Ein UN-Bericht listet 69 sexuelle Übergriffe auf – begangen durch Blauhelm-Soldaten © Wikimedia Commons/cc

Ein UN-Bericht listet 69 sexuelle Übergriffe auf – begangen durch Blauhelm-Soldaten

UNO-Soldaten als Sex-Täter

Andreas Zumach, Genf / 09. Mrz 2016 - Blauhelme aus 21 Ländern werden des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. UNO meldet einen «besorgniserregenden» Anstieg der Fälle.

Infosperber hat über die Weigerung der US-Behörden berichtet, die Namen der Käufer von Put-Optionen in den Tagen vor 9/11 offenzulegen und deren Netzwerke zu überprüfen. Unbekannte hatten mit äusserst dubiosen Geschäften rund dreissig Millionen kassiert. Ein Verdacht fällt auf Saudis, die den Flugzeugentführern in den USA geholfen hatten. Um endgültig zu beweisen oder zu widerlegen, dass Insider vom unmittelbar bevorstehenden Terrorakt gewusst und an der Börse davon profitiert hatten, verlangt u.a. Marc Chesney, Finanzprofessor an der Universität Zürich, eine neue gründliche Untersuchung.

Der UNO-Generalsekretär spricht in seinem Bericht von einem «zutiefst besorgniserregenden Anstieg» der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs oder der sexuellen Ausbeutung. Im vergangenen Jahr gab es 69 derartige Vorwürfe, 2014 waren es 52. Ban verspricht, die UNO werde «allen Anschuldigungen gegen Angehörige ihrer Friedensmissionen mit Entschlossenheit nachgehen». Insgesamt hat die UNO in den derzeit weltweit 16 Friedensmissionen knapp 125'000 Soldaten, Polizisten und zivile Mitarbeiter im Einsatz.

Die meisten Fälle in afrikanischen Ländern

Die 69 Vorwürfe des vergangenen Jahres betreffen Staatsangehörige aus 21 Ländern, die in dem Bericht des Generalsekretärs erstmals auch mit Namen genannt werden. An erster Stelle der Verdachtsfälle stehen demnach Soldaten aus der Demokratischen Republik Kongo mit sieben Beschuldigungen, gefolgt von Marokko und Südafrika mit je vier Vorwürfen. Die meisten Beschwerden richteten sich gegen Soldaten afrikanischer Länder: Kamerun, Kongo, Tansania, Benin, Burkina Faso, Gabun, Niger, Nigeria und Togo waren betroffen. Auch gegen Polizisten aus Ruanda, Ghana, Madagaskar und Senegal gab es Vorwürfe.

Offene Fragen gibt es auch zum Einsturz des dritten, 47-stöckigen Hochhauses WTC-7, das von keinem Flugzeug getroffen wurde. Die Darstellung der offiziellen Untersuchungsberichte des «Nationalen Instituts für Normen und Technologie» von 2005 und 2007 wird von seriöser Seite bezweifelt (Final Reports from National Institute of Standards and Technology World Trade Center Disaster Investigation). Feuer allein könne den Einsturz des Gebäudes nicht verursacht haben, wie es die offizielle Untersuchung darstellt.

Bei zwei UN-Missionen gab es den Grossteil der Beschuldigungen wegen Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch oder sexueller Ausbeutung: bei der Minusca-Truppe in der Zentralafrikanischen Republik sowie bei der Minusco in der Demokratischen Republik Kongo.

Das «Forein Policy Journal» hatte im Jahr 2011 unter dem Titel «Eine wissenschaftliche Theorie zum Einsturz von WTC-7» kritische Fragen gestellt, die bisher weitgehend unbeantwortet geblieben sind. «Architects & Engineers for 9/11 truth» hat den Artikel auf deutsch übersetzt.

Massnahmen zur Prävention, Aufklärung und Sanktionierung

Ausnahmslos alle im Bericht des Generalsekretärs genannten Entsendestaaten kooperieren bislang überhaupt nicht oder nur unzureichend mit der New Yorker UNO-Zentrale bei der Aufklärung dieser Vorwürfe und der Sanktionierung erwiesener Verbrechen. Letztere kann mangels einer eigenen UN-Gerichtsbarkeit nur durch die Justizbehörden der Entsendestaaten erfolgen. Ban schlägt eine Reihe von Massnahmen vor zur Prävention, Aufklärung und Sanktionierung sexualisierter Gewalt durch Mitglieder von Friedensmissionen. Diese Massnahmen sollen durch die geplante Resolution des Sicherheitsrates für alle 193 UNO-Mitgliedsstaaten verbindlich gemacht werden.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine. Andreas Zumach ist spezialisiert auf Völkerrecht, Menschenrechtspolitik, Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle und internationale Organisationen. Er arbeitet am europäischen Hauptsitz der Uno in Genf als Korrespondent für Printmedien, wie beispielsweise die tageszeitung (taz), Die Presse (Wien), die WoZ und das St. Galler Tagblatt, sowie für deutschsprachige Radiostationen und das Schweizer Fernsehen SRF. Bekannt wurde Zumach 2003 als Kritiker des dritten Golfkrieges. Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen.

Weiterführende Informationen

«UNO will Sex-Täter in Friedensmissionen stoppen» (Infosperber vom 13.3.2016)

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