Buchcover mit provokativer These © Eichborn Verlag

«Der Crash kommt, man weiss nur nicht wann»

Red. / 23. Jul 2014 - Das behaupten Marc Friedrich und Matthias Weik in ihrem neuen Buch «Der Crash ist die Lösung».

upg. Die Autoren* des Bestsellers «Der grösste Raubzug der Geschichte – warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden» sehen kein Entkommen mehr aus einem künftigen gewaltigen Crash. Doch ein Crash bringe auch die Lösung. Warum, das begründen sie in ihrem neuen Buch «Der Crash ist die Lösung. Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten». Im Folgenden ein Interview mit Marc Friedrich, einem der Autoren.

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Ein Crash trotz rekordhohen Aktienkursen?

Herr Friedrich, Sie malen in Ihrem ersten Buch «Der grösste Raubzug der Geschichte» ein düsteres Bild der Wirtschaft. Im Gegensatz dazu befinden sich die Aktienmärkte in der Nähe ihrer Allzeithochs. Liegen die Börsen falsch oder liegt der Irrtum auf Ihrer Seite?

Marc Friedrich: Seit 2009 haben sich die Aktienmärkte erholt und die Kurse haben sich teilweise verdoppelt. Wurden denn tatsächlich die Probleme von damals nachhaltig gelöst? Nein, sie wurden lediglich mit gigantischen Unsummen an Geld in die Zukunft verschoben.Dass es an den Aktienmärkten nicht mehr mit rechten Dingen zugeht, kann keiner wirklich mehr leugnen. Ohne die massiven Eingriffe der Notenbanken und die historisch niedrigen Zinsen wären die Aktienmärkte nicht da, wo sie momentan sind.

Im Buch haben wir zum Beispiel aufgezeigt, dass die US-Notenbank FED seit 2008 an 85 Prozent aller Handelstage in die Aktienmärkte interveniert hat. Zudem haben die Notenbanken der Welt unglaubliche 10 Billionen Euro direkt in Aktienwerte investiert und somit die Märkte auf neue Rekordstände gebracht.

Weltweit versuchen die Notenbanken mit historisch niedrigen Zinsen und billigem Geld der Krise entgegenzusteuern, die ja erst durch niedrige Zinsen und billiges Geld entstanden ist. Völlig absurd! Das einzige, was die Kurse nach oben bugsiert, sind die Billionen an Dollar und Euro von den Notenbanken.

Fatale Politik der Notenbanken

Selbstverständlich kann der deutsche Dax auch noch auf 15’000 oder 50’000 Punkte gehievt werden – aber stets verbunden mit enormen Kollateralschäden. Seit Jahren erleben wir, dass eine Blase durch eine neue und noch grössere Blase abgelöst werden muss – und diese Blasen entstehen durch eine fatale und falsche Notenbankpolitik. Wir hatten die Technologieblase, gefolgt von einer Immobilienblase, die abgelöst wurde von einer Aktienblase…Noch nie war mehr Geld im System wie momentan. Wir erleben gerade einen Aktienboom gebaut auf Treibsand mit absoluter Crashgarantie.

Was aber wird dann der Auslöser für den Crash sein? Vielleicht China, dessen Unternehmen extrem kreditgehebelt sind? Derzeit gibt es die ersten Pleiten von Unternehmensanleihen. Der Glaube an ewiges Wachstum im Reich der Mitte, der zentrale Hoffnungsmythos der westlichen Welt, hat uns vermutlich vor einem völligen Zusammenbruch in der Finanzkrise 2008 gerettet...

Marc Friedrich: ...Das kann alles Mögliche sein. Es sind etliche Variablen im System, die das System zum kippen bringen können. Angefangen bei der katastrophalen Kamikazepolitik Japans mit seiner horrenden Verschuldung, das extrem aufgeblähte Schattenbankensystem in China, ein Krieg im Mittleren Osten, der Ukraine-Konflikt im Osten, ein Bürgerkrieg in Südeuropa, eine erfolgreiche Separationsbewegung, der Dollar- oder Eurocrash, der Staatsbankrott von Griechenland, Italien oder Spanien, die Staatsanleihen-Blase, die platzt etc. Sie dürfen sich eine dieser Risikofaktoren aussuchen. Fakt ist: Es ist nicht die Frage, ob der Crash kommt, sondern lediglich wann.

Ihr neues Buch hat den erstaunlichen Titel «Der Crash ist die Lösung». Inwiefern kann ein Crash die Lösung sein? Und vor allem: Wie sieht die Welt nach diesem Crash aus? Gibt es Chaos, Anarchie? Oder kommt dann schnell eine neue Ordnung, die gerechter ist als das im derzeitigen Kapitalismus geltende Prinzip «Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren»?

Marc Friedrich: Da muss ich folgende Frage stellen: Haben wir gegenwärtig überhaupt noch Kapitalismus? Werden im Kapitalismus Banken und Unternehmen verstaatlicht und Aktionäre enteignet? Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet der Kapitalismus Massnahmen des Kommunismus heranzieht, um den Kapitalismus zu retten?

Im Gegensatz zu Banken und Analysten behaupten wir nicht, in die Zukunft blicken zu können. Wir wissen nicht, wann der Crash kommt, sondern lediglich dass er kommen wird – und die Auswirkungen sind nicht abzusehen. Wegen der unerhörten Summen, die im System stecken, dürfte der Knall gewaltig sein und alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellen.

Momentan wird von der Politik Hand in Hand mit der Finanzbranche enorm erfolgreich volkswirtschaftliche Schadensmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit betrieben. Die Probleme wurden nicht im Ansatz gelöst, sondern lediglich mit Milliarden und Billionen an Steuergeldern in die Zukunft verschoben. Zudem wird mit einer fatalen Politik ein brandgefährlicher Nährboden für Extremisten, Separatisten, menschliche Rattenfänger und bürgerkriegsähnliche Zustände gelegt.

Eine ganze Generation geopfert

Um das politisch motivierte Währungsexperiment «Euro» zu retten, wird eine ganze Generation im Süden Europas geopfert. Warum der Crash die Lösung ist? Seit der Finanzkrise 2008 haben wir Unglaubliches erlebt. Es wurden Banken verstaatlicht, geltende Gesetze von oberster Stelle gebrochen – um ein Finanzsystem am Leben zu erhalten, das eigentlich schon gescheitert ist.

Da wir Menschen selten aus der Vergangenheit lernen bzw. zu schnell vergessen, wird erst ein katastrophales Ereignis den notwendigen Wandel erzwingen. So wie die Energiewende, unabhängig davon ob sie richtig war, von heute auf morgen möglich wurde, weil in Japan der Atomreaktor Fukushima ausser Kontrolle geriet.

Da weder die Politik noch die Banken etwas aus der Krise gelernt und eine Lösung zum Besseren freiwillig herbeigeführt haben, sondern die Grossbanken im Gegenteil noch grösser und noch «systemrelevanter» geworden sind, wird erst der Crash die Lösung sein. Verbunden mit all den Kollateralschäden die sich seit 2008 aufgetürmt haben.

Wenn der Crash kommt – was kann man im Vorfeld tun, um sich gegen die Folge zu schützen? In Ihrem ersten Buch benennen Sie Gold und Silber als wertbeständig. Aber wenn ein Schock kommt, ist der mit hoher Wahrscheinlichkeit deflationär, das heisst alle horten Cash und investieren nicht mehr. Unter normalen Umständen fällt dann der Preis für Gold und Silber. Oder gibt es andere Strategien, die Sie in Ihrem neuen Buch empfehlen?

Marc Friedrich: Da man den genauen Verlauf und Auswirkungen des Crashs nicht vorhersehen kann, bleibt einem nichts anderes übrig als sich so breit wie möglich abzusichern und vorzubereiten. Vorsorge ist immer besser als Nachsorge! Einen Teil jetzt schon physisch in Edelmetalle zu besitzen ist essentiell. Dies sollte auch als eine Art von Versicherung angesehen werden. Wir gehen auch von einem deflationären Schock aus, bei dem alle Vermögenswerte sich verbilligen. Dann ist Bargeld gefragt. Wir empfehlen Investments immer in mehreren Tranchen zu tätigen. Des Weiteren plädieren wir für die Säulenstrategie. Um so mehr Vermögensstandbeine man hat, um so stabiler steht man – auch wenn einige Standbeine wegbrechen. Jetzt ist noch Zeit, sein Vermögen krisensicher zu machen. Wir raten klar: Raus aus Papierwerten, die haben in der Vergangenheit immer schlecht abgeschnitten und massiv an Wert verloren, und rein in Sachwerte. Papierwerte dienen einem nur indirekt und viele wollen darin mitverdienen

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Interview: Markus Fugmann, Redaktor bei www.finanzmarktwelt.de und Chefanalyst der Actior AG.

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Siehe über das erste Buch der beiden Autoren

Teil 1: «Der grösste Raubzug der Geschichte»

Teil 2: «Warum die Politik am System nichts ändert.»

Radio-Interview mit den Autoren vo 11.6.2014

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine. *Die Autoren: Matthias Weik ist Bachelor of International Business und Spezialist der Finanzmärkte und der globalen Wirtschaft. Mit Marc Friedrich gündete er die Finanzstrategieberatung «Friedrich & Weik Vermögenssicherung», die auf internationale Anlagen in Realgüter spezialisiert ist. Marc Friedrich hat Internationale Betriebswirtschaftslehre studiert und hat sich auf Finanzmärkte spezialisiert. In Argentinien verfolgte er 2001 den Staatsbankrott und dessen Folgen. Er ist heute u.a. Investmentexperte für Edelmetalle.

Weiterführende Informationen

Buch kaufen: «Der Crash ist die Lösung», 2014, 31.90 CHF (eBook 18.00 CHF); ISBN 978-3-8479-0554-7

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19 Meinungen

«Der grösste Raubzug der Geschichte – warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden»

-> Die Reichsten sind nach einem Crash noch reicher.

Die einzige Lösung ist die Abkehr vom aktuellen System, das ein Schuldgeldsystem ist. Geld kann im aktuellen System nur mit Schulden geschaffen werden. Nur das Problem: Für die Zinsen der Schulden wird kein Geld geschaffen, was heisst, dass sie nicht zurückbezahlt werden kann.

Wer die Mittel, das KnowHow und die Zeit hat, kann im gegenwärtigen System etwa mit Hebelprodukten mehr und mehr Kapital akkumulieren. Reichtum ist die Grundlage für noch mehr Reichtum.

Vermögensverwalter wie der Arbeitgeber unseres ehem. Nati-Bank-Chef Blackrock können heute die Finanzmärkte manipulieren und immer mehr Kapital akkumulieren. Und unsere Pensionskassen kaufen sich dann auch noch in deren Fonds (in die schlechteren) ein, so dass wir alle mithängen.

http://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 12:01 Uhr
Ja, die Finanzkrise 2008 hat ein guter Freund mir schon im Jahr 2001 vorausgesagt. Und wie haben die Staaten und Notenbanken geantwortet? Rettung der Verursacher-Banken, too big to fail. Im Süden Europas Kürzung der Kredite an KMU, hohe Jugend-Arbeitslosigkeit, Erhöhung der Mehrwertsteuer, Kürzung der Sozialausgaben und Renten und damit Reduktion der Konsumausgaben, die idR 60 % des Brutto-Inland-Produkts ausmachen. Wo weniger konsumiert wird, wird weniger produziert, was noch mehr Arbeitslosigkeit verursacht.
Im selben Zeitraum hat sich das Volumen des globalen Finanzmarktes auf USD 800 Billionen erhöht. Dieser Markt steht hauptsächlich den Reichen offen; sie nutzen ihn rege und zahlen für ihre Transaktionen (noch) keine Steuern. Mit dem zinsgünstigen Geld kaufen Grossunternehmen u. a. oft eigene Aktien und treiben so ihre Aktienkurse in die Höhe, um sie zum richtigen Zeitpunkt dank Insiderwissen mit hohem Gewinn zu verkaufen. Wie nennen wir diese Fehlentwicklung am besten? Casino- oder Raubtier-Kapitalismus. Ja, da gab es doch einmal Ludwig Erhard mit seinem Buch Wohlstand für alle; Thesen, womit er nach dem zweiten Weltkrieg das deutsche Wirtschaftswunder aufgebaut hat.
Auch der Schweizer Immobilienmarkt ist für globale Gross-Investoren dank aufgeweichter Lex Koller eine sichere, rentable Kapitalanlage. Folge: höhere Mietzinsen für das einfache Volk!
Die nächste globale Finanzkrise wird innerhalb der nächsten sieben Jahre eintreten.
Willi Herrmann, am 23. Juli 2014 um 12:39 Uhr
"too big to fail» - eigentlich eine Finanzkriegerklärung an die Kleinen!

"Der Satz... Der Mensch ist gleich an Rechten und Würde geboren - wenn dieses Prizip aufrechterhalten will, muss es andere Umverteilungen geben...nicht zugunsten einiger Weniger... Wenn wir so weitermachen kommen andere Selektionsmechanismen...Religion, Rasse, .... dann wird der monetäre Wert des Menschen irgendwann in den Vodergrund geschoben. Dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei. ...Letztlich verlieren immer die Kleinen..."

Hermann Scheer in «Let's make money":

https://www.youtube.com/watch?v=YgQJk-imaAI


..."too-small-to-win": Während die USA und EU etwa Freihandel predigen, subventionieren sie ihre Baumwollproduktion. Politisch unterlegene Nationen, wenn sie auch mehr Einwohner haben, gucken in die Röhre:

http://letsmakemoney.de/infobereich/was-macht-die-weltbank-am-beispiel-der-baumwoll-subventionen-burkina-faso


Die mehrfach ausgezeichnete Doku ganz:

https://www.youtube.com/watch?v=wbqEkfmF0wE
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 13:01 Uhr
Das transatlantische Zentralbankensystem dient heute ein paar Wenigen. Das wall-street-Journal schrieb zur BIZ etwa:

»Alle zwei Monate treffen sich hier an den Sonntagnachmittagen mehr als ein Dutzend Banker, um im 18. Stock eines Gebäudes in der Form eines Zylinders mit Blick auf den Rhein miteinander zu diskutieren und zu speisen. Diese Gespräche beim gemeinsamen Essen über Geld und Wirtschaft sind keineswegs nur akademischer Natur. Immerhin sitzen hier die führenden Vertreter der größten Zentralbanken der Welt, die Länder mit einem Jahres-BIP von insgesamt mehr als 52 Billionen Dollar und damit von drei Vierteln der weltweiten Wirtschaftsleistung repräsentieren.«

-> http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424127887323717004578157152464486598?mg=reno64-wsj&url=http%3A%2F%2Fonline.wsj.com%2Farticle%2FSB10001424127887323717004578157152464486598.html
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 13:08 Uhr
...und Caroll Quigley schrieb in Tragedy and Hope (deutsch: Katastrophe und Hoffnung. Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit) bereits 1975:

»Zusätzlich zu diesen pragmatischen Zielen hatten die Mächte des Finanzkapitalismus noch ein weiteres, sehr weitreichendes Ziel. Das war kein geringeres als die Schaffung einer weltweiten Finanzkontrolle in privaten Händen, die fähig sein sollte, die Politik jedes Landes und die Weltwirtschaft insgesamt zu steuern. Die Kontrolle sollte nach feudalistischer Manier von den vereint handelnden Zentralbanken der Welt durch geheime Abkommen in häufigen geheimen Treffen und Konferenzen kontrolliert werden. Die hierarchische Spitze des Mechanismus sollte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel in der Schweiz sein, eine private Bank, die von den Weltzentralbanken, die ihrerseits private Unternehmungen sind, getragen und kontrolliert werden.«
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 13:10 Uhr
Mittlerweile treffen sich die jeden Sonntag in Basel....Es gibt viel zu tun bzw. zu manipulieren.

Artikel in Tageswoche: «Pressestellen haben im alltäglichen Umgang mit Journalisten eine eigene Kunstform etabliert: Die freundliche Informationsverweigerung. Das Beispiel einer Recherche zur «Bank für Internationalen Zahlungsausgleich» (BIZ)

http://www.tageswoche.ch/de/2013_33/basel/569848/
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 13:17 Uhr
Goldman Sachs hat dazu ein Parallesystem entwickelt, das in die Politik abstrahlt. Das zdf berichtete über Draghi, Monti und Co., die die Ideen in die Politik tragen:

https://www.youtube.com/watch?v=dJR_9xx1QJs

Das Netzwerk und die Verstrickungen mit einer Prise Humor:

https://www.youtube.com/watch?v=lKoVeaSOx0M

ARTE-Doku «Goldmann / Sachs - Eine Bank lenkt die Welt":

https://www.youtube.com/watch?v=zNEeHd6kY3I
Olivier Bregy, am 23. Juli 2014 um 13:26 Uhr
Ohne grosse fachspezifische Kenntnisse zu haben, erahne ich dass unser Meinungs-Monopolist Olivier Bregy (smile), recht hat !

Hingegen finde ich Marc Friedrich, den co. Autor, nicht so „Koscher“ wie er sich gibt denn schlussendlich ist er ja „Investmentexperte für Edelmetalle“ ergo will ER diese an den Mann bringen … und dies bestimmt nicht ganz so selbstlos !

Das Horror Szenario eines Crashes wird bestimmt demnächst Realität werden, wir kleine werden, wie immer, die Verlierer bleiben. Andere, auch wie immer, werden wieder die Gewinner sein.
Steckt etwa eine … *physikalische Gesetzesmässigkeit* dahinter ?

Trotzdem was können wir tun … Ich denke nichts wird wirklich helfen, alles wird im Wert runter rasseln, die Währung, die Un-Wertpapiere, die Aktien, die Edelmetalle (mit denen kann man ja in der Not auch nichts kaufen), und all die Protz-Immobilien.

Einzig selbstbewohntes (und abbezahltes) Wohneigentum schützt einen vorerst mal vor dem Untergang. Zusätzlich ist grösstmögliche Autonomie (z.B. als Selbstversorger) anzustreben und der versuch die eigene Ansprüche kräftig herunter zu schrauben könnte vorerst auch mal helfen.

Was auf der Welt aber nötig wäre ist ein ganz neues Finanz-System … aber auf so was können wir noch lange warten !
Frau Carmey Bruderer, am 24. Juli 2014 um 00:56 Uhr
@Bruderer: Bin ich froh, habe ich wenigstens Sie nicht verscheucht. Wenn ich dem trotzdem noch was beifügen darf...:

"Trotzdem was können wir tun?"

Das Buch scheint auf Edelmetalle Geschmack zu lenken. Die Edelmetallmärkte sind manipuliert und manipulierbar. Also keine gute Idee, zumal man Gold wie Geld auch nicht fressen kann und man damit vom manipulierten Preis abhängig wird:
http://www.fuw.ch/article/der-goldpreis-ist-wohl-von-banken-manipuliert/

Das wertvollste ist Boden, keine Frage! Wenn noch ein Haus darauf steht und ein Garten sein Platz findet, ist das unschlagbar.

Nur ein ganz ganz kleiner Teil der Menschheit «besitzt» überhaupt Boden und ist einigermassen sicher, diesen behalten zu können. Da sind wir in der Schweiz privilegiert und wird sollten uns dieses Privileg nicht wegschnappen lassen. Was wir jetzt erleben ist eine grosse Enteignung. Immobilien werden uns von Investoren weggekauft. Die Enteignung ist Zweispurig, da die Mietzinsen gleichzeitig steigen.

Es wird uns und unseren Nachkommen nicht helfen, ein paar Aktien der UBS zu besitzen, wenn einem der Boden, auf dem man wohnt, nicht mehr gehört.

Wer kein Boden kaufen kann, für den sind Edelmetalle die einzige Alternative.
Nur muss man darauf schauen, dass das Institut, dass sie lagert, bei der nächsten Krise nicht Hopps geht. Und Gold daheim aufzubewahren ist so eine Sache...

Die Flucht in Edelmetalle wird seit Jahren gebetsmühlenartig von allen möglichen Seiten empfohlen. Das ist verdächtig ;-)
Olivier Bregy, am 24. Juli 2014 um 02:47 Uhr
was wir politisch tun könnten, hat Herr Willi Herrman oben angetönt:

"Auch der Schweizer Immobilienmarkt ist für globale Gross-Investoren dank aufgeweichter Lex Koller eine sichere, rentable Kapitalanlage. Folge: höhere Mietzinsen für das einfache Volk!"

Das müssen unsere Volkszertreter, tschuldigung -vertreter jetzt wieder in Ordnung bringen.
Olivier Bregy, am 24. Juli 2014 um 03:19 Uhr
@ Olivier Bregy ...
Genau, unsere Volksvertreter müssen es wieder richten !
Leider wurde die Motion der Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran welche eine Verschärfung der Lex Koller verlangte bezüglich ausländische Investoren im Immomarkt wurde leider im Ständerat (Oh Schande !), abgeschmettert.
Wir sagen Danke den Lobbyisten.

Da sitzen halt keine Volksvertreter mehr in Bern sondern seltsame partikular Interessenten … auch Walliser machten sich stark dagegen, leider …

Ich sage: Wenn es so weiter geht sind wir verloren !
Nebst der Invasion von Asylanten, übertriebene Einwanderung von ausländische Menschen und Kapital … wird uns Schweizer bald die Luft ausbleiben.

Aber wir haben noch eine Option : … Die flucht ins entvölkerte Ausland … smile.
Frau Carmey Bruderer, am 24. Juli 2014 um 16:27 Uhr
Die gute Badran war mir selten so sympathisch.
Auch hier zeigte sich der Abgrund zwischen Volk und Bundesbern, in Anbetracht der vielen zustimmenden Kommentaren in den Portalen. Aber das waren ja vielleicht Putins Trolle.
Olivier Bregy, am 24. Juli 2014 um 22:52 Uhr
Sie beobachten es richtig, es zeichnet sich immer mehr ein tiefer «Abgrund zwischen Volk und Bundesbern» ab, daher sollten wir vor allem bei den Neuwahlen von Ständeräte besser hinschauen und herausfinden wo deren (geheime & wahre), Interessen stecken !


Welche Partei vertritt eigentlich am besten das Schweizer Volk ?

Die linken sind zu stark ideologisch nur auf Umverteilung fixiert und blähen den Sozialstaat (ohne bleibenden wert zu schaffen), nur auf.
Die CVP kocht (in manche Kantone) ein eigenes „trübes“ Süpplein.
Die Grün-Liberale sind nur „grün eingefärbt“ sind aber keine echte Umweltschützer.
Die echten Grünen sind grüngefärbte linksextreme, besetzt von nervige Frauen mit krächzender und aufgeregter Stimme.

Die FDP denkt nur ans eigene Geschäft, … und gibt es auch offen zu.
Sogar die ehemalige Bauern und Poltererpartei SVP wird langsam von der Finanzwelt unterwandert, im Gegenzug haben sich sehr gute Leute verabschiedet.
Aber Vorsicht, was nachkommt ist nicht unbedingt besser fürs Land, und da es eine gewichtige Partei ist sollten wir doch unsere „Patriotische Schreihälse“ besser behandeln, bzw. endlich aufhören mit dem Medienschelten.


Am besten ist es mit den eigenen Kopf, Vernunft und Verstand zu entscheiden und vor allem … Partei unabhängig !
Frau Carmey Bruderer, am 25. Juli 2014 um 02:38 Uhr
salopp formuliert:
...es fehlt der Politik schlichtweg ein moralisches Fundament (seit Religion praktisch keine Rolle mehr spielt und fast nur noch Atheisten in Bundesrat und Parlament sitzen?).
Olivier Bregy, am 25. Juli 2014 um 03:05 Uhr
eine Frage der Zeit, bis auch die Prämbel der BV ihr Zeitliches segnet:

Präambel
Im Namen Gottes des Allmächtigen!
Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken, im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, geben sich folgende Verfassung:
Olivier Bregy, am 25. Juli 2014 um 03:07 Uhr
Sie wussten was passiert - inside job:

https://www.youtube.com/watch?v=bZg2eoVnPSg
Olivier Bregy, am 25. Juli 2014 um 05:50 Uhr
danke für diesen wichtigen Beitrag. Je mehr ich weiss, desto mehr Fragen stellen sich mir.
Wie kommen wir da überhaupt wieder raus?
Wer hat Interesse daran?
Warum ist diese Gefahr nicht in aller Munde?
Wie kann eine Diskussion darüber in der Bevölkerung lanciert werden?
Warum bringen die hauptsächlichen Medien der Schweiz keine Beiträge darüber?
Wieso nimmt das Staats TV und Radio ihren Auftrag nicht wahr und berichtet über diese volkswirtschaftlich existenziellen Fragen nicht? Lanciert Diskussionen etc.
Wie knackt man diese Glocke des Schweigens und Beruhigend (Brot und Spiele für das Volk)?
Welche Kräfte verhindern die Aufklärung?
Warum berichten die sogenannten Börsen- und Märktejournalisten immer nur von aktuellen Stimmungen und Klimas an den Börsen, wie wenn es ums Wetter geht.
usw. usf.
Gabrielle Haas
Gabrielle Haas, am 25. Juli 2014 um 12:06 Uhr
Guten Tag Frau Haas
Genau solche Fragen habe ich mir auch immer wieder gestellt. Erlauben Sie mir ein bisschen Eigenwerbung: ich habe Ideenskizzen für eine gerechtere Welt-Gesellschafts- und -Wirtschaftsordnung entworfen und in meinem Buch «Wir gestalten unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder» ISBN 978-3-8370-8906-6, Books on Demand, Norderstedt, festgehalten.
Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein schönes, erholsames Wochenende
Willi Herrmann
Willi Herrmann, am 25. Juli 2014 um 14:08 Uhr
@Haas:

Wie kommen wir da überhaupt wieder raus?

- nur mit Bruder Klaus 2.0

Wer hat Interesse daran?
- viel zu viele. Die Meisten wissen gar nicht, bei was sie mitmachen. Indem sie eigene Karriereinteressen verfolgen, arbeiten sie dem System zu.

Die wissen genau was man darf und was nicht. Es wurden genug Exempel statuiert in den letzten Jahrzehnten:

https://www.youtube.com/watch?v=zpQRwTdocEY

Warum ist diese Gefahr nicht in aller Munde?
-Weil die Menschen am eigenen Lebenslauf basteln und den Lauf des Lebens anderen überlassen

Wie kann eine Diskussion darüber in der Bevölkerung lanciert werden?
- Läuft schon, daran wird es nicht scheitern. Die Bevölkerung muss nur aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig in den Haaren liegt.

Warum bringen die hauptsächlichen Medien der Schweiz keine Beiträge darüber?
- Bringen sie schon. Aber erst nach der Hauptsendezeit. Tagesschau und Co. wird primär von transatlantischen Nachrichtenageturen (reuters, ap) gefüttert.

Welche Kräfte verhindern die Aufklärung?
Die ist kaum zu verhindern, wenn nicht die Aufklärer von den Unaufgeklärten als Verschwörungstheoretiker beschimpft würden.

Aber Aufklärung ist relativ. Das transatlantischen Bündnis ist nur eine Seite der Medaille. Sie ist die These. Die Antithese wird jetzt aufgebaut. Danach verschmelzt beides.

...und dann ab in die Berge.
Olivier Bregy, am 25. Juli 2014 um 20:10 Uhr

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