«Die Demokraten politisieren das Coronavirus»: Die Moderatorin verliess Fox News am 14. März 2020. © Inequality Media

«Fox News» wettert gegen «alte, geltungssüchtige Epidemiologen»

Red. / 12. Jun 2020 - In den USA geht es in der Corona-Krise weniger um die Sache als um Republikaner gegen Demokraten. Eine Kritik von Robert Reich.

Ob das Tragen von Gesichtsmasken schützt oder nicht, spielt in den USA eine zweitrangige Rolle. Vielmehr zeigt man ohne Maske seine Sympathien zu den Republikanern mit Donald Trump an der Spitze. Mit Maske bekundet man seine Sympathien mit den Demokraten.

Die grossen TV-Sender «Fox News» und «CNN» tragen wenig zur Aufklärung bei. «Fox News» – der Lieblingssender von Präsident Trump – verlangt von China eine «formelle Entschuldigung», weil das Land an der Ausbreitung von Sars-CoV-2 schuld sei. Der Sender stellt Experten als unglaubwürdig hin, welche zum «Social Distancing» aufrufen. Das freut US-«Patrioten», die mit Maschinengewehren auftreten und sich für ihre «Freiheiten» wehren.

Ein «American Patriot Rally» gegen einschränkende Corona-Massnahmen (Quelle: Fox News/Inequality Media)

Auf der anderen Seite dramatisiert «CNN» die Ausbreitung und die Folgen des Virus und lässt vorwiegend Schwarzmaler zu Wort kommen.

Robert Reich wirft «Fox News» ständiges Lügen vor

«Fox News» habe das Risiko einer Corona-Epidemie in den USA zuerst abgestritten, dann die Schuld dem politischen Gegner zugeschoben, dann die Folgen heruntergespielt, dann ein Wundermittel propagiert, dann Experten als unglaubwürdig hingestellt («ältere, geltungssüchtige Epidemiologen») und weiter Zahlen der Todesfälle in Zweifel gezogen, erklärt Robert Reich, früherer US-Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton, in einem neuen Video:

Fazit von Robert Reich:

«Trump's propaganda machine is a clear and present danger to the United States. It's up to us to shut it down.»

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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DOSSIER: Medien: Trends und Abhängigkeiten

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4 Meinungen

Robert Reich war Arbeitsminister (Secretary of Labor) unter dem demokratischen Präsidenten Clinton.

Unter «Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors» steht «keine».

War das ein Versehen oder dürfen ehemalige Kabinettsmitglieder ihre Nachfolger der Konkurrenzpartei in die Pfanne hauen, ohne dass wenigstens ein paar Glöcklein zu klingeln beginnen, von wegen Interessenbindung? Journalistische Sorgfalt, Fakenews?
Urs Gygli, am 13. Juni 2020 um 09:23 Uhr
@Gygli. Unmittelbar vor dem Video steht im Artikel, dass Robert Reich Clintons Arbeitsminister war. Reich ist seit langem Professor für öffentliche Politik an der Goldman School of Public Policy der University of California, Berkeley. Eine Interessenbindung mit Konkurrenten von Fox News ist nicht bekannt.
Urs P. Gasche, am 13. Juni 2020 um 13:15 Uhr
Hier wird wieder einmal über Trump berichtet, in einem Umfeld, dass sich doch für gebildet und aufgeklärt hält.
Wenn wir also keine Rassisten sind und besser als Trump, warum weigern wir uns dann folgenden Fakt anzuerkennen:
Die Afrikaner haben eine grössere Genvielfalt, zwischen benachbarten Ethnien, als wir in Europa zwischen Istanbul und Lissabon.
Während also der korrupteste Mensch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Afrikaner ist, gleichzeitig auch der Mensch mit dem grössten Verstand ein Afrikaner ist. Sie haben einfach die viel grössere genetische Auswahl.
Daher müsste die Menschheit ihr Schicksal in hohem Masse in Afrikanische Hände legen. Dort sind die Lösungen für die Zukunft zu suchen und nicht in den Universitäten bei uns. Ist ein wissenschaftlicher Fakt.
Da möchte ich doch den Akademiker sehen, der hinsteht und öffentlich bekennt, dass höchstwahrscheinlich in Afrika viele Personen zu finden wären, welche sein Metier um Welten besser verstehen können, als er selber.
Die Afrikaner waren nicht rückständig, sie waren uns um Welten voraus. Sie hatten ihre Rolle als den nicht auf Bäume kletternden Affen bewusst gewählt. Sie lebten in Einklang, weil sie wussten, dass es der einzige Weg ist.
Wir dagegen haben uns die Rolle des auf den Mond fliegen wollenden Affens ausgesucht. Ist eben eine Frage des Gen-Pools.
Haile Selassie was the Master, leider war er schwarz und entsprach gar nicht unseren Vorstellung. Obwohl man es doch gerade in Afrika erwarten müsste.
Marc Fischer, am 14. Juni 2020 um 12:02 Uhr
Es ist eine hohe, wenn auch fragwürdige Kunst, auch noch die schrecklichsten Ereignisse für das eigenen Gruppen-Interessen
«zu instrumentalisieren u. zu bewirtschaften».
Verbundene Kollateralschäden werden dabei auch noch mitunter gerne in Kauf genommen und/oder diese wollen nicht erkannt werden.
Ludwig Pirkl, am 17. Juni 2020 um 12:19 Uhr

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