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Fake-News über das Corona-Virus verbreiteten sich rasend schnell – auch über Landesgrenzen hinweg

Corona-Faktencheck: «Infodemie in der Pandemie»

Tobias Tscherrig / 17. Jul 2020 - Seit Beginn der Pandemie nimmt die Zahl von Fake-News drastisch zu. Faktencheck-Organisationen aus 5 Ländern liefern eine Analyse.

Das Coronavirus führte nicht nur zu einer weltweiten Pandemie, sondern auch zu einer Flut von Falschinformationen, die nicht mehr abreissen will. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt diese Fake-News, die nicht immer klar als solche erkennbar sind, eine «massive Infodemie», die bekämpft werden müsse.

Genau das machten Faktencheck-Organisationen aus fünf Ländern: «Pagella Politica» und «Facta» in Italien, «Maldita.es» in Spanien, «Full Fact» in Grossbritannien, «Correctiv» in Deutschland und «Agence France-Presse» in Frankreich. Auf der Basis dieser internationalen Zusammenarbeit entstand der Bericht «Covid-19 Infodemie in Europa: Eine visuelle Analyse der Desinformation».

Für die Analyse untersuchten die Faktenchecker insgesamt 645 Artikel über Covid-19 und über die sozialen und politischen Themen rund um den Ausbruch des Virus. «Dieser Bericht ist vor allem eine Analyse der viralsten und potenziell gefährlichen Behauptungen, die uns im Frühjahr 2020 begegnet sind», schreiben die Faktenchecker.

Falschmeldungen über Schutz- und Heilmittel

Als das konstanteste Narrativ der Missinformation gelten demnach «irreführende medizinische Ratschläge rund um angebliche Schutz- oder Heilmittel für Covid-19». Die Bandbreite der Fake-News über angebliche Schutz- und Heilmittel sei gross, einige Themen seien aber in allen fünf Ländern aufgetreten.

In Deutschland, Italien und Spanien wurde über die unbelegte Behauptung berichtet, dass Nikotin vor dem Coronavirus schütze. In Frankreich, Deutschland, Spanien und Grossbritannien gingen zudem die Behauptungen um, dass das Trinken von Wasser und das Anhalten der Luft bei der Erkennung oder der Abwehr einer Infektion helfe. In allen fünf untersuchten Ländern wurde zudem die Falschinformation verbreitet, wonach das Gurgeln mit Essig oder Salzwasser eine Infektion verhindere.

Überhaupt hatten angebliche medizinische Ratschläge Hochkonjunktur: Auf langen Listen wurden richtige oder teilweise richtige Ratschläge mit Unsinn vermischt. Oftmals wurden die Quellenangaben gefälscht und Institutionen wie der Johns Hopkins Universität oder Unicef zugeschrieben.

Eines der am weitesten verbreitetsten Gerüchte betraf Polizei- oder Militärhelikopter, die angeblich Pestizide oder Desinfektionsmittel über infizierten Städten versprühen würden. Eine Falschmeldung, die sich rasant über die Ländergrenzen hinweg verbreitete.

Falschmeldungen über 5G

Wie die Faktencheck-Organisationen feststellten, gingen während der Pandemie auch Verschwörungsmythen über 5G-Netzwerke viral. In allen fünf untersuchten Ländern – aber vor allem in Italien und Grossbritannien – sei der Glaube, wonach Covid-19 durch den Mobilfunkstandard 5G verursacht werde, weit verbreitet.

«Als das neue Coronavirus in China ausbrach, wurden die Theorien über 5G an die neue Bedrohung angepasst», schreiben die Autorinnen und Autoren des Berichts. Die Behauptung, 5G sei verantwortlich für die Todesfälle in Wuhan, sei in Europa bereits im Januar aufgetaucht. Sie sei in Grossbritannien und Deutschland zwar widerlegt worden, doch der Mythos sei geblieben und im März und April in Spanien und Italien wieder aufgetaucht.

Derartige Fake-News führten unter anderem dazu, dass Menschen in England seit April damit begonnen haben, 5G-Masten anzuzünden. Die WHO sagt dazu: «5G-Mobilfunknetzwerke verbreiten kein Covid-19.»

Falschmeldungen über das «menschengemachte Virus»

Die Faktencheck-Organisationen fanden eine ganze Bandbreite von Behauptungen, wonach das Virus angeblich menschengemacht sei. Eine entsprechende Falschmeldung kursierte zum Beispiel in Frankreich, Spanien, Italien, Grossbritannien und später auch in Deutschland. «Varianten der Behauptung, das Coronavirus stamme aus den USA und sei wahrscheinlich eine Biowaffe, tauchten in Deutschland, Spanien und Frankreich auf», schreiben die Autorinnen und Autoren.

Auch die Behauptung, das Virus sei in einem Labor in Wuhan kreiert worden, fand in Spanien, Italien und Grossbritannien viel Zustimmung. In anderen oft verbreiteten Falschmeldungen stammte das Virus unter anderem aus einem Forschungszentrum für Biologie und Medizin in Frankreich.

Falschmeldungen über Impfungen

Ein weiteres Hauptthema in allen fünf untersuchten Ländern waren Falschmeldungen und Verschwörungsmythen rund um das Thema «Impfen». Identische Behauptungen über eine Frau, die an einer frühen Impfstudie gestorben sein soll, tauchten in Grossbritannien, Spanien und Italien auf. Auch Behauptungen über das Vorhandensein eines angeblich wirkungsvollen Impfstoffs und über verpflichtende und erzwungene Impfungen wurden in beinahe allen der untersuchten fünf Länder verbreitet.

Gemäss den Ergebnissen des Berichts kursierten in Frankreich zudem falsch zugeordnete Behauptungen über zivile Unruhen in Südafrika, die aufgrund der Impf-Thematik ausgebrochen sein sollen. In Deutschland und Spanien gab es dagegen Behauptungen, das Gesichtsmasken nutzlos seien. Eine Meinung, die Anfang April auch vom Schweizer «Mister Corona» Daniel Koch verbreitet wurde.

In Deutschland, Frankreich und Spanien machten unbelegte Gerüchte über Schutzkleidung und Versorgungsketten die Runde. Zudem seien in den meisten der untersuchten Länder «irreführende Vergleiche» zwischen dem Coronavirus-Ausbruch und einer einfachen Grippe verbreitet worden.

Falschmeldungen über Bill Gates

«Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates stand im Fokus vieler Verschwörungsmythen, einschliesslich der Theorien über Impfungen, den Ursprung des Coronavirus oder 5G», schreiben die Autorinnen und Autoren des Berichts. In vielen Ländern tauchte die Behauptung auf, Gates habe bereits ein Patent auf das neue Virus oder auf einen Impfstoff angemeldet. Gates wurde beschuldigt, das Virus erschaffen, verbreitet oder gezüchtet zu haben, um die Welt zu kontrollieren oder Impfstoffe zu verkaufen.

In Grossbritannien und Italien – und später auch in Deutschland – wurde unter anderen die Falschmeldung verbreitet, wonach Gates im voraus von der Pandemie gewusst haben soll. Gemäss den Faktencheck-Organisationen tauchte der Name des Milliardärs bereits früh während des Viren-Ausbruchs auf: Einige Wochen vor dem Zeitpunkt, an dem die Pandemie Europa hart getroffen hatte.

Rassistische Fake-News

«Während tiefgreifende Gesundheitsmassnahmen ergriffen wurden und das Virus sich in Europa ausbreitete, gab es in allen Ländern Falschinformationen zu nationalen Gesetzen und angeblichen Taten oder Aussagen von Politikern oder Institutionen», schreiben die Faktencheck-Organisationen.

Ein weiteres gemeinsames Thema in allen Ländern war die falsche Behauptung, wonach Muslime bevorzugt behandelt würden oder sich nicht an die Gesundheitsmassnahmen halten müssten. Rassistische Fake-News gab es speziell in Deutschland, wo verschiedene Falschaussagen über Migrantinnen und Migranten und über Flüchtlinge verbreitet wurden. Darunter zum Beispiel die Falschaussage, Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge würden unter dem Deckmantel des Lockdowns heimlich ins Land gelassen.

Nationale Besonderheiten

Andere Fake-News vermochten sich nicht über die Landesgrenzen hinaus zu verbreiten und kursierten nur auf nationaler Ebene. So gab es zum Beispiel in Grossbritannien eine grosse Anzahl unbelegter Behauptungen über Haustiere und wie sich das Virus auf sie auswirke. Falschmeldungen über chemisch behandelte Masken, mit deren Hilfe angeblich Menschen ausgeraubt werden sollten, kamen nur in Spanien und Deutschland vor.

Spanien erlebt zudem eine grosse Zahl von Betrugsversuchen und Falschinformationen in Bezug auf Technologie. So kursierte zum Beispiel die Behauptung, dass die Nutzeraktivität auf dem Messenger-Dienst Whatsapp überwacht oder zensiert werde. Obwohl die Messenger-App in allen untersuchten Ländern oft genutzt wird, sei die Falschmeldung nur innerhalb von Spanien verbreitet worden, so die Autorinnen und Autoren des Berichts «Covid-19 Infodemie in Europa: Eine visuelle Analyse der Desinformation».

Darstellungen von Behörden und Virologen haben die erwähnten Faktencheck-Organisationen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.

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Weiterführende Infosperber-Artikel zur Thematik:

Wenn ein Faktencheck zu Behauptungen verkommt

Wer die Bekämpfung von «Fake-News» finanziert

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keine

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13 Meinungen

Die Anzahl der 'Fact-checking' Webseiten hat sich seit der 'Pandemie' vervielfacht. Ich denke, man sollte auch bei diesen Diensten besonders vorsichtig sein und sich informieren, wer hinter welcher Webseite steckt / wer sie mitfinanziert. Correctiv, zum Beispiel, ist eine Webseite, die man überhaupt nicht ernst nehmen kann. Es ist (selten) klar, woher die Informationen, die die Fact Checkers anbieten, stammen; oder, wenn schon, dann sind es immer die gleichen Quellen - RKI, Johns Hopkins, Imperial College, etc. Es gibt jedoch andere Quellen, die ignoriert werden. Das zeugt nicht von sauberer Arbeit.
Trudy Krkoska, am 17. Juli 2020 um 10:52 Uhr
Infosperber... Im Ernst?
ich war wohl zu voreilig mit einer Spende!
Das kann ich mit Sicherheit bei blick & co auch lesen!
Schade
Peter Gander, am 17. Juli 2020 um 12:46 Uhr
Als grösste Verbreiter von Falschmeldungen haben sich allerdings sowohl Politiker als auch die sogenannten „Leitmedien“ hervorgetan. Ein naheliegendes Beispiel: Am 25.3. titelte die NZZ: Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli: «Ich rechne etwa in eineinhalb Wochen mit dem grossen Ansturm auf die Spitäler». Wie die Statistik des BAG belegt, sanken die neuen Hospitalisationen ab dem 27.3 kontinuierlich und liegen seit dem 30.4. bei unter zehn pro Tag, dies bezogen auf die ganze Schweiz.
Weiter zitiert das Magazin „Watson“ am 30.4. unter dem Titel «Japan durchlebt eine zweite Corona-Welle - mit diesen Szenarien rechnet man in der Schweiz» eine Studie der ETH Lausanne, die bis September je nach getroffenen Massnahmen zwischen 5‘000 und 27‘000 Todesfälle prognostiziert. Vom 1.5. bis zum 17.7. liegt diese Zahl bei 188 Personen, keines der beschriebenen Szenarien ist bisher auch nur annähernd eingetroffen.
Wenn nun selbsternannte „Faktenchecker“ solche im grossen Massstab verbreiteten Falschmeldungen schamhaft verschweigen, und sich stattdessen an Auswüchsen der Internetkultur abarbeiten, verwundert dies wenig. Offensichtlich gehören auch sie zu den Verbreitern von Desinformation, welche die Menschen weiter in Angst und Schrecken halten möchten.
Philippe Schaunig, am 17. Juli 2020 um 14:20 Uhr
Was 5G betrifft gilt immer noch das Vorsorgeprinzip - also der Beweis, dass es unschädlich ist muss erbracht werden, bevor es auf die Menschen und die Natur losgelassen wird. Sonst geht es uns wie mit den diversen Pastiziden, dem Rauchen und der Atomenergie.
Bringen Sie doch bitte hier auch den Standpunkt der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz zu 5G.
Klar können abstruse Verschwörungstheorien leicht enttarnt werden. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keinen Beweis über die Unschädlichkeit von 5G gibt.
Barbara Lampérth, am 17. Juli 2020 um 15:15 Uhr
"Darstellungen von Behörden und Virologen haben die erwähnten Faktencheck-Organisationen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft."

Nun ja, das hätte wohl zu viel Arbeit gemacht ;-).

Wie unseriös die ganzen Faktenchecker vorgehen beweist die Tatsache, dass sie bereits urteilen was eine Fake News bezüglich des Ursprungs vom Virus ist. Bis heute herrscht hier noch komplette Unklarheit und es werden diverse Ansätze verfolgt. Das sie trotzdem einzelne Thesen bereits als Fake News verurteilen, zeugt von einem ideologischen und nicht von einem faktenbasierten arbeiten. Mehr noch, es scheint so zu sein, dass die Faktenchecker ihre Reichweite nutzen wollen, um der Bevölkerung eine gefühlte Wahrheit unterzujubeln. Vielleicht sollte man für solche Medien einen neuen Namen einführen: Orwellsche Faktenschaffer.
Stöckli Marc, am 17. Juli 2020 um 22:40 Uhr
Fakten-Checkerei ist ein neues Business und was wahr ist, kann jeder für sich behaupten. Die Beweisführung in einem Experiment in der Physik, ob Licht ein Teilchen oder eine Strahlung sei, kam zum Schluss, dass das Resultat vom Tester bestimmt wurde, je nach Vorannahme, die er im voraus als richtig erachtete. Beide Hypothesen wurden wissenschaftlich bewiesen. So, und nun sage mir jemand, dass dies nicht auch bei der Beweisführung von anderen Wahrheiten passiere. Ich lache mich krumm.
Carlos Werner Schenkel, am 18. Juli 2020 um 11:15 Uhr
Wie schwierig muss es sein, offensichtlichen Unsinn von gerechtfertigter Kritik zu unterscheiden?
Eine coronabesoffene Gesellschaft findet den Ausgang nicht mehr.
Es gibt da ein sagenhaftes Gemisch von improvisierter Expertise, hilfloser Politik und Kalenderweisheiten.
Heute leben wir im Wartesaal der Apokalypse. Medien sorgen dafür, dass wir bei schlechter Laune und möglichst ängstlich bleiben. Vielleicht wollen sie sogar den Zustand so lange wie möglich erhalten.
Wer weiß schon, wann sie noch mal so ernst genommen werden? Vielleicht ahnen sie aber auch bereits, welches ungeheure Unheil das journalistische Pandemiemanagement mitzuverantworten hat.
Patrick Jud, am 18. Juli 2020 um 18:44 Uhr
Der Artikel sagt inhaltlich nichts neues aus.
Auch fehlt die kritische Haltung und der Wille den Aussagen auf den Grund zu gehen.
Eine differenzierte Herangehensweise wünsche ich mir vom Infosperber, hier geschieht dies nicht.
Hinweise und Beweise gegen die offizielle Haltung gegenüber dem Corona Virus gibt es genug.
Nehmt eure Leser ernst!
Gilbert Nedi, am 19. Juli 2020 um 10:33 Uhr
Interessant.
5G und Elektrosmog allgemein.

Konnten denn die «Fakten-Checker» oder die WHO wenigstens Wiederlegen, dass die Menschen die glauben, daran zu leiden und mit zum Teil massiven Gesundheitlichen Problemen ihren Alltag bewältigen, nicht der Elektrosmog die Ursache dafür ist ?
Jacques Marchand, am 19. Juli 2020 um 13:26 Uhr
Herr Tscherrig, ich verstehe den Sinn dieses Artikels nicht. Es ist sonnenklar, dass in bewegten Zeiten wie diesen viel Unsinn kursiert. Nun zählen Sie allerlei Unsinn auf, verkennen aber offenbar, dass Faktenchecker noch eine ganz andere Aufgabe wahrnehmen. Es werden leider nicht nur krude Theorien bei Faktenchecks entkräftet, sondern auch Argumente von Experten mit anderen Meinungen. Das ist anmaßend, denn ein Journalist, der nicht gleichzeitig auch noch selbst Mediziner ist, hat nicht das Recht, die Expertise eines Fachmenschen einfach so zu zerlegen und zu tun, als hätte er mehr Ahnung als diese Experten. Manchmal schreiben die Journis auch noch so etwas wie «In Absprache mit unseren Experten …» als Bekräftigung, ja als Beweislast, aber da wird nicht genau geschrieben, wer das bestätigt hat und es könnte einfach erfunden sein.
Insofern werden Faktenchecks missbraucht, um die Pluralität in der C-Angelegenheit zu verhindern und der breiten Masse ein einseitiges Bild zu präsentieren. WENN Sie also schon berichten, was Faktenchecker tun, dann sollten sie auch deren Schattenseite erwähnen.
Nicole Chisholm, am 20. Juli 2020 um 17:45 Uhr
Dieser Artikel ist schlicht entäuschend. Es ist gemeinhin bekannt, dass die sogenannten Faktenchecker nicht über jeden Zweifel erhaben sind. Sehr oft ist die Definition der ‚Fakten‘ durch andere Interessen getrieben, als jenen der Wahrheit. Das Ganze hat ganz klar Methode.
Vom Infosperber hätte ich eine etwas tiefergehende Analyse der von den ‚Faktencheckern‘ verbreiteten Informationen erwartet. Interessant ist auch, wer jeweils hinter den Organisationen steht und welche Interessen verfolgt werden. Das Niveau des Artikels lässt wirklich etwas zu wünschen übrig. Schade eigentlich. In der Schweiz fehlt nach wie vor eine kritische Website vom Kaliber der Deutschen NachDenkSeiten (nachdenkseiten.de)
Daniel Hurni, am 20. Juli 2020 um 20:45 Uhr
Der im Artikel verlinkte Bericht <<COVID-19 INFODEMIE IN EUROPA: EINE VISUELLE ANALYSE DER DESINFORMATION>> lässt sich mit gesundem Menschenverstand, einer guten Allgemeinbildung und 20' Recherche zerlegen und dann in den Abfall spedieren, wo er auch hin gehört. Aber das war offensichtlich nicht das Ziel des vorliegenden Artikels..

"Herr Tscherrig, ich verstehe den Sinn dieses Artikels nicht.“
(Nicole Chisholm)

Herr Tscherrig, der in anderen Artikeln gezeigt hat, dass er auch anders kann, tut das, was die Mehrheit seiner Berufskolleg*innen auch macht, machen muss, um weiterhin vom Journalismus leben zu können:

Er verdingt sich als Verstärker-Baustein in der Echokammer des Mainstreams, der nicht an Fakten wohl aber an Meinungs-Erschaffung interessiert ist und den Meinungskorridor sukzessive verkleinert.

Das soll bitte nicht als persönlicher Angriff auf Tscherrig verstanden werden. Es ist lediglich eine nüchterne Betrachtung.
Christoph Meier, am 21. Juli 2020 um 05:29 Uhr
Nebst der Zustimmung der bisherigen veröffentlichen Meinungen noch 2 Ergänzungen dazu:
1. Auch die offiziellen Seiten veröffentlichen Fakenews. Man denke da nur an BAG und die Maske, die zuesrt nichts bringt und später obligatorisch wird.
2. Wie wäre es mal zu rechechieren, wer bestimmt was Fakenews sind? Wer bezahlt die? Interessant ist, dass gewisse Organisationen die von Bill Gates gesponsert werden, diese Richter sind. DAS wäre eine Recherche wert. Wieso kommt wenn ich «Gates Kritik» in google eingebe, auf der ersten Seite nur Artikel, meist von nicht anerkannten Organisationen, die irgendwie begründen, dass die Kritik nicht berechtigt sein soll? Wenn ich dasselbe auf Yahoo eingebe, verweist der 2. Link auf das Deutsche Ärzteblatt, also ein doch anerkanntes Blatt, dass gewisse unbestrittene Kritik an der Gates Stiftung enthält.
3. Wie tief wird jeweils recherchiert um (sicher) festzustellen, dass etwas Fakenews sind? Können nebst den Autoren auch Sie Herr Tscherrig dafür garantieren? Auch Teilwahrheiten? Es scheint nicht nur erwiesen zu sein, das 5G die Verbreitung der Viren fördern. Mehr noch, wenn es stimmt, müsste ab sofort das allseits anerkannte Pubmed als Fakenews Organ bezeichnet werden. Denn Ihre Aussage zu 5G ist nicht beweisbar, im Gegenteil: «Somit könnten 5G-Millimeterwellen gute Kandidaten für die Anwendung beim Aufbau virusähnlicher Strukturen wie Coronaviren (COVID-19) in Zellen sein"! Übersetztes Zitat aus https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32668870
Beat Schärer, am 23. Juli 2020 um 11:31 Uhr

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