Der Kormoran ist geschützt, doch deren Zahl nimmt stark zu. © Studer/fair-fish

Vogelschützer gegen Fischer

Billo Heinzpeter Studer / 28. Jun 2020 - Es gibt immer mehr geschützte Kormorane mit grossem Fischhunger. Die ebenso gefährdeten Äschen in den Seen haben das Nachsehen.

Red. Der Autor setzt sich seit vielen Jahren für «fair-fish» ein.

Die Zahl der Kormorane hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Jeder Kormoran frisst täglich rund 500 Gramm Fisch, oft nur einen Teil des Fischs, der danach verendet, so dass «500 Gramm» eher heisst: mehrere Fische pro Tag und Vogel. Die immer zahlreicheren Kormorane sind jedoch weiterhin unter Schutz gestellt, während die stark gefährdete Fischart der Äschen bis jetzt vor dem Frass durch Kormorane nicht geschützt werden darf.

Fischer, aber auch Fischzüchter beklagen den zunehmenden Fressdruck durch Kormorane auf die Fischbestände und verlangen, dass die Zahl der Kormorane durch Abschuss zu regulieren sei. Vogelschützer mauern: Der Kormoran ist eine geschützte Art, Hände weg! Und beide Seiten streiten sich darüber, ob für die Zunahme der Kormorane eine nicht heimische, aus Asien eingewanderte und invasive Unterart schuldig sei (so die Fischer) oder ob es sich bei den hierzulande anzutreffenden Kormoranen in jedem Fall um einheimische Unterarten handle (so die Vogelschützer).

Der Streit ist aufschlussreich. Es stehen sich hier zwei Gruppen feindlich gegenüber, die zu den ersten Umweltschutzmahnern gehörten. Warum können sie sich nicht einigen, wenn es um den Kormoran geht?

Vogelschutz kümmert sich um eine ganze Palette von Fragen zum Schutz von Natur und Umwelt, in erster Linie aber um den Schutz von Vogelarten und ihrer Lebensräume. Vereine von Freizeitfischern engagieren sich für Massnahmen zum Schutz von Natur und Umwelt, in erster Linie aber um den Schutz von Fischen und ihrer Lebensräume. Und wo sich Fische und Vögel von ihrer Natur her ins Gehege kommen…

Vom Nutzen und vom Schützen

Die beiden Seiten unterscheiden sich in ihrem grundsätzlichen Bezug zur Natur. Fischer nutzen einen kleinen Teil des Ertrags der Natur zwecks Beschaffung von Nahrung oder auch einfach als Hobby, Vogelschützer nutzen die Natur «nur» als Bühne für Vogelbeobachtungen in ihrer Freizeit, stellen aber das Schutzanliegen voran. Dies ist der Hintergrund für einen klassischen Nutzer-Schützer-Konflikt, der sich in einer begrenzten Welt und bei unterschiedlichen Interessen nur durch einen Ansatz des «Schützens beim Nutzen» lösen lässt.

Davon sind die streitenden Parteien leider weit entfernt, und die Vogelschützer sind, zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen, bis jetzt am stärkeren Hebel. Nicht zuletzt auch moralisch, da sie ja die Vögel nicht jagen, sondern nur beobachten, was in Einzelfällen auch martialische Züge annehmen kann, in Tarnuniform und mit Kameras bewaffnet, die wie Kanonen aussehen. Die Fischer hingegen sind nach der gängigen Moral im Nachteil, denn sie fangen Fische, um sie zu töten, und einige von ihnen, als «Fleischfischer» verpönt, fangen mehr als nötig.

Fischer tun im Grunde nur, was die Kormorane tun. Die Vögel aber waren lang vor den Fischern da, also gehören die Fische eigentlich den Vögeln, nicht? Die gängige Moral zeugt von einem menschzentrierten Verständnis der Natur: Der Mensch steht ausserhalb, gar über der Natur, und ein guter Mensch sorgt für Bereiche, in der die Natur so bleiben darf, wie sie ist. Als würde sich die Natur nicht verändern und als wäre der Mensch nicht Teil von ihr und abhängig von ihr, gerade auch in der Ernährung. Was essen Vogelschützer denn so?

Gefährdete Arten von Vögeln und Fischen

Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) schreibt am 24. Juni 2020: «Ohne Massnahmen zur Regulierung der Kormorane ist der Erhalt der geschützten Fischart Äsche unmöglich. Der SFV kritisiert ein Urteil des Thurgauer Verwaltungsgerichts: Der Schutz des Kormorans wird über die vom Aussterben bedrohte Äsche gestellt. Sämtliche Massnahmen zum Schutz kälteliebender Fischarten sind damit sinnlos. Die effektivste Massnahme, nämlich eine effektive Bestandesregulierung für Kormorane, wird von den Vogelschützern seit Jahrzehnten blockiert.
Eine der wichtigsten Schutzmassnahmen für die Äsche ist die Vergrämung der Kormorane in sensiblen Gebieten durch gezielte Einzelabschüsse. Das sahen auch die Fischereifachleute der Kantone Thurgau und Schaffhausen so. Anders der Verband Birdlife. Er legte gegen die erteilte Abschussbewilligung Beschwerde ein. Diese wurde nun vom Verwaltungsgericht Thurgau gutgeheissen.»

Auf der Website des Vogelschützerverbands Birdlife findet sich keine aktuelle Stellungnahme hierzu, dafür eine scheinbar versöhnliche ältere: «BirdLife Schweiz sucht mit allen interessierten Kreisen nach Lösungen, wenn durch die Gesamtnutzung (Mensch, Raubfische, Vögel) gefährdete Fischarten in Bedrängnis kommen sollten. Der Kormoranplan 2005, an dem BirdLife Schweiz intensiv mitgearbeitet hat, gibt die Basis für allfällige Massnahmen, zeigt aber auch auf, in welchen Gebieten nicht eingegriffen werden darf.»

Also doch ein «Schützen beim Nutzen»-Plan? Der ist allerdings bereits fünfzehn Jahre alt, wurde also zu einer Zeit erstellt, als die Zunahme der Kormorane noch nicht so ausgeprägt war. Warum soll der offensichtlich nicht mehr vom Aussterben bedrohte Kormoran weiterhin geschützt bleiben, sogar zum Nachteil der Äsche, die seit 2018 offiziell als «stark gefährdet» gilt?

Die Vogelschützer hatten bereits im Jahr 2006 ihre Position klar gemacht: «Der Rückgang der gefährdeten Fischarten wird nicht durch die fischfressenden Vogelarten verursacht. Massgebend verantwortlich sind vielmehr die Homogenisierung und damit Zerstörung der von Natur aus vielfältigen und nischenreichen Lebensräume im Unterwasser, die Erwärmung des Wassers und dessen Vergiftung bzw. Belastung mit chemischen Schadstoffen.»

Für Gleichgewichte sorgen

Das ist natürlich alles richtig in einer idealen Welt, und es zeigt auch die Ziele auf, die wir in einer vom Menschen beschädigten Welt verfolgen sollten. Nur: Unter den derzeit gegebenen Verhältnissen ist es doch etwas blauäugig, auf die Wiederherstellung intakter Lebensräume zu warten und darob das Naheliegende auszuschlagen. Da eine grosse Zahl von Kormoranen eine schwindende Zahl von Äschen fressen, müssten selbst Naturschützer korrigierende Eingriffe fordern – oder sind Äschen nicht Natur?

Wenn die natürlichen Verhältnisse von Menschen aus dem Gleichgewicht gebracht worden sind, müssen vorerst Menschen für ein neues Gleichgewicht in ihrer Umwelt sorgen, bis unsere Gesellschaft lernt, Natur nicht nur als Umwelt wahrzunehmen, sondern als ein grosses Ganzes, dem sie angehört und die sich selber regelt, wenn wir nicht reinpfuschen.

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Der Autor setzt sich seit vielen Jahren für «fair-fish» ein.

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15 Meinungen

Seit Jahren verbringe ich meine Ferien am Neuenburgersee. Deshalb kann ich sehen, dass der Zuwachs des Kormoran riesig ist. Während 5 Minuten fliegen in 4 Meter Breite Kormorane vorbei wenn sie jagen. Vor Jahren waren im Uferbereich riesige Fischschwärme mit kleinen Fischen zu beobachten.Das gibt es nicht mehr. Ob der Kormoran dafür verantwortlich ist kann ich nicht beurteilen. Trotzdem wäre ich, im Gegensatz bei Wolf, Luchs, für eine Reduktion .
Ruedi Basler, am 28. Juni 2020 um 13:15 Uhr
Wie wär's mit Fischfang mit Hilfe von Sklaven-Kormoranen wie in Vietnam ?

Als ich etwas jünger war, gab es in der Schweiz noch keine Kormorane. Jetzt kann man breits eine Reise an den Naivasha See (Kenya) mit einer Reise an den Neuenburgersee ersetzen. Covid-19 machts möglich.

Gibt's i.S. Kormorane so etwas wie gesunden Menschenverstand ?
Josef Hunkeler, am 28. Juni 2020 um 13:27 Uhr
Die Frage, die sich hier stellt, ist eher, wollen wir künstlich gewisse Arten schützen? Oder soll lieber alles der «Evolution» überlassen werden? Die Natur und die Menschen werden es richten und ob da mit menschlichen Spezial-Eingriffen wie Abschüssen langfristig dagegengewirkt werden kann, wage ich zu bezweifeln... es ist zwar tragisch dem momentanen grossen Artensterben zuzuschauen, aber leider haben wir Menschen zu viele Gifte gesprüht (und machen das ja unbedacht weiter) und zu viele Lebensräume zerstört... das ist nun mal die logische Konsequenz... es bräuchte ein generelles Umdenken, weg vom Gier-&-Gewinn-Kapitalismus, der eh nur eine kleine Schicht masslos bereichert!
Philipp Käppeli, am 28. Juni 2020 um 13:44 Uhr
Was essen die Vogelschützer denn so? - Die würden natürlich niemals einem Vogel etwas zu leide tun und essen daher ausschliesslich Geflügel von Migros, Coop usw.
Dietrich Michael Weidmann, am 28. Juni 2020 um 14:13 Uhr
Naja, invasive Art aus Asien ?
Der Kormoran ist nachweisbar bis mindestens 7.000 Jahre heimisch in Europa.

Siehe
https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/kormoran/lebensweise/02727.html
Dieter Gabriel, am 28. Juni 2020 um 15:44 Uhr
Im letzten Kapitel widerspricht sich der Autor selbst.
Wenn unsere Gesellschaft ein Teil der Natur ist kann doch nur die Natur das Gleichgewicht wiederherstellen welches der Mensch (ein Teil der Natur) aus dem Gleichgewicht gebracht hat.
Jeder Versuch des Menschen, ein Gleichgewicht, das er aus der Balance gebracht hat, zu berichtigen, wäre bloss ein „Reinpfuschen“. Ich denke die Kormorane sind von „Natur aus“ zum richtigen Zeitpunkt an die entsprechenden Orte gekommen, wo sie einfach ihre natürliche Aufgabe vollziehen, die Fischbestände zu regulieren.
Markus Horlacher, am 28. Juni 2020 um 19:04 Uhr
Ein Mensch, der ungesunde Mengen Billigfleisch konsumiert, ist normal und sparsam. Obwohl Massentierhaltung kein Geheimnis ist. Ein Mensch, der Rehe schiesst und isst, wird schon weniger akzeptiert. Obwohl die viel zu vielen Rehe, den Wald schädigen. Fuchsfelle werden kaum mehr verkauft. Obwohl es so viele Füchse hat dass sich unter ihnen immer wieder Krankheiten ausbreiten.
Warum soll der Mensch Schwäne, Murmeltiere, Zoobären und Kormorane nicht gut leben lassen und dann, wenn es zu viele hat, essen? So fügt sich der Mensch in den Kreislauf der Natur ein.
Maja Beutler-Vatter, am 28. Juni 2020 um 23:02 Uhr
@Herr Weidmann
Was machen die Vogelschützervin der Schweiz denn so ?
In der Schweiz wurde sogar der Baumpieper ausgerottet, das muss man erst einmal schaffen !
Dieter Gabriel, am 28. Juni 2020 um 23:50 Uhr
Dieser Artikel zielt komplett am Thema vorbei. Ohne BirdLife Schweiz zu befragen, behauptet der Autor irgend etwas. BirdLife Schweiz setzt sich für die ganze Biodiversität ein, einschliesslich der Fische. Der Kormoran ist in der Schweiz eine jagdbare Art, und es werden jährlich über 1000 Kormorane geschossen. Dagegen wehrt sich BirdLife Schweiz nicht. Beim international bedeutenden Wasservogelreservat Stein am Rhein hat die Naturschutzorganisation hingegen Rekurs gegen die Kormoranabschüsse gemacht, um die massive Abwertung des Reservates zu verhindern. Das Reservat wird durch Störungen massiv beeinträchtigt. Die Bestände der Wasservögel aus weiten Teilen Europas, für deren Winterlebensraum das international bedeutende Wasservogelreservat geschaffen wurde, haben entsprechend massiv abgenommen. Die Abschüsse von Kormoranen sind ein Teil dieser Störungen. Weitere Infos finden sich in der Stellungnahme, die Ihr Autor leider nicht gefunden hat: https://www.birdlife.ch/de/content/international-bedeutendes-wasservogelreservat-stein-am-rhein-urteil-thurgauer. Viele Grüsse, Stefan Bachmann, BirdLife Schweiz
Stefan Bachmann, am 29. Juni 2020 um 09:05 Uhr
@Gabriel: Der Baumpieper wurde in der Schweiz keineswegs ausgerottet. Vermutlich meinen Sie, dass er im Mittelland an den meisten Orten verschwunden ist (in den Alpen ist die Art häufig). Das hat mit der immer intensiveren Landwirtschaft zu tun. Wir VogelschützerInnen engagieren uns seit vielen Jahren für eine ökologischere Landwirtschaft und können auch Erfolge vorweisen. Die Agrarlobby ist allerdings mächtig und hat sehr viel Geld – und schafft es damit immer wieder, die Bevölkerung zu überzeugen, dass in der Landwirtschaft alles super und ok ist. Infos über das Engagement von BirdLife Schweiz finden Sie hier (um auf Ihre Frage zurückzukommen): www.birdlife.ch/landwirtschaft
Stefan Bachmann, am 29. Juni 2020 um 12:14 Uhr
@Dietrich Michael Weidmann:
Zur Frage des Autors, was denn wohl die Vogelschützer essen:
Ach, die sind vielleicht Vegetarier und essen keine Äschen oder sonstige frei lebenden Fische aus heimischen sauberen Gewässern, sondern eher die aus nicht so sauberen Gewässern, die sind billiger.
Ich beobachte das Verhalten der Kormorane seit Jahren in einem nahegelegenen Baggersee, der sehr tief und daher nicht besonders warm ist und außerdem sehr sauber, da die Fische etwas tiefer noch kaltes Wasser vorfinden, das nicht sehr durch eigeölte Badegäste kontaminiert wird. Dort werden jedes Jahr u.a. einige Tausend Bachforellen vom Anglerverein für teure Euronen eingesetzt, diese Fischlein können sich leider ihrer eben gewonnenen Freiheit nicht lange erfreuen. Kormorane sind gut organisiert: Das Einsetzen der Forellen und Schleien beobachtet ein Spionkormoran, der informiert sofort seine Kumpelkormorane und Tags darauf ist eine ganze Kormorankompanie auf Ansitz, bzw. Anschwimm, frisst sich Bauch und Buckel voll und innerhalb weniger Tage ist der See so gut wie leer außer einiger vielleicht übesehener Krebslein oder vielleicht hat der Spionkormoran bereits einen noch lohnerenden neuen Fischbesatz erspäht.
Kormorane haben auch hier im Allgäu keine natürlichen Feinde mehr und vermehren sich daher unkontrolliert. Hätte nicht der Mensch, der das natürliche Gleichgewicht schon seit Langem zerstört hat, die Aufgabe, eben dieses wieder herzustellen?
Schmeckt Kormoranfleisch eigentlich gut?
Annalisa Gehring, am 30. Juni 2020 um 00:11 Uhr
Eine reisserische Überschrift
'Kapitalstarke Fischereizuchtbetriebe gegen minderwertige Vogelschützer' würde besser zum weiteren Text passen.
Die Einschätzung der Minderwertigkeit von Vogelschützern kommt wohl unfreiwillig im Hochfühl der eigenen Höherwertigkeit erfolgreicher Geldmacherei daher. Typisch libertär-amerikanisch, wie die subtilen Methoden die öffentl. Meinung für die Interessen der eigenen Blase zu manipulieren.
Eine Stellungnahme auch vom Vogelschützerverband wäre zu veröffentlichen. Besonders interessant wäre ob es Verbandsmeinung ist, nur von wenigen Mitgliedern oder frei erfunden ? :
»... ob es sich bei den hierzulande anzutreffenden Kormoranen in 'jedem' Fall um einheimische 'Unter'arten handle (so DIE Vogelschützer).
Dass es immer mehr Kormorane gibt, liegt wohl mehr daran, dass die Kormorane einen reicher gedeckten Tisch in der industriellen Teichwirtschaft finden, mit reichlich Zufütterung u. Maststoffen, plus Kollateralschäden an Gewässern. Alles sehr unnatürlich. Unter natürlichen Vehältnissen stellt sich seit Urzeiten, früher oder später meist ein Gleichgewicht ein.
Der menschl Verstand zeigt darin, sich miteinander 'verständigen' zu können u. zu wollen und eben nicht in autoritärem Auftreten und subtiler Manipution.
https://www.lbv.de/naturschutz/standpunkte/kormoran/
Da sind die gemeinsamen Aktionen zur Lösung erfreulich.
'Kein' Einfluss durch Abschuss liefert aber nur den Propagandisten Munition. 'Wenig' Einfluss wäre treffender.
Ludwig Pirkl, am 30. Juni 2020 um 01:51 Uhr
Nun, Herr Studer, wo viele Kormorane, da viele Fische. Wo keine Fische, da keine Kormorane. Ist relativ simpel, auch wenn Sie mit Ihrem ellenlangen Bericht das Feld wie mit einer Rauchbombe vernebeln.
Der Kormoran kann die Äsche alleine nicht ausrotten. Nur durch die tatkräftige Unterstützung des Mensches ist das möglich.
Also Herr Studer, wenn Sie wirklich etwas für die Fische tun wollen, dann setzen Sie Sich für eine für die Fische verträgliche Landwirtschaft ein und lassen die Kormorane in Frieden..
Marc Fischer, am 30. Juni 2020 um 06:35 Uhr
@Marc Fischer
Danke. Sie haben auf den Punkt gebracht, was auch ein Beitrag in RSI einer Studie über den Luganosee berichtet.
Das Fazit lautet auch: »...wo viele Kormorane, da viele Fische. Wo keine Fische, da keine Kormorane.»
https://www.rsi.ch/la1/programmi/cultura/il-giardino-di-albert/tutti-i-servizi/La-dieta-del-cormorano-7412333.html
Markus Horlacher, am 30. Juni 2020 um 21:19 Uhr
@Stefan Bachmann
Vielen Dank für die Informationen.
Es freut mich zu hören das Naturschützer noch in der Schweiz engagieren und nicht künstlich beatmet werden.
Wenn ich zur Vogelbeobachtung in der Schweiz oder auch in Baden Würtemberg untetwegs bin, bekomme ich Depressionen. Da wurde zu viel Natur plattgemacht.
Aber keine Sorge in Deutschland folgen Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern mit riesen Schritten. Dort kann man wunderbar sehen, wie seit 1990 der ungleiche Kampf zwischen Naturschutz und Kommerz läuft.
Im Brandeburger Raum hat man Anfang Mai aufs Feld geschaut und sich gesagt, schreib mal so 80 bis 100 Lerchen auf. Heute kann man diese genau zählen.
Schwarze «Rauchfahnen» im Herbst mit Staren gehören genauso der Vergangenheit an, wie kilomterweite Ansammlungen von Kiebitzen.
Ein Rechtsanwalt aus Baden Würtemberg erklärte meinen Vater und mir das vor Jahren.
Große Anwaltskanzleien und Versicherungen kauften große landwirtschaftliche Fläche. Dort werden riesige Monokulturen für Kraftstoff und Energieerzeugung angebaut.
Dieter Gabriel, am 01. Juli 2020 um 10:46 Uhr

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