Regula gegen Roger - eine Posse.

Robert Ruoff © rr
Robert Ruoff / 10. Jun 2013 - Regula Stämpfli sagt «Schawinski»-Auftritt ab. Schawinski spricht von «Panik und Schiss».

Es ist zwar weder «ergänzend» noch «relevant» – wie die publizistischen Leitworte von Infosperber es verlangen -, aber es ist amüsant. Und immerhin signifikant ist die Erregung, die Regula Stämpflis Rückzieher von «Schawinski» in den asozialen Medien und im «Blick» auslöst.

Zugesagt hatte sie ja schon. Aber dann versandte die SRF-Medienstelle Schawinskis Medientext über Stämpfli: «Die einen nervt sie bis aufs Blut, andere sind von ihr begeistert. Die Berner Politologin polarisiert extrem und scheint gerade daran grossen Spass zu haben.»

Worauf Stämpfli Konsequenzen zog: «Ich verzichte auf eine öffentlich-boulevardistische Hinrichtung à la Kafkas Strafprozess.» Wozu man vielleicht wissen muss, dass bei Franz Kafka der Angeklagte immer von Anfang an als Schuldiger vor der Obrigkeit steht. Die Obrigkeit heisst in diesem Fall Schawinski. Ebenfalls wie immer und von Anfang an.

Was selbigen zur Aussage provoziert: «Die Absage ist ein reiner Vorwand. Sie hat offenbar Panik und Schiss vor der Sendung.»

Woraus man schliessen kann: Wer nicht in seine Sendung geht, hat in Schawinskis Vorstellung «Panik und Schiss». Nicht in seine Vorstellung passt hingegen die Vorstellung, dass nicht nur Regula Stämpfli, sondern auch Roger Schawinski «die einen nervt.» Und zwar «bis aufs Blut».

»Andere» mögen das und schauen trotzdem hin.

PS:

Dass Roger Schawinski die kontroverse Regula Stämpfli als Kolumnistin von «Radio 1» feuert, ist in diesem Zusammenhang logisch. Es hat wenig zu tun mit dem freien und offenen Disput über unterschiedliche Meinungen aber viel mit der Durchsetzung der Obrigkeit.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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Eine Meinung

Ja, amüsant und auf den Punkt gebracht - danke!
Patrick Hafner, am 10. Juni 2013 um 21:39 Uhr

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