Der Grimseltunnel wäre keine wintersichere Verbindung ins Goms
Was versprechen die Initianten des Grimseltunnels nicht alles! Die Bahn zwischen Innertkirchen BE und Oberwald VS sichere «den Service public im Alpenkamm». Jährlich würden ihn 400’000 Passagiere nutzen. Er schaffe 35 zusätzliche Arbeitsplätze. Er reduziere «die Fahrzeiten vom Unterland zu Ferienorten in den Zentralalpen markant». Und er schaffe eine «wintersichere und schnelle Ganzjahresverbindung zwischen dem Berner Oberland und dem Goms».
Dass die Fahrzeiten für wichtige Verbindungen via Grimseltunnel nicht kürzer, sondern länger würden – das hat Infosperber schon vor zwei Jahren dargelegt. Nun beweist der Schneefall der letzten Tage einmal mehr, dass es mit der wintersicheren Verbindung ins Goms auch nicht weit her wäre.

Am Montag hat die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) den Betrieb zwischen Oberwald und Niederwald wegen der grossen Lawinengefahr einstellen müssen. Da sowohl die Hauptstrasse als auch die Notstrasse geschlossen ist, fahren auch keine Postautos mehr.
Mit anderen Worten: Der grösste Teil des Goms‘ ist von der Umwelt abgeschnitten. Genau so, wie es fast jeden Winter vorkommt.
Und wie sähe es aus, wenn es den Grimseltunnel bereits gäbe? Nicht viel besser. Wer die Fahrt durch den Grimseltunnel anträte, würde in Oberwald stranden.
Die restlichen elf Gommer Dörfer – Obergesteln, Ulrichen, Geschinen, Münster, Reckingen, Gluringen, Ritzingen, Biel, Selkingen, Blitzingen und Niederwald – wären dieser Tage also auch mit dem Grimseltunnel nicht erreichbar.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
_____________________
➔ Solche Artikel sind nur dank Ihren SPENDEN möglich. Spenden an unsere Stiftung können Sie bei den Steuern abziehen.
Mit Twint oder Bank-App auch gleich hier:
_____________________
Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








Ihre Meinung
Lade Eingabefeld...