Rechtsextremisten kapern Corona-Demonstrationen

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Jürg Müller-Muralt / 20. Sep 2020 - Rechtsextremistische Kreise zeigen grosses Interesse an Corona-Demonstrationen – aus strategischen Gründen.

Meinungsäusserungs- und Demonstrationsfreiheit sind nicht nur grundlegende Rechte in einem demokratischen Rechtsstaat. Sie sind auch ein sichtbarer Ausdruck gelebter Demokratie – und eine Möglichkeit, gemeinsam mit anderen für oder gegen etwas öffentlich Stellung zu beziehen. Es braucht manchmal sogar etwas Mut, für seine Meinung hinzustehen, sich zu exponieren und dafür auf die Strasse zu gehen – auch in Demokratien. Deshalb darf man grundsätzlich davon ausgehen, dass in den meisten Fällen die Mehrheit der Demonstrierenden verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger sind. Das heisst nun aber im Umkehrschluss nicht, dass man deshalb gleich jede öffentliche Kundgebung wärmstens begrüssen muss, bloss, weil sie Ausdruck einer funktionierenden Demokratie ist. Denn Massenveranstaltungen können aus verschiedenen Gründen auch problematische Aspekte aufweisen.

Unsicherheit führt zu Irrationalismus

Das Beispiel gewisser Corona-Demonstrationen verweist auf eine spezielle Problematik: Man weiss nicht so recht, was die Demonstrierenden wirklich wollen. Dies ganz einfach deswegen, weil die unterschiedlichsten Anliegen vorgetragen werden: ganz konkrete, aber auch ziemlich diffuse. Klar und verständlich sind Forderungen nach Abschwächung, Aufhebung oder Verschärfung von Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie – oder Forderungen nach wirtschaftlicher und sozialer Absicherung der Pandemiefolgen. Auf der anderen Seite werden ganz grundsätzliche Fragen vorgebracht, die sich «mit der Interpretation der Wirklichkeit selbst befassen», wie es der deutsche Politikwissenschaftler und Populismusforscher Marcel Lewandowsky in einem Interview mit dem Bund ausdrückt. Denn es gibt Demonstrierende, welche Fakten in Zweifel ziehen, die wissenschaftlich längst geklärt sind: etwa die Existenz des Virus und die für viele Menschen grosse Gefährlichkeit der Krankheit. Oder sie behaupten etwas, ohne dies belegen zu können. Vielfach kann auch die Wissenschaft keine einheitlichen Erkenntnisse vorweisen oder tappt noch völlig im Dunkeln; aber dann kommuniziert sie meist auch klar, über kein gesichertes Wissen zu verfügen. Doch viele Menschen können mit Unsicherheiten schlecht umgehen und suchen Zuflucht bei Intuition oder im Irrationalismus.

Konstruierte Demokratiekrise

Damit gerät die Debatte auf eine schiefe Ebene, weil eine demokratische Gesellschaft auf Faktenorientierung und auf ein Mindestmass an Rationalität angewiesen ist. Denn ohne diese Grundlagen wird letztlich ein Dialog über Sachfragen zwischen unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gruppen unterminiert.

Rechtspopulisten und Rechtsextremisten versuchen, die legitime Kritik an einzelnen Massnahmen im Umgang mit der Pandemie auf ihre Mühlen zu lenken, indem sie daraus eine grundlegende Krise der Demokratie konstruieren. Ihr Narrativ lautet: Unsere Grundrechte sind in Gefahr! Diese Kreise stilisieren sich im Verbund mit Verschwörungsmystikern zu Rettern der Demokratie. Mit diesem Erzählmuster machen sich die Rechten bis weit in die Gesellschaft hinein anschlussfähig. Auch wenn Verschwörungsdebatten in verschiedenen politischen Lagern geführt werden, sind sie doch am weitesten im Rechtsextremismus verbreitet. «Die Obsession einer Verschwörung» sei eine Kernidee des Faschismus, hielt der italienische Schriftsteller Umberto Eco fest. Und die Wochenzeitung WoZ schreibt: «Wie die ‘Protokolle der Weisen von Zion’, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine jüdische Weltverschwörung behaupten, sind viele Verschwörungstheorien xenophob und antisemitisch, was sie mit der äusseren Rechten kompatibel macht. Hinzu kommt die geteilte Abneigung gegenüber dem Rationalismus, die sich in ihrer Ablehnung der Wissenschaft zeigt».

Die Werbetrommel der rechtsextremen Prominenz

Es erstaunt deshalb wenig, welche grosse strategische Bedeutung Deutschlands Neue Rechte der Corona-Debatte zumisst. Das wurde vor allem im Vorfeld der mittlerweile berühmt-berüchtigten Berliner Demonstration von Ende August 2020 deutlich. Praktisch die gesamte rechtsextreme Prominenz machte intensivste Propaganda für die Berliner Demonstration. Götz Kubitschek, einer der «intellektuellen» Köpfe der Neuen Rechten, hoffte auf «Ansteckung durch Widerständigkeit». «Alles nach Berlin!» propagierte Martin Sellner, der Kopf der rechtsextremistischen Identitären Bewegung. Der thüringische AfD-Landeschef Björn Höcke rief mit einem Video zur Teilnahme auf. Auch lupenrein neonazistische Organisationen, allen voran die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), rührten die Werbetrommel. Das NPD-Presseorgan Deutsche Stimme titelte gar: «Unsere Freiheit ist unverhandelbar», wie man im Tagesspiegel nachlesen kann.

Allianzbereitschaft mit Rechtsaussen

Wollen die Coronabewegten «unsere Freiheit» tatsächlich im Gleichschritt mit Rechtsextremisten und Neonazis verteidigen? Natürlich wird es die Mehrheit der Demonstrierenden weit von sich weisen, mit Rechtsextremisten unterwegs gewesen zu sein. Und natürlich waren letztere auch nicht in der Mehrheit – doch so ganz diskret war ihre Präsenz eben doch nicht. Viele Demonstrantinnen und Demonstranten «werden die Reichsflaggen ausblenden», kommentiert die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, «und an die Peace-Flaggen denken, an die vielen Friedensbotschaften, an die Musik, die Spätsommersonne. Diese Leute sind Eltern, Geschwister, Freunde, Kollegen. Mag sein, dass sie für eine gesellschaftliche Minderheit stehen, aber – auch das hat Berlin bewiesen – es gibt mittlerweile in sehr vielen Teilen der Gesellschaft solche Menschen, die bereit sind, mit Rechtsextremen Allianzen zu bilden. Und mehr brauchen die Rechtsextremen erst mal nicht.»

Eine perfide Strategie

Die übliche Ausrede, es müssten an Demonstrationen alle Strömungen Platz haben, und man wisse halt nie, wer sich auch noch daruntermische, gilt in diesem Fall nicht. Wer sich nicht klar gegen den rechten Rand abgrenzt, macht sich mitschuldig, wenn Rechtsextremisten die durchaus vorhandene Verunsicherung in der Bevölkerung für ihre antidemokratischen Ziele nutzen. Bei aller berechtigten und medial auch breit debattierten Kritik an pandemiebedingten Massnahmen und Einschränkungen: Die fundamentale Verteufelung von Politikerinnen und Politikern, der demokratischen Institutionen und der Medien ist eine perfide Strategie. Dazu gehören auch Aussagen, dass es «der Politik» im Grunde gar nicht um Corona gehe, sondern um die Beschränkung unserer Freiheit und unserer Grundrechte. Dass auch demokratische Staaten während der Coronakrise versucht sind, ihr Durchgriffsrecht auf die Bürgerinnen und Bürger zu verstärken, ist unbestritten und muss genau beobachtet werden. Pandemiebedingte Notstandsgesetze müssen zwingend zeitlich begrenzt sein, das ist gar keine Frage. Doch die grösste Gefahr geht weder in Deutschland noch in der Schweiz vom Staat aus; wir leben weder in einer Diktatur noch in einem autoritären System. Diese Bedrohung geht ausschliesslich von politischen Extremisten aus, die sich unter die Demonstrierenden mischen.

Rechtsextreme als «Teil der Bewegung»

Hans Stutz, einer der bekanntesten Schweizer Experten und Beobachter rechtsextremer Bewegungen, ist pessimistisch und glaubt, die Rechtsextremen hätten die Coronabewegung längst gekapert, eine Trennung von Corona-Skeptikern und Rechtsextremen sei nicht mehr möglich. Zum Nachrichtenportal Nau sagte er: «Schon bei vorgängigen Demonstrationen liessen Corona-Skeptiker Rechtsextreme zu. Sie sind Teil der Bewegung.» Die nachträgliche Distanzierung hält Stutz für «nicht glaubwürdig». Ob Hans Stutz recht hat, wird sich schon bald zeigen. Am 3. Oktober soll in Konstanz und auch im benachbarten Kreuzlingen die nächste grosse Demonstration stattfinden. Ob sie durchgeführt werden kann, ist derzeit noch unklar.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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15 Meinungen

Und wie stellen Sie sich eine klare Abgrenzung zu Rechtsextremen vor? Sollte man diese Menschen verjagen - von der Demo? Ganz ohne Gewalt wird dies nicht möglich sein. Und wenn, dann warum nur auf Demos? Bsp. Wenn ein Rechtsextremer ins Migros geht, darf ich dann nicht mehr ins Migros? Wenn ein Rechtextremer in meinem Haus wohnt, muss ich ausziehen? Was wenn mein Vater ein Rechtsextremer ist? Wieso liegt die Verantwortung, gegen solche Menschen zu handeln eigentlich bei uns Mitmenschen und nicht in der Politik? Warum muss man sich dafür schuldig fühlen? Was macht denn die Politik gegen Nationalismus? Kampfjets kaufen?
Patrick Grogg, am 20. September 2020 um 14:33 Uhr
Schon im Titel behauptet der Autor eine Verbindung zwischen Corona-Kritikern und Rechtsextremen, für die er keinerlei Belege anführt. Dafür listet er das gesamte Diffamierungsvokabular in konzentrierter Form bereits in den nächsten Abschnitten auf: Vom Irrationalismus, Verschwörungsmystik bis zu den „Weisen von Zion“ werden alle üblichen Frames auf die Kritiker der überzogenen Massnahmen angewandt.
Wie sich der Autor genau die „Abgrenzung gegen den rechten Rand“ bei öffentlichen Kundgebungen vorstellt, erwähnt er aber nicht.
Abgesehen von dem Stelldichein vor dem Reichstag, das mit Duldung und tatkräftiger Unterstützung von Stadtregierung und überproportionaler medialer Begleitung stattfand, blieben rechte Parolen und Symbole allenfalls eine Randerscheinung in Deutschland, was der Bezug zur Schweiz sein soll, bleibt offen
Bisher habe ich kaum jemanden angetroffen, der die Existenz des Virus in Zweifel zieht. Schon bei der „Gefährlichkeit für viele Menschen“ wäre allerdings ein Fragezeichen angebracht, betrifft diese doch vor allem betagte und bereits erkrankte Menschen, für die auch andere Infekte sehr gefährlich werden können.
Dass mittels medialer Angstkampagnen und wider besseres Wissen gesundheitsgefährdende Massnahmen wie ein Maskenzwang auch für gesunde Menschen durchgedrückt werden, deren Kritiker aber vom Autor in der Nähe von Rechtsextremen und anderen Spinnern positioniert werden, zeigt, dass wir uns wohl bereits auf dem Weg in ein autoritäres System befinden.
Philippe Schaunig, am 20. September 2020 um 16:25 Uhr
Die Rechte besetzt erfolgreich alle Felder, die ihr die andern politischen Lager überlassen haben, und nutzen sie natürlich im eigenen Sinn: Grundrechte, die Unzulänglichkeiten der real existierenden Demokratie und deren Hintergründe, der Auf- und Ausbau digitaler Kontrolltechnologien, oder der Einfluss privater Geldgeber auf die WHO - solche Phänomene waren einmal Kernthemen der Linken und sind m.E. immer noch Themen, um die sich auch Linke und Liberale durchaus Gedanken machen dürfen. Es gäbe - auch ohne Corona - allen Grund dazu. Und gescheite Bücher zu Hauf. Tun sie es nicht, wird ihr «Kampf» gegen rechts wohl eher zahnlos bleiben.
Markus Morf, am 20. September 2020 um 21:26 Uhr
Die Abhandlung gibt das gängige Klischee, das der deutsche Staatsfunk und die Hauptmedien, die staatlich subventioniert und auch von Herrn Gates mit Millionen bedacht werden, wieder.

Man sollte aber mal etwas Neues denken. So ist bisher von keiner rechtsgerichteten Demonstration Gewalt ausgegangen. Von den linksextremen Aufmärschen ist das regelmäßig bis zu Brandschatzungen der Fall. Zuletzt wieder brannte es in Leipzig. Auch üben rechtsgerichtete Kreise keinen Terror gegen politisch Andersdenkende aus. Die linke «Antifa» (antidemokratische Faschisten - so die gegnerische Sicht) übt ständig Gewalt gegen die AfD-Mitglieder aus bis hin zu Mordanschlägen (Stuttgart) und Brandanschlägen auf deren Politiker.

Kurzum: Die rechte, sogar auch die rechtsextreme Ecke ist friedlich, die Linke dagegen gewalttätig. Es bleibt mir unverständlich, wie gegen friedliche Leute Stimmung gemacht wird, weil einem deren Ansichten nicht passen und gleichzeitig der Gewalttätigkeit im linken Lager ein Generalpardon gewährt wird.
Urs Sprecher, am 20. September 2020 um 23:09 Uhr
Sehr tendenziös gehaltener Artikel, ich denke das spiegelt die ambivalente Haltung des Infosperbers wieder.
Wie der Autor mit problematischen Aspekten umgeht gibt mir zu denken.
Soll weis gemacht das die Anliegen der Demonstrierenden unklar, diffus und irrational sind, um diese dann aufzuzählen.
Dies nenne ich eine perfide Sichtweise, die ausblendet was im Moment schief läuft, zBsp. die einseitige mediale Berichterstattung.
Die derzeitigen Massnahmen haben ein Ausmass an der sich unsere Demokratie messen muss, es besteht die Möglichkeit das sie sich nicht bewährt und die Werte die sie auszeichnen erhalten kann.

Doch der Autor nimmt die Zeichen der Zeit nicht als solche und verteilt gerne eine Rhetorik die sich durch Ad hominem unter anderem auszeichnet!

In dem Artikel wird der Teufel an die Wand gemalt, um einen Sachverhalt zu suggerieren der moralisch, ethisch nur auf eine Art richtig angegangen werden kann.
Ich halte ihre Sichtweise für falsch und verunglimpfend, die den Diskurs nicht fördert.

Die Anliegen gegen die Massnahmen sind legitim, mit diesem Artikel grenzen Sie anders denkende unfair aus.

Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke.
Gilbert Nedi, am 21. September 2020 um 01:09 Uhr
Die Friedensdemos wurden doch auch schon erfolgreich ruiniert, mit der selben Methode. Lass die Medien berichten, daß Nazis mitlaufen, laß «Journalisten» erzählen, das wäre alles von Nazis gekapert. Alles besetzt, kein Platz mehr frei, gehen Sie weiter, Sie haben hier nichts zu suchen.
Dann geh zum BND (der sich Nazis hält wie andere Leute Hamster und Goldfische) und schick ein paar deiner Haustierchen auf ne Demo. Zufällig stehen da Kameras. Beschuldige Veranstalter (alles rechtsoffen, Querfront, blah).
Mensch haben wir ein Glück, daß Nazis nicht gegen Kinderschänder oder Klima demonstrieren. Merke: jeder der was anders sagt als der Pressesprecher der Regierung ist halt Nazi. Das kann auch lustig sein, wie dieser Beitrag des bayrischen Rundfunks vom 30. Januar 2020 zeigt; ab 2:10 wirds endgültig Realsatire.
https://www.br.de/mediathek/video/corona-panik-wie-ein-virus-alle-vernunft-zerstoert-av:5e334c6403c067001ad12096
Frans Stummer, am 21. September 2020 um 08:25 Uhr
Ich wundere mich schon seit längerem, dass Linke und Grüne gegenüber Corona offenbar nichts anderes zu sagen haben als für die Einhaltung staatlicher Massnahmen Stimmung zu machen. Dabei ist die tendenziöse Berichterstattung der Medien, der fragwürdige Umgang der Behörden mit Zahlen doch offensichtlich und schreit nach der Frage, welche Interessen dahinter stehen. Der Artikel selber verfolgt das schon ziemlich perfide Ziel, Corona-Skeptiker und Rechtsextreme so miteinander zu vermengen, dass man sie auf einem Gebiet kritisieren und bekämpfen kann, wo für Normaldenkende alles klar scheint: moralisch desavouiert, intellektuell unterbelichtet, politisch gefährlich. Diese einfache Identifikation bewahrt den Artikelschreiber natürlich auch davor, genauer hinzuhören, Zahlen zu vergleichen, Argumente abzuwägen. Eigentlich für Infosperber ein beschämendes Vorgehen.
Hansueli Minder, am 21. September 2020 um 22:10 Uhr
Sich um eingeschleuste V-Männer / Agents Provocateurs zu kümmern ist verlorene Zeit. Bleiben wir beim Thema und halten fest:

Die «Spaltung der Gesellschaft» wird medial durch die Kontroverse «Gesundheit» vs «Egoismus» geschürt. «Bedrohungsbild» der ersten Phase wird gehegt und gepflegt. Nur eine grossflächige Impfung soll eine Lösung bringen können.

Die Beobachtung von absoluten «Fallzahlen» (positive PCR-Testresultate) als alleinige Entscheidungsgrundlagen für Massnahmen hinterfragen Staatsrechtsrechtler, Mediziner und Massnahmenkritiker seit Monaten.

Der Lockdown wurde zur Verflachung der Infektionskurve eingeführt, um Engpässe bei Beatmungsplätzen zu vermeiden.

Seit Januar hat sich viel verändert:

1) Behandlungsrichtlinien angepasst. Intubationen bei Covid-19 häufig kontraproduktiv, nur noch als ‘ultima ratio’ [1]

2) WHO-Panne: Studie mit toxischen Hydroxychloroquin Dosierungsempfehlungen zurückgezogen. [2]

3) Medizinische Kollateralschäden durch Lockdown in Studie am Berner Unispital vom 11.8. ‘Barriers to seeking emergency care during the pandemic lead to higher mortality' aufgearbeitet. [3]

4) bei den klinisch relevanten Parametern Hospitalisierungsrate, Letalität gibt es gem. BV Art 36 §3 und EpG § 818.101 4c keine gesetzliche Grundlage mehr für Massnahmen.

[1] Eskalation N.Y. März nach Studie L. Gattioni 'COVID-19: different respiratory treatments for different phenotypes’
[2] 6.6. FranceSoir: M. Landray, Author WHO-Studie
[3] 10.441/smw.2020.20331
THOMAS OETTLI, am 22. September 2020 um 05:23 Uhr
Unsere Regierungen und Staaten führen Krieg, erlauben das Vergiften der Umwelt, stärken ein System welches massenhaft Ungleichheit mit sich bringt, fördert einen institutionellen Rassismus, verwendet Rechtsradikale für politische Umstürze (z.b. Ukraine), erlaubt Sexismus wenn es den Umsatz steigert und treibt Millionen durch ein korruptes Finanzsystem in die Armut und in den Hungertod.

Noch mehr rechtsradikal als unsere Regierungen, als unser Finanz- und unser Politsystem geht nicht mehr. Aber da scheint so mancher Journalist auf dem rechten Auge blind zu sein. Schliesslich steht in den Verfassungen etwas von Demokratie und Menschenrechten. Und wenn es da steht, dann muss es ja so sein, ganz egal wie die Realität ist.

Der Kampf gegen die Coronamassnahmen ist ein Kampf gegen rechts!
Stöckli Marc, am 22. September 2020 um 09:24 Uhr
Ich kann mich den Statements bezüglich den als diffamierend gehaltenen Artikel nur anschliessen. Herr Müller-Murat sollte sich besser informieren, statt den Mainstream Medien aufs Maul zu schauen.

Hier ein Bericht einer kritischen Ärztin die in Berlin live dabei war https://mailchi.mp/6dd8ecdf1236/stellt-euch-vor-ein-kennedy-spricht-in-berlin-und-keiner-kriegts-mit?e=a273ddc2a3
und ein link zum Ausserparlamentarischen Corona Ausschuss, in dem 4 Juristen den Tatsachen auf den Grund gehen: https://youtu.be/Dc-IIK7ICEw
Vielleicht helfen sie ihm, seinen Horizont zu erweitern.
Es wundert mich also schon etwas, dass Infosperbers Niveau so schlecht recherchierte Artikel veröffentlicht - nan kann sich halt nicht immer klar abgrenzen.....
Hermann Grobbauer Grobbauer, am 22. September 2020 um 09:52 Uhr
@Minder. Es wäre doch wünschenswert und eigentlich zu erwarten, dass sich Kritiker von Coronamassnahmen bei Demonstrationen von mitlaufenden Rechtsextremen und Nazis öffentlich klar distanzieren.
Ulrich Gasser, am 22. September 2020 um 10:10 Uhr
@Ulrich Gasser. Diese Debatte zur Distanzierung von Rechtsradikalen ist ein probates Mittel, vom eigentlichen Thema abzulenken. Ich bin kein Freund populistischer und nationalistischer Gruppen. Ich mag ihre pauschalen und irrationalen Pamphlete nicht. Doch geht es bei der Kritik an der Medienberichterstattung, an der Begründung von irrationalen Massnahmen, geht es bei der Frage, wie wir unsere Zukunft sehen, ob am Gängelband von Virologen und Behörden, die unseren Bewegungsraum bestimmen oder um einen eigenverantwortlichen Umgang mit allen (!) Gefahren in einem verletzlichen, begrenzten Leben um unendlich viel mehr als um die Frage von rechts und links.
Hansueli Minder, am 23. September 2020 um 06:14 Uhr
"Unsere Grundrechte sind in Gefahr! Mit diesem Erzählmuster machen sich die Rechten bis weit in die Gesellschaft hinein anschlussfähig». «Unsere «
Grundrechte dind tatsächlich in Gefahr. Die Rechten nutzen das ebenso als Fahne , die ihr voranflattert wie diejenigen welche uns ein «Erzählmuster» präsentiern wur hötten eine Demokratie. Die nämlich nur als ein barmherziger? Akt, sozussgen als Brosamen, zugestanden. Es haben immer nur die Lobbys das Sagen. Die bestimmen über systemische Prozesse, woran wir zu glauben haben.
Dann.
WoZ :"Hinzu kommt die geteilte Abneigung gegenüber dem Rationalismus, die sich in ihrer Ablehnung der Wissenschaft zeigt».
Man möge nir bitte erklären, was das für eine Wissenschaft ist, bei der die Wissenschaftler 2/3 ihrer Zeit mit dem Einwerben von Drittmitteln aus der Wirtschaft beschäftigt ist. Viele Ergebnisse und Resultate werden nach ihtem Marktwert bewertet. DAS ist keine Verschwörungstheoretie sindern traurige Realität. Due WoZ sollte das eigentlich wissen.
Genau,RationalISMUS.Noch Fragen?
Bernd Mensing, am 24. September 2020 um 20:55 Uhr
Werter Gilbert Nedi

Sie schreiben:» Sehr tendenziös gehaltener Artikel, ich denke das spiegelt die ambivalente Haltung des Infosperbers wieder.»
Genau diese» ambivalente «Haltung zeigt, dass der Infosperber zumindestens bemüht ist, eine einigermaßen ausgewogene Beurteilung der Coronaproblematik vorzunehmen. Und
nicht, wie in den Leidmedien von NZZ bis WoZ, jeder Kritiker in eine Ecke gestellt wird, bzw noch nicht einmal seine Sicht der Dinge vortragen kann. Sei es als Journalist, Wissenschaftler oder auch nur Leserbriefschreiber.
Bernd Mensing, am 25. September 2020 um 10:16 Uhr
Moin, moin ~
Herr M.-M. schrieb: «Denn es gibt Demonstrierende, welche Fakten in Zweifel ziehen, die wissenschaftlich längst geklärt sind: etwa die Existenz des Virus und die für viele Menschen große Gefährlichkeit der Krankheit. ... Vielfach kann auch die Wissenschaft keine einheitlichen Erkenntnisse vorweisen oder tappt noch völlig im Dunkeln; aber dann kommuniziert sie meist auch klar, über kein gesichertes Wissen zu verfügen."
Da möchte ich große Zweifel anmelden (!).
1. dieses Virus bzw. Viren existieren - mehr aber auch nicht (!)
2. gemessen an der Mortalität ist die damit in Verbindung gebrachte Krankheit aber NICHT 'gefährlich' bzw. rechtfertigt nicht die damit verbundenen Maßnahmen - unabhängig davon dass jedeR ToteR 'zu viel' ist ...
3. von 'einheitlichen Erkenntnissen der Wissenschaft' zu sprechen entspricht definitiv NICHT den Tatsachen ...
4. DITO von einer diesbezüglich 'klaren Kommunikation' zu sprechen ...
5. in Bezug auf sogenannte 'Virus-Erkrankungen' etc. fußt die grundsätzlich' Schulmedizin auf Theorien und NICHT auf tatsächliche Evidenz und legt dieses NICHT offen ... - dieses war LEIDER von Anbeginn so ...
6. hinsichtlich Viren & Krankheiten in Bezug auf von einem Phänomen, Begleiterscheinung etc. zu sprechen halte ich für legitim, ABER es ist nur eines bzw. eine und es gibt jeweils noch viele andere, die jedoch NICHT mitberücksichtigt werden ... - das Leben bzw. alles damit Verbundene ist NICHT monokausal versteh- bzw. erklärbar ...
Ulrich Warntjen, am 06. Oktober 2020 um 09:14 Uhr

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