Leukerbad-Debakel: Schadenersatz

Kurt Marti © Christian Schnur
Kurt Marti / 14. Jun 2013 - Seit dem Finanzdebakel von Leukerbad sind 15 Jahre vergangen und noch immer ist die Justiz am Aufräumen.

«Leukerbad-Urteil: 18 Millionen Schadenersatz» titelt die neuste Ausgabe der Oberwalliser Oppositionszeitung «Rote Anneliese» (RA). Das Walliser Kantonsgericht verurteilte die damalige Revisionsstelle der Gemeinde Leukerbad zur Zahlung dieser Millionen-Summe.

Das Finanzdebakel von Leukerbad wurde 1996 von der RA aufgedeckt. Erst zwei Jahre später platzte der Finanzskandal mit einem Schuldenberg von rund 360 Millionen Franken. Der damalige Gemeindepräsident und CVP-Nationalrat Otto G. Loretan wurde später zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Am Schadenersatz-Urteil, das die RA jetzt publik macht, sind zwei Aspekte brisant: Erstens wurde das Urteil schon Ende 2010 gefällt und gelangte nur durch Zufall zur RA. Obwohl dieses Urteil von öffentlichem Interesse ist, hielt die Walliser Justiz offenbar eine Publikation nicht für notwendig. Zweitens hat sich die damalige Revisionsfirma «Peter und Ambros Ritz AG» inzwischen aus dem Staub gemacht. Wie das genau gegangen ist, steht in der neusten RA.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

RA-Redaktor 2000 - 2010

Weiterführende Informationen

Tal des Schweigens: Walliser Geschichten über Parteifilz, Kirche, Medien und Justiz

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