Die Zahl der Menschen stieg im Laufe des Lebens von Wolf Schneider von 2 auf 7,7 Milliarden © GradeMiners

94-Jähriger: «Eine letzte Warnung, bevor alles zu spät ist.»

Urs P. Gasche / 22. Sep 2019 - Wir seien zu viele Menschen und «vermüllen, zertrampeln, vergiften die Erde, als hätten wir eine zweite», schreibt Wolf Schneider.

Für einen radikalen Konsumverzicht würden sich weder Rechte noch Linke einsetzen, kritisiert der deutsche Sachbuchautor und Sprachkritiker Wolf Schneider. Tatsächlich versuchen Regierungen und Notenbanken mit allen Mitteln, das Wachstum des Bruttoinlandprodukts BIP weiter anzukurbeln. Das BIP ist nichts anderes als die Summe des Konsums in Euro, Franken oder Dollar.

Noch mehr Konsum, Verschwendung und Vermüllung sei die einzige Möglichkeit, Arbeitsplätze, Renten und Wohlstand zu sichern, machen uns Politiker und Konzernvertreter weis. Doch die verschwenderische Lebensweise in den Industriestaaten bleibt überhaupt nur noch einige Zeit möglich, sofern die meisten Menschen auf unserem Planeten arm und bescheiden bleiben. Sobald jedoch die drei oder vier Milliarden Menschen der sogenannten Dritten Welt ähnlich viele endliche Energiequellen, Rohstoffe, Land und Wasser verbrauchen wollen wie wir und ähnlich viel Fleisch essen möchten wie wir, kollabiert die Versorgung. «An der Endlichkeit der Erde wird die Unendlichkeit unserer Ansprüche zerschellen», formuliert es Wolf Schneider in seinem neuen Büchlein «Denkt doch endlich an die Enkel», mit dem er aufrütteln möchte.

Schon 1961 habe die Weltgesundheitsorganisation WHO gewarnt, dass die Menschheit «in 250 Jahren alles verpulvert hat, was die Natur in 250 Millionen Jahren ansammelte». Die USA allein hätten bis 1961 mehr Rohstoffe verbraucht als bis 1900 die gesamte Menschheit.

Für den 94-Jährigen, der beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 14 Jahre alt war und als Jugendlicher Hitler bewunderte, droht wieder ein Krieg. Zu den klassischen Kriegsursachen sei eine elementare dazu gekommen: «Der letzte Kampf ums Essen, ums Trinken, um Rohstoffe, um den letzten freien Raum.»

Genügend bezahlte Arbeitsplätze und ausreichende Renten für alle könnte man dann vollständig vergessen.

Seine Folgerung: Auf diesem Planeten darf die Weltwirtschaft, der materielle Konsum, nicht weiter wachsen, sondern muss schrumpfen. Dies sei den Milliarden Armen auf Erden allerdings nicht zuzumuten: «Also müssten es die Reichen sein, die das Schrumpfen auf sich nähmen.» Die Realität sehe aber anders aus. In Deutschland sei die Bundesregierung sogar per Gesetz verpflichtet, «für ein stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum zu sorgen».

Viel zu viele Menschen

Neben der Verschwendungswirtschaft in Industriestaaten ortet Schneider das Hauptproblem der kommenden Engpässe und kriegerischen Auseinandersetzungen um Wasser, fruchtbares Land und Ressourcen in der masslosen Bevölkerungsexplosion. Als er Anfang der Dreissigerjahre zur Schule ging, hätten noch zwei Milliarden Menschen den Planeten bevölkert, heute wachse die Menschheit der achten Milliarde entgegen.

Die vielen Menschen in den Industriestaaten lebten schon weit über ihre Verhältnisse. Ihr ökologischer Fussabdruck würde anderthalb Planeten nötig machen. In der sogenannten Dritten Welt nennt Schneider das Beispiel von Nigeria: Noch vor sechzig Jahren lebten dort 32 Millionen Menschen, heute 200 Millionen und im Jahr 2100 sollen es fast eine Milliarde sein – so viele wie um das Jahr 1800 auf der ganzen Erde lebten.

Bald würden sich auf dem armen afrikanischen Kontinent drei Milliarden Menschen drängeln – «lediglich durchs Mittelmeer von nur 700 Millionen Menschen im reichen Europa entfernt». Ganze Heerscharen von jungen, kriegstauglichen Männern «lauern dann auf die Chance zur Invasion». Der alternde Erdteil Europa werde vor der Frage stehen, ob und wie er eine solche Invasion gewaltsam verhindern könne. Es erinnere ihn an die Stadt Byzanz (heute Istanbul), die sich mit überlegenen Waffen und gewaltigen Mauern gegen den Ansturm von Persern, Arabern, Bulgaren und Normannen während 900 Jahren wehren konnte, um dann im Jahr 1453 von den Türken doch gestürmt zu werden.

Das Gegenteil von Afrika fand und findet in Asien statt, schreibt Schneider. Den Anfang habe Japan 1948 gemacht, indem es die Abtreibung legalisierte und die Empfängnisverhütung propagierte. Als vorübergehendes Problem tritt heute die Überalterung auf.

In Indien mit heute fast 1,4 Milliarden Menschen könne sich seit 1959 jeder Bürger kostenlos sterilisieren lassen. 1972 legalisierte Indien die Abtreibung.

Den brutalsten Weg beschritt China, wo Deng Xiaoping im Jahr 1979 die Einkind-Politik einführte, um den wirtschaftlichen Aufschwung des Riesenvolkes nicht durch eine Lawine von Kindern zu gefährden.

Schneider zitiert aus dem Bestsellerbuch «Die Welt ohne uns» von Alan Weisman aus dem Jahr 2007: «Wenn doch alle gebärfähigen Frauen dafür gewonnen werden könnten, nur noch ein Kind zur Welt zu bringen!». Leider thematisiert Schneider nicht, wie er im Rückblick dazu steht, vier Kinder sowie 14 Enkel und Urenkel zu haben.

Radikale Massnahmen nötig

Wolf Schneider kritisiert die Grünen in Europa, dass sie vor nötigen, radikalen Forderungen zurückschrecken. Wer wirklich an die Enkelinnen und Enkel denke, müsse beispielsweise einen Generalstabsplan gegen das Grundübel der allgemeinen Verschwendung ins Auge fassen. Dazu würde ein Zwanzig-Jahres-Plan zur allmählichen, aber unerbittlichen Verteuerung des Stroms und des Benzins gehören – in vielen kleinen Schritten, mit Zeit genug für die Industrie und für uns alle, uns allmählich umzustellen. Alle zwei Jahre eine kleine Verteuerung würde in 20 Jahren Grosses erreichen, meint Schneider.

Doch er macht sich keine Illusionen: «Der Wahlrhythmus der Demokratie lässt den langen Pan, den grossen Wurf nicht zu.» Die deutsche Braunkohle dürfe noch 19 Jahre stinken. Und die gehätschelte Autoindustrie dürfe wie Daimler-Benz einen eckigen Monster-SUV neu auf den Markt bringen, der einen Luftwiderstand habe «wie die Eigernordwand», habe die Süddeutsche Zeitung gespottet. Der Spiegel habe die SUVs «Kampfwagen gegen das Weltklima» genannt.

Quelle: Gabor Steingart: «Das Morning Briefing»

Gegen die «Heiliggssprechung» der Arbeitsplätze

Der Ideologie des unverzichtbaren Wachstums seien auch die Gewerkschaften verfallen, weil sie die Arbeitsplätze heiligsprechen würden, schreibt Schneider. Gewerkschaften betrachteten es als Hiobsbotschaft, wenn das E-Auto «100'000 Arbeitsplätze kosten kann» (Süddeutsche Zeitung), «Klimaziele 150'000 Jobs kosten» (Spiegel) oder clevere Roboter «300'000 Arbeitsplätze bedrohen» (FAZ). Mit dieser Sichtweise dürfte der Staat keine Werbekampagne starten mit der korrekten Botschaft «Leitungswasser – das ideale Getränk für Ihr Kind». Denn das würde Arbeitsplätze in der Getränkeindustrie kosten.

Wenn das Schrumpfen des Konsums weniger Arbeitsplätze nötig mache, stelle sich natürlich tatsächlich die grosse Frage, wovon alle leben sollen. Schneider präsentiert eine einfache Antwort: «Von einem Grundeinkommen. Jeder hätte Anspruch darauf, keiner müsste ihn begründen.»
Das Schweizer Volk konnte über ein Grundeinkommen abstimmen, lehnte es jedoch mit grossem Mehr ab. Die Argumente Pro und Contra sind im Infosperber-Dossier «Bedingungsloses Grundeinkommen» gesammelt.

Schneider nennt es eine «Zwangsvorstellung», dass erst eine Erwerbsarbeit dem Menschen seine Würde verschaffe. Er erinnert an die bekannte Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral: Da fragt der Tourist den Fischer, warum er nach dem Fischen den Nachmittag am Hafen vertrödle, statt noch einmal hinauszufahren und mehr Fische zu fangen. Warum?, fragte der Fischer. Weil er dann mehr verdiene, antwortet der Tourist, also sich ein zweites Boot anschaffen und noch mehr Fische fangen könnte. Warum?, fragt der Fischer. Weil er dann eines Tages vielleicht eine Fischfabrik bauen und noch mehr Geld verdienen könne – um sich schliesslich zur Ruhe zu setzen und müssig aufs Meer zu schauen. Das, sagt der Fischer, mache er jetzt schon.

So fördert die Schweiz das Wachstum der Bevölkerung

Die Schweiz fördert das Bevölkerungswachstum durch Geburten im eigenen Land in mehrerer Hinsicht. Christian Müller hatte dies vor fünf Jahren mit den damaligen Zahlen zusammengestellt:

  1. Um den Frauen die Doppelbelastung aufgrund von Berufsarbeit einerseits und Schwangerschaft und Geburt andererseits zu erleichtern, schreibt das Gesetz vor, ihnen mindestens 14 Wochen Mutterschaftsurlaub zu gewähren. Die Gesamtkosten der Schweiz (Bund, Kantone, Firmen, etc.) für diese – man verzeihe hier die etwas unfreundlich erscheinende Formulierung – «Subventionierung des Kinderkriegens» belaufen sich auf weit über 1 Milliarde Franken jährlich, vermutlich auf deutlich über 2 Milliarden. (Genaue Zahlen stehen nicht zur Verfügung, da die Kosten in verschiedenen Kassen anfallen. Und dass es, wenn schon, ein Eltern- und nicht nur ein Mutterschaftsurlaub sein sollte, ist auch klar. Das steht aber hier nicht zur Diskussion.)
  2. Um den Familien die Ernährung und Erziehung von Kindern zu erleichtern, erhalten die Eltern mit dem Gehalt eine zusätzliche Kinderzulage. Die Lebenserwartung eines Neugeborenen in der Schweiz liegt heute bei ca. 80 Jahren. Also sind ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung oder ca. 1,6 Millionen Menschen zwischen 0 und 16 Jahren alt. Deren Eltern erhalten mindestens 200 Franken pro Monat Familienzulagen. Das sind im Jahr rund 4 Milliarden Franken.
  3. Familien mit Kindern erhalten in vielen Kantonen zusätzliche Steuererleichterungen. Es gibt keine Zahlen, was das den Staat, in dem Fall die ganze Schweiz, in Form von Mindereinnahmen kostet.
  4. Eine unbeachtete «Förderung» des Kinderkriegens basiert auf einem speziellen Fortschritt der Medizin: Immer mehr Eltern, die, aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder kriegen konnten, können sich heute ihren Kinderwunsch mit Hilfe modernster Medizin erfüllen. Genaue Zahlen liegen naturgemäss nicht vor, über die dabei entstehenden Kosten schon gar nicht.
  5. Und auch eine weitere unbeachtete «Förderung» des Bevölkerungswachstums infolge inländischer Geburten basiert auf medizinischem Fortschritt. Heute kommen gemäss Statistischem Amt 0,4 Prozent der Babys als «extreme Frühgeburten», nämlich zwischen der 22. und der 27. Woche der Schwangerschaft, auf die Welt. Babys also, die bis vor kurzem noch keine Überlebenschance hatten und die mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibende Schäden mit ins Leben nehmen. Dazu kommen 0,6 Prozent «sehr frühe Frühgeburten» (28. bis 31. Woche). Allein die Kosten für die medizinischen Massnahmen für Frühgeborene unter 2000g Geburtsgewicht bis zum Gewicht von 3000g, die von der Invalidenversicherung übernommen werden, haben sich in den zehn Jahren von 2003 bis 2013 verdreifacht, von 31 auf 92 Millionen Franken. Sie betrugen zuletzt pro Bezüger knapp 50'000 Franken. Ein Baby im Brutkasten kostet, wie im K-tipp einmal zu lesen war, ca. 3000 Franken pro Tag!

Schön, dass wir Schweizer uns das alles leisten können. Selbstverständlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir medizinisch alles unternehmen, um ein bereits geborenes Geschöpf am Leben zu erhalten. Doch die fünf Punkte sind zu diskutieren.

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Wolf Schneider: «Denkt endlich an die Enkel! – eine letzte Warnung, bevor alles zu spät ist», Rowohlt Verlag 2019, 10.30 CHF.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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11 Meinungen

Das Thema «Bevölkerungswachstum» erheischt eine vorauseilende politische Verortung des Schreibenden, weil sonst die Gefahr einer unzutreffenden politischen Zuordnung besteht: Der Schreibende hat mit den Schreihälsen der Herrliberger Bewegung nichts am Hut (ansonsten lese man «Der Abgang").
Wolf Schneiders Warnung ist nichts beizufügen, aber zum Kasten von Ch. Müller. Die aufgeführten Fördermassnahmen sind - wie Müller anfügt - durchaus diskutierenswert. (Es besteht allerdings wenig Hoffnung, dass dies auch tatsächlich geschehen wird.) Unerwähnt bleibt jedoch die jährliche Nettozuwanderung - die Wirtschaftsmigration -, welche uns jährlich eine neue Stadt in der Grösse Biels beschert. Die Folgen sind unter anderem im Agglo-Brei im Mittelland zwischen St. Gallen und Bern oder auf der Achse Lausanne-Genf zu besichtigen. Und in den Schulzimmern, den Arztpraxen, den Spitälern und in den Bussen, Trams und Zügen dieses Landes oder auf noch mehr Autobahnen - um nur wenige Beispiele zu nennen. Wer ernsthaft die hiesigen Wachstumszwänge bekämpfen will, kommt kaum um die Zuwanderungsfrage herum. Ein Ansatz wäre, jene Menschen, die wir aus humanitären Gründen aufzunehmen haben, rasch und nachhaltig zu bilden und auszubilden, zu integrieren und gleichzeitig auf die Wander-"arbeiter» aus EU und EFTA zu verzichten. Das setzt zwangsläufig die Personenfreizügigkeit aufs Spiel, aber es wäre eine wirksame Schrumpfungsmassnahme (nach Schneider) neben Verzicht auf mehr Konsum und Verschwendung.
Stefan Frey, am 22. September 2019 um 12:39 Uhr
@ Guten Tag Herr Wolf Schneider,
stimme mit Ihnen zu. Sie sind 3 Jahre älter als ich und haben das Problem Richtig erkannt.Beim weiter so, werden sie sich selbst umbringen.Denkt man an unsere Jugend
zurück, es war doch etwas anders. Wenn der Planet so weiter behandelt wird, wird die Natur zurück schlagen.
Freundlichen Gruß Werner Kämtner
Werner Kämtner, am 22. September 2019 um 12:40 Uhr
Es ist traurig, dass auch Ihr Euch dazu hergebt, DEN SUV als die Ursache der Klimakatastrophe mit zu dmonisieren.

Als ich noch jung und knackig war, fuhr ich einen FORD Taunus 12 m, Baujahr 1968, bei dem man nur etwa 10 cm über dem Asphalt saß. Einsteigen war eher ein hineinschlüpfen und amn lag in diesem Auto mehr als man saß.

Heute bin ich nur noch knackig, bin mit meinen fast 72 Jahren der Autoindustrie dankbar, dass sie einen Typ entwickelt hat, in den man bequem ein- und aussteigen kann, wenn die Knie und andere Knochen nicht mehr so wollen wie man selbst will.

Ja tatsächlich ist ein SUV schwerer als ein PKW der Golf-Klasse - ABER sollte man da nicht mit dem Panzer anfangen. Er transportiert nur maximal 4 Soldaten, bei einem Kampfgewicht von etwa 80 Tonnen. Kommen also auf jeden «Fahrgast 20 Tonnen, die bewegt werden müssen. Schon bei der Herstellung dieses Monsters werden so viel CO2 freigesetzt, wie bei der Produktion von mindestens 40 SUV und der einzige Zweck dieses Panzers ist das Töten von Menschen.

Falsch - einziger Zweck ist der maximale Profit von Kraus Maffei - und an dem wird selbst vom Infosperber nicht gerüttelt - ODER? - habt Ihr da nur übersehen, wie es die aktuelle Politik will?
Günther Wassenaar, am 22. September 2019 um 12:50 Uhr
Wie Wahr - und da können wir uns die Finger krumm schreiben und Bücher veröffentlichen (übrigens auch eine Belastung des Klimas!); gegen Dummheit und Bequemlichkeit ist eben kein Kraut gewachsen. Auch nicht für die hochgebildete, auserlesene Elite. Eben heute Morgen gelesen, dass nach einer Klimadebatte im Kanzleramt, wo scheinbar entsprechende Beschlüsse gefasst wurden, Frau Merkel und Frau AKK in die USA an eine Konferenz geflogen sind. Denselben Flugweg an denselben Bestimmungsort mit ZWEI Flugzeugen - jede in «ihrer» Maschine. ???? «DENKT ENDLICH AN DIE ENKEL! Ach ja, wie viele Enkel hat Merkel?
Hans Rudolf Knecht, am 22. September 2019 um 14:10 Uhr
Es wird auf die dauer nicht aufrecht zu erhalten sein, dass einige länder so reich und verschwenderisch sind, und andere sehr arm. Dies ist keine moralische erkenntnis, sondern eine physikalische (osmosegesetz; 1. Hauptsatz der thermodynamik). Da die armen aus umweltgründen nicht zu unserem lebensstil aufschliessen können, bleibt nur die anpassung unseres lebensstils nach unten, sowie die reduktion der gesamtbevölkerung. Auch dies ist keine moral, sondern arithmetik. Die stimmbevölkerung wird nicht freiwillig zu solchen massnahmen ja sagen. Bestes beispiel ist der kampf gegen lohndruck nach unten, durch den freien personenverkehr mit der eu. Persönlich verständlich, aber verzweifelter kampf gegen die physik.
Wie immer werden es die sachzwänge irgendwann richten, notfalls mit gewalt.
Christian von Burg, am 22. September 2019 um 14:59 Uhr
Beim weiteren Lesen, bin ich auf die Benennung «Grundeinkommen» gestoßen, eine Begrifflichkeit die seit Jahren in den verschiedensten politischen Strömungen kursiert. Was ist BGE. So wie HartzIV in der BRD ist es eine Allimentierung der Menschen. Sie sind aus dem Prozess der Arbeit ausgeschlossen bekommen Geld fürs Nichtstun.

Darf ich daran erinnern, dass es die Arbeit war, die den bedeutensten Anteil bei der Menschwerdung des Affens leistete. Die die BGE wollen - wollen die Menschen wieder zu Affen machen. ALLE Untersuchungen in der BRD zeigen, dass unter HartzIV Empfängern ein hoher Anteil psychisch kranker Menschen besteht. Nichtstun bedeutet, im Leben keine Erfolgsergebnisse mehr zu haben, bedeutet, aus dem vorherigen Freundes- und Bekanntenkreis ausgeschlossen zu sein - am gesellschaftlichen Leben keinen Anteil mehr zu haben.

Und das ist es was angeblich progressive und linke Kräfte wollen? BGE bedeutet, die Zustände der maximalen Ausbeutung zu verlängern - das System des Kapitalismus/Imperialismus zu stabilisieren. Das sind sozialdemokratische Positionen, Positionen der angeblichen Arbeitervertreter gegen die Arbeiter - also Verrat an der Sache der Arbeiter.

Es kommt hinzu, dass ein solches BGE NUR in hochentwickelten Ländern überhaupt möglich ist - somit die Kolonialisierung des Rest der Welt auf Dauer will. Das ist Rassismus/Faschismus und nichts weiter - verkauft als soziales Projekt
Günther Wassenaar, am 22. September 2019 um 15:03 Uhr
yep!!!!!!!
Luc Farinelli, am 22. September 2019 um 18:09 Uhr
Ja selbst die Umweltschutzverkünder
Sind irgendwo auch kleine Sünder.
Und jede Umweltsünd’ wird zum Problem,
Wenn viele Menschen sie begeh'n.

Drum lasst uns beste Wirkung denken.
Sie heisst: Geburtenanzahl senken. *


* Wenn nur schon die weltweit rund 80 Millionen ungewollten Schwangerschaften vermieden werden könnten, indem die Hilfsorganisationen ihre Projekte mit Familienplanung kombinieren würden, wäre schon viel erreicht.



Markus Zimmermann-Scheifele
6047 Kastanienbaum, 25. 5. 2008
Markus Zimmermann, am 22. September 2019 um 21:40 Uhr
Und warum hat Inforsperber seinerzeit die ECOPOP-Initiative nicht unterstützt?
Alex Schneider, am 23. September 2019 um 05:26 Uhr
@Schneider. Infosperber hatte zur Ecopop-Initiative ein ganzes Dossier «Pro und Contra» veröffentlicht: https://www.infosperber.ch/Pro-und-Contra
Urs P. Gasche, am 23. September 2019 um 10:10 Uhr
Was bei der Betrachtung fehlt, ist neben der globale Klimaentwicklung, aber auch die Lebensqualität.
Die Lebensqualität in der Schweiz kann nur die Schweiz verbessern.
Das gleiche gilt für Deutschland usw.
Als höhere Lebensqualität sehe ich saubere Luft, dutlich weniger Verkehrslärm.
siehe Fahrrad Welthauptstadt Kopenhagen

Zumal der autoverkehr extrem teuer ist.
In Berlin, sind ca. 20 % der Fläche von 891,8 qm, Parkplätze.

https://www.morgenpost.de/berlin/article216471935/So-viel-teurer-wird-das-Bauland-in-Berlin.html

"Der Spitzenwert für Bauland zur Errichtung von Mehrfamilienhäusern in der Innenstadt liegt nunmehr bei 8000 Euro je Quadratmeter im Bereich südlich der Torstraße in Mitte. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Wert noch bei 7000 Euro.
Durchschnittlich kostete Bauland für den Bau von Miet- und Eigentumswohnungen in der Hauptstadt 2000 bis 2500 Euro."

Bei einem Durchschnittspreis von 2.000 Euro pro qm, komme ich auf einen Wert von 356,7 Milliarden Euro für Parkplätze.
Die teurer Grundstücke in Toplagen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Dieter Gabriel, am 01. Oktober 2019 um 20:02 Uhr

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