Hände weg von Fonds mit Obligationen

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Red. /  Einen Monat nach Infosperber warnt auch die «NZZ am Sonntag» vor gemischten Wertschriftenfonds mit Obligationen.

Besonders gegen Ende Jahr würden Banken ihre Säule 3a-Anlagefonds anpreisen. Das sei «wegen des hohen Anteils an Obligationen für Sparer eine schlechte Idee», schreibt die «NZZ am Sonntag» vom 18. Dezember auf der Seite «Invest».
Der unabhängige Finanzberater Alain Lauber hatte im Infosperber bereits am 14. November 2016 geraten, keine gemischten Fonds (mit Aktien und Obligationen) zu kaufen, und wer solche besitze, solle sie verkaufen: «Bank‹berater› ködern mit unrentablen Mischfonds».
Jetzt moniert auch die «NZZ am Sonntag», dass es «für Laien gar nicht so einfach zu entdecken» sei, wie schlecht Obligationen in einem 3a-Fonds rentieren: «Denn viele Anbieter [im Klartext: Banken] geben nicht explizit an, wie viel Sparer mit Anleihen verdienen».
Von «Verdienen» kann ohnehin keine Rede sein, denn «die Renditen auf den Verfall der reinen Obligationenfonds Schweiz pendeln um 0 Prozent – oder sind gar negativ». Dazu kämen «hohe Kosten von durchschnittlich 1 Prozent», welche die Banken kassieren.
Die «NZZ am Sonntag» zitiert ebenfalls die Empfehlung von Alain Lauber, «sein Geld am besten auf einem normalen 3a-Konto zu deponieren» oder stattdessen mit dem Geld Hypotheken zu amortisieren.
Anders als die «NZZ am Sonntag» hatte Infosperber explizit die irreführende Werbung einiger Banken kritisiert, zum Beispiel die Aktion «Kostenlos zeichnen» der Basellandschaftlichen Kantonalbank:

Oder die Raiffeisenbank, die mit einer «geschenkten» Ersteinlage ködert, um ihre Fonds loszuwerden:

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Weiterführende Informationen


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

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