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- © © Chappatte in «Le Temps»

«Ich will mich beim Steuervogt nicht anzeigen.»

Red. /  Zuerst halfen Schweizer Banken US-Staatsbürgern zur Steuerhinterziehung, jetzt liefern sie ihre Kunden den US-Behörden aus.

Unter dem Siegel des «Bankgeheimnisses» hatten Schweizer Banken US-Amerikanern alle Tricks gezeigt, wie sie Steuern umgehen und hinterziehen können (und dabei selber gut verdient). Jetzt verraten sie die gleichen Kunden lieber an die angeblich zu habgierigen amerikanischen Steuerbehörden, anstatt dass die Banken Sanktionen der US-Behörden in Kauf nehmen.
Doch weiterhin ködern die Grossbanken ungeniert Potentaten und superreiche Oberschichten in Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens. Denn die viel gepriesene «Weissgeldpolitik» gilt nur für Kunden aus den OECD-Ländern, nicht aber für Kunden aus allen andern Ländern. Im Gegenteil: Nach bankinternen Weisungen werden die Reichen in Schwellen- und Entwicklungsländern jetzt besonders intensiv bearbeitet, um die «Verluste» in den OECD-Ländern zu kompensieren.


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

keine

Zum Infosperber-Dossier:

Bankgeheimnis1

Bankgeheimnis für wen?

Ist das Schweizer Bankgeheimnis ein BankKUNDENgeheimnis oder ein STEUERHINTERZIEHUNGSgeheimnis?

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Steueroasen für Konzerne und Reiche

Steuerhinterzieher auf der Politagenda: Die grössten verstecken ihre Identität mit verschachtelten Trusts.

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