Wenn es alle 33‘000 Jahre einen AKW-GAU gibt – wie lange sind wir dann noch sicher? (Die 5 Schweizer AKWs sind 30-45 Jahre alt)

Jürgmeier / 09. Dez 2014

3 Antworten

Wenn sich die 33'000 Jahre auf GAUs weltweit beziehen, sind wir bereits gut bedient worden in den letzten 30 Jahren: da gab's schon mal zwei. Wenn man Lucens mit einbezieht (wo wir ja mit mehr Glück als Verstand davongekommen sind), sind es bereits drei in fünfzig Jahren, ohne die weiteren brenzligen Situationen, bekannte und unbekannte, mitzuzählen. So schnell können mehrere tausend Jahre vergehen!
Eva Eliassen, am 11. Dezember 2014 um 11:48 Uhr
@ Felix Rothenbühler hat definitiv recht. Wenn morgen alle 5 AKWs gleichzeitig hops gehen, geht die nächste Million Jahre in dieser Region sicher keins mehr hoch. Vielleicht auch länger.
Robert Ruoff, am 11. Dezember 2014 um 15:48 Uhr
1. Was ist ein GAU? Das ist die erste Frage, die sich hier stellt.
So weit ich weiss, soll ein GAU eigentlich noch von den Sicherheitseinrichtungen eines AKW abgefangen werden können.

2. Wie lange sind wir dann noch sicher? Diese Frage kann niemand beantworten.
Aber mit Mittelschulwahrscheinlichkeitsrechnung kann man eine Überschlagsrechung machen, die uns eine Wahrscheinlichkeit
für einen Super-GAU während der geplanten Restbetriebsdauer in der Schweiz angibt:

400 AKW laufen weltweit seit 30 Jahren = 12000 AKW-Betriebsjahre.
In dieser Zeit gab es zwei Super-GAU. Das heisst, einen Super-GAU pro 6000 AKW-Betriebsjahre.
In der Schweiz sollen ab jetzt noch 5 AKW während 20 Betriebsjahren. (Einige vielleicht kürzer, andere dafür länger)
Das sind geplante 100 AKW-Betriebsjahre.

Die Super-GAU Wahrscheinlichkeit beträgt also 100 x 1/6000 = 0.0167.
Das sind 1.7 %.
Gilbert Magnin, am 12. Dezember 2014 um 15:20 Uhr

Ihre Antwort

Loggen Sie sich ein. Wir gestatten keine Antwortseinträge anonymer User. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern. Antworten schalten wir neu 9 Stunden nach Erhalt online, damit wir Zeit haben, deren Sachlichkeit zu prüfen. Wir folgen damit einer Empfehlung des Presserats. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, welche andere Personen, Institutionen oder Unternehmen beleidigen oder unnötig herabsetzen, oder sich nicht auf den Inhalt des betreffenden Beitrags beziehen, zu kürzen, nicht zu veröffentlichen oder zu entfernen. Über Entscheide der Redaktion können wir keine Korrespondenz führen. Zwei Antwortseinträge unmittelbar hintereinander sind nicht erlaubt.

 

Frühere 'Wer weiss die Antwort'