Das WEF von aussen gesehen – auf elf Zeilen

Christian Müller / 26. Jan. 2012 - Zimmerwald und Davos: Der US-amerikanische Polit-Kommentator Erik Best in Prag trifft, wie so oft, den Nagel auf den Kopf.

Erik Best ist ein US-Amerikaner und lebt seit bald 20 Jahren in Prag. Hier hat er sich zu einem der meistbeachteten politischen Kommentatoren entwickelt. Heute pflegt er nicht nur seine täglichen, immer gleich langen, nein: immer gleich kurzen Kommentare «the fleet sheet's final word», heute ist er auch ein oft gesehener Gast in Radio und vor allem im tschechischen Fernsehen.

Naturgemäss kommentiert Erik Best vor allem die Tschechische Politik. Aber er hat auch den internationalen Überblick und kennt sogar die Geschichte. Welcher andere US-Polit-Kommentator weiss denn schon - oder weiss noch - was in Zimmerwald war?

Hier sein heutiger Kommentar zum WEF in Davos:

»Lenin, Trotsky, Zinoviev and other revolutionary socialists gathered in 1915 for the Zimmerwald Conference in Switzerland and called for an end to WWI. The Manifesto they signed stated that the war was the «outcome of the attempt on the part of the capitalist classes of each nation to foster their greed for profit by the exploitation of human labor and of the natural treasures of the entire globe.» Many of those protesting this year's World Economic Forum could sign a similar manifesto, and in several key ways they would be right, but the delegates snuggled inside the bungalows are only looking to tweak the broken global system enough to keep it going a bit longer. It's ironic that the biggest capitalists of today are the most guilty of the kind of rigid, demagogic thinking that we often associate with the Bolsheviks. Unless they change their way of thought soon, some of them might go the way of the czar.»

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Link zu Erik Bests Fleet Sheet.
Fleet Sheet's Final World vom 26. Januar 2012

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