Zum 1. August ein vergiftetes Geschenk

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Red. / 01. Aug 2019 - Die hoch subventionierte Lufthansa-Tochter Swiss ködert während 24 Stunden mit Flügen zu «unglaublichen Preisen».

Mit allen Mitteln versucht die Fluggesellschaft Swiss zu beweisen, dass trotz «Fridays for Future» weiter herumgeflogen wird, was das Zeug hält. Wer während der 24 Stunden des Nationalfeiertags bucht, kann bisher ungeplante Wochenend- und Ferienflüge «zu unglaublichen Preisen» buchen. Leute, die auf das Angebot eingehen, dienen der Swiss dann als Beweis dafür, dass das Fliegen ein Bedürfnis ist, welches die Fluggesellschaften zu befriedigen suchen.

Deshalb wehren sich Lufthansa, Swiss & Co vehement dagegen, dass der Flugtreibstoff endlich gleich besteuert wird wie das Autobenzin und dass auf Flugtickets die Mehrwertsteuer oder wenigstens eine andere Abgabe erhoben wird.

Vor einer CO2-Lenkungsabgabe warnen sie die Politiker erst recht, obwohl diese Steuerbefreiungen ökonomisch den gleichen Wert und die gleiche Wirkung haben wie direkte Subventionen. Diese erlauben es der Lufthansa-Tochter Swiss, «unglaubliche Preise» anzubieten. Zum Beispiel Barcelona retour für 98 Franken einschliesslich aller Gebühren, Berlin oder Madrid retour für 96 Franken oder Kopenhagen und zurück für 99 Franken. Das sind keine Geschäftsreisen, die der Schweizer Wirtschaft dienen, sondern subventionierte vergnügliche Städteflüge mit hoher CO2-Belastung und Lärmemissionen.

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Swiss 1. August

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2 Meinungen

Frage: Wer soll jetzt da vernünftig werden, die Swiss oder die Politik, die so etwas von heute auf morgen verbieten kann? Globale Aktiengesellschaften (Société anonyme, der Name sagt es) kennen nur Wachstum und Gewinn. Dass sie in der Umwelt agieren, wissen sie nicht.
Walter Schenk, am 01. August 2019 um 16:11 Uhr
Klima und die Folgen der Veränderung sind enorm. Aber muß man dann den Fußspuren der Dummen folgen?
Da wird den privaten Flug-Passagieren, den Urlaubsfliegern, ein enorm schlechtes Gewissen eingeredet - obwohl sie sich NUR erholen wollen.

Was ist mit den hundertausenden Killern der USA/NATO, die zu den weltweit tobenden Kriegen geflogen werden - die dort unschuldige Menschen killen, damit das Rüstungsgeschäft boomt? Sie fahren nur zur Erholung vom Töten zurück - auf dem Hinflug fahren sie um zu TÖTEN. Dann brauchen sie noch Ausrüstung und Verpflegung, Kultur, eventuell noch ein paar Nutten - fast alles per Luftfracht. Dort fahren sie in Fahrzeugen, die nie einen CAT kennen - und wenn sie dann richtig IHRE Arbeit machen - herumballern, dann ist jeder Schuß mit der Erzeugung von CO2 verbunden.

Wer Klima schützen will - sollte zu aller erst den KRIEG beenden, denn neben der Erzeugung von CO2 vor, während und nach dem Krieg, werden dort noch Menschen, Tiere und Natur vernichtet. Brauchen wir KRIEG - JA - die Rüstungsbosse und die Banken, die diese Geschäfte abwickeln - also die sogenannten 1% der Weltbevölkerung.

Ohne Krieg wären entscheidende Weichen für eine Klimaverbesserung vorhanden - nicht nur beim Wetter
Günther Wassenaar, am 02. August 2019 um 08:38 Uhr

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