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An den meisten Bahnhöfen der Matterhorn-Gotthard-Bahn gibt es längst keine Schalter und keine Automaten mehr. Im Bild: Biel VS. © Matterhorn-Gotthard-Bahn

Die MGB gibt klein bei – nun verkauft sie Billette am Telefon

Marco Diener /  Die Bahn melkte Kunden ohne Smartphone. Nun haben die Verantwortlichen ein Einsehen. Billette gibt es wieder ohne Zuschlag.

Letzten Sommer hat die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) viele ihrer Kunden verärgert: Zuvor hatte sie jahrelang Schalter um Schalter geschlossen, Automaten um Automaten demontiert. Dann begann sie im Juni letzten Jahres damit, Billette im Zug nur noch gegen einen Zuschlag von 10 Franken zu verkaufen. Infosperber berichtete darüber.

«Für ältere Leute, Kinder und andere Personen ohne Smartphone kann dies teuer werden», schrieb damals eine Infosperber-Leserin. Ebenso für ausländische Touristen, welche die SBB-App nicht auf ihrem Smartphone haben und sich im Schweizer Tarifsystem nicht auskennen.

Doch nun gibt die MGB klein bei. In ihrer Kundenzeitschrift «Höhenzug» schreibt sie: «Kein Smartphone? Kein Problem!» Unter der Telefonnummer 0848 642 442 können Passagiere ein Billett bestellen. Dieses wird anschliessend auf den Swiss-Pass geladen. Und der Passagier bekommt monatlich eine Rechnung.

Das System ist zwar eine Pfahlbauer-Lösung. Aber besser als nichts. Unbefriedigend ist, dass das Telefon unter der Woche nur von 8 bis 18 Uhr, samstags und sonntags sogar nur von 8 bis 14 Uhr bedient ist. Und unbefriedigend ist auch, dass das Ganze nur für Passagiere funktioniert, die einen Swiss-Pass besitzen.

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