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Acht Millionen sind genug für die Schweiz

Urs P. Gasche / 16. Aug 2012 - Für Migranten ist die reiche Schweiz ein Magnet. Doch das reicht der Wirtschaft nicht: Sie lockt Ausländer mit enormen Anreizen an.

Seit Einführung des freien Personenverkehrs nimmt die Wohnbevölkerung in der Schweiz um jährlich 80'000 Menschen zu. Das entspricht einem Zuwachs der Stadt Luzern – jedes Jahr. Noch Ende 2006 wohnten in der Schweiz 7,5 Millionen Einwohner, heute 8 Millionen. Das sind in dieser kurzen Zeit sechs Städte in der Grösse von Luzern mehr. Nicht mitgezählt sind die rund 100'000 «Sans-Papiers» sowie Asylsuchende.

Weil es eng wird in der Schweiz, gibt es zwei Volksinitiativen, die den Bevölkerungszuwachs bremsen wollen (Ecopop: Initiative «Stopp der Überbevölkerung – Zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» und die fremdenfeindlich ausgerichtete SVP-Initiative «gegen Masseneinwanderung»). Der Wirtschaft aber passt das nicht, und die Politik folgt den Vorgaben der Wirtschaftslobbys: Alle Anreize werden so gesetzt, dass die Zahl der Einwohner in absehbarer Zukunft neun oder zehn Millionen erreicht: Steuerprivilegien für Personen und Unternehmen aus dem Ausland; günstigere Krankenkassenprämien als für Schweizer; keine Integrationsbedingungen, Aussonderung privilegierter Wohnlagen; Ausländer können ausländische Familienangehörige leichter in die Schweiz kommen lassen als Schweizer ihr ausländischen Familienangehörigen; Sozialleistungen nach Arbeitsplatzverlust trotz Bedingung einer Anstellung für die Einwanderung etc. – alles im Namen des Wirtschaftswachstums.

Mehr Käuferinnen und Käufer ohne Anstrengung

Weshalb begrüssen und fördern selbst Unternehmer, die der SVP angehören, den rasanten Bevölkerungszuwachs? Weil sie so am Leichtesten zu mehr Käuferinnen und Käufern kommen. Vom Detailhandel über die Bauwirtschaft bis zur Pharmaindustrie profitieren sie alle. Denn wenn sich mehr Menschen hier ansiedeln, können Unternehmen mehr von ihren Spaghettis, Möbeln, Immobilien oder Medikamenten verkaufen, mehr Häuser und Strassen bauen und grössere Umsätze und Gewinne erzielen, ohne sich zusätzlich anzustrengen.

In Zahlen: Die Verkäufe des Detailhandels nahmen in den letzten zehn Jahren zu mehr als der Hälfte nur deshalb zu, weil es immer mehr Menschen in der Schweiz gab.

Das Rezept, das ersehnte Umsatz- und Wirtschaftswachstum einfach mit einer grösseren Bevölkerungszahl zu erreichen, funktioniert bestens. Das reale Bruttoinlandprodukt BIP konnte in den zwanzig Jahren von 1990 bis 2010 zur Freude der Wirtschaft um 29 Prozent gesteigert werden. Nur die Hälfte davon entfiel auf die Zunahme des BIP pro Kopf, die andere Hälfte auf die Zunahme der Köpfe.

Behörden und Medien berichteten euphorisch über diese Wachstumszahlen, verschwiegen jedoch geflissentlich, dass sich das reale Wachstum pro Kopf der Bevölkerung im Laufe dieser zwanzig Jahre nur um 11 Prozent erhöhte. Pro Kopf, also für den einzelnen Bürger oder die einzelne Bürgerin, brachte das Wirtschaftswachstum wegen des Bevölkerungswachstums keine Vorteile. Denn die Hälfte des Wachstums, das den Umsatz der Wirtschaft grösser machte, mussten sie mit mehr Menschen teilen. Gleichzeitig spüren alle die Nachteile, die eine wachsende Bevölkerung mit sich bringt: Verbauung des Bodens, Verschandelung der Landschaft, Enge in Zügen und Bahnhöfen, stockender Verkehr auf den Strassen, Konkurrenz am Arbeitsplatz.

Trotzdem warten aufmerksame Fernsehzuschauer und/oder Zeitungsleserinnen vergeblich darauf, dass das Wachstum nicht nur absolut bejubelt, sondern auch pro Kopf angegeben wird. Wenn das geschähe, könnten Zuschauer und Leserinnen den Sinn des Wachstums hinterfragen.

Steuergeschenke für ausländische Unternehmen und Manager

Die meisten Unternehmen sehen nur ihre Umsätze und wollen von einer möglichst grossen Einwanderung profitieren. Sie verteidigen nicht nur die Personenfreizügigkeit, sondern auch Steuergeschenke für ausländische Unternehmen und deren Manager sowie etliche weitere Privilegien, welche den Wirtschaftsstandort Schweiz für Einwandernde attraktiv machen. Ausländer aus der EU können ihre Familienangehörigen sogar leichter in die Schweiz holen als Schweizer Bürger ihre ausländischen Familienangehörigen. Denn das Abkommen über die Personenfreizügigkeit ist grosszügiger als das Ausländergesetz, dem die Schweizerinnen und Schweizer unterworfen sind.

«Deckelt man das Wachstum, wird die Wirtschaft stranguliert»

Die Lobbys der Wirtschaft wollen die Anreize so setzen, dass die Bevölkerung der Schweiz im bisherigen Tempo weiter zunimmt. Diese These stützen unter anderem folgende Aussagen von Leuten, die der Wirtschaft nahe stehen:

Leitartikel in der NZZ: «Volkswirtschaften mit Zugriff auf eine wachsende Bevölkerung erhalten die Chance auf zusätzliche Nachfrage.»

Mehrteilige Serie im NZZ-Inlandteil:

«Auf dem Weg zur 10-Millionen-Schweiz.»

Serge Gaillard, Arbeitsmarktexperte im Seco: «Ohne die Einwanderung wäre namentlich das Wachstum der Bautätigkeit nicht möglich gewesen.»

Rudolf Minsch, Chefökonom von der Economiesuisse: «Es profitieren Bund, Kantone und Gemeinden, weil die Steuererträge dank höherem Wirtschaftswachstum steigen...Die Staatsfinanzen werden entlastet, weil die Schweiz die Ausbildung der Zugewanderten nicht zahlen muss...Deckelt man das Wachstum der Bevölkerung, wird die Wirtschaft stranguliert.»

Daniel Hartmann, Senior Analyst Bantleon Bank Zug: «Das Bevölkerungswachstum hilft enorm zum starken Konsum. Das grosse Plus der Schweiz ist die Zuwanderung

Wie bereits erwähnt: Seit 1990 ist mehr als die Hälfte des realen Wirtschaftswachstums auf die wachsende Bevölkerung zurück zu führen. Auf diese Wachstumsimpulse wollen die meisten Unternehmer nicht verzichten. Sie werden die Immigration weiter mit allen Mitteln fördern.

Schluss mit dem Wachstumswahn

Die Lobbys im Parlament ordnen nicht nur die Bevölkerungspolitik dem Wirtschaftswachstum unter, sondern auch eine gerechtere Steuerpolitik, die Bildungspolitik, die Sozialpolitik usw.

Wenn das Wirtschaftswachstum der Mehrheit wenigstens mehr Lebensqualität bringen würde. Doch weit gefehlt: Eine Zunahme des BIP-Wachstums verbessert die Lebensqualität des Grossteils der Bevölkerung bei uns schon lange nicht mehr. Deren Lebensqualität nimmt sogar ab: Mehr Wohnlagen mit Lärm, zersiedelte Landschaften, längere Reisen zur Arbeit, längere Wege in die Natur, weniger Bewegung, mehr Stress, mehr Psychopharmaka.

«Die Bevölkerungszunahme hat zwei Drittel der Bevölkerung nicht reicher, sondern ärmer gemacht», bilanzierten Philipp Löpfe und Werner Vontobel in ihrem Buch «Aufruhr im Paradies».

Bis 100'000 Menschen können jährlich in die Schweiz einwandern

Falls die Schweiz die Einwanderung nicht mehr aktiv fördern und die Zahl der Einwohner stabil halten könnte, könnten immer noch über 80'000 Menschen jedes Jahr in die Schweiz einwandern. Denn ebenso viele verlassen unser Land. Die Ecopop-Initiative erlaubt eine jährliche Zunahme der Bevölkerung um 0,2 Prozent, so dass jedes Jahr insgesamt rund 100'000 Menschen in die Schweiz einwandern könnten.

Zum Vergleich: In den letzten Jahren haben sich pro Jahr rund 4500 eingewanderte Frauen und Männer in Spitälern und im Pflegebereich anstellen lassen.

Bumerang-Effekt

Kein Land kann sich gegen Migrationsströme abschotten. Aber angesichts der sprunghaften Zunahme der Einwohner in der Schweiz ist eine weitere aktive Förderung der Immigration bis auf neun oder zehn Millionen Einwohner eine fragwürdige Politik. Sie provoziert irrationale, fremdenfeindliche Reaktionen in der Bevölkerung. Die Wirtschaft riskiert, dass ein wesentlicher Standortvorteil der Schweiz verloren geht: Der soziale Frieden und die hohe Integrationskraft der Schweizer Bevölkerung.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Zum Dossier «Eine Million mehr Menschen bei uns?»
Philipp Löpfe und Werner Vontobel: «Aufruhr im Paradies», Orell Füssli Sachbuch, 2011, 27.90 CHF
Volksinitiative der Ecopop: « E-Mail Drucken PDF Stopp der Überbevölkerung – Zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen»
SVP-Volksinitiative «gegen Masseneinwanderung»

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8 Meinungen

Genau, sie bringen es auf den Punkt : .... «Wenn das Wirtschaftswachstum der Mehrheit wenigstens mehr Lebensqualität bringen würde. Doch weit gefehlt: Eine Zunahme des BIP-Wachstums verbessert die Lebensqualität des Grossteils der Bevölkerung bei uns schon lange nicht mehr. Deren Lebensqualität nimmt sogar ab: Mehr Wohnlagen mit Lärm, zersiedelte Landschaften, längere Reisen zur Arbeit, längere Wege in die Natur, weniger Bewegung, mehr Stress, mehr Psychopharmaka."...

WAS kann der einzelne von uns TUN um diese Situation zu ändern ?
Hat jemand eine Idee ?
So darf es doch nicht weiter gehen, wir machen unser kleines (noch) Paradies kaputt !!! ...
Frau Carmey Bruderer, am 17. August 2012 um 00:54 Uhr
http://www.ecopop.ch/joomla15/index.php?option=com_content&task=view&id=319&Itemid=330&lang=de

Könnte Abhilfe schaffen!
Andreas Mathys, am 21. August 2012 um 02:21 Uhr
@ Andreas Mathys

Die Ecopop Initiative ist ein sehr interessanter Ansatz !

Ich denke auch dass Familienplanung (vor allem in den Entwicklungsländer), mehr als nötig ist, ... und trotzdem scheint es immer noch ein Tabu Thema zu sein ...
Und China hat doch nicht ganz unrecht mit seiner «Ein-Kind-Politik» … !

Sagen wir es brutal wie es ist : Es wird zu viel Sex praktiziert, es wird meistens «geliebt» ohne die Absicht ein Kind zeugen zu wollen, ergo wird überflüssiger Sex konsumiert ... demzufolge gibt es (dort) zu viele Nachkommen !

Also wir sollten fordern dass der Mensch sich in dieser Hinsicht etwas mehr mässigen soll und „dafür oder anstatt“, mehr Sport oder mehr Musik machen soll.
Nein, kein Spass es ist eine ernste Angelegenheit, … Männer ihr seid gefordert !

Uhhiii, welch ein Geschrei, … ich gehe gleich in Deckung !
Frau Carmey Bruderer, am 21. August 2012 um 03:48 Uhr
@Carmey Bruderer

Ein interessanter Ansatz. Obwohl ich ihn nicht ganz befürworte. Denn bei Ihrem Vorschlag könnten die Sportverletzungen oder die akkustische Verschmutzung durch unsachgemässes Musizieren weitere Probleme erzeugen... ;)
Die «Ein-Kind-Politik» ist wohl die Zukunft.


Zum Thema:
Die Wirtschaftslenker hierzulande brauchen sich nicht um die vollen Züge, Autobahnen und Einkaufszentren zu kümmern. Die halten sich dort gar nicht auf. Was sie wollen ist ganz einfach mehr Wachstum. Egal wie dieser zustande kommt. Ihre Formel ist relativ überschaubar: MEHR = MEHR. Das gleiche sieht man in der EU. Mehr Länder produzieren logischerweise mehr Wachstum. Ob dabei soziale Probleme entstehen, stört die Wirtschaftskapitäne nur am Rande. Sie halten sich ja nicht in der Nähe des Volkes auf. Sie leben in ihrem Cocon, weit weg von der sich öffnenden Schere. Ich hatte Gelegenheit, ein paar Jahre Chauffeur eines ganz Reichen in der Schweiz zu sein. Es ist eine andere Welt. A propos Schere: Ich glaube nicht, dass sich die Schere weiter auftut; nein, die ganze Schere geht nach oben!

Aber zurück zu unseren » Acht Millionen sind genug".

Was ist daran eigentlich falsch, wenn wir bei Bedarf einfach sagen: Das Boot ist voll?

Meine Vorschläge:

Wir fordern, dass ein Arbeitsplatz vom Arbeitgeber in spe gesichert sein muss. Für die Probezeit wird eine Unterkunft bereitgestellt, was die Hotellerie bestimmt interessieren wird.

Wir fordern von den Einreisenden, dass sie nachweisbar genug Geld haben, ein halbes Jahr lang ohne Einkommen in der Schweiz zu leben.

Wir fordern, dass die Arbeitslosenkasse erst nach mindestens drei Jahren Beitrag beansprucht werden kann.

Wir fordern, dass wir bei genau definierten Delikten (welche statistisch mehrheitlich von Ausländern begangen werden) ein Rückschaffungsrecht haben.

Der Familien-Nachzug wird mit Argusaugen kontrolliert.

Wenn wir diese wenigen Punkte anwenden, dann sind wir immer noch sehr viel sozialer als 95% der Länder dieser Welt.
Die Attraktivität der Schweiz darf sich nicht in der Arbeitslosenkasse erschöpfen. Wenn wir uns qualitativ verbessern wollen, müssen wir auch mehr Qualität fordern.

Ich würde auch genügend Argumente finden, dass die Aufnahme von Deutschen gebremst werden sollte. Es ist wie beim Cabaret Rotstifts «Skilift": Sie bringen eine geistige Unruhe ins Land.

Oder wie es Urs P. Gasche richtig sagt: «Die Wirtschaft riskiert, dass ein wesentlicher Standortvorteil der Schweiz verloren geht: Der soziale Frieden und die hohe Integrationskraft der Schweizer Bevölkerung.»

Ich selber arbeite seit etwa fünfzehn Jahren im Ausland. Von Bedingungen, welche die Schweiz den Ausländern bietet kann ich nur träumen! Für uns Ausländer besteht eine weit schwierigere Selektionierung als für die Locals. Wir können auch jederzeit rausgeschmissen werden. Ich habe die Verträge unterschrieben, also reklamiere ich auch nicht.

Ich frage mich nur, wie sozial darf man in der Schweiz sein, ohne dass man im Ausland als Deppen angesehen wird. Das Ausland lacht sich tot über unsere Politik. Zum Beipiel Italien.

Schöne Grüsse aus Brasilien.
Renato Stiefenhofer, am 29. August 2012 um 15:51 Uhr
@ Renato Stiefenhofer

Smile … Ich hatte schon an anderer Stelle vorgeschlagen dass „Schäden“ bei den Risiko-Sportarten nicht mehr versicherungsmässig von der Allgemeinheit getragen werden sollten, mehr Eigenverantwortung ist heutzutage (bei zunehmender bevölkerungsdichte mehr denn je), die Losung.
Übrigens auch bei „den Rauchern“ sollte es so geregelt werden …
Mit der Musik … na ja, weiss ich nicht gleich eine Antwort …

8 Millionen sind genug …

Sie denken mehrheitlich wie ich,… aber wir sind in der CH nicht beliebt mit dieser etwas zu konsequente Haltung. Lieber Gutmensch bleiben, niemanden vor dem Kopf stossen ja nicht brüskieren, es lebt sich viel ruhiger als … Deppe …
… „Die die wieder gewählt werden wollen“ verhalten sich so, vorher sind die vielleicht noch unserer Meinung, danach einmal auf den roten Polstern installiert wird es auch für die „eine andere Welt“ … ein „Cocon“ mit vielen Privilegien …

Daher muss das Volk aufmerksam verfolgen was geschieht und wenn nötig … „lauthals“ intervenieren !

Mit den „Deutschen“ wäre ich nicht so streng, immerhin sprechen die unsere Grund- Sprache, sind arbeitsam, mehrheitlich gut gebildet, unterhaltsam und schnell Denker und Redner … was letzteres ihnen dann zum Verhängnis werden kann, denn es klingt etwas zu arrogant für unsere “ruhe bedürftige“ Ohren.
Aber auch sie (die Deutschen nicht die Ohren), sind belehrbar, es hat viele die sich schon dem Schweizer Rhythmus angepasst haben.
Ich mag diese Leute eigentlich ganz gut.

Ordnung sollte hingegen dringend im Asylwesen gemacht werden, denn dort herrscht einen katastrophalen zustand, DA wäre ich viel strenger.
Und bei denen (den Pseudo-Verfolgte), gelten wir sehr wohl als „Deppen“ !
Der Nationalrat hatte in mühsamer Arbeit gute Korrektur Ansätze vorgeschlagen, hat auch einiges durchgebracht ... aber unsere ewigen Gutmenschen haben wieder vieles „zerzaust“ … es geht also praktisch so weiter wie zuvor !
Und nun kommen die Syrier, vielleicht echte verfolgte, aber die Plätze sind schon alle von den Afrikanern besetzt, … zum heulen !

Es lebe die Schweiz, sende schöne grüsse nach Brasilien !
Frau Carmey Bruderer, am 30. August 2012 um 02:44 Uhr
@Carmey Bruderer

Zitat : «Mit den „Deutschen“ wäre ich nicht so streng, immerhin sprechen die unsere Grund-Sprache, sind arbeitsam, mehrheitlich gut gebildet, unterhaltsam und schnell Denker und Redner … was letzteres ihnen dann zum Verhängnis werden kann, denn es klingt etwas zu arrogant für unsere “ruhe bedürftige“ Ohren. »

Ich hab natürlich nichts gegen die Deutschen. Habe selber einige, gute deutsche Freunde. Bin sogar für Lufthansa geflogen. Es ist der Deutsche als immer gösser werdende Masse in der beschaulichen Schweiz. Das stört die meisten von uns. Der Deutsche irritiert uns mit seiner überlegenen Art des Sprachgebrauchs. Er ist uns rhetorisch weit überlegen. Schnelles Sprechen suggeriert offenbar auch schnelles denken. Was psychologisch gesehen natürlich nicht zutreffen kann.

Gruss
Renato Stiefenhofer, am 30. August 2012 um 03:31 Uhr
@ Renato Stiefenhofer

... sie sagen es, die Deutschen sind uns in mancher Hinsicht überlegen, dies erweckt etwas Neid, ... aber ich beobachte : Wir Schweizer sind mächtig am aufholen, es ist wie in einem Wettkampf, der «Gegner» spornt uns an auch besser zu werden ... !!!
Frau Carmey Bruderer, am 30. August 2012 um 11:08 Uhr
Meiner Meinung nach gehen wichtige Aspekte vergessen: in den letzten 50 Jahren wurde die Gewinnmaximierung dermassen auf die Spitze getrieben, dass es niemanden verwundern sollte, dass diesem Geld früher oder später Menschen folgen.
Steuergerechtigkeit wurde genannt und hier müsste auch eine der Lösungen ansetzen. Die erste Million müsste für Privatpersonen einfacher zu erreichen sein, als die 30. Das heisst 50% Steuern ab 50 Millionen. Für Unternehmen gäbe es nur noch Steuerermässigungen, wenn sie ihren Beitrag zum Gemeinwohl transparent aufzeigen z.B. in Form einer Gemeinwohl-Bilanz: https://www.ecogood.org/de/gemeinwohl-bilanz/gemeinwohl-matrix/

Sollten (was wahrscheinlich ist) die künstlichen Intelligenzen die meisten Arbeitskräfte überflüssig machen, brauchen all diese Menschen trotzdem das nötige Kleingeld, um ihren täglichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das könnte in Form einer Minussteuer geschehen.
Statt, dass wir uns dauernd mit dem (abnehmenden) Mittelmass der Sozialpolitik anderer Länder vergleichen, hätten wir die Möglichkeit aufzuzeigen, was denn eigentlich notwendig wäre. Ganz egal, ob es um Sex oder Geld geht, es geht um Macht und es ist dringend notwendig hier andere Massstäbe aufzugeigen. Beim Geld könnten wir unsere demokratischen Möglichkeiten ausschöpfen und den Völkern ein Angebot machen - es haben alle dieselben Probleme, v.a. mit dem unbegrenzten Wachstum der Vermögen. Die Entwicklung des Bewusstseins bleibt ein persönliches Engagement.
Luzia Osterwalder, am 02. Januar 2018 um 10:58 Uhr

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