Die NZZ gegen die Wissenschaft

Lukas Fierz © f
Lukas Fierz / 04. Sep 2019 - In einer Desinformationskampagne lässt die NZZ viele Autoren schreiben, welche den Ernst der Klimaerhitzung in Frage stellen.

Red. Der Autor ist Arzt in Bern und politisierte früher in der Grünen Fraktion im Nationalrat.

Die Neue Zürcher Zeitung, 1780 als Zürcher Zeitung gegründet, war das Sprachrohr der frühen liberalen Bewegung, sie war die fortschrittliche Zeitung meiner revolutionären Vorfahren, die im Stäfnerhandel und in der Helvetischen Republik aktiv waren, die Zeitung, die seit Generationen von der Zürcher Intelligenzia gelesen wurde, die meine Grossväter und mein Vater abonniert hatten und auch ich seit 53 Jahren.

Mit wachsender Verärgerung und Besorgnis lese ich deshalb in der NZZ Artikel, die in der Klimafrage wissenschaftliche Tatsachen als Meinung darstellen und ihnen die Meinung von Schwätzern und Interessenvertretern gegenüberstellen, um den Eindruck zu erzeugen, dass es darüber noch eine "Debatte" gebe.

Lange entschuldigte ich das damit, dass Redaktionen eben von Phil-Einsern und Geisteswissenschaftlern dominiert seien, die nicht wissen, dass mit Naturgesetzen nicht zu spassen ist weil sie unabänderlich sind.

Neulich hat aber FDP-Grossrätin und Theologin Béatrice Acklin Zimmermann in der NZZ der Klimabewegung Naturvergottung vorgeworfen, was nicht biblisch sei, und beim Versuch zu einer Replik bin ich darauf gestossen, dass die NZZ eine eigentliche Kampagne fährt. Oft benutzt sie dazu das Feuilleton und die Meinungsspalten. Meist wird dabei auf die Schwächen der Jugendbewegung und insbesondere von Greta Thunberg geschossen, ohne dass man sich je mit dem zugrunde liegenden Problem und dem Konsens der Wissenschaft beschäftigt. Die Kommentare sind überheblich und gönnerhaft.

Die Liste dieser Autoren ist lang, keiner versteht etwas von Klimaphysik: Weder Chefredaktor und Historiker Gujer (hinter den Links stets deren Artikel), noch Medienprofessor Bolz, Publizistin Wirz, Anglistin Baer, Ethikprofessor Liessmann, Literaturprofessor Gumbrecht, Wirtschaftsprofessor Borner, Romancier Bruckner, Wirtschaftshistoriker Ferguson, Marxismus-Experte Scherrer, und schon gar nicht der Dramaturg Klaus-Rüdiger Mai, der sich nicht entblödete, die Klimajugend schamlos in die Nähe der Hitlerjugend zu rücken. Sicher habe ich einige übersehen. Das Ganze ist eine Desinformations- und Verleumdungskampagne, die angesichts des Ernstes der Situation nicht anders als selbstmörderisch bezeichnet werden kann.

Den Verantwortlichen sei ins Gewissen geredet, dass ihre Leserschaft nicht nur aus korrupten Bankern besteht, sondern - wenigstens früher - auch aus Wissenschaftlern von zwei der weltweit angesehensten Hochschulen. Die NZZ, der Chefredaktor, der Feuilletonchef und die hinter ihnen stehende FDP müssen sich auf diesen Äusserungen behaften und messen lassen. Sie sollten sich schämen. Eine Weltwoche 2.0 braucht es nicht.

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36 Meinungen

Ich stimme zu, dass die marginalen Ansicht, dass es keine anthropogene Klimaerwärmung gäbe, nicht mit dem aktuellen Stand der Erkenntnis vereinbar ist.

Hier geht es aber um etwas ganz anderes - das Ausmass der Erwärmung (in den letzten Jahrzehnten deutlich tiefer als im ersten IPCC-Bericht prognostiziert) und zu erwartende Folgen der Erwärmung um wenige Zehntelsgrad, wie sie in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten sind. Die modischen hysterischen Szenarien, dass die Erde in wenigen Jahren «unbewohnbar» sind, sind offensichtlich auch nicht mit dem Stand der Wissenschaft vereinbar. Natürlich ändert das nichts daran, dass die Treibhausgas-Emissionen langfristig stark gesenkt werden müssen.

Aber es braucht eine rationale Debatte über das Ausmass der Erwärmung und die adäquaten Massnahmen. Statt konstruktive Lösungen zu suchen in Panik auszubrechen wäre verheerend.

Aber Lukas Fierz will eine solche Debatte um jeden Preis verhindern und tut absurderweise sogar so, als ob die Extremszenarien, die den IPCC-Berichten widersprechen der Stand der Wissenschaft seien.

Erst recht absurd ist es, wenn er als Arzt meint, beurteilen zu können, dass Extinction Rebellion und andere marginale Alarmisten eher recht hätten als die IPCC und gleichzeitig noch kritisiert, dass andere, die ebenso wie er als Nicht-Klimawissenschaftler an der Debatte teilnehmen, wenn sie eine andere Auffassung vertreten als er.
Adrian Engler, am 04. September 2019 um 10:48 Uhr
Im unten aufgeführten Link wird klar, warum die Macht-Eliten von Wirtschaft, Politik und LEID-Medien ein Problem mit Allem haben, das sich weiterem exponentiellem Wachstum entgegenstellt:

https://www.goldseiten.de/artikel/423855--Die-bittere-Wahrheit.html?seite=4

Schon aus Energie-technischen Gründen kann es nicht mehr lange so weitergehen.
Ein erdverträglicher und gewaltloser Wandel zu einer vernünftigen und solidarischen Kreislauf-Wirtschaft ist für das Überleben der Menschheit unabdingbar nötig.

https://www.friedenskraft.ch/verein
Dr. med. Paul Steinmann, am 04. September 2019 um 11:39 Uhr
Ich bin als Abonnent der NZZ absolut mit ihrem Kommentar einverstanden.
Mit freundlichem Gruss
Hans Jürg Adam
Schlossstrasse 86
3067 Boll
Hans Jürg Adam, am 04. September 2019 um 11:49 Uhr
Starke Worte! Vielen Dank dafür. Ja, es ist unsäglich, wie unwissenschaftlich, rein auf der persönlichen Ebene argumentiert wird: Alle, die vor dem nahen Kollaps warnen und etwas dagegen tun oder tun wollen, werden als unglaubwürdig niedergemacht, nur weil sie bspw. auch mal ein Plastik-Säcklein verwenden (die dann erst noch wesentlich öklogischer sind, als Papiersäcke – was an sich schon die Unwissenschaftlichkeit beweist). Irgendwann wird die Erkenntis reifen, dass man Geld nicht essen kann. Doch wenn noch weiter die wahren Probleme negiert werden, wird es für diese Erkenntnis zu spät sein.
Fred Frohofer, am 04. September 2019 um 11:53 Uhr
Besten Dank für die klaren Worte. Beschämend was sich da die NZZ leistet.
Kurt Gantenbein, am 04. September 2019 um 11:59 Uhr
Trost und Hoffnung liegen darin, dass die NZZ von kritischen Lesern kaum noch gelesen wird, ernst genommen schon gar nicht. Am besten: ignorieren und reden lassen.
Walter Schenk, am 04. September 2019 um 12:13 Uhr
Danke, Herr Fierz, für die weiter führende Recherche. Die Belege oben machen es nun fassbar, was schon länger fühlbar und lesbar war: Es begann nicht mit dem Klimawandel, es begann mit Guyer als CR und Scheu als Chef Feuilleton. Die Weltwoche 2.0 ist die seit Köppel, die NZZ hinkt hinterher, also 2.1. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie selber haben seit 53 Jahren die NZZ, da lässt sich nicht einfach Abschied nehmen. Doch wie wäre es mit einer begründeten Unterbrechung des laufenden Abonnements? Nach meiner Kündigung vor einiger Zeit rief die Aboabteilung der NZZ ganz freundlich irgendwann an. Und genauso freundlich habe ich mitgeteilt: Interesse an der NZZ? Ja sicher, aber nicht an einer unter Jornod/Guyer/Scheu (und all der anderen der gleichen Art). Wenn die weg sind und der Journalismus wieder etwas anspruchsvoller und breiter wird, dürfen sie (die Aboabteilung) wieder anrufen. Vorher bitte nicht.
Jan Holler, am 04. September 2019 um 14:47 Uhr
Lukas Fierz ärgert sich über „Schwätzer und Interessenvertreter“, die in der NZZ zum Klima eine „Debatte“ führen wollen.
Nehmen wir an, dass der Satz „Der menschgemachte CO2-Ausstoss führt zur Klimaerwärmung und ist schädlich für den Planten Erde“ eine wissenschaftliche Tatsache darstellt.
Die CO2- oder generell die Umweltbelastung durch Menschen wird als Fussabdruck bezeichnet. Je kleiner der Fussabdruck, desto besser für die Umwelt. Das ist die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit lautet: Je weniger Füsse, desto besser für die Umwelt. Bis 1800 wurde die Welt von weniger als 1 Milliarde Menschen bewohnt, heute sind es über 7,5 Milliarden, bald werden es 10 Milliarden sein. Bei gleichbleibendem Pro-Kopf-Energieverbrauch wäre heute die Umwelt- und CO2-Belastung 7,5 Mal grösser. Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Kopf der Weltbevölkerung hat sich seit 1800 um den Faktor 3 bis 4 erhöht, obschon der Energieverbrauch und der Wohlstand der armen Mehrheit der Weltbevölkerung immer noch auf dem vorindustriellen Niveau liegen.
Vielleicht sollte sich der Arzt Lukas Fierz nicht nur um Klimatheorien, sondern auch um die Zahl der Menschen auf dem Planten Erde kümmern. Ich empfehle ihm eine Mitgliedschaft bei Ecopop. Ecopop ist die einzige Umweltorganisation, die sich um die Bevölkerungsentwicklung und deren Auswirkung auf die Umwelt kümmert.
Hans Geiger, am 04. September 2019 um 14:59 Uhr
Vielen Dank für diesen Artikel. Habe soeben den Aufsatz der Theologin Acklin Zimmermann gelesen und kann es kaum glauben. Angesichts der massiven Bedrohungen durch den Klimawandel müsste die Menscheit zusammenstehen und geeint handeln. Dass nun eine Theologin meint, mit ihrer christlichen Überzeugung das geeinte Zusammengehen zu hintertreiben ist angesichts der Lage völlig unverantwortlich. Ihre Argumente erinnern mich an das Mittelalter, an die dunkelsten Zeiten der Kirche. Was wäre wohl angemessen in ihren Augen? Die Hände in den Schoss zu legen und Gott zu bitten die Zeit zurückzudrehen?
Martin Braun, am 04. September 2019 um 18:31 Uhr
Danke Herr Fierz, für diese konzise Analyse. Der Primat der Publizistik ist nach dem Abgang von Bü an der Falkenstrasse längst gefallen. Ob die von Ihnen so treffend aufgedeckte Kampagne ein Diktat des VR oder des Verlags oder ob es Gujer selbst ist, der dahinter steckt, wissen wir nicht. Wir wissen aber mit Sicherheit, dass sich das ehemalige Weltblatt damit selber seines Referenzwertes und seiner Glaubwürdigkeit beraubt.
Thomas Flück, am 04. September 2019 um 19:09 Uhr
Ich gehöre nicht zu den NZZ-Lesern. Deshalb allgemein. Zuerst: Es gibt absolut keinen wissenschaftlichen Konsens zur Klimawirksamkeit von CO2 – dies ist ein unwissenschaftliches, aber politisches Totschlagargument. Der dritte Bericht der Enquete-Kommission zu Handen des Deutschen Bundestags legt nahe, dass die IR-Absorbtion von CO2 bei 15 μm nahezu gesättigt ist. Eine Verdoppelung des CO2-Anteils hätte höchstens einen Temperaturanstieg von 2,5 Grad zur Folge. Das neue IPCC-Modell, das die negative Rückkopplung von Wasserdampf endlich berücksichtigt, geht sogar nur noch von 0,6 Grad aus. Dies müsste man noch mit dem Anteil anthropogenen CO2 verrechnen, den ich grad nicht zur Hand habe. // Klar ist auf jeden Fall, dass ich es ebenso kritisiere, dass Greta gebasht wird. Einige Kritiker gehen gar so weit, Gretas Inselbegabung zu verspotten. Das ist ein vollkommen inakzeptables no-go. Meiner Meinung nach basiert die Klimabewegung aber auf eindeutig falschen oder wenigstens extrem überhöhten Fakten. Trotzdem sollte man die Bewegung fair behandeln, was leider oft vergessen geht. Verleumdung geht gar nicht, erst recht nicht, schäbig auf Personen zu spielen. // Selbst der IPCC ist sich nicht mehr sicher, ob die Klimaerwärmung wesentlichen anthropogenen Ursprungs ist. Deshalb würde ich vorschlagen, die Kräfte statt für «Klimaschutz» einfach für «Umweltschutz» zu verwenden. Das begreifen auch Vierjährige. Man sehe sich nur die Lichtverschmutzung an. Arbeit gibts auch so genug.
Leonhard Fritze, am 04. September 2019 um 21:10 Uhr
Einzig Adrian Engler hat sich unter den ersten Kommentatoren die Mühe gemacht, differenziert abzuwägen und seine Meinung zu begründen. Ansonsten bläht sich hier gerade nur eine weitere Echo-Blase auf.

@Fred Frohofer: Es ist doch, wie man hier sieht, umgekehrt genauso: Wer die beschlossene Agenda der Energiewende - aus welchen Gründen auch immer - nicht uneingeschränkt befürwortet, der wird behandelt, als sei er ein Unmensch - oder jedenfalls kein ernstzunehmender Gesprächspartner.

Dabei gäbe es viel zu diskutieren, statt zu diffamieren.
Ingo Rückauer, am 04. September 2019 um 22:28 Uhr
Sehe ich nicht so.

Die Klimahysterie hat vollkommen irrationale, ja religiöse Züge angenommen: Ähnlich wie die Religionen ihre Jungfrau von Fatima und Jungfrau von Lourdes, wie die Jungfrau von Orleans, als Vorritterinnen verehren, agiert nunmehr Jung-Frau Greta - ohne Ahnung vom Klima - als Säulenheilige des Klimakatastrophoizismus. Das ist doch nicht mehr rational, Herr Doktor.

Soeben wurde übrigens der «Klimapapst» Michael Mann vom obersten Gericht in British Columbia abgewiesen und zur Zahlung der Kosten verdonnert. Er hatte sich durch vernichtende Kritik seiner «Erkenntnisse» verleumdet gefühlt, gegen den Kritiker Tim Ball geklagt und sollte dem Gericht zum Beweis seiner Korrektheit die Daten und seinen Klimaalgorhythmus darlegen. Da er das nicht tat oder konnte - nach 8 Jahren Prozessierens! - wurde er verurteilt und zog von dannen. Seine Temperaturkurve für die Erde ("Hockeyschlägerform") kann fortan als Erfindung gelten, stellt aber eine zentrale Säule der Klimabewegung dar. (Quelle: https://www.americanthinker.com/blog/2019/08/michael_mann_creator_of_the_infamous_global_warming_hockey_stick_loses_lawsuit_against_climate_skeptic_ordered_to_pay_defendants_costs.html ).

Man sieht: Klima ist eine Wissenschaft und kein Gefühlskonglomerat. Und schon mal gar nichts für Schulkinder, die nicht einmal ein Kurvenintegral rechnen können - und das, speziell Freitags, auch gar nicht mehr lernen wollen.

Die ganze Angelegenheit ist nur noch peinlich. Eben Politik.
Urs Sprecher, am 05. September 2019 um 00:16 Uhr
Sehr geehrter Herr Engler,

Es ist nicht ganz so absurd. Wir reden nicht von den ersten IPCC-Berichten, sondern vom neuesten, Oktober 2018. Dieser IPCC-Bericht blendet aus, dass die Treibhausgase weiter steigen. Damit kommen die 1,5 Grad globale Erwärmung nicht 2100 wie in den Pariser Verträgen erhofft, auch nicht 2040 wie jetzt vom IPCC vorausgesagt, sondern 2030. Er blendet weiter aus, dass die Rückstrahlungsfähigkeit der Erde mit der Eischmelze abnimmt. Damit kann man allen Voraussagen nochmals bis 50 Prozent draufschlagen. Über Land wird die Temperaturerhöhung wesentlich stärker als über Meer oder global. Das sind Fakten.

Wenn ich mich äussere, lasse ich das von Spezialisten kontrollieren, das hab ich schon bei meinem Buch von 2015 gemacht. Diesen Artikel https://lukasfierz.blogspot.com/2019/07/und-was-wenn-wir-uns-nicht-retten-konnen.html habe ich Prof.Schellnhuber (Potsdam), Prof.Knorr (Lund) und Dr. Wagner (Harvard) vorgelegt und er wurde für korrekt befunden. Schellnhuber wörtlich: «Deine Verzweiflung und Dein Zorn sind wissenschaftlich leider nicht von der Hand zu weisen».

Ich bezweifle, dass sich die NZZ-Kolumnisten eine derartigen Realitätskontrolle unterziehen.

Mit freundlichen Grüssen

LF
Lukas Fierz, am 05. September 2019 um 02:34 Uhr
Danke für Ihren Beitrag Herr Fierz. Ich als Geisteswissenschafterin, die nicht auf der NZZ-Linie ist, und Ihre Haltung teile, wundere mich doch (oder soll ich schreiben natürlicherweise?) über ihre Behauptung, dass die «Naturgesetze» unveränderlich seien. Was meinen Sie damit? Liegt nicht deren Wahrnehmung und Interpretation im Auge des Betrachters? Vielleicht ist das gerade der Beweis meiner geisteswissenschaftlichen Beschränktheit. Was das Thema Klimapolitik jedoch betrifft, ist es aufs Engste verbunden mit unserer Lebensweise, deren Prämisse das Wachstum ist. Nur eine Zusammenarbeit von Geist- und Naturwissenschaften kann da etwas bringen; und nicht das allgemein so populäre Polarisieren wie «Greta statt Kreta» oder umgekehrt.
Reingard Dirscherl, am 05. September 2019 um 11:13 Uhr
@ Hans Geiger: Nagel auf den Kopf getroffen, danke Herr Geiger! Herr Fierz und die meisten Kommentatoren meinen, der Planet sei nur über ein besseres Verständnis der Menschheit über Klimaphysik zu retten. Eine Illusion! Die NZZ wird weiterhin nach dem Munde ihrer Interessenten reden und schreiben (müssen), die Menschheit wird weiterhin glauben wollen, sie sei eine Krone der Schöpfung. Die Statthalterei Gottes zu Rom wird weiterhin ihr Süppchen kochen. Das Problem Umwelt ist mit einem Schlage gelöst, wenn wir es fertig bringen, die Menschheit in 30 Jahren auf vier Milliarden zu reduzieren. Dann kann die NZZ wieder schreiben was ihren Interessen dient, Rom kann unbeschwert weiter vorgeben, Gottes Willen zu kennen. Über Klimaphysik wissen die, die es wissen wollen, längst alles was wichtig ist. Aber wie von acht Milliarden Menschen auf vier reduzieren? Die Zeugung von 50 Millionen unerwünschter Kinder/ Jahr (WHO) unterlassen, wäre ein Anfang. Dazu müssten nur 50 Millionen potentielle Mütter NEIN sagen dürfen. Scheinbar einfacher als Klimaphysik! Als Arzt müssten Sie darüber schreiben, Herr Fierz.
Walter Schenk, am 05. September 2019 um 11:17 Uhr
Sehr geehrter Herr Geiger, sehr geehrter Herr Schenk, über die Bevölkerungsfrage habe ich auch geschrieben, auch auf Infosperber und auf meinem Blog: https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Wir-sind-zu-viele-fur-diese-Erde . Nur irren Sie sich wahrscheinlich, wenn Sie meinen, dass das Problem mit einer Bevölkerungsreduktion auf vier Milliarden gelöst werden könne. Das meinte noch der Club of Rome 1972. Aber mit nachhaltigem Wirtschaften wären wohl nur zwei Milliarden zu ernähren, und wenn man der Natur die Hälfte der Erde lassen würde, wie E.O.Wilson fordert nur eine Milliarde. Nun sind wir aber auf dem Weg zu einer globalen Temperaturerhöhung von 4-5 Grad bis 2100. Johan Rockström vom Potsdamer Klimainstitut meint, dass die Erde damit nicht eine Milliarde, vielleicht nicht einmal mehr eine halbe Milliarde Menschen ernähren könne. Das sind die Probleme, über die man in der NZZ und anderswo sprechen sollte.
Lukas Fierz, am 05. September 2019 um 11:39 Uhr
Sehr geehrter Herr Sprecher,

Der von Ihnen angeführte Prozess hat mit der Faktenlage gar nichts zu tun: https://www.rubikon.news/artikel/die-anti-umwelt-demagogie

Freundliche Grüsse LF
Lukas Fierz, am 05. September 2019 um 13:31 Uhr
»... dass ihre Leserschaft nicht nur aus korrupten Bankern besteht»....
Es gibt in der Schweiz etwas über 90'000 Bankangestellte, und ich nehme an, dass auch Herr Fierz nicht alle als korrupt ansieht. Die NZZ hat eine verteilte Auflage von rund 110'000 und eine Reichweite (Leserzahl) von rund 250'000. Die Aussage von Herrn Fierz ist also korrekt. Man könnte aufgrund dieser Zahlen sogar den Schluss ziehen, dass eine deutliche Mehrheit der NZZ-Leser keine korrupten Banker sind. Ich zähle mich dazu (Nicht-Banker).
Peter Eberhard, am 05. September 2019 um 14:04 Uhr
Lieber Hans Geiger, danke für Ihren whataboutism-Beitrag zum Problem der überflüssigen Menschen. Gescheiter ist der Beitrag von Hans Rosling zur Entwicklung der Weltbevölkerung (bei TED Talks und auf Youtube).
Andreas Ochsenbein, am 05. September 2019 um 14:17 Uhr
Lieber Lukas Fierz
Ich habe nur kurz recherchiert und in der NZZ 49 Artikel gefunden, in welchen zB Reto Knutti in irgendeiner Form zitiert oder direkt zu Wort kommt.
Zwei davon aus diesem Jahr setzen sich mit den Argumenten der «Klimaskeptiker» direkt auseinander:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/klimawandel-forscher-antworten-auf-die-argumente-von-skeptikern-ld.1468011
https://nzzas.nzz.ch/notizen/eth-forscher-reto-knutti-ueber-leugner-klimawandels-ld.1465939

Die NZZ bietet halt neben den fundierten wissenschaftlichen Artikeln auch Platz für gesellschaftskritische Anliegen. Dies gehört doch irgendwie zu einer Zeitung, welche auch manchmal etwas unorthodoxen Sichtweisen eine Plattform bieten will. Der aufgeklärte, kritische Leser weiss diese Beiträge einzuordnen und nimmt sie bei Interesse als Bereicherung wahr oder beachtet sie halt nicht.
Auch im Infosperber werden hie und da ziemlich quere Meinungen und Sichtweisen als «anti-Mainstream» publiziert, welche je nach Sichtweise auch als Verschwörungstheorien durchgehen können. Trotzdem haben sie im Interesse einer vielfältigen Diskussion ihren Platz.
Meinungsvielfalt ist ein wertvolles Gut, und es ist für einen Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten immer ein riesige Herausforderung, neues Wissen zu vermitteln. Speziell im Fall von Vorhersagen in den Klimawissenschaften sind die «Facts» erst einmal statistische Modellgrössen, welche sich erst noch in verschiedene Scenarien aufspalten.
Thomas Oberhänsli, am 05. September 2019 um 17:15 Uhr
Dass die Umweltzerstörung Tatsache ist, möchte ich nicht bestreiten. Auch nicht, dass die NZZ Kampagnen fährt. Solches lässt sich auch in anderen Zeitungen und Medien betrachten.
Doch ist es mit diesem CO2 so ein Kreuz, auf das man sich dummerweise eingeschossen hat. Im IPCC geht es politisch zu und her, obwohl man vorgibt wissenschaftlich zu sein. Die Wissenschaft lebt vom wohlbegründeten Widerspruch, den es aber im IPCC in Sachen CO2 kaum gibt.
Wir müssen uns klar sein, dass es mit der Beweisführung an der Hauptschuld des CO2 nicht klappt wie gemeinhin vorgegeben wird. Was uns aber nicht vom Verbrechen freisprechen soll, dass wir diesen Planeten ökologisch zerstören. Nur reicht es eben nicht, bloss den Ausstoss von CO2 zu reduzieren – das ist reiner Selbstbetrug.
Dass NZZ und Co die Schwachstelle CO2 nun für ihre Zwecke ausnützen, ist nicht nur ihr Verdienst, die Schützhilfe des IPCC et al. darf hier nicht unerwähnt bleiben.
Viele hatten gehofft, dass wir unseren Konsum weiter betreiben können, halt einfach konform zu irgendeinem CO2-Gewissen. Doch dies ist einfach eine weitere Illusion. Wir werden unsere Überlebensgrundlage auf diesem Planeten auf eine starke Belastungsprobe stellen und die Aussicht darauf, dass wir diese nicht meistern werden, ist ziemlich gross. Leider.
Andreas Hagenbach, am 05. September 2019 um 17:45 Uhr
Schellnhuber ist keine Referenz. Er weiss, dass die ohne jedes Gegensteuer anthropogen verursachte Klimaerwärmung nach aktuellen Modellen nicht über 0,2 Grad liegen kann. Deutschlands Anteil daran: 0,005 °C. DE hat durch die eingeführten erneuerbaren Energien 6% davon, also 0,0003 °C, verhindert. Für diese 0,0003 °C hat DE 1000 Milliarden Euro ausgegeben. Plus die Gehälter für die „Forscher“. Mehr Geld wird wohl nur in Weltkriegen vernichtet. Bitte mich nicht absichtlich falsch verstehen: Ich arbeite selber aktiv in einer Naturschutzorganisation mit und sehe – wie Sie - viele Vorgänge mit allergrösster Besorgnis. Wenn das Erdklima sich aber um mehr erwärmt als die 0,2 Grad, dann müssen zwingend noch andere Faktoren vorhanden sein. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Faktoren zwar bekannt, aber kaum beeinflussbar und somit nicht zu bewirtschaften sind. In Deutschland gab es zwischen 1997 und 2013 eine Abkühlung um 0,4 Grad – trotzdem fühlten die Menschen dank Medienbeeinflussung eine Erwärmung. Erinnert sei deshalb an das Phänomen, als in einer Zürcher Post Anthrax-Alarm ausgelöst wurde, und Mitarbeiter typische Symptome zeigten, die behandelt werden mussten. Bald stellte sich heraus, dass es ein unbegründeter Alarm war. Woher die Symptome? Als Arzt wissen Sie um diese Dinge. Eines unserer Kinder hat es sogar fertig gebracht, aus lauter Sorge um irgendwas zu hyperventilieren. Wäre ich beim Aufschaukeln nicht dabeigewesen, hätte ich es als medizinischen Notfall eingeliefert.
Leonhard Fritze, am 06. September 2019 um 00:00 Uhr
Lukas Fierz, Sie werfen der NZZ vor, dass sie „in der Klimafrage wissenschaftliche Tatsachen als Meinung darstelle …. um den Eindruck zu erzeugen, dass es darüber noch eine «Debatte» gebe“. Für mich ist diese Aussage aus dem Munde eines Naturwissenschaftlers verfehlt. Nach Karl Popper bildet in einer empirischen Wissenschaft die Falsifizierbarkeit einer Theorie ein zentrales Qualitätsmerkmal. Wenn Sie einem politischen oder wissenschaftlichen Gegner das Recht auf einen Falsifizierungsversuch absprechen, indem Sie ihm die „Debatte“ verweigern, verlassen Sie die Sphäre der Wissenschaft Richtung Politik, Religion oder was auch immer.
Hans Geiger, am 06. September 2019 um 16:29 Uhr
Sehr geehrter Herr Geiger, schon etwas hochgestochen, Karl Popper zu bemühen, wenn man sich daran stösst, dass die NZZ dauernd irgendwelche wenig kompetente Autoren - teils ganzseitig - gegen die Klimajugend anschreiben lässt, anstatt sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, das diese Jugend beschäftigt. Damit wird weder Falsifikation noch die Qualität gewährleistet, die man z.B. im englischen Guardian findet. LF
Lukas Fierz, am 06. September 2019 um 16:41 Uhr
Ich bin etwas beleidigt, dass mein Name als Kritiker der Klimapolitik und mehrfacher NZZ-Gastautor in der Liste von Lukas Fierz fehlt. Fierz unterliegt einem verbreiteten Irrtum. Er meint, wer nicht Klimaphysiker sei, sei nicht legitimiert, sich kritisch zur Klimaforschung und -politik zu äussern. Zudem wirft er alle kritischen Stimmen, egal worauf sich die Skepsis dieser Leute bezieht, in den einen Topf der «Klimaleugner». Um sich kritisch fundiert mit der Klimapolitik und der Klimaforschung zu beschäftigen, braucht man nicht Klimaphysiker zu sein. Es genügt, etwas von Wissenschaftstheorie, der Funktionsweise der politischen Kommunikation (Bildung von Vorurteilen...) sowie politischer Ökonomie (Theorie der Interessengruppen) zu verstehen. Nicht unnütz sind zum Verständnis des Greta-Hypes auch (massen-)psychologische Kenntnisse, die man bei einem Arzt wie Lukas Fierz eigentlich erwarten könnte.
Hans Rentsch, am 07. September 2019 um 15:00 Uhr
Lukas Fierz schreibt» «In einer Desinformationskampagne lässt die NZZ viele Autoren schreiben, welche den Ernst der Klimaerhitzung in Frage stellen.»

Aber nicht nur in der Klimafrage ist die Berichterstattung der NZZ, wie in anderen Zeitungen auch, mehr als fragwürdig. Killergames werden in der NZZ verharmlost, obwohl bekannt ist, dass viele Games in Zusammenarbeit mit Armeen und der Rüstungsindustrie entwickelt werden. Kriege werden durch diese Games verharmlost, Jugendlichen Kriege so schmackhaft gemacht.

Auch zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 fehlen bei der NZZ kritische Berichte. Als der Architekt Richard Gage aus den USA (Einsturz der drei Wolkenkratzer im World Trade Center) und der Zürcher UNI Prof. Marc Chesney an der Uni Zürich (Finanzoperationen vor 9/11) in der UNI Zürich und der Helferei zu den Terrorattacken vom 11. September 2001 einen Vortrag hielten fehlten in der NZZ Berichte zu diesen Vorträgen. Auch die beiden Referate des deutschen Physikers Heinz Pommer in Zürich über den Einsturz der drei Wolkenkratzer im World Trade Center in New York wurden von der NZZ totgeschwiegen.

Vielleicht wird die NZZ, und auch Infosperber es wagen über die 9/11 Veranstaltung am Nachmittag des 11. September 2019 im Volkshaus berichten, mit Barbara Honegger aus den USA, mir Dr. Niels Harrit aus Kopenhagen und weiteren Referenten. Die NZZ könnte sich auch kritisch mit den Aussagen der Referenten auseinandersetzen. https://www.11september.eu/911perspectives/
Heinrich Frei, am 08. September 2019 um 12:07 Uhr
Sehr geehrter Herr Rentsch,
Sie sind ja der, der an die Emissionszertifikate glaubt, die nützen viel, wenn der Amazonas abgeholzt wird... Ihr Artikel gegen die Klimajugend war nicht in der NZZ, sondern in der NZZ am Sonntag, drum hab ich Sie nicht eingeschlossen. Und ich gebe Ihnen recht, man braucht tatsächlich nicht Klimaphysiker zu sein, um sich zum Thema zu äussern, wie schon Goethe bemerkt hat:

Ein Quidam sagt: »Ich bin von keiner Schule!
Kein Meister lebt, mit dem ich buhle;
Auch bin ich weit davon entfernt,
Daß ich von Toten was gelernt.«
Das heißt, wenn ich ihn recht verstand:
Ich bin ein Narr auf eigne Hand.
Lukas Fierz, am 08. September 2019 um 15:19 Uhr
Wie viele andere «unabhängige» Zeitungen scheint auch die NZZ immer mehr zu einem Geheimdienstmedium zu verkommen.

Marc Gujer kennt sich da bestens aus, hat er doch am Geheimdienstgesetz mitgeschrieben und ein Buch über den BND veröffentlicht:

https://www.woz.ch/1741/nzz/die-angst-geht-um-an-der-falkenstrasse

Im Skripal-Märchen lässt er von seinen Journalisten schreiben, die Russen hätten das OPWC-Waffenlabor «infiltriert», nachdem sie mit einem alten Kombi und WLAN-Detektor rückwärts an das Gebäude in Den Haag herangefahren sind.

Dumm nur, dass man dort gar nichts «infiltrieren» kann, selbst wenn man sich viel Mühe geben würde.

Die outgesourcte Berichterstattung durch Dritte wie Bellingcat, das unabhängige, crowd-finanzierte Rechercheportal, gegründet von einem Studienabbrecher und ehemaligen Damenunterwäscheverkäufer namens Eliot Higgins, schlägt dann dem Fass den Boden aus.

Die Recherche von Bellingcat hat aber leider ähnliche Qualität wie die Klimaartikel der Urgrossvatertruppe um Hans Rentsch, Pascal Bruckner, Robert Nef und weiterer bleicher Gestalten aus der Mottenkiste vermeintlich liberalen Gedankengutes.

Die NZZ sollte man inzwischen nur noch Agatha Christie Roman lesen, und sich darin üben, die kriminellen von den intellektuellen Artikeln unterscheiden zu lernen.
Klaus Marte, am 09. September 2019 um 22:33 Uhr
Eric Gujer natürlich!
Klaus Marte, am 12. September 2019 um 13:49 Uhr
https://www.nzz.ch/feuilleton/klimawandel-warum-thunberg-richtig-liegt-und-ferguson-falsch-ld.1507906

Ein weiterer Beitrag in der NZZ, der gute Argumente gegen gewisse Klimaskeptiker bringt. Die NZZ ist meiner Meinung nach eine der wenigen Zeitungen im deutschsprachigen Raum, welche Raum für vielfältige und auch kritische Meinungen wiedergibt und nicht nur Meinungsblasen mit warmer Luft füllt.
Aber schon klar, dass «Verschwörungstheoretiker» oder «antimainstream"-Denker da anderer Meinung sind, wenn ich den Beitrag von Klaus Marte lese.
Thomas Oberhänsli, am 13. September 2019 um 17:40 Uhr
Lieber Herr Oberhänsli, ist Ihnen nicht aufgefallen, dass das nicht ein redaktioneller Artikel ist, sondern eine Leserreaktion? Schon kläglich, dass sich ein Intelligenzblatt von den Lesern über die Faktenlage aufklären lassen muss, Gruss LF
Lukas Fierz, am 13. September 2019 um 18:03 Uhr
Herr Rentsch, der Irrtum liegt bei Ihnen. Nicht jeder, der sich kritisch äussert, ist dazu qualifiziert. Und vor allem reicht es nicht aus, über Wissenschaftstheorie Bescheid zu wissen, um sich inhaltlich mit der Klimaforschung (ihrer Vorgehensweise, ihrer Modelle, der dazu verwendeten Mathematik, usw.) auseinander setzen zu können. Sie offenbaren lediglich, dass Sie nicht zwischen Inhalt und Form und zwischen Ursache und Wirkung differenzieren (können? wollen?). Sie können sich jederzeit kritisch über die Klimabewegung äussern. Aber anhand dieser Kritik dann die Glaubwürdigkeit der Klimawissenschaften auch nur leicht in Frage zu stellen, das geht eben nicht. Das ist journalistisch schon sehr fragwürdig, aber ganz sicher ist es nicht wissenschaftlich, denn eine Deduktion ist nur aus logischen Zusammenhängen möglich. Und das, Herr Rentsch, ist die Grundlage aller, ja eine der Kernaussagen der Wissenschaftstheorien.
Jan Holler, am 18. September 2019 um 10:39 Uhr
Warum die ganze Aufregung?! Das Klima funtioniert seit tausenden von Jahren. Und nun meinen wir kleinen Menschen, da hineinpfuschen zu müssen... Mühsam, diese ewigen Diskussionen...!!! NZZ hin oder her.
René Lütold, am 18. September 2019 um 11:44 Uhr
Thomas Oberhänsli, am 13. September 2019 um 17:40 Uhr

Lieber Herr Oberhänsli, abgesehen davon, dass Sie gemäss Herrn Fierz eine Lesermeinung zitieren, wird Meinungsmanagement genau so betrieben, dass man es nicht merkt.

Die NZZ mag eben durchaus über verschiedene Meinungen berichten, aber es kommt auf die Häufigkeit und den Umfang der Texte an.

Nur dann wenn alle Möglichkeiten exakt denselben Umfang ausweisen würde, wäre die NZZ eine neutrale Zeitung.

Beispiel Zersiedelungsinitiative nun für den Tagi: Eine riesige Seite von Simonetta Sommaruga contra, ein winziger Zipfel von Carlo Sommaruga (nicht direkt verwandt nehme ich an) pro.

So haben Sie offiziel die Meinungsvielfalt, aber rein mengenmässig eben nicht.

6 Wochen vor der Wahl 60% Zustimmung, danach Ablehnung.

Also ein Gemeinschaftsprojekt zum Absägen der Initiative von Bundesrätin Sommaruga (SP) und Tamedia.

Einmal davon abgesehen, dass die Initiative gewisse Schwächen hatte, z.B. dass der Kanton Wallis durch rechtzeitige (?) Einzonung überproportional profitiert hätte.

Freundliche Grüsse, Klaus Marte
Nationalratskandidat Bern (www.du-bern.ch), Ständeratskandidat Zürich
www.helvida.ch
Klaus Marte, am 18. September 2019 um 23:55 Uhr
René Lütold, am 18. September 2019 um 11:44 Uhr

» Und nun meinen wir kleinen Menschen, da hineinpfuschen zu müssen"

Die Verdopplung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre ist nicht klein, sondern eine Verdopplung!

Vom Gift des Kugelfisches reicht auch relativ wenig.

Das Problem ist vielleicht auch nicht die Konzentration an sich, sondern die Geschwindigkeit, mit der sie stattfindet.

Und dass nur noch 1/3 unseres Trinkwassers in der Schweiz ganz OHNE nachweisbare Pestizide ist, halte ich für eine Unverschämtheit unserer Politiker.
Klaus Marte, am 19. September 2019 um 00:01 Uhr

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