Aufklärer Denis Diderot, Weltwoche-Chef Roger Köppel: «Schweizer Diderot» © flickr/cc/screenshot ww

«Diderot»-Köppel ruft zum biblischen «Endkampf»

Kurt Marti / 20. Jan 2018 - Der Weltwoche-Chef betätigt sich als Kolumnist bei den Fundamentalisten und wird vom PR-Guru als Aufklärer gefeiert.

Wenn es darum geht, die muslimischen Migranten an der Pranger zu stellen, verweist der Weltwoche-Chef und SVP-Nationalrat Roger Köppel gerne auf deren «zum Teil vormodernen Vorstellungen von Politik, Rechtsstaat, Frauen und Religion».

Ganz anders, wenn es um die christlichen Fundamentalisten geht. Bei ihnen biedert sich der Weltwoche-Chef mit martialischen Sätzen aus dem Neuen Testament an und mokiert sich über das soziale und ökologische Engagement der «bequemen» Christen.

Erschienen sind Köppels «vormoderne» Provokationen in einer Kolumne mit dem Titel «Biblisch», die mit dem folgenden Bibel-Zitat beginnt:

Quelle: Idea Spektrum

Daraus folgert Köppel «das eigentliche Wesen des Christentums», dem es «nicht um den ‚heiligen‘ Krieg, aber um einen gerechten Krieg» gehe. Laut Köppel heisst Christsein, «einem Endkampf entgegenzugehen». Diese «Wahrheit» würden die «bequemen Kirchen» mit «unbiblischem Gesäusel von ‚sozialer Gerechtigkeit‘ und ‚Bewahrung der Schöpfung‘ überdecken».

Nota bene: Es handelt sich hier nicht etwa um die Parolen der Taliban, sondern um eine Kolumne, die im letzten Dezember in der Zeitschrift «Idea Spektrum» erschienen ist, zu deren ideeler Trägerschaft der evangelikale Dachverband «Schweizerische Evangelische Allianz» (SEA) gehört.

Die SEA ist Teil eines weltweiten evangelikalen Netzwerkes, das beispielsweise in den USA zur Wahl von Präsident Donald Trump beigetragen hat. Die Evangelikalen vertreten fundamentalistische Positionen, beispielsweise in Bezug auf die Homosexualität, die Abtreibung und die Evolutionstheorie.

Köppels fundamentalistischer Aufruf zum «Endkampf» und sein Spott über die «unbiblische» soziale Gerechtigkeit hinderte den PR-Haudegen Klaus J. Stöhlker nicht daran, den Bibel-Fundi in einer bizarren Kolumne auf «Inside Paradeplatz» als «Genie des Schweizer Machtapparats» und als «Schweizer Diderot» zu feiern, der die Aufklärung «bis hinein in den Nationalrat» verteidige.

Ob solch vermessenen Vergleichen drehte sich der Aufklärer und Atheist Denis Diderot gleich zweimal im Grab um.

Wie Köppel liebt auch Stöhlker die martialischen Töne und auch seine Wege kreuzten sich mit der evangelikalen Zeitschrift «Idea Spektrum». Anlässlich des zehnjährigen «Idea Spektrum»-Jubliläums hielt Stöhlker eine «markante» Rede mit dem Titel «Kommunikation - das Kreuz der Christen», wie das evangelikale Webportal «livenet.ch» stolz zu berichten wusste.

In seiner Rede gesteht Stöhlker, das Lissabonner Seefahrer-Denkmal mit Kreuz und Schwert habe ihn «zum Nachdenken» gebracht: «Europa – und da gehört auch die Schweiz dazu – hat das Schwert schon lange verloren.» Und er stellt die Frage: «Was geschieht, wenn bald auch das Kreuz definitiv weg ist?»

Dann kommt Köppels «Endkampf» zum Zug oder wie «Livenet» mit einem Bibelvers bekannte (inzwischen gelöscht): «Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du zusehen.»

Quelle: hpd

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19 Meinungen

Frank A, Meyer liess sich zum 60. Geburtstag mal mit Voltaire vergleichen. Voltaire, Rousseau und Frank A. Meyer haben sich je zu ihrer Zeit in der Tat nicht gerade muslimfreundlich geäussert, was nicht automatisch dumm sein musste. Natürlich ist das Christentum eine eschatologische Religion, und klar die heute meistverfolgte und am stärksten schikanierte religiöse Denomination auf diesem Erdball.
Pirmin Meier, am 20. Januar 2018 um 11:13 Uhr
Kurt Marti: Der Aufruf zum 'Endkampf' von Roger Köppel wundert mich nicht. Allerdings frage ich mich, ob es um einen biblischen Endkampf oder um einen ganz normalen irdischen Endkampf geht.
- Die Blocher-Bewegung strebt bekanntlich die (relative) Macht in Bundesbern per Wahlen 2019 an.
-- Dazu braucht sie plus-minus 40 % der Mandate im Nationalrat (gut nachdenken bitte).
-- Dazu braucht sie also ein Plus von gut 10 % gegenüber den Wahlen 2015.
- Derzeit behilft sich die Blocher-Bewegung mit der Schulterschluss-Allianz: SVP + FDP + rechte CVP.
-- Das funktioniert derzeit richtig gut im sozialen Bereich, wo die Allianz abbaut, wo es nur geht.
-- Das stört, wenn es um die Bilateralen geht. Also möchte sie die lästigen + beschränkt zuverlässigen Kumpan*Innen von FDP + rechter CVP per Ende 2019 los werden.
- Ich verfolge dieses Treiben bereits seit einigen Jahren (seit dem Austritt von Blocher aus dem Nationalrat im MAI14) + kann inzwischen ziemlich gut erkennen, wie die Blocher-Bewegung ihr Ziel erreicht.
-- Es wird einen argen Hosenlupf brauchen in den letzten 2 Jahren.
-- Ich würde das als 'Endkampf' bezeichnen wollen.

Wovon spricht Köppel also in jener Kolumne bei den Evangelikanern, von einem biblischen Endkampf oder einem durchaus irdischen? Übt er dort für etwas hier in der Schweiz?
Dr. sc. techn. ETH Konrad Staudacher, am 20. Januar 2018 um 12:06 Uhr
Das ist wohl ein übler Missbaruch des Namens Diderot. Diderot war als Atheist jeglichem Klerus und Anhängerschaft als freier Geist abhold! Er stand für die Freiheit des Lustprinzipes und war Gegner jeglicher Doktrin und Sektirerertum. Die SVP gehört eindeutig zu solchem Sektierertum. Offensichtlich hat Herr Köppel Diderot nicht gelesen, noch scheint er die aufklärerische Bewegung im damaligen Frankreich zu kennen. Diderot hätte es als Erster begrüsst, wenn «das Kreuz definitiv bald weg wäre».
Hermann K.J. Fritsche, am 20. Januar 2018 um 12:16 Uhr
Epheser 6,12 lautet: «Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten (Anm.: = Gefallene Geister aus der 2. Engel-Hierarchie, gemäss Dionysius Areopagita, einem christlichen Weisen aus dem 1.Jh. n. Chr.), gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt; gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.» Irdische Abläufe haben, gemäss Dionysius immer Entsprechungen in der «geistigen Welt». Ob man das nun glauben oder ablehnen will ist das eine: Aus der Bibel einen Kampf gegen Menschen und Völker ableiten zu wollen, ist schlicht Blasphemie. Aber darüber werden diese Zeitgenossen nur lachen. Diese Zeitgenossen rechnen eben damit, dass das Unwissen über diese Dinge gross ist, und man im Zuge des kaschierten Neoliberalismus, um den es ja geht, jeden Quatsche behaupten kann, prüfen tut es ja doch niemand. Die Ziele sind keine, die auf eine Humanismus Zeilen, sondern solche um Macht, Geld und Einfluss. Wer den Epheserbrief des Paulus ganz liest, dem entgeht dann auch nicht, was nach dem o.g. Zitat kommt: «Seit also standhaft: Gürtet Euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen...» Genau genommen steht also das Gegenteil dessen in der Bibel, was da zum Ausdruck kommt dadurch, dass man Zitate aus dem Zusammenhang reisst.
Joachim Pfeffinger, am 20. Januar 2018 um 13:22 Uhr
Herzlichen Dank für den Artikel!

Erstaunlich, welche Umkehrung zwischen dem Splitter im fremden und dem Balken im eigenen Auge hier Köppel entgegen der ausdrücklichen biblischer Warnung da macht.
Christlicher Fundamentalismus bringt uns heute schneller in den Abgrund als islamistischer. Durch
- Ignorieren des Global Warmring (US-Republikaner, Mehrheit der Bevölkerung dort)
- US-Geopolitik, deren Atomwaffendrohung bis Ende des Jahrhunderts die Apokalypse mit mehr als 50% Wahrscheinlichkeit auslösen wird.

MfG
Werner T. Meyer
Werner Meyer, am 20. Januar 2018 um 13:55 Uhr
Dass sich die SVP bereits seit langem bei den evangelikalen Christen anbiedert, um im Teich der Fundis zu fischen ist offenkundig. Den Beweis dafür liefert der klar SVP-dominierte Kanton Bern, der einzig verbleibende, noch immer mehrheitlich protestantische Kanton, seit jeher Hochburg von evangelikalen und pfingstlerischen Sekten. Da passt die SVP mit ihrem extremen Gesellschaftskonservativismus (Eherecht, Familienrecht, Fristenregelung) ideal ins reaktionäre Weltbild der Freikirchler. So ist für die Stündeler (falls sie sich überhaupt am politischen Leben beteiligen) denn auch die SVP, zusammen mit den christlichen Kleinparteien EDU und EVP, Partei der Wahl. Köppels opportunistisches Ansaugen bei den Frommen ist da bloss folgerichtig.
René Edward Knupfer-Müller, am 20. Januar 2018 um 14:23 Uhr
Da lohnt es sich nicht eine Meinung abzugeben - so verworrene Meinungen
Carlos Werner Schenkel, am 20. Januar 2018 um 16:12 Uhr
Wer nicht einmal evangelisch von evangelikal unterscheiden kann, sollte sich zurückhalten...
Patrick Hafner, am 20. Januar 2018 um 17:04 Uhr
Zufällig bin ich Innerhalb einer halben Stunde über diesen Artikel und über diesen hier (=>> http://www.feinschwarz.net/religioes-legitimierte-gewalt ) gestolpert. Aus dem zweiten zitiere ich diesen Satz: «Die Berufung auf Gott ist bei dieser Form der Gewalt nämlich nur vorgeschoben. Eigentlich geht es den Tätern um Macht, Anerkennung, Geld, Rechthaberei, Aufmerksamkeit oder Einfluss. Gott wird nur benötigt, um eine leckere Soße über die unappetitliche Mahlzeit aus menschlichem Eigenbelang zu gießen....» Herr Köppels Fundamentalaggression dem biblisch-jesuanischen Christentum kommt den evangelikalen Rechtsauslegern gerade Recht. Es scheint, dass die Wachsamkeit der Kirchen allein nicht mehr ausreicht. Der kriegerische Gottes-Fundi sitzt schon im Wohnzimmer.
Leo Walter, am 20. Januar 2018 um 17:24 Uhr
Gelernt ist gelernt. Diderot war wie Voltaire Jesuitenschüler, auch das von ihm vollendete enzyklopädische Prinzip scheint eine Frucht der Scholastik zu sein. Eine Schwester Diderots war Klosterfrau. Jesuitismus wiederum hatte mit Fundamentalismus nichts zu tun, war eine Art christlicher Machiavellismus, was ja dann auch um 1870 im Kulturkampf die Auseinandersetzung von Augustin Keller mit dem Moral-Lehrbuch des Jesuiten Gury zeigt, wobei Gury wahrscheinlich einer der modernsten Ethiker in der Geschichte der katholischen Kirche war, mit sehr starker Betonung der praktischen Vernunft, vgl. auch die noch brillante Habilitationsschrift des Opus-Dei-Mannes Martin Rhonheimer über Thomas von Aquin, als Plädoyer für die praktische Vernunft methodisch auf sehr hohem Niveau. Will man diese Sache richtig verstehen, müsste man sich vielleicht mal die Legende vom Grossinquisitor von Dostojewskij vornehmen, die Umwandlung des Katholizismus in eine moderne Ideologie, in der Brot für die Massen, Unterhaltung und Wunder eine wesentliche Rolle spielen. Noch interessant ist, dass der im Prinzip gottlose Katholik Carl Schmitt 1922 durch seinen berühmten Buchtitel den Begriff «Politische Theologie» prägte. Das Problem des Katholizismus für seine Gegner ist sein formal sehr hohes intellektuelles und formal-logisches Niveau, vgl. auch schon den osteuropäischen Domherrn Nikolaus Kopernikus. Die besten Sachen waren freilich lateinisch geschrieben, damit es beim «Pöbel» keine Missverständnisse gab.
Pirmin Meier, am 21. Januar 2018 um 10:31 Uhr
Wenn schon die Welt verrücktspielt, dann passt Roger Köppels »Verwirr«-Kolumne in diese Szene. Seine Interpretation ist nicht nur eigenwillig, sondern auch sehr irreführend. Als wenn »Epheser 6,13« ein Maßstab ist, biblische Sinnessprüche für einen Endkampf in die Praxis umzusetzen. Und Köppels Schwenker zu Karl Barth ist reine Instrumentalisierung..

Durch »Epheser« und Karl Barth entsteht Köppels Mischmasch der Argumentationslosigkeit. Seine Erklärungen über die christliche Auffassung und das Wesen des Christseins, es ginge um einen gerechten Krieg bzw. um den Endkampf, fehlt jegliche Plausibilität. Erstens gibt es keinen gerechten Krieg, weil jeder Krieg im Rückblick zwangsläufig ungerecht ist. Der sogenannte »gerechte Krieg« ist lediglich ein Konstruktion, um der Rechtfertigung zum Krieg einen besseren Anstrich zu verpassen. Zweitens erteilt Köppel sowohl der »sozialen Gerechtigkeit« als auch der »Bewahrung der Schöpfung« eine Absage und ersetzt beides durch seinen nebulösen »Endkampf«. Das gibt zu denken!

Gesäusel auch von Klaus Stöhlker, indem er Roger Köppel in die Linie von Denis Diderot und als einen bezeichnet, der die Schweiz und Europa groß gemacht hat. Trotzdem ein starkes Stück, weil Stöhlker dadurch Diderot abwertet und Köppel aufwertet. Roger Köppel ist definitiv kein Aufklärer der Gegenwart, nicht einmal im Sinne der Epoche der Aufklärung, weil mit Rückwärtsgewandtheit die Zukunft verloren ist und einer »offenen Gesellschaft« widerspricht.
Uwe Pawlowski, am 21. Januar 2018 um 19:25 Uhr
@Pirmin. Wenn Sie schreiben: «Diderot war wie Voltaire Jesuitenschüler», aber nicht weiter auf das Werk Diderots und seine Wirkung in der Zeit eingehen, könnte man glauben, dass Diderot ein Vertreter der katholischen Glaubenslehre gewesen sei; allerding war Diderot expliziter Atheist, bestenfalls Agnostiker und schon in seiner hedonistischen Grundeinstellung Gegner des Katholizismus. Nicht zu übersehen wäre Diderots Einfluss auf das «Entschleierte Christentum» von Boulanger alias D'Holbach. Es ist absolut unzulässig Diderot mit irgendwelchen christlichen oder angeblich christlichen Dogmatikern und Fundamentalisten gleich zu stellen, in einem Atemzug zu nennen. Übrigens diente seine Enzykllopädie auch dem Zweck seine Kritik am Katholizismus zu verschleiern. Solche Kritik konnte in der damaligen Zeit die Todesstrafe nach sich ziehen. Im Gegensatz zu Voltaire, hat er sich deutlicher von den Mächtigen der Zeit distanziert.
Hermann K.J. Fritsche, am 22. Januar 2018 um 12:07 Uhr
@Pawloski. Ich stimme Ihnen gerne zu.
Hermann K.J. Fritsche, am 22. Januar 2018 um 12:09 Uhr
@Carlos Werner Schenkel: Stimmt, all das klugscheisserische Gerede braucht es nicht.
Aber auf zwei politische Errungenschaften unserer Zeit muss man hinweisen: 1. Glaubensfreiheit und 2. Trennung von Kirche und Staat. Werden diese gelebt und umgesetzt, können wir all die Mythen denen überlassen, die diese noch interessieren.
Die Menschheit hätte allerdings gescheiteres zu tun. Nebenbei: Es geschieht gar nichts, wenn das Kreuz verschwindet, Herr Kurt Marti.
Walter Schenk, am 22. Januar 2018 um 15:13 Uhr
Dass Köppel, den ich für seine Bodenständigkeit gepaart mit feinem Wissen, hoch schätze, sich in der Hohen Schule höchst göttlicher Absolutheiten verhedderte, überrascht mich sehr. Aber auch Kurt Marti hat es erwischt. Wenn diese zwei hochkarätigen Jurnis sich auf Irrläufer, die allen Hochreligionen anhaften, wie Kriegs– und Endkampfbegriffen einlassen, gebe ich noch einen oben drauf. Von einer Mutter aufgezogen die Gott so fürchtete, wie ich den Teufel fürchte, habe ich ein feines Gespür für die Wahrheit entwickelt, die sich hinter allen Hochreligionen versteckt. Jesus warnte, dass Satan schwer zu erkennen ist, da er sich hinter dem Guten verbirgt. Da gebe ich „Jesus“ recht. Wenn es Satan tatsächlich gibt —und nicht nur eine Taktische Waffe des Christentums ist— verbigt sich dieser Satan hinter den Fassaden der Hochreligionen! Die seit Jahrtausenden bis zur heutigen Stunde belegten Verbrechen im Nahmen der Religionen belegen deren Nähe zum Leibhaften. Der Brückenschlag von den heute „wohltemperiert“ handelnden Würdenträger christlicher Kirchen zu dem satanischen Hintergrund der Hochreligionen ist anspruchsvoll. Das Amt des Priesters stelle ich nicht in Frage. Zu Teilen des Islams schweige ich. Und nun die Erlösung, vorsichtig auf kleinem Feuer gekocht, mein Denkmodell: Der Mensch ist ein geistiges Wesen, die Summe aller geistigen Wesen sind in dem vereinigt, das wir Gott oder.... nennen. Somit sind obige journalistische Ausflüsse Satans Spiellust. —Der Mensch ist Teil Gottes
Peter Geissmann, am 22. Januar 2018 um 22:16 Uhr
@Peter Geissmann: Danke! Brillant! Nur mit Ihrem Gottesbegriff öffnen Sie der Willkür erneut die Türe. Der Gottesbegriff ist ein Hirngespinst «geistiger Wesen». So lange sich der Mensch als «Teil Gottes» versteht, wird er sich als Gottes Stellvertreter aufführen. Das Resultat kennen wir seit langem, aus allen Religionen. Lassen wir endlich «Gott und «Satan» weg und bedienen uns der bestmöglichen Einsichten, die die Besten von uns Menschen hart und redlich erarbeitet haben.
Walter Schenk, am 23. Januar 2018 um 16:38 Uhr
Einige Kommentare machen Angst. Freunde: Es gab einmal einen Sonnenkult den man über Jahrtausende den jeweils vorherrschenden gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst hat um Macht auszuüben und zu rechtfertigen. Mehr, ist das nicht, aber leider auch nicht weniger. Jetzt klar warum Herr Köppel in dem Tümpel fischt? Religion, Gott, Jesus, Satan, geistige Wesen? Brr gruselig. Beruhigend: Keine Frau beteiligt sich an den Kommentaren - das Thema kann also nicht so wichtig sein für das Überleben der Menschheit... Uff, nochmals Glück gehabt.
Stefan Rey, am 24. Januar 2018 um 08:37 Uhr
Was nun bei Kurt Marti als Freidenker etwas untergegangen ist: Roger Köppel bezieht sich wie sein Leitstern Christoph Blocher in seiner Argumentation auf Karl Barth. Dass er hier aber intellektuelle Falschmünzerei betreibt, wissen die Theologen: http://reformiert.info/artikel/news/roger-köppel-und-der-weltuntergang
Delf Bucher , am 24. Januar 2018 um 14:17 Uhr
Ich habe mit meinem vierzehnjährigen Sohn eine Weihnachtspredigt ausserhalb unserer Wohngemeinde besucht, um meinem Vater gleich noch ein Blümchen auf's Grab legen zu können.

Thema der Predigt war Josef, die Randfigur in der Weihnachtsgeschichte, noch kurz vor Ochs und Esel, wie der junge Pfarrer bemerkte.
Dann erklärte er seiner Gemeinde, dass man Josefs Beruf „Schreiner“ übersetzt auch Bauherr oder Architekt bedeuten könne und dass Josef wahrscheinlichkeit kein einfacher Mann aus dem Volk, sondern ein gebildeter und weltoffener Mensch gewesen sei.
Frei nach dem Motto: Ich bin ein weltoffener und gebildeteter Mensch und es ist für mich unvorstellbar, dass ein einfacher, stumpfsinniger Büezer in dieser schönen Geschichte Platz findet.

Die Trennung von Kirche und Staat wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Die Machtverhältnisse haben sich ein bitzeli verschoben, die Überheblichkeit ist unzerstörbar. Weihnachtlich war mir nicht mehr zumute.
So Jesus heute auf Erden wandeln würde, wäre er sicher wie das AMEN in der Kirche innert Kürze verwahrt und mit Psychopharmaka ruhiggestellt.
Aber durchaus unterhaltsam, wie sich die verschiedenen Lager die Bibel um die Ohren hauen.
Dieses Posting nur, weil jemand erfreut festgestellt hat, dass sich die Frauen aus dieser fruchtlosen Diskussion heraushalten.
Ursula Lerch, am 05. Februar 2018 um 08:15 Uhr

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