Im Parlamentsgebäude tummeln sich Dutzende von Lobbyisten. Einladungen finden ausserhalb statt. © Thomas Angeli

Liste der Lobby-Anlässe während dieser Session

Red. / 26. Feb 2018 - Profis buhlen um die Gunst der National- und StänderätInnen und laden zum «Apéro riche», zum Stehlunch, Essen oder zur «Stubete».

Sessionszeit ist Buffetzeit. Während der dreiwöchigen Frühlingssession ist nicht nur wichtig, was im Bundeshaus geschieht, sondern ebenso sehr, was rund um das Parlamentsgebäude herum serviert wird. Mitglieder des Parlaments organisieren keine kontradiktorischen Anlässe oder Hearings, sondern lassen sich von zum Teil mächtigen Lobbys bezirzen, duzen und einseitig beeinflussen.

«Lobbywatch» hat die Anlässe chronologisch aufgelistet. Einzelne Beispiele:

26. Februar, AXA Winterthur, «Abendessen mit Vorträgen» im Generationenhaus Bern.
27. Februar, Schweizer Tourismus-Verband, Mittagessen mit Referaten im Hotel Bellevue Palace.
28. Februar, Avenir Suisse, «Reformbedarf in der Hochschullandschaft», Referate und Frühstücksbuffet im Hotel Bellevue Palace.
28. Februar, Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, «Energiepolitische Themen im fragilen Gleichgewicht», Infolunch mit Diskussion im Hotel Bellevue Palace.
6. März, Schweizerische Public Affairs Gesellschaft, «Medienpolitik: Wie viel Staat brauchen unabhängige Medien?», Apéro riche mit Referante im Hotel Bellevue Palace.
6. März, Interpharma, «Der neue Novartis-Chef stellt sich vor», Vortrag mit anschliessendem Buffet im Hotel Bellevue Palace.
Etc. etc.

Anleitung:

Pfeil oben rechts: Von einem zum andern Anlass wechseln.
Datum unten: Datum anklicken.
Mitte: Namen des Organisators anklicken.

Das folgende Bild ist eine Illustration. Klicken Sie auf den Link oben.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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2 Meinungen

"Im Westen nichts Neues», déjà vu, so funktioniert doch die Politik im Staate Schweiz!
Beda Düggelin, am 26. Februar 2018 um 12:39 Uhr
Danke für die Auflistung und entsprechenden Link, welche im Prinzip nur die Spitze des Eisblocks der aktuell vorliegenden intensiv lobbyierten Interessenspolitk gegenüber Bundesrat und Parlament darstellt. Zurücktretende Parlamentarierinnen und Parlamentarier äussern mir gegenüber nicht umsonst zunehmend besorgt, dass Sachpolitik immer mehr unter die Räder dieser eigennützigen Interessenspolitik gerät!

Wie hat es Herr Dr. med. Daniel Bracher, nicht mehr praktizierender Kinderarzt, zur vorliegenden Gesundheitspolitik in dessen Artikel zur «Bedenklichen Standespolitik» in der Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung Nr. 33/2016 äusserst treffend bemerkt:

«Politik ist das Bestreben, sich und seinesgleichen wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen und zu erhalten»

Leider das systembedingte Grundproblem jeglicher Politsysteme. Was dabei auf der Strecke bleibt, müssen oder können wir dank schweizweiter und globaler Informationsquellen tagtäglich feststellen: Moral, Ethik, Humanismus, Altruismus, Anstand ….

'Mephistopheles' hat unterdessen nicht nur 'Faust' ganz fest im Griff …
Andreas Keusch, am 26. Februar 2018 um 13:22 Uhr

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