«Swiss made» und die Zuwanderung

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Heinz Moser /  «Swiss made» ist für den ehemaligen Nationalrat Christoph Mörgeli in Gefahr – wegen der «Masseneinwanderung».

In seiner Kolumne in der «Weltwoche» setzt sich Christoph Mörgeli für das «Erfolgslabel Swiss made» ein. Es habe sich in der Uhrenindustrie schon seit über hundert Jahren etabliert und bestätige, dass das Produkt von Schweizern und Schweizerinnen beziehungsweise von in der Schweiz ausgebildeten Arbeitnehmern hergestellt wurde.

Doch nach Mörgeli ist das Erfolgslabel gefährdet – natürlich durch nichts Anderes als durch die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union und der damit verbundenen Zuwanderung. Denn die ausländischen Kunden erwarteten nicht nur, dass die entsprechenden Fabrikgebäude auf Schweizer Boden stehen. Nein, sie vertrauen auch darauf, «dass es im Wesentlichen Schweizerinnen und Schweizer sind, die sich mit der Fertigung der Uhren beschäftigen und eine entsprechende Qualität garantieren.» Denn Qualitäten wie Präzision, Zuverlässigkeit, Fleiss, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit gehören nach Mörgeli eben genauso wie die Uhr zum Schweizer Wesen.

Das Credo des Kolumnisten kann man weiter ziehen: Wenn ein Ausländer am Kebab-Stand Döner brät, mag das ja noch hingehen. Grausen aber entsteht, wenn in einer Beiz beim Züri-Gschnätzelten oder beim ächten Chäs-Fondue Ausländerinnen oder Ausländer in der Küche stehen. Warum denn ist der Ruf des Schweizer Hotel-Tourismus im Eimer? Dank Mörgeli wissen wir das jetzt genau: Die gutbetuchten ausländischen Kunden bleiben doch weg, wenn die oben beschriebenen typisch schweizerischen Arbeitstugenden durch zugewandertes Personal in den Hotels in Frage gestellt werden.

So ist das Fazit, das unser Kolumnist in seinem Artikel zieht, sonnenklar: «Das Label ‘Swiss made’ in seinem doppelten Sinn – nämlich in der Schweiz von Schweizern hergestellt – droht durch eine qualitativ unkontrollierte Masseneinwanderung verlorenzugehen». Wie das Amen in der Kirche lautet Mörgelis Appell in der «Spezialausgabe» der Weltwoche zum 1. August: Die Zuwanderungsinitiative muss endlich umgesetzt werden.


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