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Facebook beugt sich und stoppt diskrimierende Werbung sowie den Datenaustausch mit Whatsapp. © Daniela Gschweng

Facebook gibt öffentlichem Druck nach

Daniela Gschweng /  Das Social-Media-Unternehmen schränkt rassenaffine Werbung sowie die Datenübermittlung von Whatsapp-Nutzern in Europa ein.

Facebook hat angekündigt, ethnisch selektive Werbeanzeigen in bestimmten Bereichen nicht weiter zuzulassen, schreibt das Magazin «Slate». Nachdem «ProPublica» in einem Bericht dargestellt hatte, wie Werbetreibende Anzeigen für bestimmte ethnische Gruppen verbergen können, war das Vorgehen Facebooks als rassistisch kritisiert worden. Infosperber berichtete: «Facebook wirbt auch ‹ethnisch affin›».

Grund für das Einlenken Facebooks dürfte eine Diskriminierungsklage im Bezirk Nord-Kalifornien sein. Die Klageschrift stellt fest, dass es keine Möglichkeit gibt, Nutzer mit weisser «Affinität» aus der Auswahl zu entfernen. Die Einschränkung von Werbung in den Bereichen Immobilien, Kredite und Stellenangeboten widerspreche dem «Fair Housing Act» sowie dem «Civil Rights Act», führt sie weiter aus. Ausserhalb von «Credit», «Housing» und «Jobs» wird das ethnisch selektive Schalten von Anzeigen jedoch vermutlich bleiben.

Nachgegeben hat Facebook auch in einer anderen Angelegenheit: Die Übermittlung von Nutzerdaten europäischer Nutzer aus Whatsapp ist vorerst ausgesetzt. Die Telefonnummer sowie Informationen über die Nutzung der App werden weiter übermittelt, andere Daten erhält Facebook vorerst nicht. Dies als Reaktion auf eine Beschwerde der EU von Anfang Oktober. Der Stopp gilt für alle Mitgliedstaaten der EU und auch für Whatsapp-Nutzer in der Schweiz.


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