Handschlag-Verweigerung als Missionsauftrag

Alexander Gschwind © SRF Severin Nowacki
Alexander Gschwind / 11. Apr 2016 - Toleranz der westlichen Gesellschaft ebnet fundamentalistischen Muslimen und ihrem Missionsauftrag den Weg. Wie im «Fall Therwil».

Seit Tagen dreht sich die Debatte um das Verweigern des Händedrucks zweier Jünglinge an einer Therwiler Schule im Kreis, ohne zum Kern der Problematik vorzustossen. Dabei liegen inzwischen genügend Fakten auf dem Tisch zur vertieften Analyse.

Die beiden Sprösslinge eines wahabitischen Predigers an einer von Saudiarabien (mit)finanzierten Basler Moschee gefallen sich unterdessen in ihrer Rolle als unschuldige Opfer einer islamfeindlichen Medien-Kampagne, die «ja niemandem schaden und nur ihrem Glauben folgen». Dass sie bei diesen Rechtfertigungsversuchen nicht bloss vom eigenen Vater und der Moschee-Leitung gecoacht werden, sondern auch vom berüchtigten «Islamischen Zentralrat der Schweiz» (IZRS), spricht allein schon Bände und müsste alle Alarmglocken läuten lassen. Zumal sie die Verbreitung eines Propagandavideos des Islamischen Staates IS blauäugig mit blossem Gefallen an dessen musikalischer Untermalung verharmlosen und auch die Idee der Händedruck-Verweigerung aus einer Internet-Predigt bezogen haben wollen. Auch wenn der Vater sie in solchem Verhalten ausdrücklich bestärkt haben soll.

«Ruf zum Islam» als Auftrag

Wer sich seit Jahrzehnten mit der Ausbreitung radikal-islamischer Strömungen beschäftigt, kann sich über all dies eigentlich nicht wundern. Folgt der Therwiler Vorgang doch altbekannten Regievorgaben. Schon seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts verbinden die Muslimbrüder jegliche Migration mit der Da’wa, dem «Ruf zum Islam» wie er schon die frühislamischen Erobererheere nach Europa begleitete. Auch Saudiarabien hat ihn längst zur Staatsdoktrin erhoben, die islamische Weltliga versteht sie seit ihrer Gründung 1962 als ihren Hauptauftrag, und salafistische Sekten leiten daraus auch die Legitimation für ihre Gewaltbereitschaft gegenüber Ungläubigen ab. An der Universität von Medina, der Kairoer al-Ahzar-Universität und der Jerusalemer al-Quds-Universität entstanden eigens Fakultäten zur theologisch-ideologischen Unterfütterung der Da’wa als Auftrag für alle migrierenden Moslems sunnitischen Glaubens, die inzwischen über Ableger in aller Welt verfügen.

Besonderes Augenmerk richten all diese Missionare seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Verbreitung ihres Glaubens in westlichen Zielländern islamischer Migration. In Grossbritannien machte sich damals schon die UK Islamic Mission der pakistanischen Jamaat-i Islami mit ihren Vordenkern Maududi und Ismail al-Faruqi breit, an denen sich später viele Hassprediger an Londoner Moscheen orientierten. Nach aussen freilich gab man sich stets friedlich und harmlos. «Lade jede Woche einen Ungläubigen in Dein Haus, um ihn mit den Werten des Islam vertraut zu machen!» lautete die Devise.

Vormarsch der Fundamentalisten

Dass vieles davon reine Fassade und Tarnung war, zeigte sich freilich nicht erst mit der Entstehung gewaltbereiter Propaganda-Netze wie al-Kaida oder des Islamischen Staates. Schon ab 1985 «importierte» Algerien 80'000 ägyptische Lehrer aus dem Dunstkreis der Muslimbrüder, die in ihrer Heimat nach der Ermordung Präsident Sadats aus dem Schuldienst entlassen worden waren. Ihre Saat ging auf dem Boden des korrupten und dekadenten Regimes der abgewirtschafteten Regimes der Nationalen Befreiungsfront FLN nur zu schnell auf. Zunächst in Gestalt der noch harmlosen «Islamischen Heilsfront» (FIS), die in allen von ihr regierten Gemeinden die Frauen systematisch aus dem Schulwesen verbannte und diese auch bei der Stimmabgabe bei den wenigen freien Urnengängen durch ihre Familienoberhäupter bevormunden liess.

Dass damit das neben Tunesien vorbildlichste Bildungssystem der ganzen arabischen Welt in wenigen Jahren vor die Hunde ging und heute nur noch perspektivlose Loser männlichen Geschlechts hervorbringt, blieb ausserhalb Algeriens weitgehend unbeachtet. Es erklärt aber unter anderem den Ansturm unqualifizierter junger Maghrebiner auf die «Festung Europa».

Nach dem Verbot der Heilsfront durch eine putschende Militärjunta wurde aus dem Untergrund alsbald zum Heiligen Krieg gegen alle Ungläubigen geblasen, dem innert eines Jahrzehnts eine Viertelmillion Menschen zum Opfer fiel. Darunter viele Intellektuelle, Künstler und Lehrende, die von den Gotteskriegern mit besonderer Brutalität verfolgt und massakriert wurden. Nachdem sich die Fundamentalisten mit ihren Gewaltorgien zunehmend von der Bevölkerung isoliert hatten, setzten sich viele von ihnen nach Europa – vorzugsweise Frankreich, Grossbritannien und die Benelux-Staaten – ab, wo sie von einem inzwischen dichten Netz von Glaubensbrüdern aufgenommen und betreut wurden. Perverserweise erhielten manche dieser Bluthunde als angeblich politisch Verfolgte wesentlich einfacher Asyl als die meisten ihrer Opfer – auch in der Schweiz und bis heute!

Europäische «Leitkultur» verteidigen

Ermöglicht wird all dies durch die Parallelgesellschaften, die sich im Schatten der Da'wa in fast allen westlichen Ländern entwickelt haben und ihre Mitglieder bei der subtilen Integrations-Verweigerung unterstützen. Das Verhaltensmuster ist wie im Falle der Therwiler Schüler stets dasselbe: Mit alltäglichen Provokationen wird die Toleranz des Gastlandes und seines Normensystems ausgereizt und im Konfliktfall sofort lautstark das Grundrecht der Glaubensfreiheit strapaziert, jede Kritik mit den Totschlagargumenten der Islamfeindlichkeit und des Rassismus im Keime erstickt. Stets wacker unterstützt von blauäugigen Multikulturalisten aller Schattierungen, die ihrerseits politische Korrektheit gegenüber Andersgläubigen anmahnen und damit bedenkenlos alle Errungenschaften der europäischen Aufklärung als «überholt und eurozentristisch» diffamieren.

Der aus Syrien stammende Göttinger Politologie-Professor und praktizierende Sunnit Bassam Tibi hat diese Zusammenhänge schon vor zwanzig Jahren aufgezeigt und Europa eindringlich zur Verteidigung seiner «Leitkultur» ermahnt. Weil er dabei zu viel eitle Selbstgefälligkeit an den Tag legte, lieferte er sich den islamistischen Agitatoren und deren multikulturalistischer Lobby gleich selbst ans Messer, die sein trotz allem äusserst lesenswertes Buch «Europa ohne Identität?» entsprechend genüsslich auf den Index politischer Korrektheit setzten. Was ihnen umso leichter fiel als ausgerechnet der CDU-Hardliner Friedrich Merz und der SPD-Dissident Thilo Sarazzin den Begriff «Leitkultur» für ihre offen rassistischen Kampagnen missbrauchten.

Seither blieb die «Leitkultur» denn auch tabu bis sie der aus Basel stammende israelische Psychiater, Friedensaktivist und NZZ-Kolumnist Carlo Strenger mit seinem ebenso provokativen wie blitzgescheiten Essay «Zivilisierte Verachtung – Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit» (Edition Suhrkamp 2015) wieder aus der Versenkung holte mit einer Argumentation, die vor dem aktuellen Hintergrund wesentlich schwieriger zu entkräften scheint als einst jene Bassam Tibis, der wohl seiner Zeit ganz einfach ein paar Jahre voraus war. Strengers These ist jedenfalls so banal wie einleuchtend:

«Wir stehen vor der absurden Situation, dass der vorgeblich tolerante, faire und für kulturelle Unterschiede sensibilisierte Westen selbst zum Opfer jener Intoleranz geworden ist, die mit der Idee der politischen Korrektheit bekämpft werden sollte. Das nenne ich ein phänomenales Eigentor. Denn wenn die Fähigkeit verloren geht, die eigene Lebensform und ihre Werte argumentativ zu verteidigen, ist der Weg frei für rückwärtsgewandte Rechtsparteien, deren Programm am Ende darauf hinausläuft, dass Deutschland den Deutschen gehört, Frankreich den Franzosen und die Schweiz den Schweizern.»

Veranlasst zu seiner Wortmeldung sah sich Strenger denn auch durch die für ihn schockierende Annahme der Minarett-Initiative. All jene, denen der galoppierende Vormarsch von Pegida, AfD, des Front National, der FPOe und SVP auf dem Magen liegt, sei die Lektüre dieses dünnen Bändchens dringend empfohlen!

Gerade wenn wir echt bedrohten Flüchtlingen helfen und sie erfolgreich in unsere Gesellschaften integrieren wollen, gilt es den Machenschaften wahabitischer, salafistischer und dschihadistischer Scharlatane mit aller Energie Einhalt zu gebieten. Wer universelle Menschenrechte mit einem individuellen Freipass zur missionarischen Vergewaltigung anderer verwechselt und sich damit der Norm- und Werteordnung seines Gastlandes systematisch verweigert, verwirkt damit irgendwann den eigenen Anspruch auf Toleranz!

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine. Alexander Gschwind war ab 1978 Auslandredaktor bei Schweizer Radio DRS (heute SRF). Er berichtete regelmässig in den Sendungen «Echo der Zeit» und «International». Er schrieb auch für verschiedene Zeitungen.

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11 Meinungen

„In nichts Erlogeneres sahen wir die Frommen ausgesetzt als in der Überlieferung/im Hadith.“ (In nothing do we see pious men more given to falsehood than in Tradition)
Asim al-nabil

Es ist zeit für ein muslimischer Matin Luther.
vitto chiarini, am 11. April 2016 um 19:42 Uhr
Fadengerader Text von Alexander Gschwind, dem langjährigen Iberien- und Maghreb-Korrespondenten.
Wer die kleinen Zumutungen islamistischer Kreise im eigenen Alltag «toleriert», bereitet den Boden für grössere Zumutungen. Mit Toleranz hat dies aber gar nichts zu tun; es ist nicht anders zu nennen als feiges Wegschauen, wo ein klares Nein gegen intolerante Personen gefordert ist.
Kein Fussbreit öffentlicher Raum für Missionare irgendeiner «Religion»!
Keine Sekunde Eingehen auf irgendeine Heilslehre!
Billo Heinzpeter Studer, am 12. April 2016 um 13:31 Uhr
Danke für diesen wichtigen Beitrag! Genau das, was nottut in unserer mit selbstverleugnender Political Correctness geschwängerten Atmosphäre.
Hans R. Moning, am 12. April 2016 um 14:35 Uhr
Wer im Raume Zürich das erwähnte Essay von Carlo Strenger:
«Zivilisierte Verachtung – Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit» (Edition Suhrkamp 2015) lesen und in der Gruppe diskutieren möchte, melde sich doch bitte bei mir. Ich freue mich auf eine spannende Diskussion! kgattiker@energeia.ch
Katharina Gattiker, am 12. April 2016 um 20:40 Uhr
Sie sollen «gleichgeschaltet werden» mit einer menschenverachtenden Auffassung von Religion. Der Islam hat sich wie das Christentum und wohl auch die meisten anderen Religionen auf diesem Planeten im Laufe Ihrer Geschichte und Tradition (Überlieferung) - im Islam z.B. Mord schon in der ersten Nachfolge von Mohammed - zerstritten, in verschiedene Glaubensrichtungen aufgeteilt und Gewalt, Machtmissbrauch, Mord und Kriege hervorgebracht und Milliarden von Menschen die Freude am Leben vergällt. Der erste schriftliche Bericht z.B. zum christlichen Glauben entstand 60 Jahre nach den Ereignissen von Golgatha. Und vieles, was in den Evangelien steht, war damals schon Lügenpresse.
Es ist offenbar noch nicht Zeit - aber sie wird kommen müssen, wenn wir wirklich in Frieden auf Erden leben wollen, die Zeit, in der all diese heiligen Schriften, Glaubenskonstrukte, Konfessionen und Religionen dahin finden, wo sie hingehören: ins Museum und in das Feld der Geschichtswissenschaften und der Lehre von der Evolution des Lebens. Dann werden wir vielleicht als Gesellschaften Kulturen hervorbringen, die für die Lebensbedingungen der Millionen von Generationen, die noch auf der Erde leben werden leben (müssen), bessere Chancen hinterlassen auf ein der Evolution würdiges Leben und Gedeihen einer Spiritualität und geistig-seelischen Entwicklung, welche das wirkliche Leben und die gesamte Existenz einbezieht, zu feiern oder gar doch noch zu heiligen vermag.
Robert Ro Merz, am 12. April 2016 um 23:12 Uhr
Die wahabitische Interpretation des Verbots, (fremde) Frauen zu berühren erachte ich als Verdrehung eines islamischen Verbots, welches dem Schutz und der Achtung der Frau dient.
Das Gebot hat den Sinn, Frauen insbesondere vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Es geht um die sexuelle Unberührtheit der Frau! Die Interpretation verdreht Achtung in Missachtung! Das dürfen wir bei uns nicht zulassen!
Der Fall Therwil ist die geäusserte Wahabiten-Dogmatik, wonach Frauen eben keine vollwertigen Menschen seien.
Die Diskussion muss theologisch geführt werden!
Diesen Fall sollten wir als Anlass nehmen, unsre jüdisch-christliche Prägung betreffend Menschenverträglichkeit zu prüfen.
Wer behauptet denn, was Wort Gottes sei?
Jawe soll den Israeliten befohlen haben, die Kanaanäer zu erobern, ihr Land zu nehmen und alle Männer Frauen und Kinder zu töten.
Es gibt Menschen, die glauben das sei wirklich Gottes Wort!
Vor ein paar Monaten äusserte sich Bischof Huonder über gleichgeschlechtliche Paare sehr verletzend, er zitierte den Levitikus. Das alte Testament erachten auch Christen als «Wort Gottes"!
Der evangelisch-reformierte Heidelberger Katechismus fordert bei Frage Nr. 100 die Todesstrafe für Gotteslästerer!
Auch hier wird der Levitikus herangezogen.
Angesagt ist nicht nur Härte gegen die Händedruckverweigerer, sondern auch ein Durchpflügen aller menschenverachtenden Gesetze, egal welcher Religion oder Ideologie!
Urs Lachenmeier, am 12. April 2016 um 23:17 Uhr
Danke, Herr Gschwind, für diese klare und schnörkellose Analyse. Wenn die (anonyme) «Theol.Worldpress» das «Umfeld westlicher Aggression » als Motor der Radikalisierung nennt, rechtfertigt das nicht eine klar auf Ermordung Andersgläubiger oder «Ungläubiger» hin zielende Gehirnwäsche. Alle rechtsstaatlichen Mittel sind zu mobilisieren, um diese Hasspropaganda zu unterbinden und die Drahtzieher auszuweisen oder, falls sie das Schweizer Bürgerrecht besitzen, wirksam in die Schranken zu weisen. Höflichkeitsregeln und Tenuevorschriften sollen durch Schulbehörden und Gemeinden durchgesetzt werden. Es sollten dafür landesweit einheitliche Richtlinien durchgesetzt werden.
Solange wir die Hintermänner hofieren und von ihren Öllieferungen abhängen, wird dies allerdings schwer durchsetzbar sein.
Jacques Schiltknecht
Jacques Schiltknecht, am 13. April 2016 um 09:03 Uhr
Es ist höchste Zeit, dass wir das Steuer energisch herumwerfen, um zu verhindern, dass wir in eine Katastrophe schlittern. Es gilt, unsere säkulare Gesellschaft, die Trennung von Religion und Staat, ein natürliches Verhältnis zwischen den Geschlechtern und nicht zuletzt unsere sozialen Vorsorgeeinrichtungen gegen eine aggressive Invasion zu verteidigen. Dass die momentan vorherrschende Sozialromantik in die Irre führt, beweisen auch fundierte wissenschaftliche Analysen. So zum Beispiel die unter folgendem Link in der NZZ vom 15. 4. 2016 vorgestellte Studie:
http://www.nzz.ch/feuilleton/gespraech-mit-dem-soziologen-ruud-koopmans-assimilation-funktioniert-ld.13975 .
Hans R. Moning, am 18. April 2016 um 10:05 Uhr
Danke, Herr Gschwind, dass Sie sich gemeldet haben! Ich frage mich, wieso die gebildete westliche Gesellschaft keinen besseren Selbsterhaltungstrieb aufbringt... Müssen wir den Widerstand gegen eine globalisierte und gespaltene Welt wirklich der Pegida und den Neonazis überlassen?
Jürg Schoop, am 18. April 2016 um 14:55 Uhr
@ Thierry Blanc, 18.4., 11:11: Vielen Dank habe ich mir in diese Richtung ebenfalls gedacht... Auch wenn diese Jugendlichen von irgendwoher zusätzlich beeinflusst sein sollten.....Gopf, sind wir als Gesellschaft und Kultur derart verunsichert, dass uns verweigerte Händedrucke derart aus der Ruhe bringen lassen? Haben wir etwas verloren, wenn diese Jungs die Hände nicht schütteln? Ja, und zwar genau dann, wenn wir das Diktum » Hand-nicht-schütteln = Akzeptanz der Minderwertigkeit der Frau» aus der Perspektive der Fundis teilen. Wenn ein CH-Schüler aus unerklärten Gründen die Hand nicht schütteln wollte, was wäre dann? Das gleiche «Theater"?..also, die haben erst so ein Gewicht, wenn wir darauf einsteigen.
Oliver Lüthi, am 19. April 2016 um 22:43 Uhr
Perfekte Toleranz würde die Probleme, die an dieser Stelle diskutiert werden, weitgehend lösen. Perfekte Toleranz heisst auch, dass kein Bürger gezwungen werden darf, (in Form von Steuern) für etwas zu bezahlen, das nicht seinen Vorstellungen entspricht. Ob er zum Beispiel für den Lebensunterhalt einer fremden Person aufkommen will, sollte allein eine Frage seines Gewissens sein. Wenn diese Bedingung erfüllt wäre, dürfte auch mehr Toleranz gegenüber dem Verhalten anderer erwartet werden.
Hans R. Moning, am 20. April 2016 um 12:17 Uhr

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