So kann das Immunsystem Corona den Giftzahn ziehen

Werner Vontobel © wv
Werner Vontobel / 12. Nov 2020 - Für Viren aller Art ist die Immunabwehr zuständig. Im Kampf gegen Corona wurde dieses bisher vernachlässigt. Das ist ein Fehler.

Am Anfang war das Unwort: Risikogruppe. Ab 65 soll man dazugehören. Damit war die Marschrichtung gegeben: Abstand halten, Hände waschen, Lockdown, Risikogruppen schützen etc.

Hätten wir statt von Risikogrupppen von «Menschen mit schwachem Immunsystem» gesprochen, hätten wir anders über die Sache nachgedacht. Denn das Immunsystem kann man beeinflussen. Inzwischen haben wir erfahren, wie teuer die Politik mit dem Schutz der Risikogruppen ist, und wie wenig wir damit erreicht haben. Höchste Zeit für einen erweiterten Ansatz: Was haben wir seit Beginn der Pandemie in Sachen Immunsystem und Corona gelernt?

Unser Immunabwehr – Zink, Selen, Omega 3, C und D

Nun, das meiste wusste man schon vorher: Das Immunsystem schützt uns seit Jahrmillionen vor schädlichen Bakterien und Viren. Damit es funktioniert, braucht es unter anderem Zink, Selen, Omega-3-Fette, Vitamine C und vor allem das Vitamin D3 genannte Hormon. So zeigt etwa eine 2017 veröffentlichte Metastudie von 25 randomisierten, Doppelblindstudien mit über 11’000 Teilnehmern im Alter von 0 – 95 Jahren, dass die Probanden mit ausgeprägtem Vitamin D-Mangel (<10 ng/ml) eine um 70 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit einer akuten Atemwegsinfektion entwickeln, wenn sie regelmässig mit ausreichend Vitamin D versorgt wurden.

Dass dies auch für Covid-19 gilt, ahnte man schon früh. Gemäss einer von Antonio D’Avolio im März durchgeführten Studie mit 107 Spitalpatienten in der Schweiz, wiesen die «normalen» Patienten einen ungenügenden Vitamin D-spiegel von 24,6 ng/ml auf, bei den positiv auf Corona Getesteten waren es im Schnitt jedoch erschreckende 11,1 ng/ml, und nur ein Viertel wiesen Spiegel von 20 oder mehr auf. Das deutet darauf hin, dass man bereits ab dem als hinreichend geltenden Vitamin-D-Spiegel von 30 ng/ml weitgehend gegen eine Infektion gefeit ist. D’Avolio schlug denn auch vor, den Vitamin D-Spiegel aller Patienten mit täglichen Dosen von 10'000 IE möglichst schnell auf mindestens 30 ng/ml anzuheben.

Warnung vor Überdosierung mit Vitamin D

Red. «Finger weg von hoch dosierten Vitamin-D-Präparaten ohne ärztliche Untersuchung», scheibt die unabhängige Pharmazeitschrift GPSP (gehört zum pharmakritischen «arznei-telegramm»). Bei starken Überdosierungen könne Vitamin D «gefährlich» werden. Vor allem bei älteren Leuten, welche sich selten in der Sonne aufhalten, empfiehlt Swissmedic täglich einen Tropfen mit 500 IE (wöchentlich 3500 IE). Das entspricht beispielsweise einem Tropfen täglich des «Vitamin D3 Wild Öls». Als Höchstmenge werden 800 IE täglich angegeben.

Deutlich weniger Ansteckungen...

Inzwischen gibt es zahlreiche Studien zum Thema Vitamin-D-Spiegel und Corona-Ansteckungsgefahr. Sie schätzen die Wirksamkeit von Vitamin D insgesamt etwas vorsichtiger ein, deuten aber darauf hin, dass man mit einem optimalen Spiegel von 50 ng/ml im Vergleich zu weniger als 20 ng/ml die Gefahr einer Ansteckung mehr als halbieren kann. Immerhin.

Eine Studie aus China zeigt eine Korrelation, wonach eine ausreichende Versorgung mit Selen im Vergleich mit unterversorgten Gegenden die Corona-Mortalität ebenfalls deutlich reduziert. Die Autoren fordern weitere Studien, um Ursache und Wirkung zu erhärten.

...und Todesfälle

Noch grösser scheint die Wirkung von Vitamin D3 zu sein, wenn es darum geht, einen schweren Verlauf oder tödlichen Ausgang einer Infektion zu verhindern. Ein Beispiel dafür könnte das in den Medien so genannte «Wunder von Elgg» sein, ein Altersheim, in dem sich 56 Personen, darunter 25 hochbetagte Bewohner, mit dem Coronavirus infizierten, ohne dass es zu einem einzigen schweren Verlauf, geschweige denn zu einem Todesfall gekommen wäre. Nach Angaben des «Bote der Urschweiz» sollen den Bewohnern wöchentlich 5600 iE. Vitamin D3 verabreicht worden sein. Kommunikationsbeauftragte Daniela Schwegler hat die Abgabe von Vitamin D3 «bereits seit einigen Jahren» bestätigt, aber nicht die Menge (Quelle: Bote der Urschweiz 28.10.2020).
[Red. Zum «Wunder von Elgg» könnte auch das Maskentragen beigetragen haben, spekuliert Huldrych Günthard, Infektiologe am Universitätspital Zürich, in der «Sonntags-Zeitung» vom 8. November. Dank der Masken hätten die Angesteckten eine geringere Menge von Viren aufgenommen, was Krankheitsfolgen von Sars-Cov-2 wahrscheinlich reduziere.]

Dass – wie beim «Wunder von Elgg» – bereits kleine Verbesserungen des Vitamin D-Spiegels möglicherweise viel bewirken, zeigen auch diverse Studien. Etwa folgende: 388 Covid-Patienten in Indonesien wurden in drei Gruppe eingeteilt: Von denen mit mehr als 30 ng/ml überlebten 95,9 Prozent, in der Gruppe 20 bis 30 ng/ml nur noch 13 und bei den Patienten mit einen Spiegel unter 20 ng/ml überlebten sogar nur 1,2 Prozent. Am Universitätsspital in Heidelberg mussten Patienten mit einem Vitamin D Spiegel unter 12 ng/ml sechsmal häufiger auf die Intensivstation verlegt werden. Ihr Risiko zu sterben, war sogar 15-mal höher. Dabei wurden alle anderen Risikofaktoren statistisch ausgeschaltet.

Am Universitätsspital Cordoba hat man daraus die richtigen Schlüsse gezogen und hat den Patienten gleich beim Spitaleintritt eine schnell wirksame Form von Vitamin D verabreicht. Mit durchschlagendem Erfolg: Von 50 Patienten musste nur einer auf die Intensivstation verlegt werden. Keiner starb. Pech hatten hingegen die 26 Patienten, die in die Placebo-Gruppe ohne Vitamin D verlost wurden. 13 davon musste auf die Intensivstation, 2 starben.

Wenn wir also von häufig korrigierbaren Immunschwächen ausgehen, kann man allein schon mit einer flächendeckenden Supplementierung mit Vitamin D die Corona-Ansteckung deutlich reduzieren und bei den verbleibenden Fällen die Mortalität senken. Vitamin D3 ist nur eines von vielen Mitspielern in unserer Immunabwehr.

Mitte Oktober veröffentlichte eine sechsköpfige Expertengruppe im Auftrag der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung ein Positionspapier. Dieses fasst den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse betreffend Immunabwehr und Corona zusammen und schliesst mit der Forderung an das Bundesamt für Gesundheit, eine generelle Supplementierung mit 800 IE Vitamin D3. 220 mg Vitamin C, 50 bis 100 Mikrogramm Selen, 10 Milligramm Zink und 500 mg Omega 3 zu empfehlen.

Gesellschaft für Ernährung mundtot gemacht

Der „Blick“ brachte die Geschichte auf der Frontseite. Doch die Corona-Taskforce des BAG antwortete schnell, heftig und ohne auf die zahlreichen im Positionspapier zitierten Studien einzugehen. Über solche Vorschläge könne man „nur den Kopf schütteln“, konnte man noch am selben Tag auf blick.ch lesen. Wenige Tage nach der harschen Kritik der Taskforce entfernte die SGE ihr Positionspapier von ihrer Homepage. Etwa eine Woche später zog sie es reumütig zurück. Man sei leider falsch verstanden worden. Die Sache mit der Supplementierung müsse erst noch von den Experten geprüft werden. Es brauche weitere Studien. So müssen wir wohl weiter abwarten und Panadol schlucken.

Auf der Homepage des BAG liest man seit Beginn der Pandemie: „Bisher gibt es keine spezifische Behandlung für Erkrankungen mit Coronaviren.“ Noch so eine Sprachregelung. Vitamine oder Zusatzstoffe wirken nicht „spezifisch“. Das BAG sucht aber eine spezifische Behandlung – und hoffte auf Remdesivir, das man bereits in grossen Mengen vorsorglich eingekauft hatte. Doch die WHO teilte neulich mit, dass Remdesivir «nur eine geringe oder keine Auswirkungen» auf das Überleben von Patienten habe. Die NZZ titelte «Grosse Hoffnung – beschränkte Wirkung». Remdesivir nütze nur, wenn man es bereits beim Auftreten erster Symptome einnehme, im späteren Verlauf der Krankheit dagegen nichts mehr.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Literatur Auswertung
Vereinigung für Ernährung Immunsystem

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30 Meinungen

Die zahlreichen Ernährungszusätze werden seit Jahren von der Pharma-Industrie schlecht geredet. Die seien allesamt unnötig, gefährlich und reine 'Gschäftlimacherei'. Meist sind diese Zusätze gar nicht teuer herzustellen, da liegt schon mal ein Problem. Jetzt hat es jüngst Zink erwischt. Ausgeblendet wird in diesem Zusammenhang die erschreckende Tatsache, dass die Böden, auf denen unsere Ernährung angebaut wird, uns seit Jahrzehnten nicht mehr mit den nötigen Spurenelemente versorgen können. Man redet von einem Verlust von 70% innert der letzten 50 Jahren. Wir verhungern heute sozusagen vor vollen Tellern. Das betrifft auch Fette. Statt mit gesunden essentiellen Fetten versorgt zu werden, werden von der Nahrungsmittelindustrie billige Fette verabreicht. All dies mit der tatkräftigen Unterstützung der Ärzteschaft, die immer noch nichts gelehrt bekommt in ihrem Studium, was eine angepasste und hochwertige Ernährung bewirken kann. Man schätzt, dass gleich ein Drittel der Medikamente entfallen könnten, würde ein Patient sich besser um seine Ernährung kümmern. Was soll man halten von solchen Machenschaften? Eigentlich ist die Vorsorgepflicht des Staates derart korrumpiert worden, dass man sich mittlerweile auch vor diesem schützen muss. Das erstaunt aber nicht, wenn man sich anschaut, wie die Drehtüren zwischen Staat und Pharma funktionieren. Daran ist leider wenig zufällig.
Andreas Hagenbach, am 12. November 2020 um 10:54 Uhr
Bleibt noch anzumerken: Remdesivir kostet ein Vermögen, Vitamin D ist spottbillig. Ein Schelm, der....

In meinem Freundeskreis gibt es einige Ärzte. Unter vorgehaltener Hand geben viele zu, dass sie neuerdings Vitamin D3-Supplemente einnehmen und auch privat empfehlen (und auch weitere offiziell «diskreditierte» Behandlungen erwägen erwägen würden, wenn ein Familienmitglied erkranken würde).

Bei den Masken ist es interessant, dass es offiziell keine Empfehlung gibt, wann Masken besser nicht getragen werden sollen. Z.B, beim Fahrradfahren, beim Waldspaziergang, alleine im Auto usf. - merkwürdig.
Christian Müller, am 12. November 2020 um 11:58 Uhr
'So kann das Immunsystem Corona den Giftzahn ziehen'
Wer oder was ist Corona? Es gibt Corona- Schnelltests und eine angebliche Corona- Krise? Wie bekommt man das sprachlich zusammen?
Ralf Schrader, am 12. November 2020 um 12:00 Uhr
Ein sehr lesenswerter Beitrag.
Was sehr zu denken geben muss, ist schon länger die Rolle und der Tonfall der Corona-Taskforce des BAG.
Mathias Wyss, am 12. November 2020 um 12:06 Uhr
Besten Dank für diesen Beitrage. Ja, die Studienlage ist eigentlich klar. Nur: Die Pharmalobby ist offensichtlich ein «Treiber» hinter der Pandemie. Und die wollen das grosse Geld machen. Da kommt ein günstiges und einfaches Mittel wie Vitamin B3 natürlich höchst ungelegen. Und dann schaut man dazu, dass möglichst nichts darüber berichtet wird. Gut gibt es unabhängige Medien wie den Infosperber die solche Fakten publizieren.
Reto Derungs, am 12. November 2020 um 13:54 Uhr
Vielen Dank für den gut recherchierten Artikel.
Ich hoffe, die Leute verstehen langsam, dass sich die Taskforce und das BAG nicht um unsere Gesundheit kümmern wollen. Sie sind einzig dazu da, die Pharma- und Impfindustrie zu propagieren und zu schützen. Natürlich alles auf Kosten der Steuer zahlenden Bevölkerung.
Elisabeth Heer, am 12. November 2020 um 16:08 Uhr
kann mir jemand sagen was für «Spezialisten» in Bern tätig sind ? Sollte hier nicht mal aufgeräumt werden ? Würde doch dem Steuerzahler sicher einiges nützen !
Man muss sich nicht fragen warum es diverse Skeptiker gibt, wenn man alles verfolgt hat was bisher aus Bern kam und wie gewisse Informationen auf unsicherer Basis erstellt wurden und im Anschluss mit so fadenscheinigen «Entschuldigungen» quasi grade gebogen wurden. Wo leben wir eigentlich heute, das ist doch nicht mehr unsere Schweiz die wir kennen. Auch wenn die Linken/Grünen und andere Philister es nicht wahr haben wollen, aber heutzutage funktioniert je länger je mehr nichts mehr so wie es sollte. Hat das eventuell auch mit der Besoldung der Räte in Bern zu tun ?
Es kann ja niemand abstreiten, dass in letzter Zeit einiges dort oben beschlossen wurde was einfach nicht hätte passieren/umgesetzt werden dürfen. Ich sehe nur noch grosse ??????????
Albert Schorno-Weber, am 12. November 2020 um 17:16 Uhr
Das ist ja schon mal ein Ansatz. Wenn auch nur auf der somatischen Ebene. Aber besser als nix.

Bis vor 2 Jahren war auch noch das Mikrobiom des Dickdarmes en vogue, welches einen unmittelbarem Einfluss auf dieses komplexe Geschehen det Immunabwehr hatte
Außerdem gab es mal die Psychoneuroimmunologie, ebenfalls bis vor 2 Jahren. Ein neuer Zweig der Immunologie, welcher sich mit dem unmittelbaren Einfluss psychischer Faktoren auf die Immunabwehr befasste. Heute sind diese mittelalterlichen Methoden, dank der bahnbrechenden neuen Erkenntnisse der modernen Virologie, Gott seis gedankt , ins Reich der Fabel, des Aberglaubens und der Verschwörungstheorie verbannt.
Die tiefenökologischen Aspekte haben auch ausgedient.

Ein gewaltiger Rollback in Richtung materialistisch reduktionistische Wissenschaft (obwohl das kaum so nennen kann).

Die Gründe dafür dürften sattsam bekannt sein.
Bernd Mensing, am 12. November 2020 um 17:33 Uhr
Danke vielmals für den spannenden Artikel. Es ist einfach traurig, wie sehr die Behörden uns mit der Angst zu manipulieren versuchen und wie wenig eine ganzheitliche Betrachtungsweise zum Zug kommen darf.
Ich hoffe, das ändert bald, denn ich stelle eine grosse Corona-Müdigkeit in meinem Umfeld fest. Es gibt so viele Widersprüchlichkeiten, dass mich das nicht wundert.
Verena Schläfli, am 12. November 2020 um 17:50 Uhr
Dass die Taskforce von den unzähligen wissenschaftlichen Publikationen zu Vitamin D nichts weiss und nur den Kopf schüttelt, verwundert nicht.
Die Taskforce kennt auch keinen anderen Virus als Korona.
Dass der Bundesrat eine solche Taskforce einberuft und mit Steuergeldern bezahlt, verursacht auch Kopfschütteln.
Ueli Feller, am 12. November 2020 um 19:18 Uhr
@ Mathias Wyss: Seien Sie froh, dass es die Corona-Taskforce des BAG gibt. Das ist heute der einzige ernst zu nehmende Fels in der Brandung der Corona-Leugner und -Verharmloser. Die einzige zuverlässliche Instanz, welche sachlich und trocken die aktuelle Lage und deren Tendenzen offen und schonungslos skizziert, trotz vielen Anfeindungen, neuerdings sogar vom selbsternannten Gesundheits-Experten Ueli Maurer, der sich erlaubt, sich über die Taskforce lustig zu machen. Der Gesamt-Bundesrat ist ja auf Druck der bürgerlichen Parteien und der von ihnen vertretenen Wirtschaftslobby schon längst eingeknickt und gewichtet wirtschaftliche Interessen höher als das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung. Die Hochrisikostrategie des BR erntet dafür richtigerweise massive internationale Kritik. Einmal mehr versteht sich die Schweiz als Sonderfall, im negativen Sinn, mit den höchsten Infektionszahlen in ganz Europa. Sogar Schweden steht heute besser da, die Schweiz hat nichts gelernt aus der 1. Welle, 5 Monate geschlafen und die Folgen haben wir jetzt alle zu tragen.
Alois Amrein, am 12. November 2020 um 22:41 Uhr
Ich bin auch der Meinung, dass ein ausreichender Vitamin-D Spiegel der Gesundheit zuträglich ist und schlucke Kapseln (1000 i.E. gemäss Artikel etwas zu hoch, gemäss Hersteller Biogena nur 50% gemäss EU-Verordnung, was ist richtiger?) ausser an den Tagen, wo ich an die Sonne komme. Dabei gibt es ein Zielkonflikt zwischen Bildung von Vitamin D und dem Schutz der Haut (Schäden, Hautkrebs). Das BAG hat 2017 ein Merkblatt dazu herausgegeben:
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/str/nis/uv/faktenblatt_vitaminD.pdf.download.pdf/Faktenblatt%20-%20Vitamin%20D%20D.pdf

Dort heisst es, dass 5-20 Minuten (Hochsommer bis März bzw. Oktober) mittags auf Gesicht, Hände und Arme durchschnittlich für die Bildung von 600 i.E. reichen, aber der Wintersonne wird jede Wirkung abgesprochen, was wenigstens an hellen Tagen in unseren Breiten nicht ganz glaubhaft ist. Meine Ärztin sagt, das Vit. D lange gespeichert wird. so dass wenige Sonnentage pro Woche eigentlich reichen müssten.

Es gibt auch neuere Dokumente, die sich um das Testen kümmern, was ich meine auch im Infosperber gelesen zu haben, aber nicht mehr finde.

Wichtiger für mich (wegen Polyneuropathie) ist das Thema Vitamin B12; da finde ich beim BAG kein Dokument mit diesem Thema im Titel.
Theo Schmidt, am 13. November 2020 um 11:21 Uhr
Es ist schon sehr wohltuend, dass InfoSperber im Gegensatz zu den meisten anderen Medien auch positive Nachrichten bringt. In diesem Fall, danke Werner Vontobel! Ein äusserst nützlicher und zeitgemässer Beitrag, den ich und Infosperber bereits weiterempfohlen habe
Die Kritik der anderen Leser ist berechtigt, aber wo bleibt das Handeln? Was wir brauchen ist eine kräftige Bürgerlobby, die den Einfluss anderer Lobbys (welche, brauche ich nicht zu erwähnen) zum Wohle aller neutralisiert. Mit Initiativen allein ist es nicht getan. Es braucht eine ständige Präsenz erfahrener und engagierter Bürger, die im Dialog den richtigen, parteineutralen Weg zur Lösung der Probleme finden, um ihn politische durchzusetzen. „Wir sind die Mehrheit“ schreibt dazu Harald Wenzel, Sozialpsychologe. Wenn jemand so eine Gruppe kennt wäre ich dankbar für die Anschrift an wmortier@bluewin.ch
Michel Mortier, am 13. November 2020 um 11:23 Uhr
Eine Verständnisfrage zum Einschub der Redaktin im gelben Kasten bezüglich Überdosierung Vitamin D:
Mein Verständnis aus verschiedenen Quellen (siehe z.B. https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/vitamin-d-kann-gefaehrlich-werden-11912/) war bisher, dass die sichere Obergrenze einer täglichen Dosierung bei 100mikroGramm bzw. 4000 IE pro Tag liegt. Natürlich nicht mit der Idee, dass man diese Grenze über Monate ständig ausschöpft - aber sie ist doch deutlich höher als die von Ihnen angegebene Höchstgrenze. Bei der von Ihnen angegebenen Grenze handelt es sich nach meinem Verständnis um die Menge, die eine einigermassen Gesunde Person normalerweise braucht um auch weiterhin gesund zu bleiben.

Könnten Sie dies bitte nochmals prüfen bzw. wo ist vielleicht das Missverständnis?
Rolf Grau, am 13. November 2020 um 12:48 Uhr
@Grau. Im gelben Kasten habe ich die Höchstmenge angegeben, welche Swissmedic empfiehlt. Diese Empfehlung gilt auch für ältere Leute.
Urs P. Gasche, am 13. November 2020 um 18:26 Uhr
@ Alois Amrein - Mit Verlaub, das BAG galoppiert mit grossen Scheuklappen auf einer von der Pharma vorgegebenen Bahn.
Christoph Schweizer, am 14. November 2020 um 11:04 Uhr
Andreas Hagenbach schreibt:
"All dies mit der tatkräftigen Unterstützung der Ärzteschaft, die immer noch nichts gelehrt bekommt in ihrem Studium, was eine angepasste und hochwertige Ernährung bewirken kann."

Darf ich annehmen, Sie wissen das, weil Sie ein Medizinstudium absolvierten? Oder zumindest den Lehr- und Prüfungsplan überprüft haben? Weder noch? Dann ist also vielmehr so: Sie wiederholen etwas, das jemand anders bereits lauthals behauptete, weil's so «schön» in die eigene Vorstellungswelt passt?

Zur Info: Sehr wohl ist Ernährung, Vitamine usw. Teil des Lehr- und Prüfstoffs und ich bin mir ziemlich gewiss, dass sich Ärzte eingehender/vertiefter/seriöser damit befasst haben als Sie.
Stephan Kühne, am 14. November 2020 um 15:39 Uhr
Reto Derungs schreibt: «die Studienlage ist eigentlich klar."

Wenn Sie wissen, wie die Studienlage ist, dann darf ich davon ausgehen, dass Sie die (Original-)Studien gelesen (und verstanden) haben? Oder vielleicht doch nicht? Haben Sie vielleicht nur die Schlagzeilen in den Massenmedien konsultiert? Also Meldungen, von denen man weiss/wissen sollte, dass es dabei nicht um Information, sondern um die Schaffung von Auf-/Erregung geht (respektive darum Ihren Klick (zur Werbung) zu bekommen).

Weiter schreiben Sie: Die Pharma «ist offensichtlich ein «Treiber» hinter der Pandemie ... die wollen das grosse Geld machen."

Falls Ihre Behauptung wahr wäre, wo schlüge sich das dann nieder? Doch im Aktienkurs, oder nicht? Aber hoppla, die Aktienkurse der Pharma-/Gesundheitsbranche legt gerade - verglichen mit dem Gesamtmarkt - ein ungewöhnlich schlechtes (!) Jahr hin. [Vakzine stellen eben nur eine kleine Nischen dar - auch wenn einem das als Schlagzeilen-Leser nicht so richtig gewahr wird.]

Vielleicht ist dann aber das hier «offensichtlich»: Dass sich viele Menschen aufgrund des Lesens von Massenmedien-Schlagzeilen für «informiert» halten ...
Stephan Kühne, am 14. November 2020 um 17:46 Uhr
Auch ohne Corona gilt, sher wichtig ist sachgerechtes Lüften ( siehe auch Aussage von Professor Drosten im Mai ), gesunde ausgewogene Ernährung, regelmäßig Bewegung, Vermeidung von Streß und für Immunsystem sowie Knochenbau Vitamin D.

Zu sachgerechten Lüften nutze ich seit 2.5 Jahren ein CO2 Meßgerät, das ca. 70 Euro kostete. Ich nehme die CO2 Richtlinien von Professor Pettenkofer.
Bei ausgewogenen Ernährung empfielt der ehemalige Mannschaftsarzt des FC Bayern 1 Kg Obst und Gemüse pro Tag.
Vitamin D ist schwierig im Flachland, da die Sonne im Winter einen Stand von 14 bis 18 Grad hat. Bei dem Einstrahlwinkel kommt kein UVB zu uns.
Wie ist das in den Bergen ?
Im Winter bekomme ich ja ohne Sonnencreme Sonnenbrand in den Bergen.
Dazu ist ja mindestens UVB erforderlich oder ?
Mich wundert dass das Thema bei der Wichtigkeit, so stiefmütterlich behandelt wird.
Dieter Gabriel, am 14. November 2020 um 21:32 Uhr
Spannende Geschichte, liest sich ja wie ein «Krimi»... dass die Schweiz. Gesellschaft für Ernährung den Bericht zurückzog, trotzdem, dass sechs hochrangige Professoren ihre Signatur auf dem Bericht hinterlegten, würde es spannend machen, diese zum Ablauf zu befragen, was da hinter den Kulissen abgelaufen sein mag ....
Gianni Zanetti, am 15. November 2020 um 12:08 Uhr
Grundsätzlich bin ich eher skeptisch gegenüber all den Nahrungsmittelzusätzen. Wir haben das Glück, uns das ganze Jahr durch sehr gesund und abwechslungsreich ernähren zu können (man muss es dann natürlich auch tun..).

Etwas Vitamin D in der dunkleren Zeit des Jahres hingegen könnte schon sinnvoll sein. Der Sonnenmangel könnte ein wichtiger Grund für die viel stärkere Verbreitung von Grippe und anderen Erkrankungen im Winter sein.

Die Task-Force des Bundes hat für mich einiges an Glaubwürdigkeit verloren. Es sind zu viele Selbstdarsteller dabei, welche das Rampenlicht und den Einfluss, den sie ausüben können, geniessen. Auch entsteht bei den Äusserungen von Task-Force-Mitgliedern immer wieder der Eindruck, das Ziel sei nicht, die Bevölkerung zu informieren, sondern sie so zu manipulieren, dass sie sich wie gewünscht verhält.
Daniel Heierli, am 15. November 2020 um 12:55 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für diesen guten Beitrag, der sich endlich einmal mit den Nährstoffen und dem Immunsystem befasst! Das ist seit Monaten meine Meinung. Leider machen Sie alles wieder kaputt, indem Sie die Swissmedic-Meinung wiedergeben. 500 IE täglich sind völlig untauglich! Um das Immunsystem eines Erwachsenen so zu stärken, dass virale Infekte deutlich reduziert werden, brauchen wir wenigstens 2000, besser 5000 IE (seit 1.7.20 werden in der Schweiz 2800 IE täglich als unbedenklich angesehen). Studien zu Vitamin D und anderen Nährstoffen finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=lCyhFkz0Tgo
Machen Sie weiter so - aber empfehlen Sie die richtigen Dosen!
Dr. Volker Schmiedel
Volker Schmiedel, am 16. November 2020 um 07:00 Uhr
Um in dieser Zeit die Hirnwindungen nicht mit Darmschlingen zu verwechseln, schenke ich mir von Zeit zu Zeit, gezielt, saubere, gute Humor - Sendungen. Freude, lachen, kichern, schmunzeln etc.unterstützt zusätzlich und zuverlässig mein körpereigenes Immunsystem.
Mariette Schelker, am 16. November 2020 um 12:44 Uhr
Danke, Dr. Schmiedel für die Korrektur der Obergrenze bei Vitamin D3-Einnahme. Kleine Ergänzung dazu: Auch bei Vitamin C sind die empfohlenen Tagesdosen unter 1g (meist immer noch 0.1 oder 0.2 g) gerade mal geeignet, um Skorbut zu verhindern. Bei Infektionen hingegen ist das viel zu wenig. Es wird zwar von Ärzten immer noch behauptet, höhere Vitamin-C-Gaben produzierten höchstens «teuren Urin». Das stimmt einfach nicht. Meine Frau und ich machen super Erfahrungen mit 1g täglich, bei Erkältungssymptomen bis zu 5g an ein bis 2 Tagen. @Stephan Kühne: Schon mehr als ein Schulmediziner (ein Chirurg und Onkologe und ein Dermatologe - ich hatte mit ihnen zu tun wegen eines fortgeschrittenen Melanoms vor über 6 Jahren, das erfolgreich operativ entfernt werden konnte - dank gesunder Ernährung schon Jahre vorher - ohne irgendwelche Metastasen) die behauptet haben, ich könne essen, wozu ich gerade Lust habe, Ernährung spiele da keine Rolle: Wurden sie etwa in ihrem Studium genügend über Ernährung unterrichtet? Kürzlich hat mir ein integrativ arbeitender Arzt ("Orthomolekulare Medizin» OM ), der erst vor wenigen Jahren sich diesem Zweig der Medizin zugewandt hat, bekannt, dass kaum welche Ärzte eine Ahnung davon haben, dass Statine (Cholesterinsenker) Q10-Räuber sind (Q10 ist enorm wichtig für die Mitochondrien ("Kraftwerke» aller Zellen, vor allem für Muskeln). Er hat das selber erst im Laufe seiner Einarbeitung in die OM dies und viele andere wichtige Erkenntnisse aufgenommen.
Felix Sachs, am 16. November 2020 um 18:11 Uhr
@ Stephan Kühne:
"Falls Ihre Behauptung wahr wäre, wo schlüge sich das dann nieder? Doch im Aktienkurs, oder nicht? Aber hoppla, die Aktienkurse der Pharma-/Gesundheitsbranche legt gerade - verglichen mit dem Gesamtmarkt - ein ungewöhnlich schlechtes (!) Jahr hin."

Herr Kühne - ob Ihnen google ein paar alte Schlagzeilen serviert hat? Wir schreiben das Jahr 2020! Im Gegensatz zum Vorjahr scheinen die Aktienkurse der Pharmabranche in angenehme und für die Anleger höchst interessante Höhen zu schwingen. Wen wunderts? Als arme «Verliererin» stellt sich zwar die Novartis dar. Man beachte aber, dass erst die Umsatzprognose angepasst wurde. Dies aufgrund der Tatsache, dass der Nettogewinn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresergebnis um 11% auf (nur!) noch bescheidene 1.87 Milliarden Dollar sank. Mir kommen gleich die Tränen.
Ich kenne Ihre Informationsquellen nicht...aber ein kleines bisschen Recherchearbeit, das ich als Mutter und Hausfrau noch wunderbar hinkriege, lassen Ihre Sicht der Dinge als etwas haltlos erscheinen.

https://www.boerse-am-sonntag.de/aktien/markt-im-fokus/artikel/die-besten-pharma-aktien-2020.html
Bettina Bigler, am 16. November 2020 um 23:38 Uhr
Gute Infos und sehr gute Kommentare!!!
Was haben die Herren, welche wir gewählt haben vor mit uns??
Ausser Angstmacherei ist nichts schlaues aus Bern gekommen.
Ich frage mich ja, weshalb Herr Kuster den Bettel bereits wieder hinschmeisst, kann er ev. nicht zu dem stehen was im aufgetragen wird zu sagen?
Ausser Händewaschen, Abstand und Maskenpflicht hat Bern nichts brauchbares, was die Bevölkerung beruhigen könnte hervorgebracht, kann man ev. von unserer Regierung nicht mehr erwarten? Was mir ausserdem zu denken gibt, ist die Sache mit den Desinfektionsmitteln, werden diese Rückstände uns irgendwann im Grundwasser wieder begegnen? Es handelt sich hier zwar um eine Grippe, aber krank ist die Reaktion des BAG darauf.
Andre Mühlethaler, am 17. November 2020 um 12:48 Uhr
@Kühne
Ihre Replik nehme ich insofern zu Herzen, dass sich mir mehrere Mediziner, darunter ein Chefarzt mit Fach Diabetologie sich derart unseriös bezüglich Ernährung äusserten, dass man sich langfristig Sorgen um ihre Patienten machen darf. Zudem sind mir aus dem Spitzensport Arztbescheide bez. Ernährung bekannt, die schlicht und einfach falsch sind und die Karriere der betreffenden kosteten. Gut, es gibt auch bei den Coiffeuren oder bei den Juristen gute und schlechte Fachkräfte, aber welcher Wissensstand darf nun als Standard gelten? Ich werde mich bei Gelegenheit an mir bekannte Studierende der Medizin wenden, ich mache mir aber keine grosse Hoffnungen, was die anhand der gegenwärtigen Lehrmeinung über Ernährung und Gesundheit erfahren dürfen. Zu guter Letzt ein Bespiel aus der Kantine einer weltbekannten Gesundheitsfirma. Es ist da unmöglich, sich fleischlos zu ernähren oder zumindest Gemüse-lastig, als Witz sozusagen werden periodenmässig 'gesunde' Wochen durchgeführt und das wars dann auch -- ein Etikettenschwindel, wie er im Buche steht. Da ersieht man, welcher Stellenwert Ernährung hat. Nämlich wenig bis gar nicht.
Andreas Hagenbach, am 17. November 2020 um 15:24 Uhr
@Bigler
Die (weitgehend Werbe-finanzierten) Massenmedien verkaufen unsere Aufmerksamkeit an die Werber. Das ist ihr Business-Model. Da kaum ein Mensch Werbung einfach so konsumiert, muss sie ihm «untergejubelt» werden. Meist geht's ohne Umschweife und läuft dann unter «Unterhaltung». Oft benötigt es aber einen anderen Köder. Der läuft dann unter der Bezeichnung «News». News müssen da, um Beachtung - und die Klicks zur Werbung - zu bekommen, für den Leser daher «attraktiv» sein, d.h., es muss vorgegaukelt werden, dass gleichzeitig Spannung, Unterhaltung und noch das Gefühl(!) von «nun bin ich informiert» zu erhalten.

Der von Ihnen verlinkte Bericht (Börsenblatt) ist etwa soviel wert wie ein Autotestbericht (der ja einzig dazu dient, eine freundliche Umgebung für die Auto-Werbeschaltungen zu erschaffen).

Und sogar dieser Bericht bestätigt meine Aussage mit dem Satz: «Aktien aus dem Sektor sind also wieder gefragt."
Warum «wieder"? Doch nur weil es bisher nicht der Fall war (also kein Kursfeuerwerk stattfand).

Sie schreiben: »...scheinen die Aktienkurse der Pharmabranche in ... interessante Höhen zu schwingen.» Warum «scheinen"? Es ist zentral zwischen Realität/Fakt und dem, was Sie sich für die Zukunft erhoffen zu unterscheiden.

Die Branche Gesundheit (inkl. Pharma) dümpelt seit 1.1.2020 nur dahin (+0,6%). Versorger (+24,8%), Chemie (NICHT Pharma!) (+20,0%), Finanzdienstleistung (+10,7%), Technologie (+8,2%) sind Gewinner.
https://marktdaten.fuw.ch/overview/stocks
Stephan Kühne, am 17. November 2020 um 21:06 Uhr
@Andreas Hagenbach. Ihre Erfahrungen mit der Schulmedizin sind - leider - keine Seltenheit. Davon kann aber nicht abgeleitet werden, dass Ernährung/Vitamine nicht Lehrstoff wäre.
Andere Gründe sind verantwortlich, dass Sie und Schulmediziner nicht das gleiche vertreten:

1. Viele Vorstellungen aus dem «Alternativbereich» werden schlicht NICHT durch replizierte, doppelblind Studien belegt. Hinweise bzw. einzelne (sensationelle) Studienergebnisse oder Anekdoten reichen einem Arzt nicht aus. Dass Massenmedien aber genau diese (Klick-generierenden) «Sensationen» gierig als Wissen präsentieren, versteht sich - leider - von selbst.

2. Ärzte sind vor allem auch noch eins: Im Zeitgeist bzw. ihrer Sozialisation verhaftet. Und das übt meist einen stärkeren Einfluss als Lehre aus. Zu beobachten bei der Ernährung, aber auch beim Tabak. Ärzte wissen bestens - aus der Lehre - wie immens schädlich es ist ... und trotzdem «predigen» sie es den Patienten (und sich) nicht dauernd. Warum? Weil es zu oft zwecklos ist; der Patient sich mit dem Gedanken «das will ich nicht hören» wegdreht.
Hausärzte können Ihnen ein Liedlein singen, wie oft sie - zu Beginn - Ernährung zum Thema machten, um dabei mit einem müden «Lächeln» abgespiesen werden. 98% der Patienten signalisieren, dass man bei ihnen das Thema 'Ernährung' «vergessen» kann - und die Ärzte vergessen es dann eben auch. Reflexartig zücken sie nur noch den Rezeptblock (fürs Diabetes-, Blutdruck-, Schmerz-Medikament). PS: Ich bin Arzt.
Stephan Kühne, am 18. November 2020 um 22:06 Uhr
Vielen Dank für diesen Beitrag, ein wichtiges Thema! Wie schon von Dr. Schmiedel ausgeführt, ist der Hinweis auf die Toxizität irreführend und verunsichernd. Die Empfehlung zur Vorsorge (nur Mangel-Verhinderung) in der Schweiz (EEK) ist 600 IE für 3-59 Jahre, 800 IE für alle 60+ Jahre. Die sichere Langzeitdosis laut EFSA ist 4000 IE pro Tag und die NOAEL-Dosis (keine Nebenwirkungen) lt EFSA ist 10000 IE. Die Haut produziert ca. 10000-20000 IE an einem sonnigen Tag. Seit Juni ´20 sind in freiverkäuflichen NEM bis 2800 IE erlaubt. 500 IE täglich bekommen alle Babys !!! Bitte korrigieren Sie das bald. Vielen Dank.
Christina Del Prete, am 29. November 2020 um 16:31 Uhr

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