Das Zürcher Flughafengeföngnis, ein Silo menschlicher Tragödien © cm

Das Zürcher Flughafengeföngnis, ein Silo menschlicher Tragödien

Ausschaffungshaft: Es bleibt nur die Verzweiflung

Christian Müller / 12. Apr 2013 - Ein heikles Urteil – und wie es einen Menschen zerstören kann. Der «Fall Mansour» aus der Nähe betrachtet. Besuch bei HM.

Eine Kurzmeldung voraus:

Gestern Donnerstag, 11. April 2013, ist Hassan Mansour mit einem Sonderflug in den Libanon ausgeschafft worden. Trotz sechs Jahren Ehe mit einer «normalen» Schweizerin (ohne sogenannten Migrationshintergrund!) und trotz deren mehrjährigem Kampf um die Freiheit ihres Ehemannes. Der seit 30 Jahren in der Schweiz lebende Libanese war als Ehemann seiner Frau ganz normal in Zürich gemeldet. Trotzdem stand in den Dokumenten der Zürcher Justiz bis zuletzt «ohne festen Wohnsitz». Die Zürcher Justiz darf sich offensichtlich Dinge erlauben, die zu bekämpfen ihre Aufgabe wäre. Ein trauriges Kapitel Schweiz.

*****

Infosperber-Leserinnen und -Leser kennen den «Fall Mansour»: HM wird in erster Instanz zu 20 Monaten, in zweiter Instanz noch zu 10 Monaten bedingter und 10 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt, «wegen einmaliger Vergewaltigung» seiner Lebenspartnerin «an einem nicht mehr zu bestimmenden Tag» – ein heikles Urteil, denn es gibt keine Zeugen. HM sitzt diese Strafe ab – und kommt anschliessend doch nicht frei. Das Gutachten eines forensischen Psychiaters nach dem System FOTRES des Zürcher «Star»-Psychiaters Frank Urbaniok bescheinigt ihm nämlich, «gefährlich im innerfamiliären Bereich» zu sein, was zu einer sogenannten «stationären Therapie» führt, sprich: erneut ab ins Gefängnis.

«Innerfamiliär» heisst im konkreten Fall HM: gefährlich für seine Frau, denn HM lebt längst nicht mehr mit seiner ehemaligen Lebenspartnerin zusammen. Er ist seit April 2007, also seit sechs Jahren ganz normal mit einer Schweizerin verheiratet. Angst hat diese Schweizerin vor ihrem «gefährlichen» Ehemann allerdings überhaupt nicht, im Gegenteil: sie kämpft seit HMs erneuter Verhaftung im Dezember 2009 wie eine Löwin für dessen Freilassung!

Zur Vorgeschichte

HM war von seiner ehemaligen Lebenspartnerin wegen «Vergewaltigung» rückwirkend eingeklagt worden, notabene mehr als acht Monate nach der behaupteten Tat: Ein genaues Datum des Vorfalls konnte sie nicht mehr angeben. Vor Gericht war Aussage gegen Aussage. Und Mangels Zeugen des Vorfalls stand im Urteil des Gerichts denn auch sehr vorsichtig: HM «nahm es zumindest in Kauf, dass sie den Geschlechtsverkehr wirklich nicht wollte.» (Gemäss Gerichtsakten hatte die Lebenspartnerin vor dem Sex öfter mal gesagt, sie wisse nicht, ob sie wirklich wolle. Deshalb die Formulierung, HM habe es in Kauf genommen, dass sie den Sex wirklich nicht wollte. Anm. cm)

Doch nun zur aktuellen Geschichte

Seit drei Jahren also sass HM wieder im Gefängnis (notabene über die Absitzung der ursprünglichen Freiheitsstrafe von 10 Monaten unbedingt hinaus), als das zwischenzeitlich angerufene Bundesgericht seine Entlassung aus dem Gefängnis anordnete. Doch die erfolgte Entlassung am 12. Dezember 2012 führte nicht in die Freiheit und schon gar nicht in die Arme seiner auf ihn wartenden Ehefrau. Aufgrund eines einzelrichterlichen Entscheides der Zürcher SVP-Politikerin und Bezirksrichterin Catherine Gerwig-Bircher wurde HM gleich wieder in Haft gesetzt, diesmal im Ausschaffungsgefängnis des Flughafengefängnisses. Und hier sitzt er nun, bereits wieder mehr als drei Monate. Hatte er im Gefängnis Pöschwies, wo er vorher war, in der Endphase immerhin einige Male einen kurzen Hafturlaub zugestanden bekommen (einmal durfte er sogar zuhause bei seiner Frau übernachten), so gibt es hier im Ausschaffungsgefängnis grundsätzlich keinen Hafturlaub. Seine Frau besucht ihn deswegen – soweit möglich – jeden Tag.

Ein Augenschein

Ich habe am 8. März 2013 HM im Zürcher Ausschaffungsgefängnis persönlich besucht, mit ihm gesprochen und von diversen neuen Dokumenten mit eigenen Augen Kenntnis nehmen können. Die Kamera und das kleine Tonbandgerät durfte ich nicht in den Besucherraum mitnehmen. Die Körperkontrolle im Ausschaffungsgefängnis ist genauer als auf jedem Flughafen. Selbst die Hosengurtschnalle, meine leichte Armbanduhr und ein kleiner Kugelschreiber in der Hosentasche gingen nicht durch.

Was habe ich gesehen?

● Ein Antrag des Migrationsamtes des Kantons Zürich auf Verlängerung der Ausschaffungshaft um drei Monate vom 4. März 2013 ist wohl gestempelt, aber nicht unterschrieben. Aussenstehende können daraus nicht ersehen, wer für den Antrag die Verantwortung trägt.

● Auf einer Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 5. März 2013 (!) steht noch immer, HM sei «ohne festen Wohnsitz in der Schweiz». Diese Angabe ist aktenkundig falsch; das Personenmeldeamt der Stadt Zürich hat den Wohnsitz von HM bei seiner Ehefrau in der Stadt Zürich ausdrücklich und schriftlich bestätigt.

● In keinem der eingesehenen Dokumente ist erwähnt, dass HM, ein Libanese, mit einer Schweizerin seit 2007 legal verheiratet ist. Und dies, obwohl HM bis zur bundesgerichtlichen Anordnung seiner Freilassung drei Jahre im Gefängnis sass, weil er «gefährlich im innerfamiliären Bereich» sei. Oder ausgedeutscht: Er könnte wieder einmal «in Kauf nehmen», dass seine Ehefrau beim Sex «nicht wirklich will».

● Die Sitzung des Bezirksgerichts betr. Verlängerung der Ausschaffungshaft drei Tage vor meinem Besuch war kurzfristig um einen Tag vorverschoben worden, sodass der Anwalt von HM nicht daran teilnehmen konnte.

● Der Gesundheitszustand des nun schon seit über drei Jahren im Gefängnis einsitzenden Häftlings HM ist miserabel. Der 53-jährige Mann leidet gemäss medizinischer Untersuchung des Universitätsspitals Zürich unter einer im Volksmund «Raucherlunge» genannten Krankheit (medizinisch ausgedrückt an COPD, im Stadium Gold III mit Emphysem). Die Symptome, vor allem eine beängstigende Atemnot, sind stark zunehmend. Die Kommunikation mit dem Häftling war seiner andauernden intensiven Hustenanfälle wegen denn auch äussert schwierig. Im Gegensatz zum Gefängnis Pöschwies, wo HM vorher in Haft war, wird dem Häftling im Ausschaffungsgefängnis keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr gewährt.

Fragen und Feststellungen

● Die Schweizerische Volkspartei SVP lässt keine Gelegenheit ungenutzt, von den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes mehr Eigenverantwortung zu verlangen und staatliche Eingriffe und Hilfe verbal zu verteufeln. Zwei bekennende und aktive SVP-Mitglieder, der Zürcher Oberrichter Kurt Balmer und die Zürcher Bezirksrichterin Catherine Gerwig Bircher, haben durch persönliche Entscheidungen aber bewirkt, dass ein Mensch, der «im innerfamiliären Bereich gefährlich» sei – also ausdrücklich nicht auf der Strasse für die Öffentlichkeit! – seit über drei Jahren im Gefängnis sitzt und unendlich leidet, obwohl seine eigene Ehefrau mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpft, dass er nach Hause kommen kann und die beiden in einer normalen Ehe wieder zusammenleben können. Was diese Frau tut, ist wahrgenommene Eigenverantwortung. – Gibt es einen anderen Grund für die gegenteiligen Entscheidungen der beiden SVP-Richter, als den einen: dass HM ein Ausländer ist?

● Warum werden Akten wissentlich falsch ausgefertigt – «ohne festen Wohnsitz» statt ordentliche Zürcher Adresse bei seiner Ehefrau? Gibt es einen anderen Grund für solche absichtlichen Irreführungen als den, einen Ausländer – bildhaft gesprochen – als «lausigen Vagabunden» abzutun?

● Warum zahlt der Staat für eine jahrelange Inhaftierung, für jahrelange Prozessierei über mehrere Gerichtsinstanzen und für eine vorgesehene Ausschaffung nach dem Libanon mit einem vorgesehenen Sonderflug Hunderttausende von Franken, obwohl die gemäss psychiatrischem Gutachten und Richterspruch einzige gefährdete Person, nämlich die eigene Ehefrau des Häftlings, diesen staatlich angeordneten «Schutz» ausdrücklich ablehnt und seit Jahren dafür kämpft, dass ihr Mann freikommt?

Eine perfide Strategie

In der Finanzwirtschaft gibt es das Phänomen der sich selbsterfüllenden Prophezeiung: wer eine schlechte wirtschaftliche Situation voraussagt, hilft mit, sie zu erzeugen. In der Ausländerpolitik der SVP funktioniert es genau gleich: man behandelt einen Ausländer schlechter als einen zugelaufenen Hund, steckt ihn jahrelang ins Gefängnis, verweigert ihm medizinische Hilfe, lässt seine Schweizer Ehefrau im verzweifelten Kampf um ihren Mann noch und noch allein, um am Schluss, wie es in einem Bericht heisst, feststellen zu können, er sei nach wie vor «nicht kooperativ» – oder konkret: er wolle noch immer nicht zurückgeschafft werden.

Wer selber Schweizer oder Schweizerin ist und sich ein lebendiges Bild über einen konkreten Fall einer Ausländergeschichte in der Schweiz machen will, der lese die Akten zum Fall Mansour und rede mit ihm selbst oder mit seiner Ehefrau. Ob nach dem Aktenstudium er oder sie immer noch gerne Schweizer oder Schweizerin ist, ist fraglich. Stolz auf ein Land, das mit Menschen so umgeht, kann man auf alle Fälle nicht sein.

Eine Tragödie.

Nachtrag vom 3. April 2013: Ursula Herzig hat einen offenen Brief an alle Zuständigen gerichtet, von denen viele ihre Zuständigkeit nicht wahrhaben und nicht wahrnehmen wollen. Er kann unten als PDF eingesehen und auch downgeloadet werden.

*****

Ausführliche Information mit zahlreichen Zusatz-Dokumenten und -Links findet der User hier.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Weiterführende Informationen

Offener Brief an die Zuständigen von Ursula Herzig

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33 Meinungen

Nein, auch ich bin schon lange nicht mehr stolz, ein Schweizer zu sein. Zu viel juristische Ungerechtigkeit und zu viel Misstrauen aufgrund perverser Richterfantasie ist auch mir begegnet. Weil die meisten Schweizerinnen und Schweizer an die Unfehlbarkeit von Richterinnenen und Richter devoter glauben als der frömmste Katholik an diejenige des Papstes, kann ich bis ins Innerste mitempfinden, wie dieses Ehepaar leidet. Das von mir Selbsterlebte ist dagegen ein Pappenspiel, aber scheinbar funktioniert «die Schweiz» so: Es sind die «(Selbst-)Gerechten", welche die Politik und das «Recht» bestimmen. Es müssen wohl die sein, die noch nie ungerecht behandelt wurden, genug Geld oder eine Lobby haben...
Auf die, welche wissen von was sie sprechen, hört man nicht mehr. Sie wurden ja «mit Recht» zurechtgewiesen! Sie sollen schweigen, weil Schweizerinnen und Schweizer so obrigkeitsgläubig sind...
Drum schweige ich erst «Recht» nicht mehr und hoffe mit den schon Vielen, es werden immer mehr!
Aufrichtig herzlichen Dank Herr Müller für Ihren Mut, der Realität bis hinter die fremdenfeindlichsten Mauern nachzugehen - auch von mir!
Joos Martin, am 17. März 2013 um 13:42 Uhr
ch weiss nicht, ob sich jemand traut hier etwas wirklich relevantes zu schreiben, denn vor dieser grausigen Macht welche hier waltet, haben alle Angst. Angst verbreiten, damit alle wegsehen. Die Angelegenheit kann nur vom EMRK in Strassburg aus geklärt werden. Spätestens wenn Herrn Mansour verstorben ist, wird dies wohl geschehen. Zu Tode gequält, ein libanesischer Mann, mit Schweizerin seit Jahren verheiratet, mit rechtlich festem Wohnsitz. Es gibt Beispiele in der Vergangenheit, mal sehen was dann passiert. Eine Zeitbombe für diejenigen der Behörden, welchen Versäumnisse anzulasten wären.
Beatus Gubler, am 17. März 2013 um 14:09 Uhr
Danke für diesen Beitrag, Christian Müller!

Ich bin über die ganze Ungerechtigkeit über den Fall Mansour gut informiert. Eigentlich ist es mir egal, welcher Partei der Richter oder die Richterin angehört, dies ist nicht relevant. ABER, dass sich z.B. Richter/Richterin von einem Mister Urbaniok beeinflussen lässt, DAS ist eine «Schweinerei". Was hat den ein Psychiater oder die Psychiatrie überhaupt mit Gerechtigkeit zu tun??? «Star-Psychiater» Urbaniok, HA! Ich bitte Sie, doch einmal genauere Untersuchungen über diese Person vorzunehmen. Im Internet finden Sie bereits einige Punkte, die helfen, ein eigenes Urteil zu bilden.
Es ist doch so, dass die Psychiatrie bzw die Psychiater immer mehr ihre «Urteile» im Gerichtssaal oder bereits schon vorher über eine Person abgeben können. Natürlich, das gibt ihnen ja auch wieder neue Patienten, welche sie mit schädlichen Psychodrogen oder sonstigen unmenschlichen Behandlungen behandeln können. Hauptsache es gibt daraus Profit für sie!

Heidi Altorfer
Heidi Altorfer, am 17. März 2013 um 14:20 Uhr
Ich kenne diesen Fall auch sehr gut. Schon die erste Verurteilung basierte überhaupt nicht nach den Grundsätzen unseres Rechtsystems (in dubio pro reo = im Zweifel für den Angeklagten), denn aufgrund Aussage gegen Aussage darf so ein Urteil niemals gefällt werden. Dazu kommt, dass unsere heutigen Richter (egal welcher Partei die angehören) sich lieber auf ein psychiatrisches Gutachten oder computerisieres System wie FOTRES abstützen, als ihren eigenen gesunden Menschenverstand und ihre eigene Beobachtung einzusetzen. Denn damit können sie ihre Verantwortung für das Urteil dem Gutachten zuschieben. Der Gutachter selber lehnt natürlich auch jede Verantwortung ab und insbesondere im Falle FOTRES hat das Bundesgericht bereits einmal entschieden, dass man sich nicht nur auf so ein System abstützen darf. Dass die Richter in ihrem Urteil jedesmal «kein fester Wohnsitz» schreiben, obwohl sie genau wissen, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, lässt eher darauf schliessen, dass damit versucht wird, ihre «Kollegen» zu decken, da diese Aussage niemals korrekt war. Es ist an der Zeit, dass in unserem Rechtssystem die Richter wieder ihre Verantwortung wahrnehmen und sich auf ihre Beobachtungen verlassen und solche Systeme wie FOTRES aus dem Gerichtssaal verbannen.
Felix Altorfer
Felix Altorfer, am 17. März 2013 um 14:59 Uhr
Also, ich bin ein Niemand. Ich habe kein Auto, kein Geld, und bin Behindert. Wenn ich dort Anrufe, nehmen die mich nicht ernst. Aber wenn dies ein Anwalt tut, oder jemand mit Status, dann bestehen Chancen dass etwas erreicht werden könnte:

http://www.amnesty.ch/de/kontakt/adressen/gruppen

Auf dieser Meldestelle von Amnesty International hat es konkrete Adressen und Telefonnummern, wo justiziale und Polizeiliche übergriffe gemeldet werden können, hier in der Schweiz. Also, wer mit Rang und Namen tut was?

Beatus Gubler, Nonprofit-Projekte www.streetwork.ch Basel
Beatus Gubler, am 17. März 2013 um 16:27 Uhr
Danke Herr Müller für diesen fantastischen, mutigen und klaren Beitrag! Wäre es wohl möglich, ihn in allen grossen Tageszeitungen zu platzieren? Das sollte sofort geschehen!
Es decken sich nämlich alle, die mit Frau und Herrn Mansour zu tun haben ;-((!
@Heidi Altdorfer: Ich verstehe C.Müllers «Starpsychiater» von ihm als sarkastisch gemeint, denn er erhellt in diesem und im letzten Artikel die faktische - meines Erachtens schuldhafte - Beteiligung Urbanioks am Elend von Marion und Hassan Mansour. Ich unterstütze die beiden seit einigen Wochen engmaschiger und erlebe, wie eine Instanz die Verantwortung in einer Weise an die nächste weiterschiebt, dass man damit absolut ohnmächtig und hilflos gemacht wird. Das ist bestimmt Absicht! Es kommt dazu, dass «Zuständige» Marion Mansour in einer Weise auf ihre Anfragen und Interventionen antworten, dass die Schuldverhältnisse umgekehrt werden und man Marion mehr oder weniger subtil unterstellt, dass sie und ihr Mann es selber verursacht hätten, wenn Hassen etwas Schlimmes passieren würde! ("Nein, nein, im Flughafengefängnis machen alle alles nach bestem Wissen und Gewissen! Her Mansour braucht doch keinen Sauerstoff, wenn er nicht mehr atmen kann")! Wie die Verantwortlichen den Schwarzen Peter weiterschieben, kann ich euch im nächsten Beitrag erzählen. Dann kommt noch dazu, dass Menschen, die wirklich Gewicht hätten in der Argumentation, dass Herr Mansour sofort freigelassen werden muss, entweder mit einem Maulkorb versehen werden oder selber finden, sie wären ja nicht (mehr) zuständig und es wäre anmassend, sich einzumischen. Nicht «Zuständigsein» ist ein totales Unwort. Wer hat eine gute Idee, wie «Einmischung» sich bündeln liesse, damit sie endlich wirken könnte? @Beatus Gubler: Danke! Ihre Idee nehme ich nach dem Schlafen auf.
Ursula Herzig, am 18. März 2013 um 01:24 Uhr
Liebe Marion, liebe alle -
Liebe Justizbeamte und Politiker etc.

Ich habe vom Fall Mansour letztes Jahr gehört und war einfach nur entsetzt, was hier abgeht und läuft.
Mit welch fadenscheinigen Argumenten hier ein Mensch (der seine «Strafe", wenn er überhaupt «bestraft» werden KONNTE, weil Delikt unbewiesen) im Gefängnis einbehalten wird. Ein Fall für die Menschenrechtskommission. Es kann doch nicht sein, dass anscheinend so viel ungerechte Macht und Sturheit ins Spiel gebracht wird, ohne dass auch nur eine Regung von Menschlichkeit und Mitgefühl zum Tragen kommt.

Ich plädiere und wünsche, damit Marion Mansour und ihr Mann endlich zu ihrem Recht kommen, dass ein sehr guter Anwalt vielleicht unentgeltlich eingreift und diesem Treiben von diverser Seite Einhalt gebietet.

Marion, dir wünsche ich alle Kraft - mögest du aus dieser Geschichte noch stärker hervorgehen. Dir, Hassan, wünsche ich Gesundheit und Geduld.

Auch bin ich wütend und entsetzt, dass auf E-Mails von Marion nicht mehr geantwortet wird. Ich nenne das Abblocken.

Vielleicht braucht es hier von der Basis her noch mehr Protest und Leserinnen und Leser, die sich engagieren. Lasst es mich wissen, wenn noch Aktionen geplant sind.

Regula Cuche
Regula Cuche, am 18. März 2013 um 11:57 Uhr
Des Volkes Reaktion auf Ebene der gewählten Beamten bedeutet das Faustrecht der Mächtigen: Tust Du nicht wie wir wollen, bringen wir Dir das bei: notfalls mit Gewalt und wer nicht mitmacht, sich unterordnet und gehorcht ist des Todes. Der Fall Mansour ist die Spitze eines Eisbergs, der am Schmelzen ist. Ob der Schweizer sehen will wie blind er war? In der Judikative und Exekutive des Straf- und Massnahmenvollzugs gibt es keine Gewaltentrennung: Sterben die zwei nicht, fallen die Einstellungen des Mittelalters und die Bastionen des letzten Weltreichs.
Regina Möckli, am 18. März 2013 um 12:34 Uhr
Es ist noch immer alles beim Alten (Kurt Tucholsky).

Inquisition und Rassenhygiene waren je zu ihren Zeiten unangefochtene und unanfechtbareIdeologien, Grossinquisitoren und Nazischergen hochgeachtete Persönlichkeiten.

Heute weiss man es besser.

Es ist absehbar, dass die Hüter der herrschenden Ordnung im Urteil der Geschichte um keinen Deut besser abschneiden werden.
RA Edmund Schönenberger, am 18. März 2013 um 13:36 Uhr
...es passt alles auf eine Linie, dass niemand Verantwortung tragen will für unwillkürliche Freilassung von H.M. - auch Regierungsrat Mario Fehr nicht. Niemand fühlt sich als wirklicher Entscheidungsträger, weder der Chef des Migrationsamtes, den ich per Einschreiben schon zweimal aufforderte etwas zu tun und sich einer «Antwort» und gar der Verantwortung entzieht... und die forensiche Psychiatrie arbeitet nur im Dienst der Gerichte (Urbaniok) und die Gerichte verlassen sich ganz auf deren Gutachten ... so ähnlich der Fall Erich Schlatter, welcher von einem Tag auf den andern von der Schaffhauser Justiz am 12.März aus dem Hochsicherheitstrakt Rheinau an die Pöschwies überwiesen wird und niemand ist bereit, auf Anfragen Stellung zu beziehen, aus «Persönlichkeits-Schutzgründen". Der Ueberwiesene hat mir viel Material gesandt, dass möglichst alles publik würde.
Es wird in unserer Schweizer Vollzugspraxis je länger je undurchsichtiger ... und wer die Kosten tragen sind die Steuerzahler ...und wer das menschliche Schicksal trägt sind Familienangehörige, Freunde ... das ist emotionale Schwerstarbeit wie in einem KZ - und solange dies so ist, haben sich die Verantwortlichen zu verteidigen, rüsten auf, beziehen sich auf andere ...also los, knacken wir diese Verwahrungsanstalten und fordern für das Geld, das wir zahlen s e h r viel mehr Transparenz. Heinz Leu
Heinz Leu, am 18. März 2013 um 18:35 Uhr
"Seh r viel mehr Transparenz» fordern...
Ja, das wäre höchste Zeit, solche von Jenen zu fordern, die Beschlüsse (fast schon Todesurteile!) fällen, ohne dafür Rechenschaft abgeben zu müssen, bzw. zu wollen. Betroffen ist ja tatsächlich nicht nur die oder der vom Urteil direkt Betroffene, sondern ihre/seine ganze Familie und Bekanntenkreis.
Mein konkreter Vorschlag:
Alle, die von den Gerichtsinstanzen und der Forensik nach ihrer Ansicht ungerecht behandelt worden sind oder ihre Anliegen und ihnen zustehende Ausünfte verweigert wurden und werden, sollen
>>>INNERT NÜTZLICHER FRIST <<<
die Fakten in Form von schriftlichen Beweis-Dokumenten oder Zusammenfassungen KURZ, KLIPP UND KLAR, ohne polemische Ergänzungen und Abschweifungen, möglichst übersichtlich und mit nachprüfbaren Angaben zusammenstellen.
Namen der verantwortlichen Entscheidungsträger/innen sollen dabei - ja MÜSSEN- erwähnt und bekannt gemacht werden!
Gesucht wird dann «nur noch» (!?) eine Person (Anwalts-, Journalistik- oder sonst eine engagierte Person), welche diese Fakten sammelt und daraus ein Dossier und einen Forderungskatalog erstellt und möglichst vielen Instanzen (Medien, Menschenrechtsverbänden, Politiker/innen, National-,Stände-,Bundesräte usw.) zukommen lässt. Diese Sammlung von Missständen müsste nicht «nur» den Fall H.M. betreffen. Es ist ja offensichtlich, dass es weitere ähnliche Vorfälle gab und gibt und wirklich
>>>ALLERDRINGENDSTER<<<
Handlungsbedarf besteht!
Gesucht werden müssten dann vielleicht noch Geldgeber/innen, die einer solchen Person ihren Einsatz ermöglichen (!?)

Würde dies etwas Positives bewirken?
Es MUSS!
WIR SIND DAS VOLK!
und haben eine demokratische Regierung!
Oder leben wir denn in einer Diktatur?

Allerdings gibt es eines zu bedenken:
Ein Volk muss sich wehren,
>>>MUSS HANDELN<<<
muss etwas Wirksames
>>>>TUN!!!<<<,
wenn Handlungsbedarf besteht!
Wer sich alles gefallen lässt und einfach schweigt (oder nur spricht, was zu tun wäre und nicht handelt!), darf sich nicht wundern, wenn Machtmissbraucher/innen ihre Orgien feiern!

(Getan wurde von Einzelnen ja schon verdankenswert viel, aber «gemeinsam sind wir stark"! Darum eben eine SAMMLUNG DER EINZELFÄLLE von jenen Leuten, die sich engagiert haben und nicht zum erhofften Ziel gelangten! Weshalb ich selbst nicht konkreter handeln kann, dazu hätte ich meine eigene Fakten-Sammlung, aber die gehört in ein anderes Dossier!)
Joos Martin, am 19. März 2013 um 17:22 Uhr
@Heinz Leu: Danke, genau so ist es! Auch ich habe an Martin Graf mit Kopie an Mario Fehr geschrieben. Martin Graf hat - ohne Antwort- mein Anliegen an den Justizvollzug weitergegeben. Es wirkt im Moment tatsächlich so, wie wenn alles beim Justizvollzug landen (enden!) würde, auch wenn ein anderes Gremium - z.B. das Migrationsamt direkt zuständig wäre. Wenn alles sich im Kreis dreht, kann sich am Schluss niemand mehr wehren. Bei der ablehnenden Instanz war man ja (fast) am Anfang schon einmal.
@ Martin Joos: Das ist eine gute Idee, wer weiss, vielleicht gelingt eine solche Sammlung von Fakten! Hier und zuerst sollte Hassan Mansour freigelassen werden. Wenn viele Behörden die Massnahme, die F.Urbaniok aussprach (stationäre Therapie) und wegen der Hassan Mansour als gefährlich bezeichnet wurde und wieder ins Gefängnis kam, ohne sich von seiner Frau verabschieden zu können, mit Andeutungen wie :"Da ist aber noch mehr» oder «Sie wissen halt nicht alles» stützen, wird die Freilassung durch verjährte und nur angedeutete Verhaltensweisen von Herrn Mansour blockiert oder gar vereitelt. Hier und jetzt gibt es keinen einzigen Grund, ihn in Ausschaffungshaft zu belassen! Das wissen ALLE Verantwortlichen!
Ursula Herzig, am 19. März 2013 um 17:42 Uhr
@Regula Cuche: Liebe Regula! Ja, die Menschenrechtskommission wäre genau richtig. Es dauert aber bis zu 7 Jahren, bis ein Fall- wird er akzeptiert - auch behandelt wird. Schade!
Ursula Herzig, am 19. März 2013 um 18:00 Uhr
Hallo mitenand!
Hier ein Hinweis: Da Hassan Mansour nach wie vor in Ausschaffungshaft sitzt, jedoch keinen Sauerstoff erhält und da alle Korrespondenz von Aussenstehenden, auch von Marion Mansour so umgeleitet wird, dass man sich schlussendlich in einem geschlossenen Kreislauf befindet, in dem man handlungsunfähig gemacht wird, bin ich eines Morgens wirklich sehr verzweifelt erwacht. Es gibt natürlich (v.a. in der Verwahrung) noch viele Fälle, die zur Verzweiflung führen können, aber hier geht es nun um Hassan Mansour. Ich dachte dann, dass man an alle «Zuständigen» schreiben müsste, entschied mich aber für einen offenen Brief. Der war schlussendlich zu lang ;-((. Christian Müller, der Redaktor des obenstehenden Artikels bot mir dann aber als Ausnahme einen Kompromiss an, wofür ich mich herzlich bedanke. Ihr findet meinen Beitrag als pdf am Schluss des Artikels, aber vor den Lesermeinungen. noch bevor etwas Schlimmes passiert (das dann auch wieder unter die Decke gewischt würde) grüsse ich euch alle herzlich
Ursula Herzig, am 06. April 2013 um 10:04 Uhr
wie wäre es denn mit einer Demo vor dem justiz gebäude in zürich.
Ich muss ehrlich sagen mit briefe schreiben weiss ich nicht so recht. das kann ja wider jahre dauern....
Man muss in der heutigen zeit militanter an die sache ran gehen und all dene gstopfte lüt mal zeigen das wir, das volk das sagen haben
aydin ucarkus, am 12. April 2013 um 11:33 Uhr
Hallo ihr alle
Eine Demo? Die Frage stellt sich wohl nicht, ob das etwas bringt! So wie sich die Presse und die Behörden hier verhalten. Ein Versuch wäre es wert.

Ich bin schockiert über die Ausschaffung. Auch über die Unfähigkeit von Menschen in Amt, Presse und Politik. Keine zielorientierten Gespräche, persönliche Stellungnahmen. Fehler und Ungerechtigkeit zugeben wären eine schöne Option, die Menschlichkeit und Vertrauen beinhalten würde, ein differenziertes Denken würde Lösungen bringen. Was nun? Ich wünsche mir ein gutes Ende hier. Hassan kann wieder in die Schweiz einreisen! Bitte bald ...
Regula Cuche, am 12. April 2013 um 13:04 Uhr
Liebe Alle! Ich war gestern an der Gedenkfeier für administrativ Versorgte in Bern. Als ich am Abend nach Hause kam, traf mich fast der Schlag - Hassan Mansour am Mittag (11.4.13) ausgeschafft! Das kann doch nicht wahr sein! Marion Mansour wurde erst informiert, als er schon weg war!

Ich kopiere hier den Brief , den ich gestern Nacht Frau Bundesrätin Sommaruga via EJPD geschickt habe:

Sehr geehrte Frau Bundesrätin Sommaruga
Es hat mich sehr gefreut, dass ich Ihnen heute vor der Gedenkfeier für administrativ versorgte Menschen persönlich begegnen durfte und Sie mir herzlich die Hand drückten.
Ich freute mich auch, Ihnen meinen Offenen Brief betreffend Hassan Mansour nochmals persönlich übergeben zu dürfen.Herzlichen Dank!

Sie waren an der Gedenkfeier sehr glaubwürdig und ich bin überzeugt, dass Sie damit die meisten Betroffenen berühren konnten.

Ich schreibe Ihnen jetzt noch, weil Hassan Mansour bereits im Libanon war (oder auf dem Flug), als ich Ihnen den Brief übergab. Er wurde heute Mittag mit wenig Effekten und noch weniger Geld gefesselt nach Beirut geflogen und dort einfach abgestellt.

Ich denke, als Justizministerin können Sie da sicher ein Machtwort sprechen, denn Herr Mansour gehört als glücklich verheirateter Mann, der zu Unrecht seit 3.5 Jahre einsass, in die Schweiz und zu seiner Frau, die mit letzter Energie seit 2009 für Ihren Mann, für sich und für ihre Ehe kämpft.
Diese Ausschaffung ist auch eine administrative und - wie mir scheint
- fast oder ganz ausschliesslich zum Zweck, um Fehler von Behörden und RichterInnen zu vertuschen.
Sie haben davon gesprochen, dass sich so grobe Fehler, wie sie mit zwangsversorgten Kindern bis zu den 80-er-Jahren allzu häufig vorkamen, nie mehr passieren dürften.
Diese Zwangsausschaffung durfte auch nicht passieren. Ich bitte Sie – SIE, die Sie Ihre Macht mit Bedacht und nicht zu persönlichen Siegen einsetzen: Sprechen SIE ein Machtwort, lassen Sie Hassan Mansour heimkehren zu seiner Frau. Herzlichen Dank!
Freundliche Grüsse
Ursula Herzig-W

@aydun ucarkus: Wissen Sie konkret, wie und wann eine Demo etwas bringen würde?
Ich weiss auch nicht, was hilft. Bleiben wir alle dran!
Ursula Herzig, am 12. April 2013 um 14:25 Uhr
als erstes denke ich müsste man versuchen alle menschen die mit diesen umständen nicht einferstanden sind zu mobilisieren via alternativen medien platformen wie zbsp. hier, oder seite3.ch, alles shall und rauch/blog und wearechange.ch.

wenn man es hin kriegen würde, über die misstände im falle von herr mansour auch noch auf anderen platformen zu publizieren, würden sie sicherlich einiges mehr an menschen erreichen.
fakt ist, das die meisten leute die, die ihre informationen von diesen platformen beziehen, in gewisser massen schon sehr erwacht sind zu vielen dingen die bis vor ein paar jahren noch unmöglich schiene aber in der jetztigen zeit mehr und mehr verwirklicht werden. Also daher könnte sein das wenn dieser fall einem breiterem publikum bereitgestellt wird. da eine möglichkeit besteht das andere die das gleiche schicksal mit diesem system erleiden mussten villeicht den mut daraus zu schöpfen ihre geschichte raus zu bringen. es wäre praktisch alles möglich deswegen lasse ich den teil aus weil das sonst zu viel wäre.

was ich nach meinem beobachten über die letzten jahre festgestell habe ist, das unter all den skandale, korruptionen etc. welche tag täglich veröfentlicht werden! Die Schweiz eigentlich ganz gut da steht. Genauer gesagt ist die schweiz zum vergleich der rest der welt ziemlich verschont verblieben.
da muss man halt sagen entweder ist die schweiz so sauber und transparent wie sie sich gibt oder hinter dem heiligen schein verbirgt sich etwas, was noch keiner hier ahnen kann. wer mich versteht, weiss was ich meine!

und ehrlich gesagt hat mich der fall von herr mansour traurig gemacht.
da ich eben eine ähnlich geschichte durchlebt hatte mit meiner mutter und meinem stiefvater, daher kann ich diesen fall nachvollziehen was das alles für wirkungen hat für die beteiligten.

@ Ursula Herzig.
Wie ich merke ist dies mein junges blut wo mich vileicht zu extremeren dingen verführen lässt wie zbsp, einer demonstration. Naja kein wunder wenn man überlegt das diese damen und herren auch über meinem kopf solche entscheidungen treffen könnten, das macht mir schon sorgen...
aydin ucarkus, am 12. April 2013 um 16:02 Uhr
Ich habe soeben feststellen können, dass viele Internetseiten welche Artikel oder Inhalte über den Skandal der Zürcher Behörden im Falle Mansour vorweisen, von den Nameservern nicht weitergeleitet werden. Offenbar wurden Gerichtsbeschlüsse verfasst, und an Nic/Switch vergeben, dass diese Webseiten nicht mehr anwählbar sein dürfen. Ich war auch erstaunt, als ich entdecken konnte, dass die meisten negativ Beteiligten an dieser schrecklichen und unmenschlichen Tragödie zum Teil zur Partei SVP gehören und sich untereinander kennen. In der Zwischenzeit wurde Amnesty International, Frau Sommaruga, Menschenrechte Schweiz, Jean Ziegler und weitere Grössen informiert und zum Teil aktiv. Auch war zu beobachten, dass nur Journalisten im Ausland, wo weder Server noch IP-Verbindungen unterbrochen werden können, weil in diesen Ländern andere Gesetze herrschen, dass eben nur diese Journalisten sich noch getrauen dürfen, offen und ohne Hemmung sagen zu können was sie sonst noch herausgefunden haben. Es braucht wohl eine übergeordnete Untersuchungskommission, welche sich der ganzen Sache annimmt. Und dringendst ein Gesetz, welches untersagt, das Richter oder Richterinnen zugleich Politiker sein dürfen. Richter haben der Gerechtigkeit zu dienen, und nicht politischen oder wirtschaftlichen, und schon gar nicht persönlichen Interessen. Was man auf Schweizer Webseiten über den Fall sehen kann ist gerade noch harmlos. Wer das volle Programm wissen will, was da geschah, muss von z.B. deutschem Boden aus ins Internet, zu viele Webseiten sind in der Zugänglichkeit in der Schweiz gesperrt worden. Einige wenige können über Relais-Server noch erreicht werden, aber immer nur bis sie gefunden wurden von der Zensur, dann müssen sie auf einen Redirector umgeleitet werden, es findet im Internet ein Katz und Mausspiel statt, insbesondere wenn es um Informationen geht im Falle Hassan Mansour. Das konnte ich heute beobachten.
Beatus Gubler, am 13. April 2013 um 00:59 Uhr
@aydin ucarkus: Danke für alle guten Tipps! Vielleicht findet sich jemand, der mithilft, eine Demo auf die Beine zu stellen, die greift! Ich habe einmal mitgeholfen, eine grosse, nationale Demo für benachteiligte Menschen zu organisieren - ein «fulltime-job"! Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Alters ist, aber ich kann das im Moment nicht leisten. Ich bin auch nicht sicher, ob der Zeitpunkt stimmt, da Herr Mansour schon weg ist? Ihre Ängste kann ich gut nachvollziehen.
@Beatus Gubler: Herzlichen Dank für Ihre wertvollen Infos! Ich glaube, Sie haben etwas total Wichtiges mitgeteilt! Gestern hörte ich von einer Insiderperson, dass die SVP - und sicher auch SVP-nahe Kreise - tatsächlich sehr involviert sind, «diesen Mansour» ausgeschafft zu haben. Da vermischt sich Recht mit Politik auf übelste Weise. Mansours sind nicht die Einzigen - es gibt benachteiligte Menschen, die wegen kleinen und kleinsten Delikten nachträglich verwahrt wurden und kaum eine Chance haben, wieder aus der Verwahrung zu kommen. «Wissenschaftlichkeit» und Willkür werden da verwechselt oder bewusst umbenannt. Sie sind offenbar im Internet sehr versiert, Beatus Gubler, dass Sie auf Umwegen zu ausländischen Servern kommen. Dass Sie sofort nach deren Besuch Sperrungen erleben, ist krass. Hoffen wir, dass die nun kontaktierten Fachleute im Fall Mansour mutige Entscheide zu treffen vermögen.
Ursula Herzig, am 13. April 2013 um 08:39 Uhr
Informationen von Swiss Net (Gesperrte Webseite im Ausland erreichbar) Alle Angaben ohne Gewähr. Catherine Gerwig Bircher, Richterin im Falle Hassan Mansour: SVP Mitglied. Kurt Balmer lies Hassan Mansour verhaften und wandelte 10 Monate bedingt um in Therapie im Zuchthaus: Ebenfalls SVP Mitglied. Dabei half Herr Christoph Spiess, Mitglied der Schweizer Demokraten. Parallelpartei zur SVP. Ruedi Kieser, FDP Mitglied, Zürcher Gerichtspräsident. Er soll Frau Mansour laut Swissnet einen Drohbrief geschrieben haben. Swissnet kündigt neue Recherchen an. Hat Kontakte zu legalen privaten Detektiven in Zürich. In einigen Stunden will Swissnet weiteres Material veröffentlichen welches derzeit ermittelt wird. Der Halter der Webseite musste sich ins Ausland begeben, samt seiner Server und Nameserver. www.demokratie.swiss1.net ist einer der Redirektoren welche gegenwärtig funktionstüchtig sind. Es wird von einem Staat im Staat geredet, nicht alle Berichte sind verfügbar, gewisse Links wurden offenbar gehakt und werden fehlgeleitet. Wer dies getan haben soll, wird ebenfalls demnächst veröffentlicht, da der Justizkritiker dieser Webseite einen IP-Verfolgungsscanner vor die Nameserver geschaltet haben soll. Alle Angaben habe ich aus dritter Hand, sind also ohne Gewähr von meiner Seite her. Interessant ist aber, dass da etwas am Dampfen ist, und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Die Wahrheiten werden wohl oft zwischen den Zeilen zu finden sein, was sie nicht unbedingt noch schöner macht. Der Autor von Swissnet schreibt aus seinem Bauch heraus, lässt seiner Wut und Empörung freien lauf, was aber dem Wahrheitsgehalt, wie ich bis jetzt überprüfen konnte, keinen Abbruch tut. Ich konnte bis jetzt keine Lüge finden, auch wenn eine gewisse Polemik mitschwingt. Gruss an alle.
Beatus Gubler, am 13. April 2013 um 13:13 Uhr
Nachtrag: Vor meiner Behinderung und Weiterbildung zum Streetworker www.streetwork.ch war ich Informatiker mit einem Ausbildungsgrad welcher heute etwa Siz3 entsprechen würde.
Beatus Gubler, am 13. April 2013 um 13:15 Uhr
Hier ist zu sehen unter dem gegenwärtig erreichbaren Link: http://www.swiss1.net/info/mansour/head/ dass weitere Berichte über die Angelegenheit folgen werden. Wie lange es dauert bis dieser Link auch gesperrt wird, weis ich nicht. Nicht jeder Provider lässt sich von einer Verfügung so schnell Einschüchtern, wie ich erfahren konnte. Der Inhaber ist der Jurist Edmund Schöneberger, welcher sich auch in Basel schon oft gegen missbräuchlichen fürsorgerischen Freiheitsentzug eingesetzt hat. Er ist ein emotionaler Mensch, was aber, wie ich sehen konnte, seinen Arbeiten und Recherchen betreffs Wahrheitsgehalt , wie bereits erwähnt, keinen Abbruch tut.
Beatus Gubler, am 13. April 2013 um 13:26 Uhr
@Beatus Gubler - nur damit es kein Durcheinander gibt: Ich bin nicht der Inhaber von swiss1.net, sondern geniesse lediglich unter der Adresse http://www.swiss1.net/1ftpdemokratie/ Gastrecht, nachdem Bluewin meine Adresse bei einem früheren Host auf Anordnung einer Lausanner Untersuchungsrichterin gesperrt hatte. Ich auch nicht der Autor von http://www.swiss1.net/info/mansour/head/, bin aber mit der dortigen scharfen Kritik mehr als einverstanden. Was sich die Schweizer Justiz leistet, geht auf keine Kuhhaut. Man muss in geschichtlichen Dimensionen denken: Keine Epoche hat bis jetzt ewig gedauert. Noch jede ist früher oder später zusammengekracht. Irgend eines schönen Tages wird einer genügenden Anzahl Menschen klar sein, welch übles Spiel in den als Demokratien vermarkteten Diktaturen der Reichen - den Plutokratien - gespielt wird...
RA Edmund Schönenberger, am 13. April 2013 um 14:12 Uhr
Oooh ich entschuldige mich, vielen Dank für die Richtigstellung der Informationen. Ich finde Deine Texte grossartig. Die Verpackung ist nicht mein Stil, aber das spielt keine Rolle, ja finde ich sogar gut, jeder hat seine Art die ihm Eigen ist in einer freien Welt. Auf jeden Fall Danke ich Dir sehr, Du hast in Basel einer Freundin von mir mal sehr geholfen, Details lasse ich hier mal weg. Du wirst von mir viele Texte im Google finden wenn Du meinen Namen Beatus Gubler eingibst. Ich bin Brotlos berühmt geworden auch mit meinem Buch «Sucht und Sehnsucht» welches bei Round-Table 5 den ersten Preis gewann, so dass wir noch eine vierte Auflage drucken konnten. Alle Einnahmen fliessen natürlich in die Projekte Streetwork, alle Arbeiten sind ehrenamtlich, es ist alles Nonprofit, obwohl ich von einer IV leben muss, und pro Jahr 2'500 Fr.- an Medikamenten selber bezahlen muss, weil die CSS-Krankenkasse sich überall dort vor Kosten drückt, wo sie es kann. Und als Polyallergiker muss ich halt auf Medis ausweichen die nicht auf der Liste stehen. Doch dies wird nicht anerkannt. Zu dem Fall Mansour konnte ich noch Jean Ziegler informieren und vielleicht gewinnen, gestern konnte ich die beiden vernetzen. Liebe Grüsse und mit grossem Respekt Beatus Gubler www.streetwork.ch Basel
Beatus Gubler, am 13. April 2013 um 14:49 Uhr
@Beatus Gubler, Edmund Schönberger! Danke für eure Erläuterungen. Es ist nicht mein Stil, wie in Swiss1.net geschrieben wird, aber wenigstens wird geschrieben! Auch Christian Müller setzte die Neuigkeit der Ausschaffung von Hassan Mansour sofort oben an seinen guten, präzisen und entrüsteten Artikel vom 17. März. Ich frage mich aber nachgerade, wo sind denn die anderen Medien, wo finde ich die Nachricht von der klammheimlichen Ausschaffung in guten Tageszeitungen? Wurde den üblichen Medien ein Maulkorb angelegt, nach dem Motto: «Hassan Mansour ganz still ausschaffen und darüber schweigen! Es gibt soviele Neuigkeiten, da wächst schnell Gras drüber und seine Frau wird sich schon daran gewöhnen". Wird sie nicht! Lassen auch wir kein Gras darüber wachsen, machen wir uns bemerkbar, wo immer möglich!
Ursula Herzig, am 13. April 2013 um 17:23 Uhr
Hallo ihr alle - guten Morgen
Ich frage mich, wie gewisse Aspekte wie Eingekorkstsein etc, zu knacken sind. Ich frage mich auch schon seit längerem, weshalb die Rundschau, nach dem Bericht vom letzten Sommer, nicht an der Geschichte dranbleibt (habe eine kurze Anfrage gestartet). Ausserdem frage ich mich, wieso die Presse hier anscheinend keinen Mucks macht. Gibt es hier Verbindungen, die unsichtbar bleiben sollen?
Ich wünsche Marion viel Kraft, Zuversicht und Liebe, ihren Weg weiter so anzugehen, damit diese leidige Geschichte ein g u t e s Ende nimmt. Möge diese starke Frau behütet sein.
Regula Cuche, am 14. April 2013 um 10:38 Uhr
Das Land unserer Väter ist still und heimlich übergegangen an Beamte, die für Unterdrücker von gesundem Menschenverstand, Eigenständigkeit, Selbstbewusstheit, Normalität, gesunder Weiblichkeit und Familiensinn arbeiten und gut getarnte Homosexuelle und sexuell Perverse schützen. Das Leid von Menschen wie Mansours, namenlosen Straftätern, Massnahmenpatienten und ihren Angehörigen und ehrlichen Asylsuchenden ist grenzenlos, doch ihre Liebe, die jene nicht kennen und nie kennen lernen werden, wird obsiegen.Diese Ausschaffung zeigt den Glauben an das Falsche, Widernatürliche und Abartige auf. Dummheit, Unmenschlichkeit und Unterdrückung des gesunden und natürlichen Lebens, geboren aus Unterdrückung und Perversion ist unserem Volk eigen. Der Missbrauch von Macht wird vom Volk und seinen Vertretern geschützt, fast wie im letzten Jahrhundert. Wenn nicht jetzt,dann später werden die Scheinheiligkeit und die Verletzungen der Menschenrechte publik werden und die Schweiz und die Schweizer werden sich weltweit verantworten müssen und zu Recht schämen. Hier wurde ein Exempel gesetzt gegen die selbstbewusste und gesunde, normale Schweizer Frau und für die, durch alle Instanzen gedeckte falsche Macht. Danke!
Regina Möckli, am 14. April 2013 um 21:07 Uhr
@Regina Möckli: Ja, Macht wird von den Mächtigen in unseren Behörden oft missbraucht - da und dort durch Verfilzung mit Politik und vor allem mit Eigeninteressen
Ich fühle mich aber sehr unwohl mit Ihrem Beitrag, denn Sie machen darin direkt die nächste Ausgrenzung.
Unsere Behörden schützen Homosexuelle und sexuell Perverse in keiner Weise. Das Gegenteil ist oft der Fall! Homosexuelle Menschen sind Menschen, wie Sie und ich. Sie sind mittlerweile gesellschaftlich anerkannt und nicht mehr so ausgegrenzt. Andere Randgruppen werden teilweise derart stigmatisiert, dass sie auch ohne Delikte nicht mehr aus dem Gefängnis rauskommen!
Bitte machen Sie als Psychiaterin nicht rassistische Aussagen! Sie helfen damit Hassan Mansour nicht, in die Schweiz zurückzukehren! Ich hoffe weiterhin, dass kompetente und handlungsmächtige Behördemitglieder Herrn Mansour in kurzer Frist zu einer neuen Aufenthaltsbewilligung verhelfen. Das ist alles, was er braucht, um in die Schweiz und zu seiner Frau zurückzukehren!
Ursula Herzig, am 15. April 2013 um 12:40 Uhr
Gestern Abend waren 2 Personen vor meinem Haus, und filmten von aussen meine Wohnung. Mit professioneller Kamera. Und die Bücher und Symbole am grossen Fenster wurden auch fotografiert. Heute hatte ich ein Gespräch mit einem bekannten Psychiater aus Basel-Land betreffend Gefälligkeitsgutachten. Es gab in Basel einen solchen Fall. Es war spannend. Eine Bekannte von mir war in diese Geschichte verstrickt. Der Gutachter von damals ist nun in Pension. Er war ein berühmter forensischer Gutachter. Und es ging um eine Person welche mal in einem Verwaltungsrat einer grossen Bank war und um seine Ehefrau welche missbraucht wurde von einem Arzt. Der Fall ist in Basel den meisten Insidern bekannt, und gilt als Lernstein hinter vorgehaltener Hand, was eben nicht passieren sollte. Es erinnerte mich an Herrn Mansour, und ich fragte mich, ob das Gutachten welches über ihn erstellt wurde, vielleicht unter Druck, Gruppendruck, entstanden ist. So ähnlich wie damals in Basel. Per Zufall kenne ich flüchtig einige der Personen, welche damals in Basel in diesen Fall verstrickt waren, wo so ein forensisches Gefälligkeitsgutachten verhinderte, dass einer Patientin Gerechtigkeit widerfuhr. Die Gerechtigkeit kam dann schon noch, einfach auf anderem Weg. Denn fast jeder Mediziner und fast alle Denker in Basel wissen, was sich keiner traute, in der Zeitung zu schreiben.
Beatus Gubler, am 16. April 2013 um 12:04 Uhr
@Beatus Gubler: Ihren Beitrag vom 16.4. kann ich nicht ganz verstehen. Aber es könnte sich vielleicht etwas bewegen? Das wäre unabdingbar und wunderbar. Danke ;-))
Ursula Herzig, am 20. April 2013 um 09:00 Uhr
Hallo Ursula. Ja es bewegt sich etwas, und zwar, wie ich erfuhr, etwas deftiges. Gruss Beatus.
Beatus Gubler, am 20. April 2013 um 15:52 Uhr
Der Staat im Staat, eine Analyse gegenwärtiger Erscheinungen.
In der Schweiz, sowie in Deutschland, gibt es viele kleine Staaten im Staat. Dies sind Behörden, ganz normale Behörden wie sie jedes Land hat. Aber hinter dieser Behörde stecken noch geheime Behörden. Sie sind organisiert, meistens in parteilicher Struktur. Oft auch in einer Struktur, wo per Zufall Misanthropen auf sich treffen, sozusagen Gleichgesinnte, welche sich in einer Kumpanei verbinden, mit Richtern und Staatsanwälten, um sich auszuagieren während ihres Berufes. Meistens sind es schwer traumatisierte Menschen, welche mit ihrem Bestrafungsverhalten eigene Traumen Kompensieren, und so dafür sorgen, dass die Bilder ihrer eigenen leidvollen Kindheit sie nie einholen können. Oder sie projizieren ihren eigenen inneren Wunsch Täter zu sein, auf andere, auf Unschuldige, um sie büssen zu lassen für das was ihnen mal angetan wurde. Sie können dafür sorgen, das unbequeme, oder einfach völlig unbescholtene Bürger, Familienväter, Mütter, Jugendliche, u.s.w. durch psychiatrische Gutachten oder durch Intrigen oder falsche Anschuldigungen welche nie auf ihren Wahrheitsgehalt verifiziert wurden, in irgend einer Verwahrungshaft verschwinden werden. Von dort werden sie, auch wenn von aussen Unschuld und Friedfertigkeit dieser Bürger von gesellschaftlichen Grössen, Ärzten, Gutachtern bestätigt werden, nie wieder herauskommen. Denn dann würden dieselbigen sich auf juristischem Wege wehren können, es würde offensichtlich werden dass die Verwahrung, und bei Ausländern die Ausschaffung, unter Umständen nichts anderes als ein «Fake» war. Es würden hohe Schadensersatzforderungen fällig werden. Es würde auskommen wer welchen Fehler, vorsätzlich oder ausversehen gemacht hat, die Behörden in der Behörde würden auffliegen. Es geht um ausagieren von Hass, um das Quälen von Mitmenschen, um das psychische Foltern von anderen, um daraus eigene emotionale Energie zu gewinnen.

Es entstehen immer mehr Interessengemeinschaften, welche sich solcher Angelegenheiten annehmen, und diese Kritisch hinterfragen. Eine neuere dieser Gemeinschaften ist diese hier: http://www.ig-ffp.com/
Beatus Gubler, am 22. April 2013 um 03:50 Uhr

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