Mit rund 250 km/h durch Berns Innenstadt: Trainingsfahrt der Formel-E-Boliden © R. Aschinger
Omnipräsenter Hauptsponsor: Bern wird zur Bär Town © R. Aschinger

Der E-Prix bringt behäbiges Bern in Rage

Richard Aschinger / 22. Jun 2019 - Kritik und Proteste vor dem Rennstart der Formel E in Bern. Doch nicht alle finden das Rennen einen ökologischen Irrsinn.

Die meisten, die in der Stadt Bern an den Tagen vor dem Formel-E-Rennen vor den meterhohen Gittern stehen, die sich durch die Quartiere ziehen, vor den VIP-Monsterbauten am für Normalbürger gesperrten Bärengraben, auf der Nydeggbrücke oder auf dem Münsterplatz, greifen sich empört an den Kopf: Wie kann es sein, dass eine rotgrüne Stadtregierung mit einer Eventorganisation, hinter der als Hauptsponsor die seit Jahren mit immer neuen Skandalfällen in Verbindung gebrachte Privatbank Julius Bär steht, einen Vertrag abschliesst, der Teile der Innenstadt für drei Tage als kommerzielle Spassmeile besetzt und das öffentliche Recht weitgehend ausser Kraft setzt?

Das Projekt E-Prix von Bern ist seit Monaten bekannt und umstritten. Doch das brutale Ausmass der Veranstaltung wurde erst am Donnerstag und Freitag sichtbar, als Bagger, Krane und Dutzende von Lastwagen Hunderte Tonnen Betonklötze, Absperrgitter, Tribünen, Festzelte und Nobellogen für Geladene ankarrten und aufbauten und die Bewohnerinnen und Bewohner in den direkt betroffenen Quartieren ihre Häuser nur noch mit einem Ausweis der Veranstalter betreten und verlassen konnten. In Gesprächen mit Anwohnern und Schaulustigen am Muri- und Aargauerstalden, im Rosengarten und in der mit Kommerzständen verstellten Altstadt fallen immer wieder Worte wie «Wahnsinn», «Unverschämtheit», «Idiotie». Am Donnerstag protestierten die Berner Verkehrsbetriebe «Bernmobil», die Veranstalter verletzten Abmachungen, so dass der öffentliche Verkehr der Stadt kaum mehr gewährleistet werden könne.

Aber es gibt auch die anderen: Sie kurven in grosser Zahl mit schweren, schwarzen Mercedes-Limousinen und teuren Tesla-Elektromobilen durch Strassenzüge, die für den Normalverkehr gesperrt sind. Und am Freitagabend, als um 18 Uhr die Formel-E-Boliden ihre ersten Testfahrten abrasen, stehen Dutzende Arbeiter in orangen Anzügen der Veranstalter mit Fähnchen winkend an Gitterzäunen. Kinder mit Quartierausweisen um den Hals finden die wilden Kisten toll. Ein älterer Mann sagt kernig: «Das bringt's». Und auf die Frage «Was?» – «Geld». «Für wen?» – «Volle Hotelbetten, Restaurants und Arbeit für Installationen.»

Die heulende Raserei, man kann es nicht bestreiten, fasziniert kurzfristig sogar den kritischen Journalisten. Bern ist im Streit um das Renn-Event an diesem Wochenende unbernisch laut gespalten: Die NZZ titelte präzis (und auf freisinniger Linie bissig): «Formel E rast durch Berns rotgrünes Herz».

Stadtregierung geht auf Distanz 

Treibende Kraft hinter dem Renn-Event ist CVP-Gemeinderat Reto Nause, der als Promotor der späteren Bundesrätin Doris Leuthard mit einem Wahlkampf-Gel-Beutel «Duschen mit Doris» nationale Berühmtheit erlangt hatte. Nause, so berichten jetzt Insider, habe in der Exekutive den Stadtpräsidenten Alec von Graffenried (Grüne Freie Liste, GFL) und die beiden Sozialdemokraten Ursula Wyss und Michael Aebersold massiv bearbeitet. Vor allem mit dem Argument, das Rennen fördere die Wirtschaft und das Image der Stadt. Von Graffenried, Wyss und Aebersold hätten es nicht gewagt, nein zu sagen – vor allem aus Angst sie könnten als Spassverhinderer in die Kritik geraten. Nur Franziska Teuscher, die Gründerin der Partei Grünes Bündnis (GB), stellte sich klar gegen das Projekt.

Der Stadtpräsident habe sich über den Tisch ziehen lassen, sagen Beobachter, die sich nicht namentlich zitieren lassen wollen. Jetzt wo die Folgen für die Bevölkerung voll sichtbar sind, gehen von Graffenried und die beiden Sozialdemokraten auf Distanz. Nach dem Szenario der Veranstalter sollte nach den Rennen der Präsident die Pokale übergeben. Jetzt will er nur noch im geladenen Publikum sitzen. Reto Nause lässt sich als Ersatzmann die Freude am Rampenlicht nicht nehmen.

«Schissihüsli» vor der Kirche

Stark betroffen vom Event ist die reformierte Kirche. Die Nydeggkirche und das Kirchgemeindehaus an der Nydeggbrücke sind von Eventbauten weitgehend zugesperrt. «Fünf Meter vom Eingang stehe eine Reihe «Schissihüsli», sagt der Präsident der Kirchgemeinde. Der Pfarrer der Nydeggkirche, Markus Niederhäuser, erklärt, er habe am Sonntag einen Gottesdienst mit zwei Taufen und wisse nicht, wie er die Angehörigen in die Kirche bringen könne. Öffentlichen Verkehr in die untere Altstadt gibt es nicht mehr. Auch der Vorplatz des Münsters ist fast vollständig mit einem protzigen Werbebau von Mercedes versperrt. Niederhäuser sagt, weder die Stadt noch die Veranstalter hätten die Kirchgemeinden vorgängig kontaktiert. Tatsache ist allerdings auch, dass der Kirchenrat den internen Vorschlag, mit von Graffenried bernisch-höflich von Präsident zu Präsident das Gespräch zu suchen, nicht für opportun hielt.

Beteiligt am Event ist auch der Zivilschutz. Zwei freundliche Uniformierte sagen am Donnerstag, bei den Veranstaltern herrsche Chaos. Sie hätten zwei Stunden gewartet, bis jemand ihnen sagen konnte, was sie zu tun hätten, z.B. gehbehinderte Bewohner der ausgesperrten Quartiere über die Passerellen zu transportieren. Beim Amt für Zivilschutz wird bestätigt, dass 15 vom Bund bezahlte Zivilschützer den Eventorganisatoren acht Tage lang Unterstützungsdienste leisteten.

Ärger bei der SP

Unter Sozialdemokraten ist der Ärger über ihre Exekutivmitglieder an der Leine von Reto Nause jetzt unüberhörbar. Parteisekretär Michael Suter sagt diplomatisch: Es gebe «zwei linke Wahrnehmungen». Die einen sagten, E-Races förderten eine «nachhaltige Mobilität». Die anderen sähen das Event als nicht nachhaltig und für die Bevölkerung unakzeptabel. Man wolle bei einem Debriefing nach dem Event offen reden. Er erwarte, dass man so etwas nicht mehr mache. Man habe es versäumt von der Erfahrung von Zürich mit der Formel E vor einem Jahr zu lernen, sagen andere SP-Stadtparlamentarier. Eine rotgrüne Regierung demontiere sich, wenn sie eine Politik betreibe, die ökologischen Zielen der SP diametral zuwiderlaufe. Die von den SP-Gemeinderäten mitgetragene Behauptung der Veranstalter und von Promotor Reto Nause, das Rennen bringe ökologischen Fortschritt, sei naiv und absurd.

Besonderen Zorn bringt die jetzt offengelegte Erkenntnis, dass die internationalen Formel-E-Organisatoren 400 Tonnen Beton- und Gittermaterial mit ungezählten Lastwagenfahrten von europäischer Stadt zu Stadt transportieren – diesmal von Berlin nach Bern, und nach dem Rennen per Luftfracht an den nächsten Veranstaltungsort New York. Das bringt am Rand eine andere heikle Position der SP auf den Tisch: SP-Regierungsrat Christoph Ammann propagiert gegenwärtig den Vorschlag, dem Flughafen Belp im «öffentlichen Interesse» Millionensubventionen zu gewähren. Die Schnapsidee, die SP könnte doch verlangen, die Formel-E-Transporte nach New York seien ab Bern Belp zu fliegen, finden Sozialdemokraten nicht lustig. Es fällt der Satz, dass zum Glück keine städtischen und kantonalen Wahlen bevorstünden.

Nach Skandalgeschichten sucht Bank Julius Bär ein neues Image

Hauptsponsor der Formel-E-Rennen ist die Zürcher Privatbank Julius Bär, die in der Vergangenheit immer wieder mit Skandalen in Verbindung gebracht wurde. Doch darüber wird kaum diskutiert. Weltweit bekannt wurde der Fall des Ex-Bankers und Whistleblowers Rudolf Elmer, der Kundendaten der Bank Julius Bär auf Wikileaks veröffentlichte und damit deren Steuerversteck auf den Cayman-Inseln dokumentierte. Die Schweizer Justiz verurteilte Elmer wegen Verletzung des Bankgeheimnisses. Elmer sass zweimal in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Geldwäsche und Steuerdelikte – Drogenhandel, Prostitution, Verlust von Steuersubstrat in anderen Ländern – war in der Schweiz ausser in der linken «Wochenzeitung» kaum ein Thema. Elmer wurde nach Jahren zum Teil freigesprochen und schloss mit Julius Bär einen Deal. Elmer erklärt, er habe den Deal im Interesse seiner Frau und Tochter geschlossen, aber selbst nie Geld akzeptiert oder eine Schweigepflicht unterschrieben. Der Fall Elmer/Julius Bär ist im Buch von Carlos Hanimann «Elmer schert aus» im Detail nachzulesen.

Omnipräsenter Hauptsponsor: Bern wird zur Bär Town

Für Hilfe zum Steuerbetrug in den USA zahlte die Bank Bär 2016 in einem Deal eine Busse von rund 550 Millionen Dollar. Die USA beschuldigen die Bank ein System für Hilfe zur Steuerhinterziehung aufgebaut zu haben. Als die UBS unter Druck aus dem US Markt ausstieg, hatte die Bank Bär ihr USA-Volumen massiv gesteigert.

In neueren Fällen erschien der Name der Bank Julius Bär in Schweizer Medien im Zusammenhang mit Untersuchungen zu Bestechungsgeldern im Umfeld des Weltfussballverbandes Fifa bei der Vergabe der Weltmeisterschaften an Russland (2018) und Katar (2022) und von Geldwäsche- und Steuermanipulationen von Grosskunden in Venezuela. In beiden Fällen hatten inzwischen entlassene Mitarbeiter der Bank Geständnisse abgelegt. In ähnlichen Fällen hatten Schweizer Banken regelmässig erklärt, es handle sich um Vergehen «einzelner Schwarzer Schafe». 

Aufsehen erregte die Hauptsponsorin der Formel-E-Rennen auch mit begeisterten Kommentaren des damaligen Julius-Bär-Chefs Boris Collardi  zur Wahl von Donald Trump als US-Präsident. Der CEO liess sich in der «Handelszeitung» mit dem Satz zitieren: «Wir werden unter der Führung von Donald Trump eine Pro-Wachstum-Strategie erleben.» Trump werde Steuern senken und Milliarden investieren. So würden die USA zum «Motor der Weltwirtschaft». Im Nachhaltigkeitsbericht 2017 verspricht die inzwischen ausgewechselte Unternehmensleitung scheinheilig: «Unsere Arbeit basiert auf den Grundsätzen Integrität, Vertrauen, Respekt und Verantwortung, ausgedrückt in unseren starken Unternehmenswerten: Care, Passion und Excellence.»

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine.

Weiterführende Informationen

Auf Infosperber: Ob Benzin oder Kohleauto - das Problem ist das Gewicht
Auf Infosperber: Elektroautos retten das SUV-Geschäft der Autobranche
Sachbuch: Mit dem Elektroauto in die Sackgasse

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6 Meinungen

An Richard Aschinger: Eine kleine jedoch wichtige Korrektur in Sachen Elmer. Ich habe keine Schweigevereinbarung mit der Bank Bär geschlossen und werde dies auch nie tun wie die Zukunft bald zeigen wird. Es gab zwar eine Vereinbarung zwischen der Bank Bär und den Stalking-Opfer d.h. meiner Tochter, meiner Frau und mir. Da ging es darum, dass NUR meine Tochter finanziell entschädigt wird und wir die Strafanzeige zurückziehen ansonsten hätten die Herren Raymond, Mike und Rudolf Bär und Ch. Hiestand etc. sowie die Ryffel AG vor den Richter müssen und wären nach der bundesgerichtlichen Willkürrüge 2011 an die Zürcher Justiz mit 100%iger Sicherheit verurteilt worden. Ich, Rudolf Elmer, habe auf jegliches Geld verzichtet, denn von dieser «Bande» nehme ich kein Geld, das ist unter meiner Würde! Ich bleibe mir treu und kämpfe am EGMR etc. weiter, diese dubiose Art und Weise der Bank und der Schweizer Justiz Whistleblower keinen fairen Prozess zu gewähren, öffentlich und weltbekannt zu machen. Es ist ein Justizskandal d.h. auch heute nach beinahe 15 Jahren gibt es noch kein rechtskräftiges Urteil. Das Zürcher Obergericht muss nochmals über die Bücher gemäss Bundesgericht (2018) und ein ganz neues Urteil erlassen. Das kürzlich erschiene Buch von Prof. Dr. Kate Kenny, Whistleblowing, Harvard/Cambridge Press zeigt die Geschichte Elmer aus einem anderen Blickwinkel d.h. «The Winning Strategy of Whistleblowing». Das einfach nur zur Ergänzung zum Artikel. Danke
Rudolf Elmer, am 22. Juni 2019 um 12:57 Uhr
Zucker, Brot und Spiele fürs Volk: In der Stadt Bern sollen die Hälfte der noch bestehenden - oder gar alle - öffentlichen Parkplätze aufgehoben werden. Um die Wirtschaft doch noch am Leben zu halten, werden dann offenbar solche Megaevents inszeniert, die einigen Geld, anderen Freude und der Mehrheit nur Verdruss bescheren. Die Ökobilanz ist verheerend, aber Rot-Grün hat nicht den Mut, diesen Wahnsinn zu verhindern. Dieselbe Regierung, die den Mut hat, die Stadt Bern zur autofreien Velostadt zu machen. Das zeigt, dass der Mut für Visionen der Zukunft vorhanden ist, nicht aber der Mut zum Handeln im Hier und Jetzt. Der Berufsverkehr soll mit Tempo 20 oder 30 kanalisiert in sich selbst ersticken, während nun mit der 8 bis 14-fachen Geschwindigkeit ein Spektakel inszeniert wird. Widersprüchlicher gehts eigentlich kaum. Die Sponsorenliste zeigt, dass für Geld die Seele zur Disposition steht. Wenn dann die gewaltbereiten Kriminellen aus dem protegierten Reitschulumfeld marodierend, sabotierend und sachbeschädigend eine halbe Million Franken vernichten, reibt sich die Berner Regierung die Augen. Einschreiten gegen solchen Landfriedensbruch dürfte die Polizei höchstens, wenn rechte Exponenten die Urheber wären. Man fragt sich bloss, wie lange es noch dauern wird, bis die Berner Wähler dieses doppelzüngige Spiel einer Politik der Lippenbekenntnisse hinnehmen und zuschauen, wie Steuergelder vernichtet, der Rechtsstaat demontiert werden, wofür der Steuerzahler die Zeche zahlt.
Urs Lauper, am 22. Juni 2019 um 13:04 Uhr
Beschämend, mit welcher Willfährigkeit sich die linksgrüne Berner Stadtregierung in corpore (mit der löblichen Ausnahme von Franziska Teuscher GB !) ins Schlepptau von ihrem autorennsportbegeisterten Kollegen Reto Nause CVP nehmen und durch die anmassenden Formel-E-Promotoren vorführen lässt ! – Bleibt bloss zu hoffen, dass die Berner Stimmbürger die Namen derer, welche diesen Unfug aktiv oder passiv erst möglich machten, bis zu den nächsten Gemeindewahlen im Gedächtnis behalten mögen !
René Edward Knupfer-Müller, am 22. Juni 2019 um 15:27 Uhr
Nach einer Velodemonstration gegen das Rennen der Elektroboliden schätzen die Organisatoren den Sachschaden auf 400'000 Franken.
Training müsste verschoben werden...
Wird von TV und Presse verschwiegen...???
Karl Hoppler, am 22. Juni 2019 um 16:18 Uhr
Wenn der Anlass tatsächlich die nachhaltige Mobilität fördern würde, könnte man über die Nachteile hinwegsehen. Aber genau das tut er nicht, im Gegenteil.

Das Problem mit den Autos generell ist nicht wirklich die Art des Antriebs, sondern ihre massive Übermotorisierung, zu hohen Geschwindigkeiten, zu grosse Abmessungen, und zu hohes Gewicht. Die Kombination dieser Eigenschaften führt zu einem hohen Energieverbrauch, hohen Platzbedarf, und grosser Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Ob Benzin oder elektrisch macht ausser beim Lärm nicht einen so grossen Unterschied aus: Die Erzeugnisse der Autoindustrie sind grösstenteils Fehlkonstruktionen, mit denen sich aber viel Geld verdienen lässt.

Dieses Rennen fördert die Denkweise der Autoindustrie und den mit ihnen verhenkten Instituten, nicht die dringend nötige nachhaltigere Mobilität. Ein Rennen mit Solarmobilen (ich fuhr schon vor etwa 20 Jahren mit meinem in der Tour de Sol durch Bern) und ähnlichen Leichtmobilen, oder mit Elektrovelos, wäre viel sachdienlicher, wenn auch weniger spektakulär. Dafür bräuchte es die gegenwärtige wahnsinnige Infrastruktur nicht.
Theo Schmidt, am 22. Juni 2019 um 18:37 Uhr
Jungs und Mädels
Macht mal halblang. Wir haben jeden Tag in Bern und anderen Städten nicht angemeldete Rennen von Verbrenner Fahrzeugen. Typischerweise am Steuer Männer im gefährdeten Alter zwischen 18 und 80.
Einen Tag ein Elektrorennen finde ich voll OK. Und die 130'000 Besucher - ich war mit Sohn und Götti einer davon - fanden es Klasse! Sind extra in unserem Elektroauto mit 12 kWh/100 km Energieverbrauch aus Zürich angereist.
Vom Alphorn Blasen allein werden wir auf Dauer nicht satt. Unserer Schweiz kommt mehr und mehr der Unternehmergeist abhanden. Inzwischen überholen wir locker unsere Nachbar im grossen Kanton Schaffhausen-Ausserrhoden im «Ich habe da ein Problem entdeckt» Wettbewerb. Alfred Escher würde sich so schnell im Grabe drehen, dass wir ihn spielend als Ventilator einsetzen könnten.
Zum Mitdenken: Fossiler Treibstoff = Finanzierung instabiler Lieferländer = Finanzierung derer Religions- und Stammeskriege = Produktion von Flüchtlingen = Lieferung von Waffen - auch aus der Schweiz = Verpestung der Luft = Schädigung der Gesundheit = Verschleuderung eines kostbaren Erbes das in Millionen Jahren gewachsen ist in wenigen Dekaden.
Es ist zum Fremdschämen oder wie unser aktueller Bundespräsident wohl bemerken würde: «It is to young dogs becoming».
Jürgen Baumann, am 29. Juni 2019 um 12:25 Uhr

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