Corona und der Hut auf der Stange

Helmut Scheben © hs
Helmut Scheben / 28. Aug 2020 - Nicht der Virus ist das Erschreckende, sondern die Ergebenheit, mit der die Bevölkerung sich in einer Krise entmündigen lässt.

Red. Unser Kollege Helmut Scheben schreibt, weshalb er eine Maskenpflicht ablehnt. Seine Argumente sind ein Beitrag zur Diskussion. Viele andere Beiträge auf Infosperber haben deutlich gemacht, dass eine Maskenpflicht in Innenräumen mit viel körperlicher Nähe sinnvoll sei: Denn Masken reduzieren dort das gegenseitige Ansteckungsrisiko. Wer selber angesteckt wird, steckt wiederum andere an. Die Eigenverantwortung genügt nicht, wenn Handlungen oder Unterlassungen Dritten gesundheitlich schaden können. (upg)

Manche regen sich auf über das Durcheinander der Vorschriften. Der Kanton Zürich verordnet Maskenpflicht in Einkaufsläden, der Kanton Schaffhausen aber nicht. Diese Widersprüche sind für mich kein Problem. Ganz im Gegenteil, sie geben mir Hoffnung, dass Menschenverstand und demokratische Meinungsvielfalt noch funktionieren. Es ist noch erlaubt, in Schaffhausen gut föderalistisch anderer Meinung zu sein und entsprechend zu handeln.

Ich bin gegen Maskenzwang und versuche, zu erklären warum. Ich will nicht missverstanden werden. Ich habe nichts dagegen, dass jemand sich mit einer Maske vor verschmutzter Luft und Krankheitserregern schützt. Viele Menschen in den grossen Städten, vor allem in Südostasien und Lateinamerika, tun dies seit langem, und es mag durchaus sinnvoll sein. Ich trage aber in der Schweiz keine solche Maske. Ich könnte durchaus eine tragen, wenn es die Situation erfordern würde, aber ich möchte es aus freiem Willen tun, nicht unter Zwang.

Ob der Staat an die Eigenverantwortung seiner Bürgerinnen und Bürger appelliert oder aber Massnahmen erzwingt, ist ein grosser Unterschied. So wie es ein Unterschied ist, ob mir das tägliche Quantum an Rotwein, Salat oder Jogging von der Obrigkeit festgelegt und befohlen wird oder ob ich dieses Quantum selber bestimme, wohl wissend, dass ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel mich Jahrzehnte meiner Lebenszeit kosten können.

Der Komiker Lorenz Keiser sagte vor einem Jahr, 2020 werde von Greta Thunberg niemand mehr reden. Es habe zwar kurzfristig eine «Betroffenheitsbewirtschaftung durch die Medien» gegeben, aber das sei es dann gewesen. So ist es. Keine Betroffenheitsbewirtschaftung gab es jemals - soweit ich mich erinnern kann – für die Lungenkrankheit Tuberkulose, an der jährlich etwa zwei Millionen Menschen sterben, aber wahrscheinlich sind es viel mehr als die registrierten Fälle. Tuberkulose wird auf ähnlichem Weg übertragen wie Covid-19. Eine Maskenpflicht zur Vermeidung von TB war meines Wissens nirgendwo auf der Welt jemals ein Thema. Auch die Million Tote, die jährlich von verschmutztem Trinkwasser verursacht werden, darunter 360'000 Kinder, müssten ein wenig unsere Aufmerksamkeit erregen, wenn wir nicht rund um die Uhr schon beschäftigt wären mit unseren Problemen in den sogenannten «Corona-Zeiten».

2015 schätzten die Behörden in der Schweiz 2500 Grippetote, nun haben wir etwas mehr als 1720 Menschen, die mit der Diagnose «Covid-19 positiv» verstorben sind. Von acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Dabei wird nach wie vor nicht registriert, wieviele von ihnen an schweren Vorerkrankungen litten. In der grossen Mehrheit der positiv Getesteten, die als «Corona-Fälle» bezeichnet werden, merken die Leute nicht einmal, dass der Virus in ihrem Körper vorhanden ist, sie zeigen keine oder nur leichte Symptome. Es handelt sich also um einen Virus, gegen den die grosse Mehrheit der Menschen Abwehrkräfte entwickeln.

Seit einem halben Jahr erzählen wir uns nun täglich, wie unsere Corona-Befindlichkeit sich entwickelt: Campingfreunde, Notfallsanitäter, Primarschülerinnen, Prostituierte, Fussballer, Influencerinnen, Barkeeper, Künstler, Performer, Alleinerziehende: Sie alle berichten Tag für Tag, wie sie sich fühlen in dieser sogenannten neuen Normalität. Mit dem Lappen vor dem Gesicht, welcher ihr Leben retten soll. Es ist die Darbietung einer nie mehr endenden Talkshow, ein beflissenes Wiederkäuen des immer gleichen Stoffes, den die Medien auf eine Art betreiben, die an sprachbegabte Papageien erinnert. Da gilt für die Schweiz zweifellos auch, was der Philosoph Peter Sloterdijk einmal über Deutschland sagte: «Moderne Gesellschaften werden durch die Themenmaschine der Massenmedien ständig animiert, synchronisiert und integriert. Wenn 80 Millionen Deutsche ständig mit Erregungen versorgt werden müssen, damit soziale Kohärenz entsteht, ist das keine Kleinigkeit.»

Jetzt leistet mir sogar das Migros-Magazin (24. August 2020) schon Lebensberatung der konkreten Art. Unter dem Zwischentitel «Wen einladen?» heisst es, das Bundesamt für Gesundheit empfehle: Klein aber fein. Und dazu der redaktionelle Ratschlag: «Vielleicht eine gute Gelegenheit, den weniger gern gesehenen Teil der Verwandtschaft gar nicht erst einzuladen.» Man dankt für diesen wichtigen Hinweis.

Das Prozedere der Begrüssung an der Haustür wird mir mit der hinreichenden Ausführlichkeit dargelegt: Desinfektionsmittel, Verzicht auf Küssen, Umarmungen, Händeschütteln. Allerdings nicht ohne die bahnbrechende philosophische Dialektik: «Nähe, auch wenn sie nur noch so kurz ist, tut aber gut.»

Deshalb, man staunt, «sagen verschiedene Experten, dass eine kurze aber feste Umarmung in Ordnung ist.» Fast kommen einem die Tränen. Verschiedene Experten sagen, man dürfe seine Freunde und Verwandten umarmen. Eine beinah ungehörige Vorstellung.

Beim Essen allerdings hört der Spass auf. Bei der Corona-Sitzordnung ist auf Abstand zu achten und generell ist Stehparty vorzuziehen. Die gemeinsame Saucenschüssel ist okay, auch ein Fondue oder Chips-Essen ist gestattet: «Aber bitte kein Double-dipping, wie die Angelsachsen sagen.» In der Chronologie der Stoffwechselvorgänge wäre anschliessend ein Reglement für das Verhalten auf dem WC konsequent, bleibt uns im Migros-Magazin aber erspart.

Generell scheint zu gelten: Niemand soll Freude haben. Disziplinlose Lebensfreude war früher. Daher der dringende Rat: «Wichtig ist, die Feier nicht dauernd mit den unbeschwerten Familienfesten früherer Jahre zu vergleichen – sonst sind am Ende alle unzufrieden.»

Ich frage mich bei der Lektüre all dieser neuen Verordnungen und Vorschriften, ob wir alle verrückt geworden sind. Wie ist es möglich, dass wir seit vielen Monaten diesen Schwachsinn über uns ergehen lassen, ohne auf den Tisch zu hauen und zu sagen: Jetzt langt’s? Die Kabarettistin Hazel Brugger sagte in einem Interview, sie müsse sich bei dem, was sie täglich sehe, ständig einreden: Ich bin nicht geisteskrank.

Christina Neuhaus äusserte im Mai in der Neuen Zürcher Zeitung ihr Unbehagen über die Kultur der Repression, die sich mit Corona ausbreitet: «Die Frage, was eine Gesellschaft eigentlich zusammenhält, können weder Virologen noch Staatsrechtler beantworten. Wenn Polizisten Kinderspielplätze kontrollieren, junge Väter Grossväter anpflaumen, weil sie sich aus dem Haus wagen, und Balkon-Sheriffs jedesmal die 117 wählen, wenn die Nachbarn gegenüber Besuch bekommen: Bringt das nicht etwas ins Kippen, was vielleicht nie mehr geradegerückt werden kann?»

Politik wird zweifellos mit Symbolen gemacht. Symbole wie der Hut auf dem Marktplatz, den alle grüssen müssen. Damit zeigt die Obrigkeit, dass sie Obrigkeit ist und stellt öffentlich kontrollierbaren Konsens her – Sloterdijk nennt es soziale Kohärenz. Das funktioniert umso besser, je weiter sich eine Gesellschaft von dem Prinzip entfernt hat, dass erwachsene Menschen keine Kinder sind, die geführt werden müssen.

Wir sind in unserem angstbesetzten Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle in die Kleinkind-Rolle abgerutscht. Da darf niemand mehr Wanderstöcke benutzen, ohne ein 30-Seiten-Manual zum Erlernen des Nordic Walking zu Rate zu ziehen und den Nordic-Walking-Versicherungsschutz zu kaufen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der niemand mehr einen Nagel in ein Brett schlägt, ohne das Kleingedruckte in der Versicherungspolice zu kennen. Und wer nicht mitmacht im Sicherheitswahn, gilt bald einmal als nicht gesellschaftsfähig.

«Sterben ist der ultimative Kontrollverlust», sagt der Psychiater René Bridler. Aber in der Regel, so Bridler, können wir das gut abspalten, da es meist woanders auf der Welt stattfindet. Kollektives Sterben, etwa durch Kriege oder Hungersnöte, kennen wir aus eigener Erfahrung nicht. Heute findet der Tod bei uns am Rand der Gesellschaft statt und wird durch ein effizientes Management separiert vom gewöhnlichen Leben.

Noch unsichtbarer als Kriege und Hungersnöte ist der Virus. Wir können ihn nicht wahrnehmen, er ist eine Ahnung, ein Phantasma, ein Albtraum, eine düstere Wolke der Imagination. Also musste man ihn sichtbar machen. Diese Funktion hatten die Fernsehbilder von Leichensäcken und überfüllten Intensivstationen in Bergamo. Eine Horror-Picture-Show, die Angst verbreitete. Keine Bilder gab es dagegen in unseren Nachrichtensendern von den europaweit leerstehenden Intensivstationen, die für Covid-19 freigehalten wurden.

Die Regierungen in Italien und Spanien verordneten den bedingungslosen Lockdown. Monate lang war es in kritischen Gebieten streng verboten, auch nur das Haus zu verlassen. Man musste einen Passierschein ausfüllen, um Lebensmittel einzukaufen. Schweden dagegen verzichtete weitgehend auf Zwang und appellierte an seine Bürgerinnen und Bürger, sich vernünftig zu verhalten.

Mit welchem Ergebnis? Italien und Spanien registrieren nun nach einem brutalen Lockdown höhere Sterberaten pro Einwohnerzahl als Schweden. Selbsternannte Ethnopsychologen wissen die Erklärung. Die Schweden konnten so verfahren, weil sie einen anderen Nationalcharakter haben. Das leuchtet ein, denn man weiss ja: Die Schotten sind sparsam, die Italiener sind faul und singen, die Franzosen waschen sich seit Louis XIV nicht, und die Schweden haben eben auch diesen «Nationalcharakter».

Nun gibt es in Europa keine Horrorbilder mehr, doch die Angst wird unablässig geschürt. Keine Nachrichtensendung ohne die neusten «Fallzahlen», welche das BAG liefert. Eine Übung in Absurdität. Denn die absolute Anzahl von positiv getesteten Personen hat keinerlei statistische Relevanz, wenn man sie nicht in Bezug setzt zur Anzahl der Tests. Und selbst wenn dies gemäss den Anforderungen journalistischer Professionalität geschähe, liefert die Anzahl der Tests wiederum keine zuverlässige Aussage über die Ausbreitung des Virus, wenn man nicht systematisch testet, sondern nur diejenigen, die sich mal krank fühlen, aus den Ferien einreisen, im Spital arbeiten und so weiter. Bei all dem ist der Gebrauch des Wortes «Fälle» für Covid-19-positiv Getestete in hohem Mass manipulativ, denn er suggeriert Erkrankungen oder Krankheitsfälle, die es nicht gibt. Da werden Wortfesseln konstruiert, die selbständiges Denken verhindern sollen.

Verschwiegen wird dabei, wieviel im Ungewissen liegt. Eine deutsche Immunologin legte vor dem Bundestag dar, dass der PCR-Test auch dann positiv ausfällt, wenn er nur Virentrümmer von früheren ähnlichen Infektionen erkennt. Es ist also ein unzuverlässiger Corona-Test. Tatsache ist: Der Virus wird sich ausbreiten, was auch immer man tut, um diese Ausbreitung zu blockieren. Das Beispiel Schweden zeigt, dass es vernünftiger wäre, diese Ausbreitung geschehen zu lassen, ohne das soziale Leben und die Wirtschaft abzuwürgen. Schon am 23. März stellte ein Kulturredaktor im Zürcher Tagesanzeiger die Frage, «ob das beabsichtigte Verzögern der Infektionskette nicht zu einer Verlängerung der Krise führt, die Teile der Wirtschaft nicht mehr verkraften können.»

Die stündliche Meldung der «Fallzahlen» im Katastrophen-Stil trägt nicht zur Aufklärung bei, sondern bewirkt, dass in der Bevölkerung mehr Angst erzeugt und die bestehende Angst neurotisch wird. Ende Mai geben 60 Prozent der 15- bis 24-jährigen jungen Leute an, sie fühlten sich gestresst und ängstigten sich um ihre Zukunft. In der Schweiz. Nicht etwa in Haiti oder im Gazastreifen. Ich habe in mehr als fünfundvierzig Berufsjahren als Journalist noch nie eine mediale Kampagne von vergleichbarer massenpsychologischer Wirkung gesehen. Ich hätte bis vor kurzem nicht für möglich gehalten, dass in der Schweiz Exekutiv-Verfügungen von derart totalitärem Charakter akzeptiert würden.

Die französische Philosophin Cynthia Fleury sagte, man wolle nun mit derlei Massnahmen das Leben schützen, nur müsse man sich bewusst sein, dass das Leben keine rein biologische Angelegenheit ist:

«Es gibt auch ein soziales Leben, ein wirtschaftliches Leben, und ich befürchte, dass die Strategie, die dem biologischen Leben und der körperlichen Gesundheit den absoluten Vorrang einräumt, auf den anderen Lebensebenen noch sehr viel zerstörerische Auswirkungen haben wird.»

Als 1819 die Behörden einem Frankfurter Juden verboten, auf einen Schoppen Wein nach Bornheim zu gehen, weil seine Sicherheit gefährdet sei, schrieb der Publizist Ludwig Börne: «Wenn man Reisenden, um sie vor Strassenräuberei zu schützen, das Reisen verbietet, hiesse das ja, Zahnschmerzen durch Kopfabschneiden zu heilen.»

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Infosperber-DOSSIER:

Coronavirus: Information statt Panik

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46 Meinungen

Vielen Dank für den wertvollen Beitrag!

Im übrigen ist die Maskenpflicht viel Grundlegender in Frage zu stellen. Gemäss Swissmedic ist der PCR-Test nicht in der Lage, ein Virus überhaupt nach zu weisen. Dies kann nur ein Virentest. Ebensolche Virentests macht das RKI in DE mit dem Sentinelbericht. Gemäss diesem Bericht konnte Sars CoV 2 in DE seit der KW16 nicht mehr nachgewiesen werden. Vor was soll also die Maske überhaupt schützen?

Stöckli Marc, am 28. August 2020 um 10:23 Uhr
Ein funktionierendes Staatswesen braucht eine Mehrheit von verantwortungsbewussten Menschen, die gemeinsam für eine Sache einstehen. Eine Minderheit kann jede Mitarbeit verweigern und sich keinen Deut um gar nichts kümmern. Das Staatswesen funktioniert trotzdem. Wenn jemand aus dieser Minderheit dazu aufruft, die Regeln der Mehrheit absichtlich zu verletzen, dann soll demjenigen tüchtig der Arsch versohlt werden.
Stefan Hugi, am 28. August 2020 um 10:42 Uhr
Super! Infosperber bleibt ein Leuchtturm in der Brandung der schweizerischen Medien!
Theo Schmidt, am 28. August 2020 um 10:50 Uhr
Bravo Infosperber für die Publikation dieses Textes. Ihr seid mein Lichtblick in der Schweizer Medienlandschaft!
Marianne Hassenstein, am 28. August 2020 um 11:15 Uhr
Guten Tag Herr Scheben

Es ist zur Mode geworden, insachen 'Corvid-19' gegen die Regierung zu wettern. Wieso machen Sie mit?
- Wir wissen alle noch viel zuwenig über Covid-19.
- Die Medien missbrauchen das Thema, um sich wichtig zu machen. Aber die Autor:Innen wissen auch nicht mehr über Covid-19 als alle Anderen.

Wie wäre es, einfach geduldig zu warten, bis wir genug wissen über Covid-19, um aufgrund erhärteter wissenschaftlicher Erkenntnisse 'das Richtige' zu tun. Und vorher bleibt uns allen, auch 'der Regierung' + ihren Berater:Innen nichts Anderes, das mit den vorhandenen Erkenntnissen + viel gesundem Menschenverstand das Best-Mögliche zu tun. OK?
Konrad Staudacher, am 28. August 2020 um 11:53 Uhr
Vielen Dank Herr Scheben für diesen Artikel. Auch ich wundere mich, wie manipulierbar die Masse geworden ist. Wo bleibt das eigenständige kritische Denken? Ist das schon der Verblödung durch die modernen Medien geschuldet? Dank täglicher Angstmacherei zeigt man sich solidarisch und tut wie geheissen. Berechtigte Kritik wird als Verschwörungstheorie abgestempelt. In Berlin werden coronakritische Kundgebungen verboten. Man muss sich das mal vorstellen. Man hebelt die Demokratie aus und erzieht die Menschen zu Herdentieren. Das tägliche Verkünden der Fallzahlen soll uns gefügig halten. Es geht längst nicht mehr um Fakten sondern nur noch um die Aufrechterhaltung der Angst. Was ist geschehen? Wie konnte es soweit kommen in unserer hochentwickelten und technisierten Welt? Aufgrund von Zahlen ohne Aussagekraft werden Massnahmen aufrecht erhalten und Existenzen aufs Spiel gesetzt wie man es bis anhin noch nie erlebt hat. Und bedenkt man (wie es auch Herr Scheben tut), wie viel Personen täglich aufgrund anderer, zum Teil menschengemachten Ursachen ums Leben kommen, wird einem dieser heuchlerische Irrsinn erst recht bewusst. Es bleibt einzig die Hoffnung, dass sich mit dem Fortdauern der Massnahmen auch mehr und mehr eine kritische Haltung durchsetzt und die Verantwortlichen zu entsprechendem Handeln zwingt.
Martin Braun, am 28. August 2020 um 12:04 Uhr
Her Scheben
Sie können von mir aus Ihre Freiheiten ausleben indem Sie (ohne Maske) mit einer goldenen Armbanduhr durch kriminelle Stadtquartiere von Bogota spazieren oder indem Sie sich lustig machen über Menschen die unsere Welt etwas anders sehen.
Sie wissen bestimmt, dass eine Maske nicht primär Sie selber schützt sondern das Umfeld. Bekanntlich hört Ihre Freiheit dort auf, wo Sie meine beeinträchtigen. Und wenn Sie mich in engem Raum ohne Mundschutz anhusten ist dies der Fall.
Sie haben sicher auch keine Freude, wenn Ihnen ein Hund in den Garten kackt.
H. Sigrist, am 28. August 2020 um 12:23 Uhr
Sie sprechen mir aus dem Herzen.
Allerdings bin ich nicht grundsätzlich gegen das Maskentragen, wünschte mir jedoch, dass eine Pflicht in einem vernünftigen Mass umgesetzt würde, z.B. nur in geschlossenen Räumen und dort auch nur, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
Dies wäre sicher ein besserer und nachvollziehbarerer Kompromiss zwischen Lebensfreude (wenn man dem so sagen kann) und Schutz vor Ansteckung.
Die Schweiz hat im Vergleich zu anderen Staaten anfänglich vernünftige Massnahmen ergriffen. Leider werden diese Massnahmen ständig fragwürdiger, die früher oder später zivilen Ungehorsam auslösen und schliesslich kontraproduktiv sein werden.
Ansonsten bin ich voll und ganz Ihrer Meinung.
Andreas Slemenjak , am 28. August 2020 um 12:26 Uhr
Herzlichen Dank für diesen Artikel.
Sehr wohltuend fand ich bisher die Berichterstattung von infosperber bezüglich von covid-19: Nachdenkend, Ungereimtheiten aufzeigend, nicht einfach Reflexen und einer einmal eingenommenen Position folgend.
Insofern finde ich es ernüchternd und alarmierend, dass die Redaktion das Gefühl hat, diesem Artikel eine distanzierende Stellungnahme vorauszuschicken.
Beste Grüsse,
Christoph Cordes
Christoph Cordes, am 28. August 2020 um 12:29 Uhr
Ein Beitrag, über welchen man bloss noch den Kopf schütteln kann ! Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit mit Landvogt Gesslers Hut auf der Stange gleichzusetzen ist schlicht und einfach grotesk. Erinnert frappant an das Impfverweigerertum der Rudolf-Steiner-gläubigen Seuchenfreunde, welche in asozialer Art und Weise nichts dabei finden, wenn ihre ungeimpften Kinder ihre Kamerädlein mit Masern infizieren und die Seuche aus dem abgeschotteten Biotop ihrer Waldorfschule hinaus in die weite Welt exportieren. Dass mit der Maskentragpflicht ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Öffentlichkeit vor einer weiteren Covid-19-Weiterverbreitung geleistet werden kann, dürfte wohl kaum bestritten werden. Dass der gut gemeinte Appell an die Selbstverantwortung des Öfteren keine Früchte trägt ist leider ebenfalls Fakt. Wenn, wie es sich zur Zeit abzeichnet, trotz steigender Infektionszahlen die Selbstdisziplin nachlässt, werden Zwangsmassnahmen zum Schutz der Allgemeinheit unumgänglich. Eine unbequeme Erkenntnis, mit welcher wir uns, wohl oder übel, auseinandersetzen müssen.
René Edward Knupfer-Müller, am 28. August 2020 um 13:27 Uhr
Wie es scheint ist die Welt Pleite. Um dem wahren Schuldigen zu nennen, muss nun Corona hinhalten - und alle glauben das uneingeschränkt. Als Tarnung trägt man nun Maske - glauben auch alle - wenngleich bewiesenermassen diese Billigmaske rein gar nichts nützt. Aber sieht toll nach Virus aus.

Wie nun auch Bill Gates mittlerweile öffentlich nicht mehr verschweigt sondern in einem offenen Statement zu Tage gibt, dass die Impfpflicht wichtig sei und dieser lebensgefährliche Virus nur abgewendet werden kann, wenn man mit der Impfung auch gleich den Menschen Genttechnisch verändert. Nun werden wir also zu Aliens gemacht ? oder was ?
Aber wenn man schon dran ist, kann man ja Microsoft noch unterstützen, indem man die Menschen gleichzeitig mit einem Nanochip bestückt. Software aus dem Hause Microsoft steht sicher parat.
George Orwell lässt grüssen. Es geht wirklich nur um das Eine; Wir Menschen sollen gefügig gemacht werden und um David Rockefeller sinngemäss zu zitieren: «Um die Menschen gefügig zu machen, bedarf es nur einen grossen Krise, einer wirklich sehr grossen Krise und wir werden tun, was sie wollen».
Wir zittern um unser Leben, welches für jeden Menschen endlich ist. Aber wir haben verlernt zu leben und zu sterben... alles nur noch im Spital und im Vertrauten.....
Daniel Jegge, am 28. August 2020 um 14:06 Uhr
Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel. Es ist ja nicht zu glauben, dass die Mainstream Medien den Fall Schweden immer noch als totales Versagen hinstellen und das weltweit.
Wer sich näher für die Gleichschaltung von Medien interessiert, sollte sich mal die Besitzverhältnisse der grossen Nachrichten Agenturen ansehen. Sehr erhellend.
Elisabeth Heer, am 28. August 2020 um 14:55 Uhr
Die kenianische Regierung hat jene ihrer Bürger, die es sich leisten können, Gesichtsmasken nicht nur für sich, sondern auch einige für ihre Nachbarn zu kaufen gebeten, die sie sich nicht leisten können. An der Küste hat eine südafrikanische Mitinhaberin eines kleinen Unternehmens Masken für ihre kenianischen Mitarbeiter/innen genäht und verschenkt; eine holländische KLM Stewardess hat dem gleichen Unternehmen 1000 Masken kostenlos zum Verschenken mitgebracht.
Das beeindruckt mich mehr als all die von Ihnen zitierten philosophischen Weisheiten.
Michel Mortier, am 28. August 2020 um 16:05 Uhr
Herrlicher Artikel ... Danke.
Jacques Marchand, am 28. August 2020 um 17:10 Uhr
Eine hervorragende, faktenbasierte Gesamtschau. Schade nur der redaktionelle Vorspann - - -
Urs Georg Allemann, am 28. August 2020 um 18:41 Uhr
Danke Herr Scheben. Herr Gasche liegt in seinem etwas unnötigen Vorkommentar zur Maskenpflicht immer noch falsch: https://corona-transition.org/maskenpflicht-brachte-in-osterreich-keinerlei-messbaren-nutzen
Michael Javav, am 28. August 2020 um 18:41 Uhr
Vielen Dank für den Artikel, Herr Scheben. Sie sprechen mir aus dem Herzen!

Es könnte sich durchaus zeigen, dass die Angst vor Corona letzten Endes mehr Menschen ins Grab bringt als das Virus selbst. Nicht bei uns, aber in Entwicklungsländern.
Wenn Jürg Utzinger, Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH) in Basel, sagt:
«Selbst im besten Fall müssen wir damit rechnen, dass in Entwicklungsländern mehr Menschen an den indirekten Folgen der Corona-Krise sterben als an Covid-19 selbst», dann muss man sich schon bewusst bleiben, dass die «indirekten Folgen der Corona-Krise» ziemlich direkt durch die Panikmache verursacht werden und nicht etwa durch das Virus selbst.
https://www.nzz.ch/international/corona-in-afrika-nebenwirkungen-schlimmer-als-pandemie-selbst-ld.1572736
Daniel Heierli, am 28. August 2020 um 20:12 Uhr
Besten Dank für diese klare Stellungnahme.
Josef Hunkeler, am 28. August 2020 um 20:35 Uhr
Herzlichen Dank, Herr Scheben, für diesen Beitrag! Hoffen wir, dass mehr Medien anfangen, nuanciert und differenziert zu berichten! Infosperber ist oft sehr tröstlich zu lesen im sonstigen Einheitsbrei der Verlautbarungen!
Susanne Studer, am 28. August 2020 um 21:54 Uhr
Hut ab Herr Scheben.
Ihre Darstellung ist wahrlich ein Lichtblick im Vergleich zum üblichen Panikbrei der den Leuten (mit Nasezuhalten) zwangsweise eingelöffelt wird.
Eine der Kernfragen in Ihrem Artikel ist << Wie ist es möglich, dass wir seit vielen Monaten diesen Schwachsinn über uns ergehen lassen, ohne auf den Tisch zu hauen und zu sagen: Jetzt langt’s? >> Sie beantworten dies zum Teil schon selber.. <<in der Form einer Abwertung von Skeptikern, Aktivisten und nachdenklichen Leuten als Spinner, Verschwörungstheoretiker oder noch schlimmerem >>.. Es wird ein zähnefletschender medialer Lynchmob auf alle Persönlichkeiten oder Regierungen angesetzt, die sich auch nur ansatzweise dem erschaffenen Narrativ entziehen. Dazu kommt, das die ganze Corona Hysterie eine sorgfälltig geplante Psy-Op zu sein scheint, wo mit ausgeklügelten psychologischen Mittel (schock and awe) die Leute grösstenteils zu Kaninchen vor der Schlange verwandelt werden.
Sehr interessant ist dazu der Film «Plandemic Indoctornation», den man im Blog - www.zeitpunkt.ch - finden kann.
Auch sehr empfehlenswert sind viele Artikel im Magazin «Rubikon» (www.rubikon.news) - Leitspruch «Es kommt immer anders wenn man denkt"
Patrick Jud, am 28. August 2020 um 22:15 Uhr
Eine Demokratie braucht tatsächlich eine grosse Zahl vernünftiger Menschen, um zu funktionieren. Die Frage ist, ob sich die Mehrheit nach den Nöten einer Minderheit richten muss. In diesem Sinne liegt es Nahe Sloterdijk zu zitieren, auch wenn meiner Meinung nach seine Argumentation auf keinen Fall für jede Diskussion herangezogen weden darf. Meiner Meinung nach ist eine Demokratie die Herrschaft der Mehrheit, wobei in der Sozial-Demokratie für Minderheiten Lösungen gesucht werden, damit der soziale Frieden gewahrt werden kann. Mit dem Lockdown und den darauf folgenden Massnahmen wurden die Nöte einer Minderheit zur Handlungsmaxime ernannt, der Wirtschaft geschadet und unseren Kindern eine Zukunft vorgespurt, welche sich eine Mehrheit bestimmt nicht gewünscht hätte. Dasselbe passiert mit unserer Sprache, wo ebenfalls Minderheiten bestimmen, wie eine Mehrheit zu reden hat. Es ist nicht unerheblich wie wir unsere Sprache gebrauchen können und es ist kein gutes Zeichen, wenn man nicht zum Kern der Diskussion vorstossen kann, weil man erst die Geschlechter und deren korrekte Anrede klären muss, nur um dann festzustellen, dass jegliche Kritik an den Corona-Massnahmen sofort von der «Cancel-Culture» hinweggefegt wird. Deshalb finde ich diesen Artikel ausgezeichnet, weil er veranschaulicht, dass das vor jahren schon festgestellte «Formtief» der Schweizer Demokratie sich nun mit Corona und anderen Erschütterungen keineswegs verbessert hat.
Manuel Ruckstuhl, am 28. August 2020 um 22:57 Uhr
Ganz Europa hat Maskenpflicht beim Einkaufen, ich habe das auf meiner ausgedehnten Osteuropa-Reise täglich erlebt. Von der Ukraine über Polien, Tschechien bis nach A und D überall Maskenpflicht, die auch durchgesetzt und eingehalten wird. Nur die Schweiz meint, es besser zu wissen. Die Konsequenzen sehen wir: jede Woche höhere Fallzahlen und die Schweiz landet bei immer mehr Ländern auf der gelben und roten Liste. Ein Resultat, das auf das Wursteln von Bund, Kantonen und BAG zurückgeht. Das Motto scheint totale Überforderung zu sein.
Alois Amrein, am 28. August 2020 um 23:06 Uhr
Hervorragender Artikel. Spende in die Kaffeekasse.
Urs Sprecher, am 28. August 2020 um 23:42 Uhr
Helmut Schebens Argument:

"Ich könnte durchaus eine [Maske] tragen, wenn es die Situation erfordern würde, aber ich möchte es aus freiem Willen tun, nicht unter Zwang.
Ob der Staat an die Eigenverantwortung seiner Bürgerinnen und Bürger appelliert oder aber Massnahmen erzwingt, ist ein grosser Unterschied. So wie es ein Unterschied ist, ob mir (sic) das tägliche Quantum an Rotwein, Salat oder Jogging von der Obrigkeit festgelegt und befohlen wird oder ob ich dieses Quantum selber bestimme, wohl wissend, dass ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel mich Jahrzehnte meiner Lebenszeit kosten können."

Ja genau, Herr Scheben, hier geht es ja nur um SIE (bzw. Ihr «Quantum an Rotwein, Salat oder Jogging».

Nein, selbstverständlich nicht!

Es fällt Ihnen offensichtlich schwer - sogar über einen lieben langen Artikel hinweg - den egozentrischen Standpunkt zu verlassen. Vielleicht hilft es, wenn Sie Ihre Logik bzw. Argumentation einmal am Beispiel (Zigaretten-)Rauchen durchspielen:

Geht es dabei um Ihr «tägliches Quantum» an Zigaretten? Nein, «von der Obrigkeit» wird nichts «festgelegt und befohlen». Sie können Ihre Lebenszeit (und wahrscheinlich auch -qualität) nach Belieben einschränken. Aber nicht die Lebenszeit Ihrer Mitmenschen!

Herr Scheben, war es eine Unverschämtheit bzw. eine Freiheitsberaubung, als Ihnen die Obrigkeit den Zwang auferlegte, in öffentlichen Räumen (wie Restaurant, Zügen) keine Zigarette mehr anzuzünden?
Stephan Kühne, am 29. August 2020 um 00:26 Uhr
In intellektuelle Grammatik verpackt spricht auch hier wieder trumpscher Egoismus. Soll die Schweiz ein geschlossenes System kleiner Dörfchen sein? Ich lebte meine ersten rund 30 Jahre in Basel und St. Gallen. Die einzige Kantonsgrenze die ich präzise nennen könnte, ist die Stadtgrenze St. Gallens zu AR. Kantonale Regeln in einem mini-Staat von 8 Millionen Einwohnern und eine maximalen Reisedauer von rund 5h von St. Gallen bis Genf, das ist der Stinkefinger an mobile Menschen des 21. Jahrhunderts. Von Migranten in der Schweiz ganz zu schweigen, selbst viele Schweizer wissen nicht mehr wo sie was müssen. Masken retten Leben, Ende der Diskussion, müsste eigentlich der selbstverständliche Konsens sein. Stattdessen haben wir tausende Todesopfer und feiern das als Konsequenz der Freiheit auch noch. Ich lebe in einer Stadt mit 24 Millionen Einwohnern die nie die Grenzen zu China dicht machte, weil sie in China liegt. Wir haben 9 Koronatote zu beklagen. Stressniveau war fast null, weil wir alle die gleichen Regeln hatten und nicht über die Frage diskutieren mussten, ob mir die Ästhetik einer Maske gefällt oder ich lieber das Leben meiner älteren Mitmenschen behüten soll. Egoismus ohne Grenzen ist die hässliche Fratze des Januskopfes Individualismus im 21. Jahrhundert.
Harald Buchmann, am 29. August 2020 um 01:40 Uhr
Sehr guter Bericht!
Die ganze Welt zappelt oder orientiert sich an den positiven Fallzahlen.
Diese entstehen durch nicht validierte PCR Tests verschiedener Pharma Konzerne mit mehr oder weniger FALSCH positiven Fälle.
Die Mainstream Medien versuchen die Angst der Bevölkerung zu schüren.
Die Corona-Abteilungen der Spitäler sind schon lange leer, aber es wird immer an die Bilder von März/April in Italien erinnert um die Panik zu schüren.

https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-05-11..latest&country=~CHE&deathsMetric=true&interval=smoothed&perCapita=true&smoothing=7&pickerMetric=location&pickerSort=asc
Das ist KEINE Pandemie mehr.
Peter Gander, am 29. August 2020 um 06:47 Uhr
@Staudacher - angebliche mangelnde Kenntnis von COVID-19.
Covid-19 bezeichnet eine 2019 durch Coronaviren verursachte Krankheit, d.h. die kann schon früher oder auch jährlich aufgetreten sein.

Siehe auch BAG 'COVID-19 – die Krankheit', Zitat: «Eine grosse Mehrheit mit einer Ansteckung zeigt einen milden Krankheitsverlauf». Eigentlich ein Pfnüsel, da Coronaviren Erkältungsviren sind.
Ausnahme ist eine Corona-Unverträglichkeit, bei welcher ein schwerer oder kritischer Verlauf entstehen kann. Diese Unverträglichkeiten sind ebenfalls bekannt.

Quelle: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/krankheit-symptome-behandlung-ursprung.html

Hinweis: SARS-COV-2 ist wie SARS-COV-1 ein Coronavirus, beide verursachen eine schwere, akute Atemwegserkrankung (keine Erkältung / Pfnüsel).
Peter Herzog, am 29. August 2020 um 09:14 Uhr
@ Herr Scheben: Danke für diesen Artikel, der zwar zur Faktenlage nichts beiträgt, aber immerhin einige wunderbar unterhaltsame Vergleiche zieht - bei denen der Realitätsbezug nicht ganz abgewiesen werden kann-.
@ Herr Amrein: Haben Sie die Entwicklung der Fallzahlen der von ihnen bereisten Länder angeschaut? Ist das die Wirkung der Masken? Wenn ja, dann lieber keine Maskenpflicht...
Michel Walker, am 29. August 2020 um 09:39 Uhr
Andreas Slemenjak bringt es in seinem Kommentar auf den Punkt. Es geht bei den Masken um das vernünftige Mass. Aus physikalischen Gründen muss gelten:

Unterhalb der Reichweite von Tröpfchen (0.3 m bei Leuten, die nur atmen, 1-2 m bei Leuten, die leise bis laut sprechen, mehrere Meter bei Leuten, die *offen* niesen (noch nie erlebt), bieten auch die einfachsten Masken (Mundschutz, denn Nasenschutz ist hier nicht nötig) einen sehr wirksamen Schutz. Darüber, also meistens, sind sie aus diversen Gründen *kontraproduktiv*, schaden also mehr als sie nützen, und verleiten die Menschen dazu die wichtigeren Massnahmen zu vergessen.

Oberhalb der Reichweite der groben Tröpfchen verteilen sich feine Aerosole mit der Zeit im ganzen Raum, wie Zigarettenrauch. Hier ist der Selbstschutz bei den grobporigen und nicht dichtenen einfachen Masken bescheiden und der Fremdschutz extrem bescheiden oder kontraproduktiv, wie physikalische Messungen zeigen. FFP-Masken, die selten zu sehen sind, ergeben bei richtiger Anwendung einen sehr hohen Selbstschutz (weil sie durch den Unterdruck des Einatmens gut dichten) aber eine schlechten Fremdschutz (weil der Druck die Maske wegdrückt und die meiste Atemluft seitlich entweicht). Viel wichtiger sind hier Expositionsdauer und Güte der Lüftung.

Fazit: Eine absolute Maskenpflicht schadet mehr als sie nützt. Eine relative (z.B. Mundschutz bei Sprechenden innerhalb 1.5 m Distanz) würde weniger schaden. Plus freiwillige FFP-Masken für Risikopersonen.
Theo Schmidt, am 29. August 2020 um 11:23 Uhr
@Kühne. Das Beispiel Rauchverbot ist sehr gut. Glaubt jemand im Ernst, dieser Virus verursache in der Schweiz mehr Erkrankungen und Todesfälle als Pestizidrückstände in Lebensmitteln oder die Schadstoffbelastung durch Verbrennungsmotoren? Hat einer von denen, die nun nach umfassender Maskenpflicht rufen, jemals gefordert, wir müssten z.B. den privaten Gebrauch von Dieselfahrzeugen einschränken? Wir können ein besseres, gesünderes Leben führen, wenn wir unsere Wirtschaftsweise ändern. Aber das ist ein langwieriger politischer Prozess. Die momentane Panik-Politik namens Corona ist Heuchelei und die Vorspiegelung einer Sicherheit vor Krankheit und Tod, die es nie geben wird. Die aktuelle Corona-Politik ist die kognitive Dissonanz von Leuten, die z.B. kein Fleisch essen, weil sie länger leben wollen, aber jeden Tag mal bei rot über die Kreuzung fahren.
Helmut Scheben, am 30. August 2020 um 10:43 Uhr
Einfach nur gut. Danke für diesen Kommentar! Die Corona-"Krise» gleicht inzwischen einer Massenpsychose. Aus der Psychologie kennt man das Phänomen der «folie à deux»: wenn sich Wahnvorstellungen von einer Person auf eine andere übertragen. Dass Ähnliches über die Massenmedien auch für eine ganze Gesellschaft (oder sogar die ganze Welt) möglich ist, sieht man jetzt exemplarisch.
Benjamin Hämmerle, am 30. August 2020 um 12:20 Uhr
Sehr schöner Artikel. Leider juckt es niemanden.
Dass die Gesellschaft immer schon meist aus leichr zu manipulierenden Mitläufer*innen ,» mit Lob und Schokolade leicht zu regieren «(Hermann Hesse) besteht, ist nix Neues .
"Und wenn es Mode wird, sich die Daumen blau zu hauen, tun sies's auch( Erich Kästner).
Was der initiale Kommentar zum Bericht in dieser Form allerdings soll, erschließt sich mir nicht
Bernd Mensing, am 30. August 2020 um 14:22 Uhr
Werter Urs Sprecher
Da machen Sie das genauso, wies die Medien auch machen .
Den Autor Herrn Scheben in die Ecke des asozialen Egomanen zu stellen, weil er klar formuliert, dass » der Kaiser ja nackt ist» ist ziemlich billig.
Vor 90 Jahren nannte man Gegner des Systems in Deutschland schon mal ähnlich, z.B. Schädlinge, die dem gesunden(sic!) «Volkskörper» Schaden zufügen.


Es gibt seh
Bernd Mensing, am 30. August 2020 um 19:57 Uhr
@Scheben: Zusammen könnten wir sicher unzählige Massnahmen auflisten, die - im Vergleich zu jenen gegen Corona - gewiss mehr zur Lebensdauer und v.a. zur Lebensqualität auf diesem Planeten beitragen würden. [Einschränkung: Diese Aussage kann aber niemand mit Gewissheit machen, da die wissenschaftliche Datenlage hierfür - aktuell zwar besser - immer noch zu dürftig ist.]

Ich denke an Massnahmen z,B. gegen Malaria, TB usw. Oder um hier gleich an die Wurzel zu gehen: Massnahmen gegen die Ausbeutung (all jener, die - aufgrund ihrer Machtlosigkeit - uns ausgeliefert sind).

Etwas näher dem eigenen Leib: Massnahmen gegen all jene (und dazu gehören wir - zumindest indirekt - schon wieder fast alle), die anderen einen - körperlich/psychisch - ungesunden/schädigenden Lebensstil aufdrängen, nur weil dadurch der eigene Profit gesteigert werden kann [später aber mit Schmerz & Geld bezahlt wird (z.B. via Übergewicht/Diabetes/Herzkreislauf, Burnout, (Versicherungs-)Kosten)].

NUR, Herr Scheben, es besteht keinerlei Zusammenhang zwischen diesen Massnahmen. Das heisst: Der Entscheid, die Corona-Massnahmen zu kappen (und «mehr Corona-Tote hinzunehmen"), führt nicht dazu, dass auch nur ein (!) Franken in die noch viel dringenderen Bereiche (z.B. gegen Malaria, Armut) fliesst (und so ein anderes Leben gerettet würde).

Ihr Argument scheint mir daher auch grob zu «lahmen». Böse Zungen würden vielleicht sogar auf «Heuchelei und die Vorspiegelung [falscher] Sicherheit» verweisen ... ;-)
Stephan Kühne, am 31. August 2020 um 01:20 Uhr
Ich habe den falschen Menschen angesprochen. Korrektur:
Hier der gleiche Kommentar vom 30.8. um14.22 daher nochmal:
Werter Stephan Kühne
Sie machen das genauso, wies die Medien auch machen .
Den Autor Herrn Scheben in die Ecke des asozialen Egomanen zu stellen, weil er klar formuliert, dass » der Kaiser ja nackt ist» ist, ziemlich billig.
Vor 90 Jahren nannte man Gegner des Systems in Deutschland schon mal ähnlich, z.B. Schädlinge, die dem gesunden(sic!) «Volkskörper» Schaden zufügen.
Bernd Mensing, am 31. August 2020 um 10:05 Uhr
Vergleich mit der Alkohol-Promillegrenze (oder Tempolimiten) im Strassenverkehr:

Ist es dem freien Willen/Ermessen des mündigen Bürgers zu überlassen, ob er sich noch «ein weiteres Gläschen genehmigt» und dann doch hinters Steuer sitzt? Darf dem freien Willen des eigenverantwortlichen Bürgers «Zwang» auferlegen werden?

Ohne Differenzierung kommt man da nicht weiter:

1. Soll jemand selbst entscheiden können, ob er - für die Freiheit eines weiteren Gläschens (oder Tempokick) - das Risiko eingehen will, dass eine intensive Begegnung mit einer Mauer sein Leben verkürzt? Das wird - seit die «Verteufelung» des Suizids durch die Kirchen zum Teufel geschickt wurde - meist mit Ja beantwortet: Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

2. Schwieriger schon: Hat jemand seine Verantwortung wahrgenommen, wenn dadurch dem nahen Umfeld psychisches/seelisches Leid und materieller Schaden zufügt wird?

3. Und erst recht: Was, wenn das «eigenverantwortliche (?)» Handeln das Leben anderer Menschen verkürzt?

Wie viele Menschen würden pro Jahr zusätzlich ins Jenseits befördert, wenn die Alk-/Tempo-Vorschriften aufgehoben würden? Schätzung: 50-100 durch Selbstunfälle, 30-50 Unschuldige.

Darf die «Obrigkeit» die «Freiheiten/den freien Willen» gleich sämtlicher (!) Bürger hierfür einschränken? Legitimiert es den Aufwand/die Kosten (u.a. Beschilderung, Kontrollen, Justiz)? Werden andere - viel bedeutsamere - Massnahmen dadurch nicht in Angriff genommen?
Stephan Kühne, am 31. August 2020 um 15:54 Uhr
Ich trage freiwillig die Maske im öV und wo es mir angezeigt erscheint. Ich lese freiwillig die Berichte und Ratschläge über Covid - oder lese sie freiwillig nicht. Ich fühle mich frei in meinen Entscheiden.
Sabine Högger-Maire (78)
Sabine Högger-Maire, am 31. August 2020 um 20:39 Uhr
Danke für den mutigen Artikel. Ich frage mich ernsthaft, was geschehen wird, wenn die «normale» Grippewelle einsetzen wird. Ist dann jeder verdächtig, ein «Anstecker» zu sein? Zählen wir all die abgetriebenen Kinder, die Selbstmorde, die zusätzlichen Exitkandidaten und die Unfalltoten zusammen, dann wirken die Corona-Toten (wie sie von der Presse genannt werden) wie eine Farce. Bin mal gespannt, was uns das WEF 2021 mit dem Titel «Der grosse Reset» an Neuem bescheren wird. Wacht endlich auf, ihr Schweizer!
René Lütold, am 01. September 2020 um 10:25 Uhr
Super Artikel, danke, Herr Scheben!
Die Langweiler (Angsthasen, Moralapostel) mögen Urständ feiern - selber habe ich für mich (Asthmatiker im 60. Lebensjahr) dank Covid eine bis dato unbekannte Lebensqualität entdeckt: seit Mitte März haben «20min», «Watson» usw. bei mir Compi-Verbot - herrlich und unbedingt zu empfehlen! Ich werde das beibehalten.
Pascal Lüthi, am 01. September 2020 um 12:55 Uhr
Vielen Dank für den Artikel.

Es langt langsam mit diesen völlig unverhältnissmässigen Massnahmen !

Es gibt ein Referendum gegen die Überführung der jetzigen Massnahmen ins Epedemiegesetz: https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/ref/ut/r_3705.de.pdf
Udo Sonnabend, am 01. September 2020 um 15:51 Uhr
Die Einführung zu diesem Artikel ist dermassen bevormundend und gängelnd, das Sperberauge scheint blind.
Es ist auch kränkend gegenüber der Intelligenz der Lesenden, aber geradezu anmassend gegenüber dem Schreibenden.
Pfui!
Isalugalko Reinhardt, am 02. September 2020 um 13:09 Uhr
Es verstärkt sich der Eindruck, daß in dieser Covid-19 Pandemie Forensiker unter Hausarrest gestellt werden .- Wo ist in dieser Angelegenheit eine Diagnose eines Forensikers veröffentlicht ? - Besteht die Zerschlagung eines Geschäftsmodells in einer Diagnose, aus der sich eine P(L)ANDEMIE ableiten läßt ?
Gustav - Adolf Siebrasse, am 02. September 2020 um 20:56 Uhr
"Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen», also basteln wir uns eine Katastrophe, die ich persönlich den weltweiten «Corona-Gehorsams-Test» zu nennen pflege. Macht man sich bald strafbar, wenn man die Fussfessel in Form des Handys mit Corona-Tracker zu Hause vergisst?
Dass alte Leute sterben, ist so normal wie das Vorkommen von Viren.
An was genau darf man eigentlich mit amtlichem Segen noch diese Welt verlassen?
Ich bitte um Aufklärung. Danke.
Ursula Lerch, am 05. September 2020 um 10:52 Uhr
Moin, moin ~
vorab: Das Folgende hatte ich zwar schon mal woanders geschrieben, aber es 'passt' auch hier.
Allen 'Corona-Geschädigten' mein Mitgefühl (!). Ich gebrauche den Begriff 'Corona-Geschädigte' und möchte damit aber auch zum Ausdruck bringen, dass damit etwas 'gemeint' ist, das sich nicht in einem 'strengen' oder 'eigentlichen' wissenschaftlichen Sinne beweisen lässt (!), da dies schon auf den 'Begriff Virus' zutrifft - s.a. https://www.rubikon.news/artikel/test-auf-dem-prufstand
Insofern beruht 'Alles', was im Zusammenhang mit einem 'Virus' steht nur auf Hypothesen, die einzig durch 'common sense' von entsprechenden 'Wissenschaftlern behauptet' wird, aber von diesen eben nicht 'verifiziert' werden kann.
Damit will ich beileibe nicht ausschließen, dass davon nicht doch das Eine oder Andere - oder vielleicht sogar 'Alles' - 'zutreffen' kann, aber eben nicht muss und es von daher durchaus auch noch ganz andere 'Ursachen' oder 'Zusammenhänge' geben kann. Ich persönlich bevorzuge auch nicht eine 'Ursachen-Betrachtung', sondern eher eine, die versucht 'Phänomene' zu finden - also 'Beobachtbares' ...
NEU: In Bezug auf den 'Corona-Hut' lässt sich u.A. unter https://www.rubikon.news/artikel auch Vieles 'Erhellendes' bzw. 'NachDenkensWertes' finden ...
Ulrich Warntjen, am 07. September 2020 um 18:25 Uhr
Moin, moin ~
vorab: Das Folgende hatte ich zwar schon mal woanders geschrieben, aber es 'passt' auch hier.
Allen 'Corona-Geschädigten' mein Mitgefühl (!). Ich gebrauche den Begriff 'Corona-Geschädigte' und möchte damit aber auch zum Ausdruck bringen, dass damit etwas 'gemeint' ist, das sich nicht in einem 'strengen' oder 'eigentlichen' wissenschaftlichen Sinne beweisen lässt (!), da dies schon auf den 'Begriff Virus' zutrifft - s.a. https://www.rubikon.news/artikel/test-auf-dem-prufstand
Insofern beruht 'Alles', was im Zusammenhang mit einem 'Virus' steht nur auf Hypothesen, die einzig durch 'common sense' von entsprechenden 'Wissenschaftlern behauptet' wird, aber von diesen eben nicht 'verifiziert' werden kann.
Damit will ich beileibe nicht ausschließen, dass davon nicht doch das Eine oder Andere - oder vielleicht sogar 'Alles' - 'zutreffen' kann, aber eben nicht muss und es von daher durchaus auch noch ganz andere 'Ursachen' oder 'Zusammenhänge' geben kann. Ich persönlich bevorzuge auch nicht eine 'Ursachen-Betrachtung', sondern eher eine, die versucht 'Phänomene' zu finden - also 'Beobachtbares' ...
NEU: In Bezug auf den 'Corona-Hut' lässt sich u.A. unter https://www.rubikon.news/artikel auch Vieles 'Erhellendes' bzw. 'NachDenkensWertes' finden ...
Ulrich Warntjen, am 07. September 2020 um 18:25 Uhr
Wir können davon ausgehen, dass die Entscheidungsträger in diesen «komischen Zeiten» die oben dargelegten Fakten alle auch kennen.

Sie ziehen ihre eingeschlagene Strategie trotzdem durch. Warum?
Täglich werden jetzt Tausende Schweizer aufgrund eines dubiosen PCR-Tests bei zumeist gesunden Menschen nicht nachvollziehbar in Quarantäne geschickt. Das wird uns Milliarden kosten. Mich würde stark interessieren, wie Viele davon krank werden und ins Spital gehen, aber diese Zahlen will wohl wieder niemand liefern.
Die FMH sollte hier sofort die immer wieder lautstark geforderte Qualitätskontrolle einfordern inklusive das Prinzip der Wirtschaftlichkeit.

Ebenso wenig wird die bestens etablierte BAG-Sentinella-Statistik von bis 250 ärztlichen Praxis in der ganzen CH für COVID-19 geführt! Das ist gelinde gesagt unglaublich, denn dazu wurde dieses Meldewesen einst aufgezogen.
Der Verlauf von COVID-19 in der Praxis scheint das BAG nicht zu interessieren - oder noch schlimmer: Diese offensichtlich störenden Daten will man nicht publizieren.
Das wirft Fragen auf und dazu muss man kein Verschwörungstheoretiker sein.

https://saez.ch/article/doi/saez.2020.19204
Dr. med. Paul Steinmann, am 11. September 2020 um 12:44 Uhr

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