondern? Merkt der Typ eigentlich nicht, wie schizophren seine Aussagen sind? Selbstreflexion ist ja nun mal nicht die Stärke der Rechten (vermutlich ein Grund wieso sie rechts eingestellt sind), aber Somm schiesst den Vogel endgültig ab! Ich schäme mich richtig im gleichen Städtchen wie der zu wohnen.
Man könnte jetzt stundenlang gegen seine Aussagen argumentieren, aber da wir ja im postfaktischen Zeitalter leben - was den Erfolg von rechts-konservativen Parteien zum grossen Teil erklärt - bringt das einfach nichts. Vermutlich wird jeder mit einem IQ von über 50 selbst erkennen, was für einen Schwachsinn in der BaZ unter Somm verbreitet wird.
Daniel Zapf, am 26. Oktober 2016 um 14:54 Uhr
Artikel und Kommentare ist ja übles gegenseitiges unreflektiertes Schulterklopfen, vereint im Hass auf Andersdenkende und Formulierungsbegabte. Weshalb um unsere freiheitliche Ordnung Willen darf die BaZ nicht, was ein Tagesanzeiger, der Blick, und die Herren Wernuth und Levrat als Beispiele der polemischen Linken und Soros als Milliardär aus Ihrer Sicht dürfen? Sie verweigern der BaZ, den Herren Blocher und Sarrazin diese Freiheit, weil es nicht Ihrer Gesinnung entspricht. Was müsste, Ihrer Meinung nach, mit diesen Menschen, es sind ausgewieseneJournalisten, Unternehmer, ehem. Bundesbanker oder Bundesrat, denn geschehen? Wenn ich Sie so lese, meine ich herauszuhören, dass deren Reden und Schreiben verhindert werden, ihre Stimmen verstummen sollten, ja dass sie am besten doch aus ihrem Wirkungskreis verbannt werden sollten. Sie gebärden sich als Anwälte Andersdenkender und gestehen anders Denkenden dieses Recht nicht zu. Das ist totalitär. Die Vorstellung, zu was in der Geschichte Ihre Haltung geführt hatte, erschaudert mich.
Ignaz Heim, am 26. Oktober 2016 um 18:29 Uhr
Dass die BaZ unter der Ägide ihres Chefredaktors Markus Somm qualitativ komplett vor die Hunde gegangen ist dürfte massgeblich für den dramatischen Leserschwund dieser einstmals angesehenen, aber in der Zwischenzeit zu einem drittklassigen provinziellen Gossenblatt verkommenen Zeitung verantwortlich sein. Abonnenten- und Verkaufszahlen im freien Fall ! Für die nachgerade unterirdisch miese journalistische Qualität der BaZ ist der unglaublich dumme, pseudo-originelle Erguss «Wahlklatschen» des sattsam bekannten BaZ-Lokalschreibers Michael Bahnerth bezeichnend. Man fragt sich ernsthaft, ob mittlerweile alle noch einigermassen urteilsfähigen Mitglieder der BaZ-Redaktion ins Exil gegangen sind. Anders ist es nicht erklärbar, dass niemand den Herrn Bahnerth diskret zur Seite genommen und ihn im Vertrauen gefragt hat: «Hör mal, Michael, wollen wir das, was du da geschrieben hast, wirklich abdrucken in unserem Blatt?» ... Journalistischer Sauglattismus der peinlichsten Sorte, perfekt passend zum ach so lustigen Auftritt der vier badebehosten bürgerlichen Spitzenpolitiker an den Gestaden von Vater Rhein !
René Edward Knupfer-Müller, am 26. Oktober 2016 um 19:52 Uhr
Die Basler Zeitung ist eine der wenigen Zeitungen, die verschiedene Meinungen wiedergeben. Bitte bleibt sachlich! Basel-Stadt ist ein mitte-linker Beamtenstaat und darum ist und bleibt diese Stadt wie andere Städte zumeist links. Die Wut auf die BaZ ist unbegreiflich, dominieren doch in der Nordwestschweiz die linken Wanner-Medien.
Peter M. Linz, am 27. Oktober 2016 um 16:33 Uhr
Linke Wanner Medien ? Das sorgt bei mir für den Lachanfall desTages.Fehlt nur noch das Sie behaupten,Heidi Mück lese die Anlagetips,die in Wanners Medien täglich erscheinen. Ohne Blocher hätte Wanner in Basel keine Chance.
Andreas Willy Rothenbühler, am 27. Oktober 2016 um 21:53 Uhr
Also Herr Rothenbühler. Dann sagen wir halt «AZ-Medien».
Peter M. Linz, am 28. Oktober 2016 um 17:40 Uhr
Manchmal frage ich mich schon, ob die Leute, die die BaZ kritisieren sie überhaupt lesen.
Peter M. Linz, am 02. November 2016 um 11:52 Uhr
Herr Linz,
ich lese die Blocher-Medien und zwar mit viel Genuss.Der grosse Unterschied zur den Wanner-Medien liegt darin,dass es sich Wanner nicht leisten kann,derart viele Millionen in den Sand zu setzen.Stellenweise liest sich die BaZ als Beschimpfung des zahlenden Lesers.Im Gegensatz zu Herrn De Weck glaube ich das Blocher eher als Tageszeitungskiller in die Geschichte eingehen wird, den als erfolgreicher Zeitungstycon
Andreas Willy Rothenbühler, am 02. November 2016 um 15:21 Uhr
Zu viel der Ehre, zu viel Text um diese Herren von der Basler Zeitung! Warum diese nicht einfach ignorieren? Es gibt ja noch die WOZ, die TagesWoche, die BZ, die Süddeutsche Zeitung und andere. Lassen wir die Parteisoldaten doch ihren Mist absondern, den sie vom Zentralkomité geliefert bekommen! Uns geht das doch alles gar nichts an.
Paul Jud, am 04. November 2016 um 18:06 Uhr
Ich lese und staune was Herr Schlienger schreibt und ein recht grosser Teil der ihn unterstützenden Wortmeldungen ebenfalls. Es scheint, dass viele Basler gerne die hohen Steuerleistungen z.B. der Chemie sehen, diese aber gleichzeitig ablehnen und deshalb eher rot-grün wählen. Wenn Herr Schlienger die SVP als rechtsextrem bezeichnet muss ich annehmen, dass er linksextreme Ideen bevorzugt. Es scheint, dass im sensiblen Basel andere Meinungen z.B. von Herrn Somm sehr ungern gehört und oft wohl auch nicht gelesen sondern wegen dem Blochersyndrom grundsätzlich abgelehnt werden. Mein Eindruck: es wird linksherum geredet aber rechtsherum gegessen.
Ulrich Hertig, am 04. November 2016 um 21:13 Uhr
Alfred Schlienger bringt es mit seiner fundierten Würdigung der mangelnden journalistischen Qualität der «Basler Zeitung» unter ihrem gegenwärtigen Chefredaktor Markus Somm auf den Punkt. Die BaZ, wie sie sich heute dem Leser präsentiert – ich lese das Blatt übrigens regelmässig ! – darf ohne Übertreibung als Musterbeispiel eines in jeder Hinsicht abhängigen und gegängelten Presseorgans bezeichnet werden. Somm treibt nunmehr seit Jahren hemmungslosen SVP-Kampagnenjournalismus im Dienste seines Mentors, Gönners und Financiers in Herrliberg, scheut auch vor bewusster Desinformation, grober Diffamierung und Verleumdung des politischen Gegners nicht zurück und verstösst damit laufend dermassen gegen die primitivsten Regeln journalistischer Ethik, dass sein Blatt mittlerweile auf gutgeheissene Beschwerden beim Presserat abonniert scheint. Die BaZ von heute reiht sich damit ein in die bereits stattliche Liste der durch die Justiz belangten und/oder vom Presserat abgemahnten hiesigen Polithetzblätter, wie Köppels SVP-Kampfblatt «Weltwoche» (vom Presserat wiederholt gerügt und überdies auch noch wegen Ehrverletzung und übler Nachrede verurteilt), wie weiland die Lega-Hauspostille «Il Mattino della domenica» des Duos Maspoli/Bignasca, André Luisiers «Le Nouvelliste» (Übername «La Pravda» oder «Le Poubelliste», das Monopolblatt der Unterwalliser Katholisch-Konservativen) sowie – als Neuzugang in dieser Liste – Peter Wanners «Schweiz am Sonntag» unter ihrem Chefredaktor Patrik Müller.
René Edward Knupfer-Müller, am 05. November 2016 um 18:49 Uhr
ich bin etwas erstaunt darüber, dass der Zensor Hr. Gasche den letzten Beitrag von Herrn Beutler durchgehen liess.
Ulrich Hertig, am 06. November 2016 um 10:18 Uhr
Wir haben Einträge von Herrn Beutler gelöscht. Mit Zensur hat das nichts zu tun. Meinungseinträge müssen sich an die Schweizer Rechtsordnung halten und sollen keine unnötig herabsetzenden Qualifikationen enthalten. Andere Medien wie die NZZ, 20-Minuten oder Watson stellen einen Viertel aller eingehenden Meinungsäusserungen gar nicht online, weil sie rechtlich ehrverletzend sind, Menschenrechte missachten oder sonst unflätig oder unnötig herabsetzend sind.

Bei Infosperber können wir uns diesen Aufwand nicht leisten. Es gehen alle Meinungsäusserungen sofort online. Deshalb müssen wir in seltenen Fällen einen Eintrag nachträglich korrigieren oder ganz löschen. Unsere weitgehend gemeinnützig arbeitenden Redaktionsmitglieder haben jedoch weder Zeit noch Lust, ständig die Meinungen zu überprüfen. Wir gehen davon aus, dass sich Meinungsschreibende an die von uns veröffentlichten Richtlinien und Regeln sowie an die rechtlichen Vorgaben halten. Infosperber kann für das Verbreiten rechtswidriger Äusserungen juristisch belangt werden. Im Wiederholungsfall sehen wir uns genötigt, die Registrierung eines Meinungsschreibenden zu löschen.
Urs P. Gasche, am 06. November 2016 um 12:07 Uhr
Sorry, das war nicht nicht so gemeint. Ich finde aber einige Ausführungen in der BaZ, sie wurden oben zitiert, menscheverachtend und in Konflikt mit unserer Antirassismusnorm stehend. Und dagegen wehre ich mich.
Peter Beutler, am 06. November 2016 um 13:04 Uhr
Ich überlege auch immer wieder wie man reagieren soll. «Mit dem Vorschlaghammer eins druff» oder sachlich, politisch korrekt . Im ersten Fall könnte es sein, dass Somm & Co höhnisch grinsen weil ihnen die Provokation geglückt ist (und damit indirekt die Spaltung der Gesellschaft). Im zweiten Fall werden sie über uns «Gutmenschen» lachen. Weder im einen Fall noch im andern werden sie ihr Verhalten ändern. Eines dürfen wir nicht: Stillschweigen. Ich habe noch keine Lösung.
Jürg Schmid, am 06. November 2016 um 16:25 Uhr
@Jürg Schmid: Warum nicht Stillschweigen und ins Leere laufen lassen? Somm sagt von sich selber, er habe immer provozieren wollen. Soll er! Wir kümmern uns um Wichtigeres als um sein Ego.
Paul Jud, am 06. November 2016 um 17:32 Uhr
Ganz Ihrer Meinung Jürg Schmid. Nein, schweigen dürfen wir da nicht. Aber von uns «Gutmenschen» wird halt erwartet, dass wir auch gegenüber denen, die sich verletzend gegenüber Minderheiten, Farbigen, Flüchtlingen, Verfolgten, Ausgegrenzten nett verhalten. Wie heisst es doch: die «Linken und die Netten». Aber man kann uns nicht verbieten, wütend zu werden, wütend über die unfassbaren, gemeinen Zitate aus der BaZ. Da hätte ich ein Rezept: Ironie. «Der gute Mensch Somm, der sich so tapfer für jene in unserem Land einsetzt, die hier geboren sind. Wir verneigen uns vor ihm und seinem Herr und Gebieter aus Herrliberg. Der edle Mensch Somm, der jenen Journalisten eine Stelle verschafft, die sonst keine finden würden. Es darf doch nicht sein, diesen aufrechten Schweizer auch noch herabzusetzen. Man wirft Somm und seinen Mitfühlenden vor, gegen Muslime zu hetzen . Hahaha ... da kann er, der Freund der Wirtschaft, nur an die grosse Hilfsbereitschaft unserer Waffenindustrie gegenüber den Herrschern am Golf verweisen. Ja, wir Schweizer liefern Waffen in die Golfregion. Eine echte Win-Win-Aktion. Das ist umsatzsteigernd. Bei uns schafft es Arbeitsplätze und generiert Steuern. Und Waffen geben den Leuten in den Spitälern in Syrien, Irak, Jemen, Bahrein, Saudiarabien Arbeit. Sie halten die Überbevölkerung dort unter Kontrolle. Die Herrscher am Golf lieben doch uns Schweizer, ich meine nicht diese Linken, sondern die echten, die vom Volch ..."
Hans Steuri, am 06. November 2016 um 17:52 Uhr
@ Jürg Schmid – Eine taugliche Anleitung für den Umgang mit politischen Brunnenvergiftern suggeriert schon die Überschrift von Alfred Schliengers Beitrag : «Hassprediger im Leerlauf». Lassen wir sie doch einfach leerlaufen, all die Somms und Köppels, lassen wir sie doch weiter hyperventilieren. Mögen sie doch ständig Schaum vor dem Mund haben; mögen sie doch ihre polithysterischen Anfälle zelebrieren so lange und so oft wie es ihnen beliebt. Who cares ? Stillschweigen, schlichte Nicht-mehr-zur-Kenntnisnahme wäre nicht die schlechteste Option, getreu der arabischen Lebensweisheit «Die Köter kläffen – die Karawane zieht weiter». Die seit Jahren in den Keller fallenden Leserzahlen von «Basler Zeitung» und «Weltwoche» belegen anschaulich, dass die beiden Blätter heute in weiten Kreisen der politisch interessierten Öffentlichkeit zunehmend als qualitativ minderwertig wahrgenommen werden.
René Edward Knupfer-Müller, am 06. November 2016 um 18:01 Uhr
Stillschweigen das richtige Rezept? Im Wahlkampf der Linken war die BAZ und ihre Exzesse durchaus ein Thema. Die Linke hat die Wahlen gewonnen, gegen die BaZ, gegen Somm ...
Peter Beutler, am 06. November 2016 um 22:18 Uhr
Ich habe mir die Mühe genommen den Artikel von Herrn Schlienger und die folgenden Beiträge mehrmals zu lesen. Nun beginne ich mich zu fragen wo eigentlich die Hassprediger sind. In der BAZ oder im infosperber? Das über Jahre aufgebaute Feindbild Blocher, SVP und Somm wirkt. Die Indoktrination lese ich bei Intellektuellen aber auch z.B. in der NZZ welche von der SVP meist von der rechtspopulistischen Partei schreibt. Sie kann wohl den Niedergang und die Führungslosigkeit der FdP nicht ertragen.
Ulrich Hertig, am 07. November 2016 um 16:31 Uhr
Herr Hertig. Das darf doch nicht wahr sein. Wo sind die Hassprediger? Ein guter Ratschlag: Lesen Sie bitte den Artikel noch einmal, ganz langsam und laut. Vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf.
Peter Beutler, am 07. November 2016 um 17:13 Uhr
Wie die Angelsachsen zu sagen pflegen: I second Ulrich Hertig.
Die vermeintlich eigene Haltung rechtfertigt nicht, die dem Gegner unterstellten Mittel & Methoden selbst einzusetzen, Herr Schlienger.
Ignaz Heim, am 07. November 2016 um 20:19 Uhr
http://www.zeit.de/2015/27/markus-somm-basler-zeitung-basel
Ein interessanter Artikel aus der deutschen «Zeit», der den von Alfred Schlienger ergänzt.
Peter Beutler, am 08. November 2016 um 13:41 Uhr
Ich schreibe jetzt zum letzten Mal. In der Schweiz werden die Linksfaschisten von den städtischen Cupli-Sozialisten und Internationalisten permanent in Schutz genommen, wobei Leute, die das Steuersubstrat erhöhen, als Kapitalisten und weiss der Teufel was verunglimpft werden. Die deutschen Medien strahlen auf die Deutschschweiz ab. Gott sei Dank haben nicht alle so ein enges Weltbild. Die Linken haben die Institutionen durchwandert und sind nun allherrschend. Von der Freiheit, die die 68er forderten sind wir weit weg. Nur ihr Weltbild gilt. Von einer Mediendiktatur sind wir nicht mehr weit entfernt.
Peter M. Linz, am 08. November 2016 um 17:43 Uhr
@Linz: Hoffentlich bleibt es beim «letzen Mal Schreiben"!
Paul Jud, am 08. November 2016 um 17:58 Uhr
Herr Linz, bitte ! Ihre abstrusen rechten Verschwörungstheorien langweilen nur noch. Von wegen «links unterwanderten Institutionen» und «Alleinherrschaft der Linken» in unserem Land ! Die Schweiz also, unsere seit Anbeginn ihrer Existenz stets stockbürgerliche Confoederatio Helvetica im Würgegriff der Linken ! Neiaberau ! Völlig unglaubwürdig. Schlicht und einfach lächerlich.
René Edward Knupfer-Müller, am 08. November 2016 um 18:36 Uhr
Super Artikel. Danke. Schliesse mich den Vorschreibern an.
Beängstigend, was SVP unter Meinungsfreiheit versteht und in Form von hetzerischem Tiefflieger Chefredaktor Getippsle in einer Tageszeitung verbreitet.
Ich wundere mich gleichzeitig, dass nicht mehr Basler das BaZ Abo künden und den publizistischen Rechts-Sumpf trocken legen?
Peter Müller, am 08. Mai 2017 um 10:07 Uhr

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