_-CORONA-UPDATE.10.8.21

Corona Update. Stand 10.8.2021 © is

Null Tote, keine Überlastung der Spitäler in Sicht

Urs P. Gasche /  Auf Intensivstationen liegen schweizweit wieder 72 Covid-Patienten und die Zahl der positiv Getesteten nimmt wieder leicht zu.

Seit vor allem die besonders gefährdeten Personen geimpft sind, führen steigende «Infizierungen» nur noch zu wenig schweren Erkrankungen. Todesfälle wegen Corona gab es – wie im letzten Sommer zu dieser Zeit – praktisch keine mehr.

Trotzdem schaut die Regierung in Deutschland fast ausschliesslich auf die «7-Tage-Inzidenz» der positiv Getesteten, um strengere Massnahmen zu verordnen. Noch vor einem Monat meldete die ZDF-Tagesschau: «Die positiv getesteten Fallzahlen oder ‹Neuansteckungen› sollen nicht mehr das Mass aller Dinge sein.» Doch sie sind es in Deutschland noch immer.

Eigentlich dürften Fallzahlen von positiv Getesteten jedoch schon seit längerem nicht mehr im Vordergrund stehen. «Das irreführende Starren auf die Corona-Fallzahlen» stellte Infosperber schon mehrmals in Frage. Deshalb informiert Infosperber in den monatlichen Corona-Updates in erster Linie über die Zahlen der Patienten, die wegen oder mit Corona in Spitälern behandelt werden oder sogar auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Im Folgenden das Update vom 10. August 2021:

Positiv Getestete auf Intensivstationen

Update.Intensiv.icumonitoring:BAG.png
Die Zahl der auf Sars-Cov-2 positiv getesteten Patienten und Patientinnen auf Intensivstationen hat seit einem Monat wieder zugenommen.

Spitaleintritte von positiv Getesteten (schon vor Eintritt oder unmittelbar nach Eintritt getestet):

Hospital.BAG

Bei diesen Zahlen der «Spitaleintritte», die das BAG bekannt gibt, wird immer noch nicht unterschieden

  • ob die positiv getesteten Patienten wegen eines schweren Verlaufs der Corona-Krankheit eingeliefert wurden oder wegen einer anderen Erkrankung oder eines Unfalls;
  • ob sich diese «Spitaleingetretenen» erst im Spital mit Sars-Cov-2 angesteckt haben (erhältliche Zahlen und Angaben gehen von rund 20 Prozent aus, die sich erst im Spital ansteckten);
  • ob und wie viele der Eingelieferten an schweren Vorerkrankungen litten. Diese Information ist wichtig, um die besonders gefährdeten Risikogruppen zu identifizieren.;
  • ob ein Teil und welcher Anteil der Hospitalisierten geimpft war.

Das BAG weist darauf hin, dass die Spitaleintritte möglicherweise nicht alle rapportiert werden und teilweise erst verzögert gemeldet werden. Deshalb wird in der BAG-Grafik die letzte Zahl am 5. August ausgewiesen.

Auslastung der Intensivstationen:

Intensivstat.Auslastung

Das ursprünglich einzige Ziel der einschränkenden Corona-Massnahmen bestand darin, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Neuestens besteht das Ziel laut Gesundheitsminister Alain Berset darin, «eine Überlastung der Krankenhäuser auszuschliessen». Dies sei «leider im Moment noch nicht der Fall».*
Falls allerdings Risiken «nicht ausgeschlossen» sein dürfen, wäre dies ein Paradigmawechsel der gesamten Gesundheits- und Umweltpolitik.

Mit oder an Corona Gestorbene

Todesfälle.BAG.png
Die Todesfälle «mit oder an Corona» pro 100’000 Einwohner sanken im 7-Tage-Schnitt seit einem Monat auf unter eins (letzte statistisch nachgeführte Zahl am 9.8.2021). Tägliche Todesfälle (hellblaue Balken) und durchschnittliche über sieben Tage (dunkelblaue Linie)

Mehr positiv Getestete trotz weniger Tests

Die Zahl der positiv Getesteten sollte stets mit der Zahl der durchgeführten Tests verglichen werden. Obwohl weniger Tests durchgeführt wurden, nahm die Zahl der positiv Getesteten zu.

Testzahlen.10.8.21.BAG.NZZ
Fallzahlen 10.8.21.BAG.png

_____________________________

*Die wörtliche Aussage von Bundesrat Alain Berset in der Sonntags-Zeitung vom 8. August 2021 auf die Frage, ob angesichts der Geimpften Covid künftig nicht laufen gelassen werden könne wie eine Grippe: «Ja, aber erst, wenn die Gefahr einer Überlastung der Krankenhäuser ausgeschlossen werden kann. Und das ist im Moment leider noch nicht der Fall. Es braucht genügend Kapazitäten für alle. Sonst haben zum Beispiel Personen, die an einem nicht aggressiven Tumor leiden oder dringend en Hüftgelenk brauchen, keinen Zugang.»

Die wenigsten «Infizierten» oder «Angesteckten» werden krank

Die verbreiteten Fallzahlen darf man nicht mit den Erkrankten verwechseln. Nur eine Minderheit aller «Angesteckten» ist oder wird krank. Doch noch immer informieren viele Behörden, Experten und manche Medien so, dass der falsche Eindruck entstehen kann, es handle sich bei den «Angesteckten», «Infizierten» oder «Fällen» um Erkrankte. 
Infosperber hatte seit Beginn der Pandemie immer wieder auf diese leicht irreführende Wortwahl hingewiesen. Sachlich wäre der Begriff «positiv Getestete».


Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors

Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Zum Infosperber-Dossier:

Coronavirus_1

Coronavirus: Information statt Panik

Covid-19 fordert Behörden und Medien heraus. Infosperber filtert Wichtiges heraus.

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19 Meinungen

  • am 11.08.2021 um 10:56 Uhr
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    ‹Null Tote, keine Überlastung der Spitäler in Sicht›
    Beides ist epidemiologisch ohne jede Bedeutung. Eine Pandemie bekämpft man ungeachtet derer medizinischen Eigenschaften. Wenn die Pandemie beendet ist, nur das ist politisches Ziel, gibt es auch die Krankheit nicht mehr. Politik berücksichtigt weder die Krankheit, noch die wirtschaftlichen Konsequenzen, noch die Befindlichkeiten der Bevölkerung.
    Das einzige Mass für antiepidemische Politik ist die Inzidenz. Alles andere hat keine Bedeutung.

    10
    • am 12.08.2021 um 14:12 Uhr
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      Ich glaube, dass gewisse Kommentarschreiber nicht begriffen haben, weshalb mMn Herr Gasche sagt, dass das Starren auf die Corona-Fallzahlen irreführend ist: Die Umstände von Corona bzw. Verwundbarkeit der Gesellschaft hat sich verändert.

      Vor einem Jahr waren nur sehr wenige immunisiert (da schon in Kontakt mir dem Coronavirus) und praktisch alle anfällig für eine Ansteckung. In den Risikogruppen hatten viele auch einen schweren Verlauf und relativ hohe Sterblichkeit. Heute nun sind grossen Teile der Bevölkerung immunisiert (‹dank› Ansteckung oder Impfung). Zum Zweiten sind rechte Teile der Risikogruppen entweder gestorben (nicht sarkastisch gemeint) oder grossmehrheitlich geimpft. Zum Dritten ist, falls sich die Geimpften oder vormals schon Angesteckten trotz kleinerem Risiko dennoch erneut anstecken, der Krankheitsverlauf deutlich milder im Schnitt.

      Die Gesellschaft ist deshalb heute im Vergleich zu vor einem Jahr zG viel weniger anfällig, es wird im Vergleich zu den alten Inzidenzerfahrungswerten weniger Intensivbettenbelegung geben und viel weniger Todesfälle. Wenn Inzidenz also überhaupt noch als Indikator genommen wird, dann müssen/sollten Grenzwerte im Vergleich zu letztem Jahr deutlich höher angesetzt werden, um allfällige Einschränkungen zu begründen.

      0
    • am 12.08.2021 um 16:55 Uhr
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      Und was – Herr Schrader – wenn die Politik dereinst feststellen muss – sofern sie das dann noch können will und wird – dass die wahrhaft Gesunden diejenigen sind, die sich nicht haben sogenannt impfen bzw. gen-manipulieren lassen: was dann?

      1
  • am 11.08.2021 um 12:09 Uhr
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    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Seit anfangs Jahr hätte die von allem Anfang an falsche Covid-19 Strategie und danach verordneten Massnahmen radikal geändert werden müssen. Durchseuchung der Masse und Gefährdete (weiterhin) schützen wäre richtig gewesen.
    Die Verantwortlichen für das Chaos und die Beschleunigung und Intensivierung der bevorstehende Wirtschaftskrise machen munter weiter und propagieren (oder zwangsverordnen) die Impfung als Allerheilsmittel. Wer das noch ernst nimmt und befolgt ist nicht bei Verstand.
    Epsilon ist schon im Anmarsch. Da gibt‘s noch viele Buchstaben im griechischen Alphabet..

    2
  • am 11.08.2021 um 12:18 Uhr
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    Wir befinden uns gegenwärtig in einer Jahreszeit wo grippale Infekte und Grippe selten bis ausgeschlossen sind. Die tiefen Zahlen erklären sich schon allein aus diesem Grund. Was die Impfung taugt sehen wir erst in der «vierten Welle» oder einfach in der kommenden Grippesaison. Bin mal gespannt womit man die steigenden Krankheitsfälle dann erklären wird. Vielleicht mit einer Auferstehung der Grippe.

    0
    • am 12.08.2021 um 00:01 Uhr
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      @ Richard Mosimann – Dann muss die Impfung eben aufgefrischt werden etc …. wird langsam ins (unangenehme) Spiel gebracht.

      0
  • am 11.08.2021 um 15:17 Uhr
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    Wann wird der Bundesrat von der Corona-Krise auf die Klima-Krise umschalten?

    0
  • am 11.08.2021 um 20:19 Uhr
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    Festzuhalten ist auch noch, dass lange nicht alle negativ-Tests erfasst werden. Wenn z.B. bei Klassen- oder Firmentests nur negative Ergebnisse resultieren, müssen diese nicht gemeldet werden. (*)
    Dadurch ist es auch nicht mehr möglich, das Verhältnis «positiv getestet/total getestet» sinnvoll zu verfolgen.
    Es wird systematisch – aber trotzdem nicht nachvollziehbar – zu hoch angegeben.
    Wieso die Verantwortlichen dieses Milliarden»projekts» auf diese wichtige Statistik verzichten, ist mir schleierhaft.
    * S. Anmerkung auf der Seite des BAG https://www.covid19.admin.ch/de/overview
    «Aufgrund der erweiterten Teststrategie werden vermehrt Personen ohne Symptome getestet (zum Beispiel im Rahmen von Massentestungen). Ergebnisse aus solchen Testungen sind nicht meldepflichtig. Allerdings müssen positive Ergebnisse durch einen PCR-⁠Test bestätigt werden. Sowohl die negativen als auch die positiven Resultate dieser PCR-⁠Bestätigungstests sind meldepflichtig. …»

    0
  • am 12.08.2021 um 10:41 Uhr
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    Eine zur Zeit heiss diskutierte Frage ist, wie stark auch Geimpfte infiziert werden und das Virus weiter verbreiten können.
    Dazu wird dann manchmal gemeldet, von soundsoviel positiv getesteten Personen seien nur ganz wenige doppelt geimpft gewesen. Das vermittelt allerdings ein falsches Bild, weil in vielen Situationen überhaupt nur die Ungeimpften getestet werden (z.B. für einen Konzertbesuch).
    Gibt es verlässliche Angaben zu dieser Frage?

    0
    • am 12.08.2021 um 12:20 Uhr
      Permalink

      Red. – Im letzten Bericht von «Public Health England» zu den Virusvarianten stehen dazu Informationen. Auf der Grafik (Figure 12, S. 35) sind die ct-Werte der PCR-Tests bei geimpften und ungeimpften Personen angegeben, und zwar der durchschnittlich tiefste Wert pro Tag.

      Diese Grafik vergleicht die ct-Werte der PCR-Tests bei Geimpften und Ungeimpften. Screenshot aus dem «technical briefing» Nr. 20 vom 6. August 2021 zu den Virusvarianten von «Public Health England». © Public Health England. Grössere Auflösung der Grafik hier.

      Ein tiefer ct-Wert bedeutet, dass mehr Virenteile gefunden wurden, die Person also mutmasslich ansteckender war. Die Grafik zeigt, dass es zwischen Geimpften und Ungeimpften inzwischen keinen Unterschied mehr gibt. In den Farben Grün, Blau und Violett werden die ct-Werte bei Geimpften gezeigt, bei denen die Delta-Variante nachgewiesen wurde. Grün die Kurve der vollständig geimpften Personen, Blau die Ungeimpften und lila die einmal Geimpften.

      Personen, die sich jüngst mit der Alpha-Variante ansteckten, hatten dem gegenüber hohe ct-Werte. Einschränkend ist aber zu sagen, dass die Ansteckungen mit Alpha jetzt nur noch einen kleinen Bruchteil der Infektionen ausmachen und dass es laut Public Health England «ein bekanntes Muster bei einer zunehmenden Epidemie ist», dass die ct-Werte sinken. Dies sei bei der Delta-Variante seit Mai zu beobachten.

      0
    • am 15.08.2021 um 11:15 Uhr
      Permalink

      Danke Frau Frei für den Link und die Infos dazu.

      Herr Heierli fragt, welcher Anteil der positiv Getesteten davor schon doppelt geimpft war bzw. ob dieser Anteil nicht höher sei als in den aktuellen Zahlen ausgewiesen. Es geht also um die Frage, wie leicht/schwer sich doppelt Geimpfte *selber* anstecken bzw. ob und wie hoch der Schutz der Impfung für sich selber ist.

      Die Antwort von Frau Frei bzw. die verlinkten Informationen betreffen mMn aber eine andere Frage, nämlich wie ansteckend doppelt geimpfte und trotzdem wieder positiv Getestete für *andere* Personen sind. Hier scheint die Impfung gegen die Delta-Variante keinen grossen Nutzen zu stiften.

      Hab ich das richtig verstanden?

      0
    • am 18.08.2021 um 00:00 Uhr
      Permalink

      Sehr geehrter Herr Zehnder,
      sie können hier den Wochenbericht des BAG herunterladen.
      Dort finden sie auf Seite 16/17 Angaben zum Impfstatus von erkrankten Personen. Zitat daraus: «Vor dem Hintergrund der Durchimpfungsrate mit zwei Impfdosen in der Bevölkerung von 49 % und im Verhältnis zum Total der Fälle, der Hospitalisationen und der Todesfälle im gleichen Zeitraum, ist die Zahl der gemeldeten vollständig geimpften Fälle sehr niedrig. Auch unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer dürfte der Anteil der Impfdurchbrüche im Bereich liegen, der gemäss Zulassungsstudien zu erwarten war. Die Impfung (mit den in der Schweiz verfügbaren Impfstoffen) schützt somit mit hoher Wirksamkeit gegen symptomatische Infektionen mit den bisher in der Schweiz zirkulierenden Virusvarianten und gegen schwere Krankheitsverläufen. Gemäss Zulassungsstudien liegt die Wirksamkeit der beiden in der Schweiz verfügbaren Impfstoffe bei 94–95%.»
      Gute und detaillierte Informationen finden sie auch bei Public Health England hier . Auf Seite 18/19 stehen Informationen zu den Infektionen mit der Delta-Variante, die ja dort nun dominiert, und dem Impfstatus der Personen. Was fehlt, sind Angaben zu den verwendeten Impfstoffen.

      0
    • am 18.08.2021 um 06:38 Uhr
      Permalink

      Bei diesem von Ihnen Frau Frei zitierten BAG-Wochenbericht ist mir nicht klar, wer mit der «sehr niedrigen Zahl der gemeldeten vollständig geimpften Fälle» gemeint ist, und was ein «Impfdurchbruch» ist?

      1
    • am 18.08.2021 um 12:11 Uhr
      Permalink

      Sehr geehrter Herr Keller,
      das deutsche Robert Koch Institut definiert das so:
      «Definition wahrscheinlicher Impfdurchbruch:
      Ein wahrscheinlicher Impfdurchbruch ist definiert als SARS-CoV-2-Infektion (mit klinischer Symptomatik), die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde. Ein vollständiger Impfschutz wird angenommen, wenn nach einer abgeschlossenen Impfserie (2 Dosen Moderna-, BioNTech- oder AstraZeneca-Vakzine bzw. 1 Dosis Janssen-Vakzine) mindestens zwei Wochen vergangen sind.»

      0
    • am 18.08.2021 um 15:45 Uhr
      Permalink

      Danke Frau Frei. Wenn ich (als medizinischer Laie) folglich richtig in der Annahme gehe, dass «Impfdurchbruch» bedeutet, dass eine Impfung nichts genützt hat, weshalb kann das dann nicht auch so gesagt werden?

      0
    • am 18.08.2021 um 16:38 Uhr
      Permalink

      Danke Frau Frei!

      Also etwas verkürzt:
      Impfung als Schutz für sich selber: sehr wirksam, nur wenig Impfdurchbrüche
      Impfung als Schutz für die anderen: zuerst mal natürlich gleicher Nutzen wie oben dank weniger Ansteckungen generell, bei der Delta-Variante aber kaum Nutzen darüber hinaus, Virenlast bei Impfdurchbrüchen vergleichbar hoch mit ungeimpft Positiv getesteten.

      0
  • am 12.08.2021 um 13:43 Uhr
    Permalink

    Auch wenn nun die Regierung mich durch leere Versprechungen und sogar durch Erpressung indirekt zum Impfen zwingen will, hat sie nur eines erreicht, nämlich, dass ich mich von allen Verpflichtungen frei gemacht habe. Ich habe alle Ämter abgegeben und engagiere mich nirgendwo mehr! Ich bin damit nicht alleine! Wir, die Engagierten, werden fehlen! Ich werde auch keine politischen Veranstaltungen mehr besuchen und falls ich je wieder wählen gehe, dann wähle ich keine Bisherigen mehr. Die Apartheitsdrohung, dass ich ohne COVID-Pass nicht mehr an gesellschaftliche Anlässe teilnehmen kann, ist somit für mich wirkungslos, denn mein Interesse an so einem gesellschaftlichen Leben liegt inzwischen bei null.

    Wenn wir nicht aufpassen, wird auch niemand mehr etwas organisieren.

    Eines muss man der heutigen Politiker- und Wissenschaftsgeneration lassen: Noch nie seit 80 Jahren wurde die Gesellschaft so schnell gespalten und ich stelle mit Schrecken fest, dass die schlechten Eigenschaften einer Gesellschaft, die wir begraben wollten, wieder alle aufgewacht sind.

    Ich habe genügend gute Freunde, welche mit mir ein Bier trinken und eine Zigarre rauchen, ohne dass ich geimpft sein muss und wenn wir wirklich die Restaurantsbesuche von diesem «Wisch» abhängig machen wollen, dann mache ich halt alles zu Hause. Und als Rentner ist es mir dann auch egal, wenn die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung explodieren

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    • am 13.08.2021 um 06:15 Uhr
      Permalink

      Von mir erhalten Sie ein 👍.
      Gut für Sie. Schlecht für die Gesellschaft.
      Engagierte, konservative weisse alte Männer haben ausgedient. Die werden als zurückgebliebene Covidioten definiert.
      LGBT offene, ökologisch hochsensibilisierte, sozialtolerante Gutmenschen an die Macht!
      Da sage ich: gute Nacht.

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  • am 13.08.2021 um 21:43 Uhr
    Permalink

    Unabhängig davon, wie wir zu den behandelten Themen stehen erwarten hier sachlich richtige Angaben und Information.

    Herr Gasche schreibt:
    Trotzdem schaut die Regierung in Deutschland fast ausschliesslich auf die «7-Tage-Inzidenz» der positiv Getesteten, um strengere Massnahmen zu verordnen. Noch vor einem Monat meldete die ZDF-Tagesschau: «Die positiv getesteten Fallzahlen oder ‹Neuansteckungen› sollen nicht mehr das Mass aller Dinge sein.» Doch sie sind es in Deutschland noch immer.

    Ich wage zu behaupten, dass das so nicht stimmt. Hierzu gibt es sein vielen Tagen eine lebhafte Diskussion. Die Beschlüsse des letzten Treffens von Bund und Ländern sprechen ein andere Sprache (siehe z.B. https://www.tagesschau.de/inland/corona-mpk-103.html , Tagesschau vom 10.8.). Die neuen Regeln in Baden-Württemberg sehen ebenfalls anders aus.

    Warum macht er das?
    Warum wird das hier unwiedersprochen hingenommen?

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