Brandkatastrophe erschüttert weltweit das Image der Schweiz
Die Schweiz ist in der Regel eher eine Fussnote in der globalen Berichterstattung – sowohl in den traditionellen News wie auch in den Social Media. Schweizer «Ereignisse» weisen in der Regel eine globale Medienpräsenz auf, die 10 x kleiner ist als die wichtigen deutschen, französischen, italienischen oder englischen «Merkmale». Das kann man gut illustrieren an Hand der dominanten Lokalmerkmale wie die wichtigsten Städte.

Einzig Davos erzeugt eine ausserordentliche globale Medien-Resonanz
Davos mit dem World Economic Forum (WEF) ist das einzige Thema, dass es regelmässig in die Schlagzeilen der Welt und die Echoräume der Social Media schafft. Davos liegt dabei immer rund einen Faktor 2 – 5 vor den wichtigen Schweizer Städten Genf, Zürich und Basel. Davos ist daher ein guter Benchmark für die Bestimmung der globalen Bedeutung eines Schweizer Medienereignis im weltweiten Kontext.

Der Brand katapultiert die Schweiz ins globale Scheinwerferlicht
Seit dem 1. Januar 2026 nimmt die Brandkatastrophe in den Schlagzeilen der internationalen Presse einen Spitzenplatz ein und sie verschwindet auch nicht. Das gilt nicht nur für Twitter/X, das gilt auch für die professionelle Presse: die Online-News, die Tageszeitungen und die elektronischen Medien Radio/TV.

Wenn wir alle Medien berücksichtigen (Zeitungen, Online-News und alle Social Media), dann ist Crans-Montana bereits nach 10 Tagen viel wirkungsvoller als Davos/WEF 2025. Konkret heisst das:
- Die Reichweite ist 3,6 x grösser und
- die Reaktion der Leserschaft ist insgesamt 15 x grösser.
Die Gesamtperformance des Crans-Montana-Ereignisses ist in den letzten 11 Tagen darum 55 x wirkungsvoller als jenes von Davos/WEF 2025.

In den Qualitätsmedien ist die Resonanz 5x grösser
Wenn wir nur die journalistisch bearbeiteten Nachrichten betrachten, dann bestätigt sich die generelle Feststellung, dass die globale Öffentlichkeit die Brandkatastrophe von Crans-Montana mit einer aussergewöhnlichen Aufmerksamkeit verfolgt. Die globale Medien-Resonanz ist also keineswegs ein Ergebnis der besonderen Betroffenheit in den Social Media.
Wenn man die Daten genau auswertet und mit jenen von Davos vergleicht, dann ist die Gesamtperformance des Crans-Montana-Ereignis in den traditionellen Newskanälen 5,4 x grösser als jene des WEF/Davos.

Die Bedeutung der Social Media darf man nicht unterschätzen
Die Verteilung der Dokumente zwischen den Social Media und den klassischen Newskanälen ist typisch für ein emotionales Ereignis:

Eine genaue Gegenüberstellung der Social Media-Daten zwischen Davos/WEF und Crans-Montana verdeutlicht das sehr gut:
Obwohl die Anzahl Dokumente in den Social Media nur um knapp 50% höher ist, ist deren Reichweite massiv viel grösser (über Faktor 6). Und die Reaktionen (Engagement) sind um den Faktor 17,5 grösser.
Wenn wir die Wirksamkeit eines einzelnen Posts berechnen, dann kommt man zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Jeder Post zur Brandkatastrophe in den Sozial Media hat eine Wirkung, die um den Faktor 72 grösser ist, als ein Post zum Thema WEF/Davos.
Das muss als ein starker Fingerzeig verstanden werden, dass die ganze Welt dieses Ereignis mit einem enorm hohen emotionalen Engagement verfolgt. Die Schweiz wird sehr genau beobachtet, wie sie mit der Katastrophe von Crans-Montana umgehen wird.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Red. – Dies ist ein Gastbeitrag. Leo Keller ist seit 2000 ein Internetunternehmer und Unternehmensberater. Er ist Geschäftsführer der Firma Ocean Blue Semantic Web Solutions GmbH. Diese Analysen wurden mit Talkwalker erstellt, einem der weltweit führenden Social Listening- und Media Monitoring-Systeme.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.









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