Angela Merkel begrüsst Ibrahim al-Assaf © NZZ
Paul Klee: Zwei Männer … begegnen sich (1903
Paul Klee: Zwei Männer … begegnen sich (1903)
Angela Merkel (klein) © NZZ

Die Körpersprache, die sprachlos macht ...

Christian Müller / 08. Jul 2017 - Ein Bild sagt mehr aus tausend Worte, sagt man. Manchmal stimmt es – wenn das Bild echt ist.

Die NZZ zeigte in ihrer Ausgabe vom 8.7.2017 das treffende Bild ...

Angela Merkel begrüsst den früheren saudischen Finanzminister Ibrahim al-Assaf an der G20 (Bild aus der NZZ)

... und Paul Klee zeichnete dazu den passenden Kommentar:

«Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich.» Paul Klee, Radierung, 1903.

(Den kunsthistorisch interessanten Tipp verdanken wir der Infosperber-Leserin VT in Zürich.)

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Weiterführende Informationen

Jeder Hund darf mit dem Schwanz wedeln (auf Infosperber)
Die Körpersprache der Leute in der Trump-Administration (auf BBC)

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4 Meinungen

Zweierlei glaube ich nicht: dass Angela Merkel und Ibrahim al-Assaf einander in höherer Stellung vermuten, und dass Paul Klee eine Ahnung davon gehabt hat, wie sich zwei Männer, die einander in höherer Stellung vermuten, begegnen; man schaue sich die Mimik der beiden gezeichneten Figuren an. Und den Titel «Die Körpersprache, die sprachlos macht ...» verstehe ich schlicht nicht.
Stephan Michel, am 09. Juli 2017 um 14:00 Uhr
Das ist ein sehr schönes Beispiel dafür, das stehende Bilder nicht unbedingt das abbilden, was tatsächlich im bewegten Kontext zu sehen war, bzw. dass man Gefahr läuft sehr schnell die eigene Grundmeinung in ein Bild hineinzuinterpretieren: Jemand, der Frau Merkel als rückgratlose Politikerin hält, sieht sich in seiner Meinung mit diesem Bild genauso bestätigt, wie jemand der Sie als Person kennt, die auch mal einen lockeren Spruch fallen lässt (man könnte Ihr hier beliebig viele «Lustige» Sprüche in ihren Mund legen - sowie auch in seinen).
Sicherlich ist jedem schon aufgefallen, dass Körper- und Gesichtsmimik einer gefilmten Person eine ganz andere werden kann, sobald man den Film stoppt und sich das Standbild anschaut.
Schlussendlich will ich damit lediglich sagen, dass eine korrekte Interpretierung eines Bildes gar nicht möglich ist ohne den Vorspann - also den Hergang dieser Momentaufnahme - zu kennen.
Uros Balsiger, am 11. Juli 2017 um 09:48 Uhr
@ Andreas Bertram, ich vermute dieses Bild ist echt! Für Geld nimmt man gerne eine
devote Stellung ein, oder? Ein aussagekräftiges Bild der Raute. MfG
Werner Kämtner
Werner Kämtner, am 12. Juli 2017 um 16:53 Uhr
Grüezi Herr Kämtner

Niemand behauptet, das Bild wäre gefälscht ;-). Sie sehen bei Frau Merkel eine devote Haltung. Ich sehe in ihrem halb bedeckten Gesicht -
und auch in ihrer Körpersprache - etwas, das sie zu belustigen scheint. Wer von uns hat nun recht? Mit letzter Sicherheit wissen das doch weder Sie noch ich, auch wenn jeder von uns davon überzeugt ist dass die eigene Sichtweise die richtige ist und keiner von uns versteht, wie der andere trotz offensichtlichen Zeichen ernsthaft auf eine andere Interpretation des Bildes kommen kann.


Trotz subjektiv empfundener Eindeutigkeit scheint das Bild mehrdeutig zu sein. Interessant nicht?

Noch viel spannender finde ich aber folgendes: Über wen erfahren nun die Leser unserer beiden publizierten Meinungen mehr? Über Frau Merkel, oder über sie und mich?
Uros Balsiger, am 12. Juli 2017 um 17:49 Uhr

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