Kommentar

Replik: Deutschland ist eine lebendige Demokratie

Herbert Karch © zVg

Herbert Karch /  Die Abkehr von Öl und Atomstrom, die Brandmauer gegen die AfD und die Zuwanderung sind politisch richtig.

Red. – Herbert Karch ist ehemaliger Sekretär der Kleinbauern-Vereinigung sowie Öko-Lobbyist in Bern und Brüssel, heute AHV-Rentner. Sein Kommentar ist eine Entgegnung auf den Beitrag «Als Deutschland noch eine Demokratie war» von Werner Vontobel, der am 30.1.2026 auf Infosperber erschien. Vontobel verzichtet auf eine Duplik.

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Der ehemalige «Tages-Anzeiger»-Korrespondent Werner Vontobel vergleicht in seinem Meinungsbeitrag auf Infosperber die Entwicklung in Deutschland und in der Schweiz. Wirtschaftlich geht es uns hier zu Lande im Durchschnitt etwas besser. Vontobel nennt auch die Gründe dafür richtig: Die Schweiz beheimatet Pharma-Konzerne und bietet ausländischem Kapital und seinen Besitzern eine zweite Heimat. Das sind lukrative Geschäftsfelder. Schwerindustrie und Autofabrikation hingegen sind global in weit schärferem Wettbewerb. Das macht es Deutschland schwieriger, ökonomisch erfolgreich zu sein.

Werner Vontobel versteigt sich dann jedoch zur Aussage, die meinen Widerspruch provoziert: In so einer Ausgangslage «sollte man nicht ohne Not auf die Kernenergie und auf das billige russische Öl und Erdgas verzichten». Das halte ich für äusserst unqualifiziert! Ich bewundere die Ampel-Koalition – auch wenn sie gescheitert ist – für den Mut, die Aggression Russlands gegen die Ukraine mit dem Lieferstopp aus Putins Pipelines zu beantworten. Um nicht den Angriffskrieg mitzufinanzieren, ungeachtet des eigenen ökonomischen Risikos. Das ist Prinzipientreue, die ich in der Schweizer Politik schmerzlich vermisse. Hier duldet man die skrupellosesten Rohstoffhändler ohne Aufsicht und schenkt ihnen und den Managern Steuervorteile mit allen Kollateralschäden für unsere Bevölkerung auf dem Wohn- und Häusermarkt.

Drei krasse Fehleinschätzungen

Werner Vontobel irrt besonders im Titel seines Kommentars, der heisst: «Als Deutschland noch eine Demokratie war.» Deutschland ist eine Demokratie! Nach meiner Meinung die lebendigere Demokratie als die geopolitisch zurzeit besonders arschkriecherische Schweiz. Vontobel macht nach meiner Auffassung drei krasse Fehleinschätzungen in der Bewertung der deutschen Politik: 

  • Die Energiewende hin zu den erneuerbaren Quellen Wind und Sonne und weg von Öl und Uran wird sich mit jedem Jahr als richtiger erweisen und Deutschland Aufwind bringen, auch wenn der Übergang unter Zeitnot schwierig ist. Dabei geht es neben dem Klimaeffekt auch darum, weniger von Rohstoffen aus Staaten abhängig zu sein, die von unberechenbaren Despoten beherrscht werden. Dass die Stahl- und Autokonzerne lange auf der Bremse standen, kann man nicht den Regierungen anlasten. Da haben die Kapitaleigner mit dem Verbrennermotor und dem China-Geschäft aufs falsche Pferd gesetzt.
  • Der Entscheid von Angela Merkel, 1,5 Millionen Flüchtlinge, die 2015 in Ost- und Südeuropa umherirrten, aufzunehmen, ist für mich der menschlichste Akt in diesem Jahrhundert. Begründet – auch wenn die Deutschen es sich nicht so auf den Hut schreiben – in einer Teilgutmachung der historischen Schuld, die sich die Nation mit zwei Weltkriegen gegenüber Europa und darüber hinaus auflud. Auch dieser Akt war mit ökonomischen und sozialen Risiken verbunden, aber Deutschland hat sich zugetraut, was die Schweiz niemals wagen würde. Die Schweiz sonnt sich selbstgefällig in humanitärer Tradition, die mit jedem Tag mehr verblasst.
  • Die Brandmauer gegen die AfD, die neonazistischen Kreisen politische Heimat bietet, ist eine Notwendigkeit, wenn Deutschland nicht Erfahrungen wiederholen will, wie sie unter Hitler durchlebt werden mussten. Die Rechtspopulisten in Deutschland wollen die EU zerschlagen und die Ukraine im Stich lassen. Sie würden sich geopolitisch der Strategie von Trump, Putin und Xi unterordnen, die heisst: Autoritär über die Völker regieren, was nicht völkisch rein ist, vertreiben oder vernichten und die Welt in Einflusszonen aufteilen, um den Milliardären die Pfründe zu sichern und den Planeten weiter auszuplündern.

Werner Vontobel kokettiert am Schluss seines Artikels damit, wie er wohl über Deutschland berichten würde, wäre er noch Korrespondent: Regierungskritischer und AfD-freundlicher als seine Nachfolger*innen! Da bin ich froh, ist er im Ruhestand. Mit meinem Widerwort auf Infosperber möchte ich die schiefe Sicht auf unser Nachbarland korrigieren. Deutschland ist ein Bollwerk der Demokratie und wird es hoffentlich bleiben!

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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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21 Meinungen

  • am 2.02.2026 um 11:21 Uhr
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    Eine Partei auszuschliessen finde ich unklug, weil wenn sie dann 50,1% Wähleranteil hat, dann kann sie niemand mehr hindern. siehe USA. Wenn eine Partei eingebunden ist, dann muss sie auch etwas zur Lösung beitragen und dann wird schnell klar, das auch ihre Lösungen Schattenseiten haben. Und man kann verbessern.

  • am 2.02.2026 um 11:25 Uhr
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    Vielen Dank für Ihren Kommentar, lieber Herbert Karch. Kann ihn nur voll unterstützen!

  • am 2.02.2026 um 11:34 Uhr
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    Wer in der, Schweiz lebt und auf Deutschland als gut funktonierende Demokratie schaut, ist blind. Deutschland entwickelt sich zum Überwachungsstaat. Und mit Wind und Sonne ist kein Stahl herzustellen.
    Also der Artikel kann getrost in die Tonne getreten werden. .

  • am 2.02.2026 um 11:54 Uhr
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    Lieber Herr Karch, da bin ich aber froh um Ihre Entgegnung. Werner Vontobel ist über das Ziel hinaus geschossen, wenn er alle infrastrukturellen Mängel einfach den bisherigen Regierungen anlastet und daraus Forderungen aus der rechten Ecke ableitet. Noch gibt es in Deutschland eine Gegenöffentlichkeit, die nicht alles hin nimmt, was die AfD ausbrütet, und für die Menschenrechte auf die Strasse geht. In diesem Sinn ist Deutschland im Gegensatz zu oligarchischen Verhältnissen, wie wir sie aus Ungarn oder der Slowakei kennen, noch eine wahre Demokratie!

  • am 2.02.2026 um 12:11 Uhr
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    Vielen Dank für diese Replik. Ich schätze Herrn Vontobels ökonomischen Sachverstand sehr, vermisste diesen aber in seinem generalisierenden Artikel.

  • am 2.02.2026 um 12:32 Uhr
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    Herbert Karch:
    Es ist interessant, zwei recht gegensätzliche Betrachtungen des heutigen Deutschland zu lesen.Aber beide sind halt Meinungen ohne Absolutheitsanspruch – so hoffe ich jedenfalls. Herbert Karchs Meinung enthält aber 2 sachlich unzutreffende Argumente :
    1.»…Der Entscheid von Angela MERKEL,…einer Teilgutmachung der historischen SCHULD , die sich die NATION …».

    Ich weiß nicht ob Frau Merkel diese Korrelation gedacht hat.
    Die Nation, also die Bundesbürger, haben das in der Mehrheit im Endeffekt ganz sicher NICHT so gesehen, sondern es als eine sehr unüberlegte ad hoc Entscheidung eingeordnet wie sich dann ja auch gezeigt hat.
    2. Ich halte es für sehr ungenau – um es zurückhaltend zu formulieren -, hinsichtlich der Kriegsschuld WK I und WK II in einen Topfzu werfen.

  • am 2.02.2026 um 13:18 Uhr
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    Deutliches Ergebnis der Abstimmung. Denke einigen IS Journalisten wirds mulmig. Hier fanden viele enttäuschte Leser der Leitmedien, eine journalistische Alternative. So eine Replik auf einen guten und wichtigen Artikel, wie derjenige von Vontobel, wird verständlicherweise wenig goutiert. Ich hoffe, dass nicht zuviele Schreiber für den IS dem Narrativ glauben schenken, dass die Leitmedien gut,objektu und neutral berichten und diejenigen, welche sich neue Quellen suchen, dumm demokratiefeindlich und rechts seien. Ein IS, wie er sich die letzten Jahre präsentierte, ist sehr wichtig für die Ausgeglichenheit der Medien Landschaft, Wenn der IS nicht mehr denen die Stimme gibt, welche man bewusst aus dem Mainstream verbannt und die Dinge benennt, die dort «vergessen» werden, verliert er seine Relevanz.

  • am 2.02.2026 um 13:19 Uhr
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    1) Öl und Gas: Ist es Herrn Karch lieber, diese Rohstoffe aus islamistischen Diktaturen wie Saudi-Arabien und überteuert aus den USA zu beziehen – oder erstreckt sich die moralische Aufregung nur auf Russland? 2) Ökonomisches Risiko des Russlandausstiegs: Ist Herrn Karch aufgefallen, dass dieses Risiko nicht Scholz, Baerbock und Habeck tragen – wohlversorgt und hochbezahlt – sondern der Endverbraucher mit Jobverlust, Sozialstaatverfall und extremen Preisen? 3) Die Energiewende muss mit konventionellen Kraftwerken abgefedert werden und den Preis für sie darf nicht der Endverbraucher zahlen. 4) Flüchtlinge 2015: Angela Merkel hat die finanziellen und sozialen Kosten den Kommunen umgehängt – die sitzen auf Rekordschulden und Millionen nicht integrierbarer Menschen. Frau Merkel schreibt jetzt weise Bücher. 5) Im Grundgesetz steht nichts von einer Brandmauer. Sie dient nur zum Sichern von Pfründen. 6) «Völkische Reinheit»: trifft auf Russland aus ausgesprochenen Vielvölkerstaat nicht zu.

    • am 3.02.2026 um 11:02 Uhr
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      Das haben sie excellent zusammengefasst – dem kann ich nur zustimmen!

  • am 2.02.2026 um 13:29 Uhr
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    Sehr geehrter Herr Karch
    besten Dank für Ihre Replik, der ich voll beipflichte!

  • am 2.02.2026 um 14:20 Uhr
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    Wer ist denn momentan der imnerechenbarste Despot???
    Ich als Deutscher würde sehr gern mit Ihnen tauschen!

  • am 2.02.2026 um 14:22 Uhr
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    Vielleicht irrt der Herr Karch? Beim Ukrainekonflikt kennt er vielleicht das Datum des Kriegsbeginn, aber was Jahrzehnte vorher ablief, das entzieht sich seiner Kenntnis. Die Natoausdehnung an Russlands Grenzen entgegen allen Versprechungen 1990? Der angestrebte Natobeitritt der Ukraine trotz der vereinbarten Neutralität? Der von den USA inszenierte Putsch in der Ukraine mit dem gewaltsamen Sturz der Regierung? Die russischen Gesprächsangebote, die vom Westen ignoriert wurden bis Dez. 21? Die vom Westen sabotieren Friedensverhandlungen im Frühjahr 22? Die westlichen Waffenlieferungen, die diesen Krieg erst angefacht haben? Was Merkel betrifft, Deutschland hat keine Schuld gegenüber Syrern u. Nordafrikanern abzutragen, sondern gegenüber den Russen! 27 Millionen Tote im 2. Weltkrieg, über 1 Million Tote erfroren und verhungert bei der Leningrader Blockade durch deutsche Truppen. Weiß der Herr Karch das alles nicht? Er verteidigt die schlimme deutsche Politik von Ampel und Merz.

  • am 2.02.2026 um 15:18 Uhr
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    Der Beitrag von Werner Vontobel überzeugt durch seine nüchterne Analyse und seinen realistischen Blick auf die politische Kultur der Schweiz. Besonders seine Einschätzung zur sogenannten „Brandmauer“ trifft einen zentralen Punkt: Politische Stabilität entsteht nicht durch symbolische Abgrenzung, sondern durch die Fähigkeit eines Systems, auch starke Gegenpole einzubinden.
    Gerade die Schweiz zeigt seit Jahrzehnten, wie gut dieses Prinzip funktioniert. Auch Parteien, die stark rechts politisieren – wie die SVP –, sind fest in den politischen Prozess eingebunden. Diese Einbindung ist kein Risiko, sondern ein Erfolgsmodell: Sie zwingt alle Akteure zur Verantwortung und verhindert, dass sich politische Kräfte in Parallelwelten oder Opferrollen zurückziehen.
    Herbert Karchs Replik bleibt demgegenüber erstaunlich vage. Er fordert eine Brandmauer, ohne zu erklären, wie eine solche in einem Konkordanzsystem überhaupt praktikabel sein soll. Noch weniger zeigt er auf, welchen konkreten Nutzen eine

  • am 2.02.2026 um 18:30 Uhr
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    Infosperber hätte einen Kommentar, der eine Beleidigung gegenüber der Schweiz enthält („arschkriecherische Schweiz“), nicht zulassen dürfen. Eine Demokratie zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie Kritik akzeptiert, höflich darauf reagiert und gegenüber der Regierung Urteilsvermögen beweist. Laut einer Umfrage von liber-net trauen sich 84 % der Deutschen nicht, offen zu sagen, was sie denken. Es ist sehr überraschend, dass der Autor die AdD als neonazistisch betrachtet, was meiner Meinung nach falsch ist, aber die Hilfe für ein Land unterstützt, in dem ultranationalistische Gruppierungen das Andenken an Stepan Bandera feiern. Es ist auch erstaunlich, dass er akzeptiert, dass dieses Land durch die Sprengung der Pipeline offenbar einen Kriegshandlung gegen Deutschland begeht, denn eine mögliche nachträgliche Billigung ändert nichts an der Völkerrechtswidrigkeit einer solchen Handlung. Demokratie ist eine Frage des Ausmaßes. Die Entwicklung von Deutschland schränkt die Demokratie ein.

  • am 2.02.2026 um 18:50 Uhr
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    Befremdend. Karch will «die schiefe Sicht auf unser Nachbarland korrigieren. Deutschland ist ein Bollwerk der Demokratie». Deutschland und EU (von Leyen/Kallas & Co.) sehe ich gegenteilig. Nicht nur den Schweizern Jacques Baud und Nathalie Yambs gegenüber.
    26.1.2026 Globalbridge – «Keine Nahrung, keine Unterkunft, kein Arzt, kein Anwalt: Bundestag hat in aller Stille ein Gesetz beschlossen, das alle mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen bedroht, die von der EU sanktionierten Mitbürgern helfen. Ein deutscher Betroffener kann derweil nicht mal Essen für seine Kinder kaufen.
    Youtube: «2014 – Gysi spricht Klartext im Bundestag über die neue ukrainische Regierung».
    Zeitschrift Zeitpunkt (ch) – «Nationalismus in der Ukraine»
    Euronews 14.12.2025 – Krieg ist unnötig. 75 Prozent haben bei der Wahl des ukrainischen Präsidenten für Selenskyj gestimmt, weil er gesagt hat, alles zu tun, damit kein Soldat sterben muss.
    13.9.2019 Böll Stiftung: Selenskyj: Gefahr für den ukrainischen Parlamentarismus?

  • am 2.02.2026 um 23:20 Uhr
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    Verzichtet man aus völkerrechtlichen Gründen auf das russische Gas, kann das amerikanische Fracking-Gas keinesfalls die Alternative sein. Das ist heuchlerisch und verlogen.
    Zudem: Das amerikanische Fracking-Gas ist nicht nur weitaus umweltschädlicher als das russische Erdgas, sondern auch weitaus teurer. Dieses Geld steht dann nicht mehr zur Verfügung für Investitionen in die Energiewende- ein ausgesprochen kurzsichtiges Vorgehen.
    Des weiteren:Ohne Langzeitspeicher für erneuerbare Energien kommt man im Winter um fossile/atomare Energieträger nicht herum. Wer diese Infrastrukturen vorzeitig abbaut, handelt dumm und fahrlässig: Das Manko muss dann mit ausländischem Atomstrom ausgeglichen werden.
    Zur AfD: Wenn deutsches Parlament und Regierung unliebige Journalisten ohne Anklage, Verteidigung und rechtskräftige Verurteilung mit existenzgefährdenden Sanktionen belegen, haben erstere mit dem Rechtsstaat abgeschlossen. Da kann die AfD nicht mehr viel kaputtmachen

  • am 2.02.2026 um 23:43 Uhr
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    Ich stimme Frau Joeck zu. Den Kommentar kann man sich sparen; ohne jede Sachkenntnis und argumentative Kraft.
    Zum Zustand der deutschen Demokratie hat heute Oskar Lafontaine auf den NachDenkSeiten einen hervorragenden Kommentar geschrieben. Dieser hat Substanz.

  • am 3.02.2026 um 06:28 Uhr
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    Das ist eine Farce.
    Deutschland als Demokratie zu bezeichnen zeugt in meinen Augen von Realitäsverleugnung.
    Sanktionen als rein opportunistisch genutzte Machtinstrumente.
    Belegte Manipulation der Volksmeinung (RKI Files mit sehr einseitiger „Aufarbeitung“ als ein Beispiel)
    Das unterdrücken/ausgrenzen ja kriminalisieren von unangenehmen Meinungen (Baud, Dogru, …)
    Ich kenne, schätze und arbeite mit vielen Menschen aus Deutschland. Aus unterschiedlichen Schichten, unterschiedlichen Regionen und unterschiedlichen Alters. Ausnahmslos alle betrachten den Niedergang der Demokratie in Ihrem Heimatland mit grosser Sorge. Der konsequente Abbau des Sozialstaates durch eine neo-liberale (ich sage neo-feudalistische) Politik sowie der Selbstzerstörerische Drang in eine Kriegswirtschaft zu wechseln sind unlogisch, gefährlich und verstossen gegen das Grundgesetz. Nein. Deutschland ist keine Demokratie mehr.

  • am 3.02.2026 um 09:02 Uhr
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    Wohin geht Demokratie, wenn eine Mehrheit faschistisch wählt? Vielleicht ist es gar nicht Demokratie was wir wollen, sondern Liberalismus? Demokratie ist die Diktatur der 51%, im Kapitalismus zudem noch sehr stark getrieben von privaten Medien und privatfinanzierter Werbung. Wenn man die falsche Frage stellt, kann man sich ewig um die Antwort streiten. Deutschland und Europa entwickeln sich schlecht und keine Regierung hat mehr als 30% Unterstützung im Volk. Und das seit Jahren. Wahlen haben daran nichts geändert. Das widerspricht aller Theorie der funktionierenden Demokratie.

  • am 3.02.2026 um 18:15 Uhr
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    Was mich am Bericht von Herbert Karch stört, ist, dass mehr oder weniger alles falsch sei was Vontobel darstelle. Man darf sehr wohl anderer Meinung sein aber das kann man anders formulieren.

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