Während der US-Präsidentschaftswahl 2016 kam das Thema Fake-News auf. © Montage R.L.

Während der US-Präsidentschaftswahl 2016 kam das Thema Fake-News auf.

Wer die Bekämpfung von «Fake-News» finanziert

Rafael Lutz / 28. Mai 2020 - Vor Falschmeldungen warnen zurzeit fast täglich Faktenprüfer. Doch sie sind mit den Machteliten verflochten und wenig glaubwürdig.

Tag für Tag entdecken sogenannte Faktenprüfer neue Falschmeldungen. In Zeiten von Corona haben sie geradezu Hochkonjunktur. Viele Medien, darunter die NZZ und die Republik, berufen sich gerne auf die Hüter der Wahrheit bei der Brandmarkung falscher Nachrichten aus dem Kreise sogenannt alternativer Medien. Auffällig dabei ist: Die Machtposition der Faktenprüfer wird nie in Frage gestellt. Diese werden gerne als neutrale und seriöse Quellen behandelt, obwohl viele es in Wirklichkeit nicht sind.

Ein internationales Netzwerk

Falschinformationen und Propaganda sind nichts Neues. Im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2015/2016 rückte das Thema Fake-News ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hintergrund waren wahre Enthüllungen über Hillary Clinton, die Wikileaks ausgerechnet während des Wahlkampfs veröffentlicht hatte. Es wurden aber auch Falschinformationen über die Präsidentschaftskandidaten in die Welt gesetzt. All dies geschah in einer Zeit, in der grosse Medien ohnehin mit Glaubwürdigkeitsverlusten zu kämpfen hatten.

In einem möglichen Wahlsieg von Trump sahen traditionell mächtige Lobbys die Demokratie in Gefahr. Der sogenannte Kampf gegen Fake-News war hauptsächlich gegen Trump gerichtet. Entsprechend nahmen die Faktenprüfer Trumps Aussagen unter die Lupe. Ein «Fact-Checker» der «Washington Post» wies Trump über vier falsche Behauptungen pro Tag nach. Doch im Weltgeschehen nehmen die grossen Faktenprüfer-Netzwerke in erster Linie abweichende Meinungen ins Visier , welche die US-Vorherrschaft in Frage stellen.

Einige Faktenchecker gründeten das sogenannte International Fact-Checking Network. Dieses Netzwerk fokussiert ziemlich einseitig auf russische Stellen, die nach Ansicht der US-Regierung die Hauptverantwortlichen für Manipulationen und Falschmeldungen sind.

Dem Netzwerk gehören inzwischen zahlreiche Faktenprüfer-Organisationen an, die über die Informationen wachen. Im deutschsprachigen Raum zum Beispiel «Correctiv» – dafür musste sich die Plattform als geprüfte Partnerin vom Poynter Institute zertifizieren lassen (siehe unten). Die Europäische Union gründete 2015 eigens die «East StratCom Task Force», die mit dem Monitoring russischer Presseorgane beauftragt wurde (Infosperber berichtete darüber). Diesem Ziel schlossen sich auch die Tech-Giganten Facebook und Google an.

Institut als Zertifizierer mit politischer Schlagseite

Ein Blick auf die grossen Akteure auf dem Markt der Wahrheitsfindung zeigt, dass viele eine politische Agenda verfolgen. Koordiniert und zertifiziert werden die Anstrengungen der Faktenprüfer durch das Poynter Institute. Diese Journalistenschule aus Florida leitet seit Ende 2015 das International Fact-Checking Network. Gesponsert wird das Netzwerk laut eigenen Angaben unter anderem von folgenden Institutionen:

  • Die von der US-Regierung finanzierte National Endowment for Democracy (NED);
  • Omidyar Network;
  • Bill und Melinda Gates-Stiftung;
  • Google News Initiative;
  • George Soros' Open Society Foundation.

Der deutsche Journalist Paul Schreyer kommentierte: «Man ist beim Kampf gegen ‹Fake-News› also gut beschirmt von einflussreichen Eliten, sowie der US-Regierung.»

Auffallend am Poynter Institute sowie auch an allen ihren finanziellen Unterstützern ist ihr stets kritischer Blick in Richtung Russland. Das Institut propagierte beispielsweise in der Vergangenheit das Tool Hamilton 68 – neuerdings bekannt als Hamilton 2.0 Dashboard. Dieses setzte sich zum Ziel, russische Propaganda zu entlarven. Das Projekt wurde vom German Marshall Fund lanciert und läuft unter dem Namen «Allianz zur Sicherung der Demokratie». Dem Fachbeirat der Allianz gehören Personen wie Michael Chertoff und Bill Kristol an. Chertoff war von 2005 bis 2009 Minister für Innere Sicherheit in den USA. Er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat des multinationalen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns BAE Systems. Kristol ist ein neokonservativer Hardliner, der die Irakinvasion der USA unterstützte.

Im Dienste der US-Aussenpolitik

Ein Blick auf die grössten Sponsoren der Faktenprüfer lohnt sich. Stiftungen wie das NED (National Endowment for Democracy) oder Soros' Open Society sind bekannt dafür, aussenpolitische Ziele der US-Administration zu stützen (Infosperber hat darüber berichtet). Sie spielten in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung oppositioneller Bewegungen in Ländern, wo US-feindliche Regierungen an der Macht waren und die entsprechend von Seiten der US-Machthaber auf der Abschussliste standen. Das deckten Wikileaks Enthüllungen auf.

Das NED wurde unter US-Präsident Reagan nach Ideen des damaligen CIA-Chefs Bill Casey gegründet, um verdeckte Operationen in fremden Ländern durchzuführen. Mitgründer Allen Weinstein sagte 1991 über das NED: «Vieles, was wir tun, wurde vor 25 Jahren verdeckt durch die CIA gemacht.» Im Vorstand der NED sitzen mehrere US-Neokonservative. Die NED wird vom US-Kongress mit riesigen Summen Jahr für Jahr finanziert. Sie war auch beteiligt an der Vorbereitung und Unterstützung mehrerer Farbenrevolutionen in Osteuropa.

Omidyar und die US-Eliten

Einer breiteren Öffentlichkeit weit weniger bekannt ist Ebay-Gründer und Milliardär Pierre Omidyar. Omidyar gehört ein kolossales Netzwerk an Organisationen. Er unterstützt unzählige Medien ebenso wie ein globales Kartell von selbsternannten Faktenprüfungsgruppen. Seine Gruppe ist auch der grösste Sponsor von Correctiv. (Auf die Faktenchecks von Correktiv.org werden wir zurückkommen). Zu den bekannteren Medienportalen im Besitz Omidyars zählt die Nachrichten-Website The Intercept. [NACHTRAG: Für die Intercept schreiben weltbekannte Journalisten wie Glenn Greenwald und Jeremy Scahill. Greenwald enthüllte als erster Journalist, wie der US-Geheimdienst NSA die weltweite digitale Kommunikation überwacht. Whistleblower Edward Snowden hatte ihm die entsprechenden Dokumente zugespielt.]

Aus der Omidyar-Gruppe hervorgegangen sind jedoch auch die die Ulupono Initiative, Humanity United, Hopelab Luminate, Omidyar Network, First Look Media sowie auch der Democracy Fund. Yasha Levine, US-kritischer Journalist und Autor des Buches «Surveillance Valley»: The Secret History of the Internet, schrieb über Omidyar:

«In der heutigen Auseinandersetzung um die Verträge des Silicon Valley mit dem US-Militär und den Geheimdiensten konzentriert man sich auf Facebook, Google und Amazon - während Pierre Omidyars eBay völlig ignoriert wurde. Aber Omidyar war an vorderster Front dabei, den globalen privat-öffentlichen Überwachungsapparat des Silicon Valley aufzubauen. In den letzten zehn Jahren hat Omidyar still und leise daran gearbeitet, das privatisierte Überwachungsstaatsmodell von eBay über den Online-Verkauf hinaus auf Wahlen, Medien, Transport, Bildung, Finanzen und die Regierungsverwaltung auszudehnen. Sein Vehikel dafür: die Omidyar-Gruppe, ein Investitionsvehikel, das Hunderte von Start-ups, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen auf der ganzen Welt finanziert.»

Auffallend an Omidyars Netzwerk ist eine konstante Nähe zur US-Regierung. In einer ausführlichen Recherche über den Ebay-Gründer beschrieben die Investigativjournalisten Max Blumenthal, Gründer und Chefredaktor der Online-Plattform «The Grayzone», und Alexander Rubinstein, der ebenfalls für «The Grayzone» sowie gelegentlich für den russischen Staatssender RT und für Sputnik arbeitet, diese Verbindungen wie folgt: «Pierre Omidyar arbeitete eng mit vielen von den USA finanzierten Organisationen zusammen, welche die Rolle der CIA aus dem Kalten Krieg übernahmen. Sie unterstützen oppositionelle Medien und die Zivilgesellschaft in Ländern, in denen ein Regimewechsel beabsichtigt ist.»

Hierzu nur wenige Beispiele: Omidyars Democracy Fund finanzierte mitunter die bereits erwähnte Allianz zur Sicherung der Demokratie des German Marshall Funds und das antirussische Projekt Tool Hamilton 68. Omidyars Geld führte des Weiteren zur Gründung des Onlinemagazins The Bulwark. Gegründet wurde das Portal durch den Neokonservativen Bill Kristol. Auch arbeitet Omidyar eng mit Organisationen wie der US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) sowie auch mit dem NED zusammen. In den Worten Max Blumenthals und Alexander Rubinsteins fungiert Omidyar als Vermittler für Projekte, die Informationskampagnen in Ländern auf der ganzen Welt führen. So hat Omidyar mitgeholfen, ein Netzwerk von oppositionellen Jugendaktivisten und Bloggern in Simbabwe aufzubauen; und auf den Philippinen hat er in eine oppositionelle Nachrichtenseite investiert. Beides Länder, in denen die Demokratie mit Füssen getreten wird.

Google und Co. sind nicht über jeden Verdacht erhaben

Eine wichtige Rolle im Kampf um die Deutungshoheit spielen auch die Tech-Giganten Google und Facebook. Beide fallen ebenso durch ihre Nähe zur US-Regierung auf. Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt wurde 2016 vom US-Verteidigungsminister zum Vorsitzenden eines Pentagon-Beraterkreises ernannt. Die Position hat er bis heute inne. Sein langjähriger enger Vertrauter Jared Cohen, Chef von Googles Ideenschmiede «Jigsaw», arbeitete von 2006 bis 2010 im Planungsstab des US-Aussenministeriums. Erst unter Condoleezza Rice, dann unter Hillary Clinton. 2015 gründete Google in Zusammenarbeit mit Facebook, Twitter, Soros’ Open Society Foundation, der Knight Foundation und weiteren die Faktenprüfer Plattform First Draft sowie auch Google News Lab. Dabei spielte der Tech-Gigant selbst im Rahmen des Wahlkampfes zwischen Donald Trump und Hillary Clinton eine Rolle. Analysen über Suchresultate auf Google zeigen, dass die generierten Ergebnisse zwischen Mai und November 2016 deutlich Hillary Clinton favorisierten.

Facebook wiederum arbeitet seit 2017 mit den Faktenprüfern zusammen. Dies, nachdem Mark Zuckerbergs Firma im Zuge des US-Wahlkampfes 2016 zunehmend unter Druck geraten war. Der Vorwurf lautete: Über das soziale Netzwerk würden Lügen und Desinformationen verbreitet. Im Kampf gegen Fake-News kooperiert Facebook eng mit westlichen Regierungen sowie auch mit der Denkfabrik Atlantic Council. Diese ist Teil des US-Machtapparats. Die Denkfabrik hat eigens zur Bekämpfung von Falschinformationen und russischer Propaganda ein «Digital Forensic Research Lab» (DFRL) entwickelt. Besonderen Fokus richtet das Labor auf Dissidenten im Internet, die Kritik an den USA äussern. Im Schussfeld stehen besonders solche aus Staaten, deren Regierungen auf der Abschussliste der US-Regierung stehen – beispielsweise aus Iran oder Venezuela. In Zusammenarbeit mit dem Lab hat Facebook – genauso wie Twitter – regelmässig Konten von Kritikern gelöscht. Facebook gehört auch zu den Sponsoren der «Integrity Initiative». Eine Kampagne, an der westliche Geheimdienste involviert sind und die mittels psychologischer Kriegsführung Stimmung gegen Russland machen. Offiziell wird russische Desinformation bekämpft.

Vom Poynter Institute bis zu den Tech-Giganten Google und Facebook haben die Wächter über die «richtigen» Informationen etwas Gemeinsames: Sie zeichnen sich allesamt durch eine selektive Wahrnehmung sowie eine Nähe zur US-Regierung aus. Bei der Bekämpfung von Falschinformationen, die zweifellos omnipräsent sind, ist das nicht hilfreich. Schliesslich sind diese nicht allein ein «russisches» Phänomen. Propaganda kennt keine nationalen Grenzen. Alle mächtigen Staaten nutzen Techniken der Manipulation. Auch die USA verbreiteten in der Vergangenheit viele gezielte Halbwahrheiten und auch Fake News und sie tun es noch heute – häufig professioneller und raffinierter als Russland oder China.

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Siehe auch

DOSSIER: Der Kalte Krieg bricht wieder aus

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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine. Rafael Lutz arbeitet als Redaktor bei der Regionalzeitung «Der Tössthaler» und schliesst gerade ein Studium der Soziologie an der Universität Freiburg mit dem Master ab.

13 Meinungen

Top Bericht.
Persönlich halte ich Netzwerke für grundsätzlich problematisch. Sie führen zwingend zu Zentralisierungen. Zentralisierungen führen wiederum dazu, dass eine Minderheit bestimmt und Sichtweisen von anderen ausgeschlossen werden. Deshalb befürworte ich einen eigenständigen Journalismus und bin froh, dass sich bis zum heutigen Zeitpunkt alternative Medien nicht zusammen geschlossen haben sondern jedes Medienportal für sich ihr Süppchen kocht. Nur so ist Pluralität in der Berichterstattung und der damit einhergehenden freien Meinungsbildung und Meinungsäusserung überhaupt möglich. Diese mediale Autarkie in Verbindung mit dem akzeptieren der anderen Meinung, welches eine kontroverse Auseinandersetzung mit dieser anderen Meinung in keinster Weise ausschliesst sondern bedingt, ist eine Grundvoraussetzung für Demokratie.

Nach meinem Gefühl ist der Einfluss von solchen Faktenchecker jedoch abnehmend. Gerade Correctiv hat nach meinem Gefühl nur eine sehr geringe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung. Zu einseitig fallen die «Faktnechecks» aus und zu vielen, bisher unkritische Menschen, wurde ein Post auf FB geblockt, wodurch diese Menschen erst eine kritische Haltung entwickelten. Wenn mir, als Beispiel, bisher eher unkritische Ü70 jährige Menschen erzählen, das z.b. YouTube willkürlich Filme von Ärzten löscht, dann deutet dies meiner Ansicht nach auf eine gewisse Abnutzung hin.

*unkritisch meine ich hier im Kontext bezüglich dem Narrativ der freien Meinungsäusserung
Stöckli Marc, am 28. Mai 2020 um 12:01 Uhr
Am besten würde man nur noch die regionalen News lesen, die man selber überprüfen kann. Ich hoffe dass dies sowieso die nächste anstehende Entwicklung sein wird, dass wir wegkommen von der globalen Vernetzung zu wieder überschaubaren Einheiten. Ebenso sollen die Grossbetriebe der Landwirtschaft wieder redimensioniert werden, so dass kleine ev. 1Hektargrosse Familienbetriebe entstehen, welche einen 3 Generationen-Haushalt mit 6-8 Mitgliedern selbstversogerisch ernähren kann. Dass dabei nicht entfremdete Arbeit vorwiegend wieder Handwerk entstehen wäre nicht verkehrt bei der heutigen sonstigen Robotisierung.
Carlos Werner Schenkel, am 28. Mai 2020 um 12:24 Uhr
Danke, ein mutiger und guter Bericht. Infosperber wird von erfahrenen alten Füchsen gemacht, hörte ich kürzlich ein Kompliment von einem Bekannten, dem ich Infosperber empfohlen hatte. Was sind die Ursachen für diese weltweiten Propaganda-Artigen Verzerrungen in vielen Medien? Die Wahrheit ist das höchste Gut und zusammen mit unseren Erfahrungen das einzige, was wir meiner Ansicht nach beim Tod mitnehmen können. Vorsätzliche Fake-News, Lügen, Halbwahrheiten sind eine subtile Form von verbaler Gewalt. (Siehe Gewaltforscher und Psych. Marshall Rosenberg) Die Gründe dafür sind oft Geltungsdrang, Angst, finanzielle Interessen und Machthunger. Solange der Raubtierkapitalismus, Feindbilder und Nationalismus nicht überwunden sind, wird es immer so weitergehen. Die Rolle des Britischen Empire würde mich in dieser Sache auch interessieren. Die Demokratie ist in großer Gefahr, Scheibe für Scheibe wird davon abgebaut, schon seit Jahrzehnten.
Beatus Gubler, am 28. Mai 2020 um 12:54 Uhr
Wie wahr und wichtig. Weshalb erscheinen solche gut recherchierte Artikel nie im Tages-Anzeiger, im SRF oder sonst irgendwelchen Leitmedien? Es ist aktuell wieder extrem wichtig, die heute so extreme und raffinierte Manipulation der politischen News, ihrer Quellen und Wege zu entschlüsseln, zu analysieren und der Öffentlichkeit bewusst zu machen.
Beni Rüesch , am 28. Mai 2020 um 15:27 Uhr
Die Wahrheit hat viele Gesichter.
Ekkehard Blomeyer, am 28. Mai 2020 um 16:01 Uhr
Das ist ja wirklich eine respekteinflössend gründliche Recherche von MA Lutz, die einen nur noch staunen lässt.
Heinrich Balmer, am 28. Mai 2020 um 19:00 Uhr
Sehr guter Artikel! Der sich auch nicht scheut, Ross und Reiter beim Namen zu nennen.
(obwohl wenn es deren noch unzählige mehr gibt)

Trotzdem kann, ja muss man einwenden, dass diese schiere Übermacht an Geld gepaart mit offenkundig massiver Militanz, diese geballte Anwendung psychologischer Kriegsführung in und durch die Konzernmedien kein Zeichen von Stärke ist. Wer sich seiner Sache tatsächlich sicher ist, kann gelassener auftreten.

Deshalb sind unabhängige und alternative Kanäle immer wichtiger. Nicht umsonst werden gegen diese im Moment alle erdenklichen Kettenhunde von der Leine gelassen.
Patrick Jud, am 29. Mai 2020 um 02:36 Uhr
@Beatus Gubler.- Sie fragen «Was sind die Ursachen für diese weltweiten Propaganda-Artigen Verzerrungen in vielen Medien?» Mir scheint der Bericht von Rafael Lutz sehr klar und explizit. Es tauchen doch immer wieder die gleichen Namen auf, auch bei anderen Quellen. Namen wie National Endowment for Democracy (NED), George Soros' Open Society Foundation, Bill und Melinda Gates-Stiftung, Rockefeller Stiftung, Google, Amazon und Facebook. Omidyar Network war mir nicht bekannt, scheint aber eine wichtige Rolle zu spielen. Dabei geht es aber nicht um Nationalismus, wie Sie schreiben, sondern im Gegenteil um die Beseitigung der Nationalstaaten durch die Globalisierung, die bis zu einer Weltregierung unter der Kontrolle von Hochfinanz und globalen Eliten führen soll: «But, the world is now more sophisticated and prepared to march towards a world government. The supranational sovereignty of an intellectual elite and world bankers is surely preferable to the national auto-determination practiced in past centuries.” (David Rockefeller am Bilderberg-Treffen in Baden-Baden, 6.-9. Juni 1991). Wer heute für Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie einsteht, muss die Nationalstaaten gegen diese keimende Weltregierung verteidigen.
Pedro Reiser, am 29. Mai 2020 um 06:13 Uhr
Der Artikel kingt zunächst gut. Aber er begründet kaum mit Fakten. Es würde zu weit gehen hier auf alles einzugehen, aber vielleicht einige wenige Punkte:
- viele Faktenchecker decken Lügen von Trump auf; der Autor unterstellt aber permanent dass die Faktenchecker mindesten regierungsnah zur US-Regierung arbeiten.
- Der Autor verkennt den Charakter von Stiftungen, wenn er davon ausgeht, dass der Stiftung Ergebnisse vorgeben kann.
- Faktencheck-Webseiten sind nicht deshalb glaubwürdig, weil sie das Gegenteil behaupten, sondern weil sie Belege für ihre Aussagen anführen.
Der vorliegende Artikel arbeitet nicht mit Belegen, sondern mit Unterstellungen.
Oliver Nöldeke, am 30. Mai 2020 um 18:42 Uhr
Ein sehenswerter Film über die WHO, welche zum Großteil von privat finanziert wird und auch die Bill Gates Stiftung darin vorkommt:

Die WHO - Im Griff der Lobbyisten?

https://www.youtube.com/watch?v=dYlia_fQOLk

Der Film zeigt auch den Irrtum von Gates auf, der die Welt wohl alleine mit Impfungen «retten» will. Er will aber nichts gegen Umweltzerstörung und Armut tun, welche bei Seuchen ebenfalls eine Rolle spielen.
Am Geldsystem und dem Kapitalmarkt, welche stetiges Wachstum verlangen will er auch nicht rütteln?

Der verstorbene Finanzexperte Bernard Lietaer sagte einst:

Innerhalb unseres gegenwärtigen Geldsystems aus der Steinzeit mit einer Einheitswährung wird man weder das Problem des Klimawandels, noch das der Arbeitslosigkeit lösen. Auch nicht das der gesellschaftlichen Überalterung oder der Rentensicherung. Statt Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit fördert das aktuelle System Gier und Konkurrenzkampf.

Sehr gut auch dieser Bericht:
KRITIK MUSS MÖGLICH SEIN

Gerade in den letzten Wochen sind uns einige interessante Fotos untergekommen: zum Beispiel Bilder von Krankenhäusern mit desaströsen Verhältnissen. Dasselbe Foto soll in Italien, den USA und Frankreich gewesen sein. Oder ein Foto mit einer Turnhalle – angeblich aus Bergamo – mit Dutzenden Corona-Särgen, das im Netz kursiert ist: In Wirklichkeit war es ein Foto aus der Ebola-Katastrophe in Afrika.

https://zackzack.at/2020/05/28/kritik-muss-moeglich-sein-medienexperte-zu-fake-news-und-verschwoerungstheorien/
Paolo Ermotti, am 30. Mai 2020 um 20:15 Uhr
Damit Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie ihre Vertreterinnen und Vertreter wählen oder sogar in Sachfragen mitentscheiden können, brauchen sie ein Minimum an Informationen von freien Medien. Deren Freiraum haben früher reichlich fließende Werbeinnahmen ermöglicht. Diese Geldquelle ist am Versiegen. Als Folge davon konzentriert sich die Medienmacht in immer weniger Händen. Die Kontrolle übernehmen wirtschaftliche Großkonzerne oder Milliardäre.
Diese greifen verbleibende öffentlich-rechtliche Medien mit ihrer geballten finanziellen Macht an. Mehr denn je bestimmt das Geld die Informationen. Was Konzernen oder Milliardären nicht passt, geht in den großen Medien unter. Die demokratischen Institutionen sind offensichtlich nicht in der Lage, die Medienfreiheit auf eine andere Grundlage zu stellen.
Patrick Jud, am 01. Juni 2020 um 23:37 Uhr
In der CH und in D sind auch praktisch alle Mainstream Medien diplomatisch ausgedrückt «befangen»:

https://swprs.org/netzwerk-medien-schweiz/

https://swprs.org/netzwerk-medien-deutschland/

Stichworte: Bilderberger, Bill Gates usw.
Peter Gander, am 12. Juni 2020 um 09:01 Uhr
"Papier ist geduldig!» oder in Mundart «Papier het ume!» Jeder kann drauf schreiben was ihm gerade zielführend scheint. Also soll ich irgend einem Papier vertrauen? Wenn ich meditiere, kann ich mich einem Kanal öffnen, der Weisheit beinhaltet. Ich bleibe bei mir und tue das was mich lebendig hält. Sich gegen das zu wehren, was gekopfter Verstand ausgedacht hat - egal auf welcher Seite von Machtstrebern, macht diese nur stärker, weil ich, bevor ich gegen sie kämpfe, zuerst glauben muss, dass sie existieren. Wenn ich das nicht tue und selbstsicher in eine sinnstiftende Richtung gehe, verändert das die Welt stärker, als jede Rechthaberei / Streit von Meinungen. Also wenn ihr das Info-Reinziehen nicht lassen könnt, so geht nachher in die Natur und meditiert auf euer Ziel.
Carlos Werner Schenkel, am 08. Juli 2020 um 04:16 Uhr

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