Ein Medizinprofessor im Wutbürger-Modus

Jürg Müller-Muralt © cc
Jürg Müller-Muralt / 23. Mai 2020 - Die Wut siegt über die Argumentationsstärke. Eine Replik zum Artikel «Die Katastrophenszenarien waren offensichtlich falsch».

Prof. Dr. med. Urs Scherrer musste offenbar grossen Ärger loswerden, als er seinen Gastbeitrag zur Corona-Pandemie für die NZZ vom 15. Mai 2020 verfasst hat, der tags darauf leicht gekürzt auch bei Infosperber erschienen ist. Die argumentative Stringenz hat unter der Verärgerung allerdings in einem Mass gelitten, wie es für einen Medizinprofessor ungewöhnlich ist. Im Folgenden einige Beispiele.

Virus nur «mässig gefährlich»?

«Da tritt ein neues Virus auf, mässig gefährlich, keine Pest». Die Pest ist es nicht, aber ob der Erreger wirklich nur «mässig gefährlich» ist, bleibt abzuwarten. Vieles rund um das Corona-Virus ist medizinisch noch unsicher, es häufen sich zum Beispiel Berichte über Unklarheiten im Bereich der Spätfolgen bei Genesenen. «Wir vermuten, dass Covid-19 nicht nur zu fürchterlichen Akutschäden, sondern auch zu Folgeerkrankungen führt. Wir wollen daher möglichst alle Patienten aus Schleswig-Holstein mit überstandener Corona-Infektion über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nachuntersuchen», sagte Joachim Thiery, Vorstand für Forschung und Lehre am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, am 18. April 2020 zum Nachrichtenmagazin Spiegel. Die deutsche Bundesregierung hatte zuvor ein Covid-19-Forschungsnetz der deutschen Universitätsmedizin ins Leben gerufen; das Klinikum in Schleswig-Holstein hat für die geplante Erforschung der Langzeitfolgen von Corona-Infektionen den Aufbau einer Corona-Biobank konzipiert.

«Wir wissen, dass Covid-19 eine Systemerkrankung ist; es mehren sich Berichte beispielsweise zu neurologischen Störungen und Schädigungen des Herzens. Über die Ursachen und die Bekämpfung dieser Folgeschäden wissen wir praktisch noch nichts.» Es sei zu befürchten, dass man auch Jahre nach einer überstandenen Corona-Infektion einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erleide, der im Zusammenhang mit Covid-19 stehe, sagt Thiery: «Die überschiessende Entzündung verursacht bei manchen Corona-Patienten schwere Schädigungen der inneren Aderhaut, die Mikrogerinnsel auslösen könnten, auch Blutdruckregulation und Leber sind betroffen.» Es bleibt also vorerst unklar, ob das Virus wirklich «nur mässig» gefährlich ist.

Regierung «in Panik»?

«Die ratlose Regierung verfällt in Panik und erklärt den Notstand». Ob die Regierung tatsächlich in Panik war, können wir objektiv nicht wissen; es spricht aber einiges dagegen. Sie hat nicht von einem Tag auf den anderen den Notstand ausgerufen, sondern ist etappenweise vorgegangen; die ausserordentliche Lage wurde als letzte Stufe angeordnet. Zudem wurden beispielsweise Massenveranstaltungen eher zögerlich und eher spät verboten, also nicht panikartig.

Die Sache mit der Akzeptanz

«Das Volk kuscht, die Freiheit ist bloss noch eine Erinnerung». (…) «Die Bilder der Särge auf abtransportierenden italienischen Militärlastwagen führten zur plötzlichen und widerspruchslosen Akzeptanz von Notrechtsmassnahmen europaweit». Diese Aussagen sind gleich in mehrfacher Hinsicht problematisch. Zum einen bietet sich der Medizinprofessor als Stichwortgeber der eigenartigen Samstagsdemonstrationen an; das sei ihm unbenommen. Doch woher genau kennt Scherrer die Kausalität zwischen den Militärlastwagen und der Akzeptanz von Notrechtsmassnahmen? Natürlich können Bilder Reaktionen auslösen. Könnte es aber nicht sein, dass hinter der breiten Akzeptanz auch Einsicht in die Notwendigkeit dieser Massnahmen steckt? Vielleicht zeigt sich wahre Freiheit in gewissen Situationen – wie einer Pandemie – eben auch als «Einsicht in die Notwendigkeit», wie es der deutsche Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel formulierte. Als Einsicht also, unveränderbare Gegebenheiten, wie es dieses Virus und die damit verbundenen Vorsichtsmassnahmen nun einmal sind, zu akzeptieren.

Polemik in Reinkultur

«Lemmingen gleich verordnen Politiker die überall gleichen Massnahmen». Diese Aussage ist sachlich falsch. Die Massnahmen waren und sind ziemlich unterschiedlich, sowohl zwischen den Staaten als auch teilweise innerhalb der Länder. So kannte etwa die Schweiz nie ein totales Ausgehverbot wie andere Staaten.

«Ist es das uneingestandene Ziel der Regierung, unter horrenden Qualen und Kosten für das Volk einigen App-Entwicklern Studien zu ermöglichen?». Diese rhetorische Frage von Scherrer ist Polemik in Reinkultur.

Kollegenschelte

Epidemiologen sind für Scherrer die «Apparatschiks der modernen Medizin». Dass innerhalb eines Wissensgebiets die einen Spezialisten den anderen Spezialisten Ignoranz, Unfähigkeit und Schlimmeres vorwerfen, ist nicht ganz neu. Solche Vorhaltungen lassen Fairness vermissen und zeugen nicht immer von einem Übermass an interdisziplinärem Verständnis.

Was heisst hier «Risikoaversion»?

«Der Kampf gegen die neue Pandemie, deren Verlauf niemand kennt, erfordert Entscheide auf unsicherer Grundlage. Risikoaversion ist keine wünschenswerte Eigenschaft für Politiker in Krisenzeiten». Dass Entscheide auf unsicherer Grundlage gefällt werden mussten und wohl weiterhin müssen, hat der Bundesrat immer wieder in der einen oder anderen Form kommuniziert. Er hat Entscheide auch angepasst und präzisiert. In einigen Fällen ist die Kommunikation widersprüchlich oder unklar (Stichwort Gesichtsmasken); das wird in den Medien auch breit thematisiert – zu Recht. Es geht hier um Lernprozesse in einem Gebiet mit vielen Unbekannten. Doch mit Risikoaversion hat das nichts zu tun, sondern eben mit der dynamischen Entwicklung der Pandemie. Schliesslich ist der Bundesrat mit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage und den damit verbundenen Massnahmen ein grosses politisches, wirtschaftliches und soziales Risiko eingegangen. Wo ist da die Risikoaversion?

Die Falle des Präventionsparadoxes

Und zum Schluss noch dies: Zu allem Überfluss tappt der Herr Professor auch noch in die Falle des Präventionsparadoxes. Aus den nicht überlasteten Intensivstationen schliesst der Meisterdenker Scherrer messerscharf: Die «gemalten Katastrophenszenarien waren offensichtlich falsch». Man wird dereinst, beim Vorliegen gesicherter Erkenntnisse, vielleicht einmal feststellen, dass einige Massnahmen unnötig oder zumindest überzogen waren. Aber diese Erkenntnisse müssen durch die Entwicklung der Dinge und durch Forschung erst einmal auf dem Tisch liegen. Heute schon Behörden und Institutionen zu diffamieren, die uns höchstwahrscheinlich durch harte Massnahmen vor diesem Katastrophenszenario bewahrt haben, ist nicht nur intellektuell unredlich, sondern auch ein Fehlschluss – weil ja gerade die Prävention grossen Anteil daran hatte, Schlimmeres zu verhindern.

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28 Meinungen

Danke für die Replik. Ich bin froh, dass die Aussagen des «Medizinprofessors» nicht einfach so im IS stehen geblieben sind. Und eine Diskussion möglich ist.
Markus Scheuring, am 23. Mai 2020 um 12:05 Uhr
Danke! Ich bin sehr erleichtert über die Kritik von Jürg Müller-Muralt am Artikel von Prof. Urs Scherrer, der mich massiv irritiert hat. Irritiert hat mich auch, dass dieser Artikel von infosperber zur Publikation akzepiert worden ist. Ich bin gerade am Lesen des Buches von Laura Spinney «1918 - Die Welt im Fieber». Sie schrieb die Geschichte der Spanischen Grippe vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Prof. Scherrer sollte das Buch lesen, bevor er weitere Artikel publiziert, wie den von Herrn Jürg Müller-Muralt kritisierten.
Martin Walter, am 23. Mai 2020 um 12:33 Uhr
Was aber zu denken gibt, sind die neuesten Meldungen aus Schweden,
dass „nur“ 7.8% der Stockholmer Bevölkerung Antikörper gebildet haben sollen.

Wie ist so ein tiefer Wert überhaupt möglich ?
Kein Lockdown. Keine übermässigen Massnahmen.

Ist dies DER Beweis, dass die Basisreproduktionszahl des Covid19 so Tief ist, dass eine Aussage wie diese von Prof. Scherrer zutrifft.
„ ... jegliche Massnahmen, verlängern die Corona–Pandemie“ ?
Jacques Marchand, am 23. Mai 2020 um 12:34 Uhr
Sollte man nicht weltweit verhungernden Kindern genau solche Aufmerksamkeit zukommen lassen? Diese Kinderopfer sind weit aus höher als die der Pandemie.
Aber Kinder haben keine Lobby. Nach wie vor geht dieses System über Leichen. Und auffällig ist, es sind meistens die Armen, die Schwachen, die, die keinerlei Reserven haben. Die tatsächliche, politische Elite-Pest, die um die Welt rast, heißt «Ausbeutung des Menschen durch den Menschen». Das Überleben der Menschheit ist eine weltweite Systemfrage und sie wird noch viel, viel mehr Opfer fordern, denn die Natur selbst tritt jetzt in den Ring, um zu kämpfen. Nehmt eure Scheuklappen ab und seht wo die Welt bereits brennt. Ergreift Maßnahmen! - um zuerst die Kinder zu retten.
Rainer Fabel, am 23. Mai 2020 um 12:51 Uhr
Ich schätze es sehr, dass Sie in Infosperber kritische Betrachtungen wie diese über bei Ihnen veröffentlichte Artikel bringen. Das fördert eigenes Abwägen und ermutigt, dem Respekt vor dem Nichtwissen Raum zu geben, statt allzuschnell auf vorgegebene Wahrheiten aufzuspringen. Danke!
Alexander Lanz, am 23. Mai 2020 um 13:59 Uhr
Danke! Diese Replik war überfällig. Ich teile die Kritik an den Scherrerschen Argumenten, die am Schluss seines Artikels auch noch peinlich in nicht sehr intelligenten Stolz an Trotzhandlungen übergehen.
Und: Wie kommt ein socher Gastbeitrag überhaupt in Infosperber, der sich doch - gerade in den letzten Tagen - rühmt da nur journalistisch erfahrene Autoren zu beherbergen?
Armin Grossenbacher, am 23. Mai 2020 um 14:59 Uhr
Vielen Dank! Das - mit Abstand! - beste was auf INFOsperber zu diesem Thema zu lesen war. IMO.
Stephan Kühne, am 23. Mai 2020 um 15:34 Uhr
Prof. Dr. med. Urs Scherrers Kritik an der Handhabung der Corona-Krise war nicht nur berechtigt, sie war notwendig. Nachdem zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein fast weltweites Lockdown verordnet wurde, das zur grössten Wirtschaftskrise seit den 20-ziger Jahren geführt hat, ist eine Manöverkritik absolut notwendig. Wieso hat man die gesunden, nur leicht gefährdeten Menschen unter 65 J. eingesperrt, während man die hoch Gefährdeten über 65-Jährigen schlecht schützte? Und das bei einer Grippe-ähnlichen Sterberate. 95% der Verstorbenen waren über 65 und über die Hälfte von ihnen starben in schlecht ausgerüsteten Altersheimen, auch in der Schweiz. Das muss doch analysiert und besprochen werden. Schliesslich geht es doch darum, Lehren aus diesem Fiasko zu ziehen.
Dass die Pandemie-Panik durch eigenartige Prognosen und die mediale Ausbreitung dieser Prognosen verursacht wurde, dürfte unbestritten sein. Bill Gates' Stiftung, Johns Hopkins und WEF prognostizierten 3 Monaten vor Ausbruch des Coronavirus 65 Millionen Toten bei der nächsten Pandemie und das Imperial College in London sagte 40 Millionen Tote bei Covid-19 voraus. Dass die Fotos von Leichentransporten, Friedhöfen, offenen Gräbern, Patienten auf den Böden von Klinikgängen liegend, Särgen, Toten auf den Strassen von Wuhan und Guayaquil, die Panik verstärkt haben, dürfte auch klar sein.
Pedro Reiser, am 23. Mai 2020 um 15:35 Uhr
Den Satz «Der Kampf gegen die neue Pandemie, deren Verlauf niemand kennt, erfordert Entscheide auf unsicherer Grundlage. Risikoaversion ist keine wünschenswerte Eigenschaft für Politiker in Krisenzeiten», kann man wohl unterschiedlich interprätieren.

Der Bundesrat hat klar Führungsfähigkeit bewiesen und in unsicheren Lagen klare Entscheide gefällt und entsprechend kommuniziert. Gleichzeitig wurden aber auch von diversen «Experten» weitergehende Forderungen gestellt im Wunsch wohl auch alle Restrisiken auszuschliessen. Insbesondere die Maskendiskussion -- analog zur Diskussion z.B. in Frankreich -- wurde immer wieder bemüht, um mögliche Fehlentscheide zu «eruieren». Hätte nicht der ruhende Pol D. Koch die Diskussion auf den Boden der Realität zurückgebracht, hätten sicher einzelne tendenziös formulierte Journalistenfragen zu weiteren Verunsicherungen geführt.

In der Zwischenzeit hat aber die Kommunikation einiges an Qualität und Transparenz gewonnen, wenn auch Mystifikationselemente, wie der Reproduktionsfaktor «R» - Teil überlebter und z.T. importierter Pseudowissenschaft - zu Zweifeln an der Qualität der Analyse der Covid-Evolution führen können.

Wenn täglich kumulierte Werte aller erfassten Fälle und Hospitalisierungen gegeben werden, weil das ein amerikanisches Institut so vorrechnet, aber keine Angaben zu Spitalentlassungen bzw. negativen Test nach Hospitalisierung vorliegen, so wird eben auch ein Teil der Verunsicherung ausländischer Berichterstattung mitverbreitet.
Josef Hunkeler, am 23. Mai 2020 um 16:32 Uhr
Danke an Jörg Müller-Muralt für diesen Beitrag. Er gibt meinen Eindruck beim Lesen des NZZ- Artikels von Prof. Scherrer hervorragend wieder. Weshalb IS diesen übernahm, hatte mich erstaunt (IS sieht, was andere übersehen?).
Die Wortwahl Scherrers schien mir völlig deplaziert und verräterisch: «offensichtlich falsch», «Deckmäntelchen», «Das Volk kuscht», «Lemmingen gleich», Epidemiologe sind «Apparatschiks» die zu «Propheten mutieren». Dass Scherrer dann selber prophezeit, «die Maßnahmen verlängern die Dauer der Pandemie», hat zur Widersprüchlichkeit seines Artikels beigetragen.
Jean-Pierre Wolf, am 23. Mai 2020 um 17:49 Uhr
Wahrscheinlich musste Urs Scherrer tatsächlich einigen Ärger loswerden, als er den besagten Artikel schrieb. War er deswegen im Wutbürger-Modus?
Aus dem Artikel von Jürg Müller-Muralt lese ich auch einigen Ärger heraus, nicht über die schweizer Behörden, sondern über Urs Scherrer. Ist Jürg Müller-Muralt also auch im Wutbürger-Modus?
Ist ein wütender Bürger ein Wutbürger? Ein beträchtlicher Teil der Klimademonstranten ist ziemlich wütend auf die etablierten Politiker. Sind das Wutbürger? Unter den Initianten der Konzernverantwortungsinitiative gibt es wohl etliche, die wütend auf die Multis und ihre Kumpel in der Politik sind. Wutbürger? Ich will mich da gar nicht ausnehmen, auch ich bin manchmal wütend, und so geht es wohl den meisten von uns. Hat der Begriff «Wutbürger» überhaupt eine Bedeutung, oder ist er einfach ein Schimpfwort, das gerade Mode ist?
Daniel Heierli, am 23. Mai 2020 um 18:25 Uhr
Bei der Nachlese dieses Artikels ist mir noch dieser Satz besonders aufgefallen:

"Heute schon Behörden und Institutionen zu diffamieren, die uns höchstwahrscheinlich durch harte Massnahmen vor diesem Katastrophenszenario bewahrt haben, ist nicht nur intellektuell unredlich, sondern auch ein Fehlschluss – weil ja gerade die Prävention grossen Anteil daran hatte, Schlimmeres zu verhindern."

Ich bin einverstanden, dass Kritik an Behörden, welche nach bestem Wissen.. gehandelt haben, unangebracht ist. Nicht desto trotz sollten wir vorsichtig mit Schlussfolgerungen von der Wirkung von Präventionsmassnahmen sein.

Präventionsmassnahmen wirken, weil sie wirken ... oder weil die Gefahr gar nicht bestand.

Mein Freund Takahiko erzählte mir immer wieder die Geschichte des Engländers, der auf der Zugreise durch Sussex Toilettenpapier aus dem Fenster warf. Angeblich, um Elephanten zu vertreiben. Auf die Frage nach der geistigen Frischheit, sagte der befragte «Haben Sie Elephanten gesehen ? Meine Massnahme wirkt !"

Wenn immer wir Resultate von Präventionsmassnahmen vorwegnehmen, sollten wir uns fragen, ob da wirklich Elephanten zu erwarten wären. Und wir sollten auch abschätzen, ob die gewählten Massnahmen im Lichte der befürchteten Folgen als angemessen zu betrachten seien.

Ich habe kein Problem daran zu glauben, dass der Bundesrat diese Abwägung korrekt gemacht hat. Bei gewissen nachfolgenden Massnahmen habe ich manchmal so meine Bedenken.
Josef Hunkeler, am 23. Mai 2020 um 21:07 Uhr
Nein, Urs Scherrer dreht nicht unberechtigterweise im Wutmodus. Wenn viele der Co-Kommentatoren erleichert über die Replik sind, was kann das uns sagen? Dass sie sich im 'survival'-Modus befinden. Da haben es (sachliche) Argumente schwer. Ich stimme mit Urs Scherrer überein, dass wir als Gesellschaft uns nicht mehr mit den Risiken des Lebens befassen (wollen) – also 'risikoavers' sind. Wir dürfen mit klarem Kopf uns fragen, was uns lieber ist, in Angst (vor dem Erreger) zu leben oder die Wirklichkeit uns anzusehen. Zuerst gilt es aber den 'survival-mode' zu beenden. Ich kann verstehen, wenn (medial aufgescheuchte) Politiker nichts anbrennen lassen wollen. Doch seit Ostern zeigen die Zahlen klar, wohin die Reise geht und dass die Ansteckungsgefahr vorerst vorbei ist. Seit dann hätte man die Massnahmen zurücknehmen können. Es zeigt sich inzwischen, dass das Virus nicht gefährlicher als ein Grippevirus ist, aber sich anders verhält, dass heisst, es benutzt höchstwahrscheinlich die Gefässe zur Selbstreplikation. Es zeigt sich aber auch, dass die Überlebensrate zwischen 99,92% und 99,98% liegt. Wovor haben wir also Angst? Sind wir eine traumatisierte Gesellschaft, die sich so einfach triggern lässt? Ich muss dies leider aus der Erfahrungen der letzten Wochen bejahen. Dies macht mich nicht besonders zuversichtlich. Welcher Umgang mit Gesundheit wollen wir? Ein selbstverantwortlicher oder ein fremdbestimmter?
Andreas Hagenbach, am 23. Mai 2020 um 22:47 Uhr
Herr Scherrer ist nicht rechtsgelehrt, aber dennoch ist sein verschobenes Verständnis von “Freiheit“ bedenklich. Wenn die Regierungen gemäss Gesetz einen zeitlich begrenzten Notstand ausrufen, so ist das in keiner Weise ein Angriff auf die Freiheit. Wenn es einer wäre, dann wäre das Problem ebenfalls nicht die Regierung, sondern das Gesetz welches sie zu solchem Handeln ermächtigt. Wir sollten uns hüten die rechtstaatliche Demokratie als Anarchie zu misinterpretieren. In der Anarchie besteht Freiheit darin dass keine Autorität dem Individuum etwas vorschreiben darf. In der liberalen Demokratie besteht Freiheit darin, dass jeder die beschränkende Autorität kritisieren darf, und dass das Handeln der Autorität auf legitimierte Gesetze basieren muss. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Harald Buchmann, am 24. Mai 2020 um 05:07 Uhr
Wovor haben wir Angst?
Vielleicht vor den Spätfolgen bei überstandener Erkrankung, die, je mehr man es erforschen kann, umso mehr Organe zu befallen scheint?
Man weiss praktisch nichts über die Wirkungen des Virus, aber eine «einfache Grippe» greift nicht den ganzen Körper an, schädigt nicht neben der Lunge auch noch den Darm, das Herz, das Hirn, und vielleicht noch mehr.
Oder muss es erst die eigene Grossmutter sein, die jämmerlich erstickt, weil man ihr auf der überlasteten Intensivstation nicht helfen kann?
Oder doch der eigene Sohn, der nach seinem Töffliunfall verblutet, weil die Kapazitäten nicht ausreichen?
Im Nachhinein zu urteilen, was übertrieben war, ist leicht, das wäre es auch gewesen, hätte man keine harten Massnamen verhängt.
In dem Fall hätten die ach so Klugen aber auch Recht gehabt, dass der unfähige BR nicht schnell und konsequent genug reagiert hätte.

Alle Länder reagieren ähnlich, sie müssen fremdgesteuert sein. Oder sind sie vielleicht nur zu ähnlichen Einsichten gelangt? Gerade die ach so böse globale Elite hatte wohl am wenigsten Freude an den Einschränkungen, aber irgendein personifiziertes Böses braucht es wohl immer.
Endre Sutus, am 24. Mai 2020 um 09:44 Uhr
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Müller-Muralt,
gestatten Sie mir als Laie die Frage, ob es nicht Gründe geben könnte, dass ein simpler Steuerzahler zum Wutbürger werden kann. Wenn ich mich nachts im Bette wälze, ob ich meine Frau, mit der ich 61 Jahre verheiratet bin, die als Vertriebene aus Hinterpommern (Virchow), den letzten Weltkrieg noch erleben musste, einem Spital übergeben dürfe, auf die Gefahr hin, dass ich sie nie, nie mehr lebend wiedersehen könnte, weil aus Spitälern hier, Gefängnisse gemacht wurden. Gesundheit ist ein wertvolles Gut, aber nicht das einzige.
Wer nur soll Ihren Lehrstuhl, Ihre Gage, bezahlen, wenn Sie es zulassen, dass die Wirtschaft durch inkompetente Politiker zerstört wird ? In der ganzen elenden, widersprüchlichen Auseinandersetzung von lauter hochdekorierten Fachexperten, sowie den Anordnungen von unzähligen, vielen blödsinnigen Verordnungen, vermisse ich eine wichtige Fakultät, die Astro-Physik, das ist derjenige Bereich, der mich DEMUT lehrt. Deswegen darf man auch den Medizinern nicht die Macht alleine überlassen.
mit hochachtungsvollen Grüssen
Theo Speck
Theo Speck, am 24. Mai 2020 um 11:03 Uhr
Inhaltlich hat Urs Scherrer im wesentlichsten Punkten der unverhältnismässigen Massnahmen und der übertriebenen Gefährlichkeit absolut recht. Prof Püschel hat fast 200 Tote mit Corona obduziert: praktisch alle mit schweren Vorerkrankungen (BAG>97%). Zitat: „Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht“, sagt der renommierte Rechtsmediziner damals. „Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird.“ Dies bestätigen folgende Studien auf Todesfälle MIT Corona. dänische: 0.16% ( https://deutsch.rt.com/gesellschaft/101140-danische-studie-corona-virus-angeblich/) am genausten da auf den Antikörpertest bezogen. Heinzberger Studie (https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020): 0,37%. Stanford: 0,12 bis 0,2%.
Zu den Massnahmen: Herr Gasche hat hier in einem Artikel nachgewiesen, dass die Ansteckungsrate vor den Massnahmen zurückging ohne Verstärktung durch die Massnahmen! Hier noch ausführlicher: https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-begruendung-der-corona-massnahmen/.
Unterstützung des Bundes inkl Kredite (ob der Bund oder die Wirtschaft es schlussendlich zahlt, irgendwie zahlen wir es alle): 100 Milliarden. Das ergibt 25000.- pro Haushalt. Dazu gibt es Kosten, für die kein Darlehen gewährt wird und zukünftige Folgekosten. Die Gesamtkosten liegen sicher über 50000 pro Haushalt!!
Beat Schärer, am 24. Mai 2020 um 11:16 Uhr
@Theo Speck: Sie scheinen etwas zu verwechseln, denn Sie sprechen mich in Ihrem Meinungsbeitrag irrtümlicherweise mit «Prof. Dr. Müller-Muralt» an. Ich bin weder «Prof.» noch «Dr.». Da ich auch keinen Lehrstuhl und keine entsprechende Gage beziehe, betrachte ich Ihre an mich gerichtete Frage als gegenstandslos: «Wer nur soll Ihren Lehrstuhl, Ihre Gage, bezahlen, wenn Sie es zulassen, dass die Wirtschaft durch inkompetente Politiker zerstört wird ?"
Jürg Müller-Muralt, am 24. Mai 2020 um 11:44 Uhr
"Wir wollen daher möglichst alle Patienten aus Schleswig-Holstein mit überstandener Corona-Infektion über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nachuntersuchen"

Wie wäre es, wenn man bei neuen Medikamenten und Impfungen auch so gründlich und sorgfältig vorgehen würde und alle Patienten welche damit behandelt wurden auch 10 Jahre lang auf Nebenwirkungen und Erkrankungen in Zusammenhang mit der Behandlung testen würde?

Und Corona Tests testen Personen auf das Virus, aber wer testet die Tests auf Tauglichkeit und Zuverlässigkeit?
In Tansania wurden verschiedene Corona Tests durchgeführt. So an einer Ziege, einer Papaya und gar Mororenöl, wobei die Testergebnisse Corona positiv waren.

Nun ist auch viel von Verschwörungstheorien die Rede, vor allem über Bill Gates und gar von Antisemitismus ist die Rede.

Aber wenn man folgendes berücksichtigt darf man sich nicht wundern:
Gates sonderbare Aussage zu Klima und CO2:

„Heute leben 6,8 Milliarden Menschen, und es schreitet auf 9 Milliarden zu. Wenn wir sehr erfolgreich bei neuen Impfstoffen, der Gesundheitsversorgung und Reproduktionsmedizin sind, könnten wir das wohl um 10 bis 15 Prozent senken.“
Aussage ca. ab 4min:

https://www.youtube.com/watch?v=JaF-fq2Zn7I

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu will digitale Überwachung. Infizierte in Israel werden digital überwacht, gar Kreditkartenzahlungen werden überwacht.

https://kurier.at/politik/ausland/coronavirus-infizierte-in-israel-werden-digital-ueberwacht/400784300
Paolo Ermotti, am 24. Mai 2020 um 12:33 Uhr
Danke Jürg Müller für diese intelligente Kritik. Das Gerede von Urs Scherrer kann nur unter der Titulierung wie «Professor Dr.» eine breitere Aufmerksamkeit erlangen. Ist seine Schlagzeilen-Sprache eine neue konstruktive wissenschaftliche Lösung?
Adam Baumgartner, am 24. Mai 2020 um 14:04 Uhr
@Buchmann: Genau das macht Herr Scherrer, die beschränkende Autorität kritisieren, er verletzt sie ja nicht.
Dazu beruht das Handeln der Autorität eben (zumindest aus seiner und aus wissenschaftlicher Sicht) nicht auf den Gesetzen. Denn wie erwähnt und anderswo auch belegt, ist es kein Notstand und die Beschränkung deshalb nicht verhältnismässig.
Beat Schärer, am 24. Mai 2020 um 18:38 Uhr
Danke, Jürg, für diese nötige Richtigstellung! Fritz
Fritz Vollenweider , am 24. Mai 2020 um 22:01 Uhr
Herr Ermotti, man sollte sich schon das ganze Interview anschauen und auch zuhören.
Der Gedanke ist der, das Impfungen weniger Todesfälle im Kindesalter bedeuten und so die Menschen, um für das Alter vorzusorgen, weniger Kinder in die Welt setzen müssen, die sie dann ernähren können. So wie eben in der westl. Welt mit dem steigenden Wohlstand die Geburtenrate zurückging.
Bis ins Alter Gesunde in einer friedlichen Gesellschaft mit guter (med.) Infrastruktur brauchen weniger Kinder, diese «kosten» in so einer Gesellschaft sehr viel mehr (fragen sie junge Eltern in CH, gern auch Alleinverdiener und -erzieher). Wenn das ökologisch möglich ist, senkt Wohlstand für Alle die Geburtenrate und lässt damit die Weltbevölkerung weniger schnell steigen.
Nebenbei vermindert er die Abhängigkeit von Frauen gegenüber «dem Ernährer», da sie ihre Kinder weit seltener im Stich lassen, als das Männer tun, und nimmt auch diesen den Druck, in alte Rollenbilder zu passen.

Schönen Abend, am liebsten ohne böse Hintermänner.
Endre Sutus, am 24. Mai 2020 um 23:22 Uhr
»...weil ja gerade die Prävention grossen Anteil daran hatte, Schlimmeres zu verhindern."

So so?

Herr Muralt ignoriert all die frühen Aufklärer wie Dr. Wodarg, welcher nach einem viel beachteten Bericht medial regelrecht gehetzt und fertig gemacht wurde
https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-panikmacher-isolieren

Herr Muralt ignoriert, dass von Anfang an Bilder von Särgen in Italien konstruiert wurden, die sich im Nachhinein als Fälschung und leer entlarvten.

Herr Muralt ignoriert, dass das BAG und der Bundesrat, sowie auch das RKI und die deutsche Regierung von Anfang an mit manipulativen, unseriösen Statistiken den Lockdown und das asoziale Social Distancing rechtfertigten.

Herr Muralt ignoriert, dass von Anfang an die Todesfallstatistik unseriös und zu hoch waren, da nicht unterschieden wurde, ob jemand mit oder am Coronavirus gestorben ist.

Herr Muralt ignoriert, dass die Exekutive mit all diesen manipulativen und unseriösen Bedingungen versucht, das Notrecht in ordentliches Recht zu wandeln und Tracing Apps ein zu führen.

Herr Muralt ignoriert, dass die aktuelle Fallzahl nicht mehr von der Messungenauigkeit zu unterscheiden ist (also genauso gut null sein könnte) und trotzdem nach wie vor das antisoziale Social Distancing gilt.

Herr Muralt ignoriert, dass die Massnahmen unserer Gesellschaft nachhaltigen Schaden zugefügt haben und wohl noch weiter zufügen wird.
Stöckli Marc, am 25. Mai 2020 um 09:42 Uhr
@Christian von Burg
Eine Richtigstellung
Sorry, aber die Kleinschreiber sorgen ständig für Verwirrungen und kennzeichnen damit ihre anarchistische Regellosigkeit.
Ihr Satz: „bitte auch in der krise nicht zum gesinnungsethiker werden.“,
suggeriert genau das Gegenteil von Vernunft und Logik. Denn gerade in Krisenzeiten ist die Ethik der Gesinnung und Besinnung nötiger als sonst irgendwann und das Ethische sollte auch immer über das Politische hinausgehen.
Rainer Fabel, am 25. Mai 2020 um 09:59 Uhr
guten Abend, Herr Jürg Müller,

verzeihen Sie mir bitte, dass ich Sie irrtümlich mit akademischen Titeln angesprochen habe, Wutbürger-Modus eben. Ich bin und bleibe, mit 82 Jahren leiste ich mir das, ebenSubjekt und niemals Objekt.
Sachlich, mit dem Inhalt meiner Meinungsäusserung, hatten die Titel nichts zu tun. Die nahe Zukunft wird uns wohl wieder bestätigen, wie recht Brecht hatte, ''zuerst das Fressen, dann die Moral'', leider.
Jedoch, ich will mich nicht mit Ihnen balgen, lediglich ein wenig Respekt, das wünschte ich mir schon.

mit freundlichen Grüssen, bleiben Sie gesund,
Theo Speck
Theo Speck, am 25. Mai 2020 um 15:46 Uhr
Ich finde es sehr aufschlussreich, wenn ein wütender Autor dem anderen «Wutbürger» vorhält.
Und was die Stringenz betrifft: Dr. med. Scherrer hat mich voll überzeugt.
Maurice Mueller, am 25. Mai 2020 um 16:21 Uhr
Sehr geehrter Herr Müller-Muralt,
vor einigen Wochen hatte ich in einem Leserbrief auf folgendes Dokument hingewiesen, dass offensichtlich für das BMI der BRD erstellt wurde:
https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/
Da es auf mehreren als seriös geltenden Portalen veröffentlicht wurde und auch in Auszügen im ÖR der BRD zitiert wurde, kann man von Authenzität ausgehen.
Leider haben Sie es offensichtlich nicht gelesen.
Ich weise noch einmal auf folgende im Dokument enthaltene Punkte hin:
Kommunikation des Worst Case Szenario,
das prognostizierte Low Case Szenario ("Hammer and Dance"): ca. 1 Mio Ansteckungen, 12.000 Tote (hier sollte man beachten: der Leiter des RKI, Prof Wieler; erklärte Anfang April auf einer seiner tägliche Pressekonferenzen, auf Nachfrage, dass jeder Verstorbene, welcher zuvor positiv auf das Virus getestet wurde, als Corona-Toter gilt, dem ist die Stellungnahme des Hamb. Rechtsmed. Prof. Püschel gegenüberzustellen, welcher als erster - entgegen dem Rat des RKI! - positiv auf das Virus getestete obduzierte)
die empfohlene Brutalität mit der auch Kinder auf Linie gebracht werden sollen (S. 13)
Sie finden hier natürlich noch mehr.
Dass Sie Prof. Scherrer Polemik vorwerfen, finde ich lustig ("Meisterdenker").
Auch Ihre Kritik an Scherrers Kollegenschelte ist etwas irritierend. Erleben doch gerade Internetauftritte von Bhaqkdi, Wodarg, Shiva u. a. Zensurmaßnahmen und öffentliche Verleumdung als Verschwörungstheoretiker.
Thorsten Bergner, am 26. Mai 2020 um 01:45 Uhr

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